Coinbase vs. SEC: Börse zieht Pläne für Lending-Programm zurück

Coinbase vs. SEC: Börse zieht Pläne für Lending-Programm zurück

Rate this post

Die größte Kryptobörse in den Vereinigten Staaten, Coinbase, hat ihre Pläne zur Einführung ihres Lending-Programms nach der US-amerikanischen Markteinführung wieder zurückgezogen. Vermutlich deswegen, da die US-Börsenaufsicht (SEC) mit einer Klage gedroht hat.

Coinbase startet doch kein Lending-Programm

Vor ein paar Wochen hat Coinbase, die größte Börse der Vereinigten Staaten, ihr geplantes Lending-Programm vorgestellt, dessen Pläne das Unternehmen allerdings verworfen hat.

Anzeige

Anfang diesen Monat gab Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase in einem Blog-Post bekannt, dass das Unternehmen ein formelles Schreiben von der US-Börsenaufsicht erhalten habe, in der die Agentur von einer Klage gesprochen hat, sollte Coinbase den Plan an dem Lending-Programm festhalten. Das Lending-Programm hätte es Coinbase-Kunden ermöglicht, Geld zu verdienen, dabei wurde von einer hohen jährlichen prozentualen Rendite (APY) auf ausgewählte Token auf Coinbase gesprochen. Diese sollte bei 4% APY auf USD Coin (USDC) starten.

Wie die Börse Coinbase mitgeteilt hat, hatte die SEC erklärt, dass sie das Lend-Produkt als Wertpapier einstufen, aber keinen Grund dafür genannt.

In einem Blog-Post vom 17. September sagte Coinbase, dass es das Lend-Programm nicht starten wird. Das Unternehmen sagte, es habe die schwierige Entscheidung getroffen, sein zuvor angekündigtes USDC APY-Programm nicht zu starten und hat die Warteliste für das Programm eingestellt.

Anzeige

Im Beitrag heißt es:

“Wir hatten Hunderttausende von Kunden aus dem ganzen Land, die sich angemeldet haben, und wir möchten uns bei Ihnen allen für Ihr Interesse bedanken.”

In dem Blog-Beitrag wird weiter geschrieben:

“Wir werden nicht aufhören, nach Wegen zu suchen, unseren Kunden innovative, vertrauenswürdige Programme und Produkte anzubieten.”

CEO von Coinbase ließ sich auf Twitter aus

Die Absage von Coinbase steht in einem scharfen Kontrast zu dem früheren Tweetstorm, in dem sich der CEO der Börse, Brian Armstrong, über Androhung der Klage der SEC beschwerte. Armstrong sieht für diese Klage absolut keinen Grund und für ihn wird Coinbase deswegen grundlos bestraft. Auf das Hin und Her zwischen Coinbase und der Us-Börsenaufsicht ist der Aktienkurs der an der Nasdaq notierten Kryptobörse ist von 258,20 USD im September um über 8% gefallen.

Renditeprodukte für Kryptowährungen werden für Krypto-Benutzer immer beliebter. Dies liegt vor allem auch daran, dass diese viel höhere Renditen im Vergleich zu den Zinsen von Sparkonten bei traditionellen Banken bieten. Anders als bei Coinbase haben es die Winklevoss-Zwillinge geschafft, auf ihrer Kryptobörse Gemini ein Renditeprodukt anzubieten, das noch nicht von der US-Börsenaufsicht bemängelt wurde. Dennoch richten die US-Behörden langsam vermehrt ihre Aufmerksamkeit auf diese Produkte. Die Krypto-Lending-Plattformen BlockFi und Celsius Network wurden von der Wertpapieraufsichtsbehörde in New Jersey und Texas angewiesen, keine verzinslichen Kryptowährungsprodukte mehr anzubieten.

Zukunft bleibt spannend

Die Zukunft wird in diesem Bereich sehr spannend, vor allem in Bezug auf die Regulierungen und wie sich diese auf diesen Bereich auswirken werden. Gerade der DeFi-Bereich ist sehr aktiv in den Bereichen Lending und anderen. Wie viele andere Kryptobereich wird derzeit auch DeFi von der US-Börsenaufsicht wie auch von anderen Behörden in anderen Ländern genauer unter die Lupe genommen. Die Renditeversprechen scheinen den Behörden ein Dorn im Auge zu sein, da die Erträge sehr stark von denen normaler Bankenprodukte abweichen.


Bild @ Pixabay / Lizenz

Anzeige
Hinterlasse einen Kommentar

Leave a comment: