Coinlab fordert 16 Milliarden US-Dollar von Mt. Gox, Gesamtprozess verzögert sich
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Coinlab fordert 16 Milliarden US-Dollar von Mt. Gox, Gesamtprozess verzögert sich

Wie es scheint, könnte sich der Antragsprozess der Gläubiger von Mt. Gox noch länger hinauszögern, da ein neuer Antrag in der Höhe von 16 Milliarden US-Dollar gestellt wurde.

Mt. Gox Gläuber müssen länger als erhofft warten

Der Fall Mt. Gox zählt zu den größten Kryptobörsen-Hacks aller Zeiten. Seit diesem Vorfall versuchen die Kunden dieser Börse eine Rückerstattung zu erhalten. Die insgesamt Summe beläuft sich auf 200.000 BTC. Über die Jahre gab es einige Konkursverfahren und Verhandlungen in Tokio.

Wie die Gläuber am 31. Januar erfahren mussten, hat der Gründer von Coinlab nun weitere Probleme bei dem Prozess verursacht, indem er eine Forderung in der Höhe von 16 Milliarden US-Dollar eingereicht hat. Das ist eine Summe, die weit über alle Anträge der Gläubiger hinausgeht.

Coinlab ist ein Unternehmen, das vom ehemaligen Vorsitzenden der Bitcoin Foundation betrieben wird.

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Sollte die Forderung von Coinlab gerichtlich durchgehen, werden alle anderen Gläubiger leer ausgehen.

Zur Geschichte:

2012 schloss Coinlab mit Mark Karpeles, ehemaliger Mt. Gox CEO, einen Deal ab, bei dem das Unternehmen die Rechte für US-amerikanische und kanadische Mt. Gox Kunden erhielt. Coinlab bekam allerdings keine Lizenz, weshalb Teile der Vereinbarung letztendlich durchfielen. Im Mai 2013 reichte Coinlab deshalb eine Klage wegen Vertragsverletzung ein, bei der es um eine Summe von 75 Millionen US-Dollar ging. Die Klage von Coinlab hat es letztendlich für alle Gläubiger noch schlimmer gemacht. Im Mai 2017 schrieb Karpeles einen offenen Brief an Peter Vessenes von Coinlab, mit der hoffte, ihn davon überzeugen zu können, den Klage für 5 Millionen US-Dollar zurückzuziehen.

“Diese Klage lautet nicht Coinlab gegen Mt. Gox, sondern Coinlab gegen Mt. Gox Kunden, die eigentlich gar nichts getan haben, um darin verwickelt zu sein.”

Coinlab versucht mit der Klage das Interesse der Coinlab-Aktionäre zu vertreten. Laut einer mit der Situation vertrauen Quelle wurden Briefe an Vessenes geschickt, in denen eine vollständige Liste der Aktionäre gefordert wird.

Einige Skeptiker gehen davon aus, dass es nicht viele Aktionäre gibt, oder das der Coinlab CEO sogar der einzige Aktionär ist.

Am 31. Januar äußerte sich der CEO von Kraken nicht gerade freundlich gegenüber Coinlab. Er sagte, dass der CEO von Coinlab damit nur eine Art Wiedergutmachung für eine verpatzte Patnerschaft möchte. Er fragte auch, wie der CEO davon ausgeht, dass seine 16 Milliarden US-Dollar allen anderen Rückerstattungsforderungen vorgezogen werden sollte. Am nächsten Tag folgte ein weiterer Tweet:

“Warum regen sich nicht mehr darüber auf? Wenn das nicht kriminell ist, was dann? Die Anwälte des Klägers sollten sanktioniert werden.”

Wie einige Quellen meinen, scheint Coinlab sich nicht einfach so abspeisen lassen zu wollen und möchte, dass der Antragsprozess in den Vereinigten Staaten stattfindet, was den gesamten Prozess noch um einige Jahre verzögern könnte.

Quellenangaben: news.btc.com
Bildquelle: Pixabay

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