Was ist ein Bitcoin ETF "Exchange-Traded Fund"? [Zulassung der Bitcoin ETFs]

Was ist ein Bitcoin ETF?

ETF - exchange traded fund

Viele Investoren schrecken noch immer davor zurück, mit Bitcoins zu handeln. Gründe dafür sind unter anderem die mangelnde Regulierung der Bitcoins und anderer Kryptowährungen. Eine Zulassung der Bitcoin ETFs könnte jedoch eine Wende darstellen.“ETF“ steht für „Exchange-Traded Fund“, zu Deutsch: börsengehaltener Fonds.

Diesem Fonds liegt ein Index zugrunde. Obwohl sie Fonds sind, können sie wie Aktien über eine Börse gehandelt werden. Sie bestehen aus mehreren Aktien oder Anleihen, die zu einem Paket zusammengeschnürt werden. Der Index kann etwa der Dax sein. Der Index gilt als Maß für die Wertpapiere, welche im ETF enthalten sind. Die Anteile an diesem Paket können dann an der Börse gehandelt werden, ähnlich einer Aktie eines Unternehmens. Als Paket lassen sie sich auch besser verkaufen als einzelne Aktien.

Der Kurs entspricht der Gesamtheit der in dem Paket enthaltenen Aktien und Anleihen. Mit diesen börsengehaltenen Fonds ist es Anlegern möglich, relativ günstig in ganze Märkte zu investieren. Sie bieten auch Vorteile, was die Transparenz und Diversifikation anbelangt. Gleichzeitig sind sie auch recht flexibel.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=_unSYsh973g

SEC: Erste Runde

Zu Beginn des Jahres 2018 liefen mehrere Anträge, Bitcoin ETFs zuzulassen. Zu den ersten gehörten die Fondsanbieter Rafferty Asset Management und Exchange Traded Concept. Sie legten ihre Konzepte, BTC als Investmentfonds handelbar zu machen, der SEC vor. Die SEC ist die US-amerikanische Security and Exchange Commission.

Die SEC kann darüber entscheiden, was an den Börsen gehandelt werden kann und was nicht. Und sie entschied sich gegen BTC als Indexfonds. Besonders die hohe Volatilität der Bitcoin bereitete der Kommission Sorgen. So gänzlich vom Tisch waren die Indexfonds dennoch nicht.

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Lockerung der Regelungen

Im Juli 2018 gab die SEC dann bekannt, einige Regelungen zu lockern, mit denen Investmentgesellschaften neue Exchange Traded Funds auf den Markt bringen können. Damit würde es entfallen, dass viele der Indexfonds eine Sondergenehmigung bei der SEC einfordern müssten. Durch die neuen Regelungen würden gleiche Wettbewerbsbedingungen geschaffen. Und möglicherweise wird dadurch der Weg für Bitcoin und andere Kryptowährungen geebnet, an den Börsen aufgenommen und stärker reguliert zu werden.

Jedoch wurde dabei auch spezifiziert, dass die neue Regelung nicht alle Indexfonds betrifft. Produkte etwa, die über einen Hebel verfügen oder von „exotischer“ Natur sind, werden trotzdem einer Prüfung unterzogen. Dennoch hätten Wertpapierfirmen, welche einen Bitcoin ETF anbieten, trotzdem eine Chance, von der SEC angenommen zu werden.

Dabei ginge es jedoch in erster Linie um Indexfonds, welche in Unternehmen investieren, die auf Blockchains und Kryptowährungen aufbauen oder solche entwickeln. Damit hatte sich die SEC jedoch nicht zu den BTCs geäußert und es könnte trotzdem noch sein, dass es sich bei Krypto-Indexfonds um eines dieser „exotischen“ Produkte handelt, die einer stärkeren Prüfung bedürfen.

Zweite Runde: SEC und Bitcoins

Diese neue Regelung sorgte trotzdem bei vielen Krypto-Investoren für eine gute Stimmung. Es kann spekuliert werden, dass die Nachricht der SEC ein Grund für den Kursanstieg von BTC war.

Dennoch standen viele Gesuche für Bitcoin ETFs aus und wurden mittlerweile auch wieder abgeschmettert. Und damit sackte der Wert der erneut ab. So viel Bedeutung messen die Investoren dem Handel mit dem Bitcoin ETF zu.

Die SEC sieht noch immer die hohe Volatilität, die Manipulierbarkeit und die Kursstabilität als eine Gefahr an. Einen weiteren Stolperstein stellt die Möglichkeit dar, mittels der Indexfonds auf die BTC-Futures an den US-Börsen CBOE und CME zu wetten. Dadurch könnte sich ein doppelter Hebel ansetzen lassen. Gewinne aus den Zuwächsen der Futures würden damit verdoppelt werden, ebenso Verluste.

ETF

Jedoch glauben Experten, dass es dafür noch zu früh sein. Aufgrund des jungen Krypto-Marktes könnte es zu einer Entkopplung vom eigentlichen Kurs des BTCs kommen. Die Futures wurden bereits von der Commodity Futures Trading Commission zugelassen und weitere Futures sollen auf der elektronischen Börse NASDAQ folgen.

Indexfonds werden kommen

  • Trotz dieser Bedenken sind sich mittlerweile die meisten Experten einig geworden, dass ein Bitcoin ETF früher oder später gestattet werden wird. 2019 ist für viele Experten bereits sicher, andere wie Arthur Hayes, der CEO von BitMEX, glauben sogar daran, dass die Chance, BTC Indexfonds bereits 2018 handeln zu können, bei 50% liege.
  • Zwischendurch sorgte die Absage des ETF-Vorschlages durch die beiden Winklevoss Zwillinge, welchen die Gemini-Kryptobörse gehört, nochmals für schlechte Stimmung. In diesem Fall gab die SEC in ihrem Bericht bekannt, dass die Beteiligung von Gemini die Bitcoin ETFs anfällig für Kursmanipulationen machen würde, betonte jedoch, dass das nicht an Bitcoin und anderen Kryptowährungen lag, sondern an Gemini.
  • Deswegen haben viele Anleger noch immer Hoffnung, dass die SEC bald die Indexfonds erlauben würde. Schließlich lag es nicht an der Kryptowährung selbst. Die Anträge von CBOE und VanEck stehen noch immer aus. Experten glauben, dass deren Indexfonds bessere Chancen haben als die von Gemini.

Welche Auswirkungen wird der Indexhandel haben?

Sollten die Bitcoin ETFs zugelassen werden, würde das weitreichende Folgen für die Sicherheit und das Vertrauen in den Handel mit Bitcoins haben.

Indexfonds, welche von der SEC zugelassen sind, unterliegen strengen Richtlinien, wodurch die Kryptowährung als ein seriöses und vertrauenswürdiges Handelsgut angesehen werden könnte. Außerdem ruhen hohe Erwartungen auf der Entscheidung der SEC.

Sollten die Bitcoin ETFs zugelassen werden, könnte sich das äußerst positiv auf die Kursentwicklung von Bitcoin auswirken. Manche Fachleute rechnen damit, dass die Zulassung den Kurs auf über $50.000 hochschnellen lassen könnte.

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