Die 5 größten Kryptohacks – Gastartikel: CryptoTicker

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In der Blockchainwelt kommt es immer wieder zu mehr oder weniger schlimmen Hacks. Die 5 Kuriosesten haben wir euch hier zusammengefasst.

1.) Der 92- Milliarden Bitcoin Hack

Bitcoin war zu Beginn wie andere Software auch anfällig für Bugs. So geschah es, dass Bitcoin zu Beginn mit einer offenen Sicherheitslücke betrieben wurde. Arithmetische Überläufe wurden nicht geprüft. Ein Hacker nutze dies aus und generierte eine Transaktion mit zwei Outputs mit jeweils 92233720368.54 Bitcoin.

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Bei der Überprüfung durch die Knotensoftware kam als Summe -0,01 Bitcoin heraus und wurde somit akzeptiert. Der Hacker durfte sich trotzdem nicht über die Milliardensumme freuen. Die Bitcoin-Gemeinde hat den Fehler gefunden und das Ganze mit einem Hardfork rückgängig gemacht. Die Chatverläufe zum Thema sind noch heute einsehbar.

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2.) Die größte Bitcoin-Börse verliert 850.000 Bitcoin

Der wohl bekannteste und folgenreichste Hack einer Kryptobörse ereignete sich 2014 in Japan. Der damals mit Abstand größte Umschlagplatz für digitale Münzen war für 70% der gesamten Bitcoin Transaktionen verantwortlich. Im Februar 2014 meldete die Börse Insolvenz an. Es wurde angegeben, dass im Laufe der vorherigen drei Jahre 850.000 Bitcoins durch mehrere Hacks und Unachtsamkeiten verloren gegangen seien.

Verloren im wahrsten Sinne des Wortes – im März 2014 fand Mt. Gox nämlich plötzlich 200.000 Bitcoins wieder. Zudem betrieb Mt. Gox denkbar schlechte Öffentlichkeitsarbeit zum Thema: Twitter wurde gelöscht und die Webseite offline genommen.

Das Ereignis machte die Investoren unsicher und der Bitcoinpreis verlor rund 36% seines Wertes. Insgesamt belief sich der Schaden damals auf rund 700 Mio. Euro.

Eventuell ist Mt. Gox auch für den aktuellen Preisabwärtstrend verantwortlich.

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3.) Der DAO-Hack spaltet die Ethereum-Blockchain

Die DAO war eine Art dezentrale Investmentfirma, bei der ein Gremium über die Vergabe des Kapitals bestimmte. Jedoch hatte die DAO hatte eine Sicherheitslücke, die am 17. Juni 2016 ausgenutzt wurde. Ein Hacker fand einen Weg das Kapital, welches die DAO verwaltete abzuziehen. Es gelang ihm 3,6 Mio. Ether zu stehlen, was damals rund 60 Mio. Euro entsprach.

Der Hack war nicht nur aus finanzieller Sicht ein Desaster. Die Community beschloss den Hack durch einen Hardfork rückgängig zu machen. Doch es waren nicht alle einer Meinung. Viele wollten das “Code ist Gesetz” Paradigma unter keinen Umständen verletzten. Am Ende gab es dann nicht nur eine gespaltene Ethereum-Gemeinde sondern auch eine gespaltene Blockchain.

Ein Zweig, Ethereum Classic mit Hack und einer mit zurückgedrehter Transaktionshistorie. Die Ethereum Stiftung arbeitete an der zurückgedrehten weiter.

4.) Bitfinex verliert 63 Mio. €

Ein weiterer folgenreicher Börsenhack ereignete sich 2016 bei einer schon damals zu den größten zählenden Kryptobörse. Bitfinex hatte ein Jahr zuvor Multisigwallets eingeführt mit der Absicht die Sicherheit zu erhöhen. Eine schlechte Implementation enthielt Sicherheitslücken die Hacker dann ausnutzen konnten.

Es wurden fast 120000 Bitcoins gestohlen, was damals einem Marktwert von rund 63 Mio. Euro entsprach. Der Bitcoinpreis verzeichnete einen Einbruch von ca. 20%.

Bitfinex gelang es innerhalb von weniger als einem Jahr die Opfer zu entschädigen. Im Gegensatz zu Mt. Gox ist Bitfinex noch heute aktiv und gehört noch immer zu den größten Kryptobörsen.

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5.) Coincheck verliert 465 Mio. €

Zum bislang größten Hack einer Kryptobörse auf das gestohlene Vermögen in FIAT umgerechnet bezogen kam es im Januar 2018 in Japan. Die Kryptobörse Coincheck hatte all ihre NEM Bestände auf einer einzigen Hot-Wallet und benutzte nicht die NEM Multisig -Sicherheit wie es von den Entwicklern dringendst empfohlen wurde.

Es gelang den Hackern 523 Mio. XEM mit einem damaligen Marktwert von umgerechnet 465 Mio. Euro zu erbeuten. Damit war dies der bislang größte Hack in der Kryptogeschichte und überflügelte sogar Mt. Gox.

Die NEM-Stiftung unternahm zwar den Versuch die gestohlenen XEM zu markieren um den Tausch an vielen Kryptobörsen zu unterbinden, die Hacker jedoch sollen das Diebesgut im Darknet und auf unregulierten Börsen gehandelt haben und die Aktion wurde später aufgegeben.

Coincheck gab bekannt, dass 260.000 Benutzer vom Hack betroffen gewesen waren und kündigte ihre volle Entschädigung an. Der XEM Preis brach nach Bekanntwerden des Hacks signifikant ein, erholte sich aber nach der Ankündigung der Entschädigung der Opfer wieder um gut 7% und folgte dann mehr oder weniger parallel den allgemeinen Abwärtstrend aller Kryptowährungen in diesem Jahr.

  • Coincheck scheint den Vorfall gut überstanden zu haben und ist noch heute operativ.

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Bildquelle: © TheDigitalArtist / Pixabay

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