Bitcoin Devisenhandel [Ist der Handel mit Devisen riskant?]

Bitcoin Devisenhandel – Kurze Facts

BTC Devisenhandel - So gehts

Es gibt mehrere Möglichkeiten, durch den Handel mit Kryptowährungen Geld zu verdienen. Eine dieser Möglichkeiten stellt der Bitcoin Devisenhandel dar. Der Handel mit den Devisen kann jedoch riskant sein. Abgesehen davon gibt es bei den Steuern einiges zu beachten, solltest Du mit den Krypto-Devisen oder auf andere Weise durch Kryptowährungen einen Gewinn erwirtschaftet haben. Wir klären auf.

Bitcoin Devisenhandel

Beim Devisenhandel geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um den Handel mit Devisen. Es wird auch als Forex Trading bezeichnet. Devisen sind eigentlich im Inland gehaltene Bestände ausländischer Währungen oder Guthaben, die in ausländischen Banken gehalten werden.

Der Bitcoin Devisenhandel kann einerseits so aussehen, dass Du BTC auf eine der Krypto-Börsen gegen € oder Dollar eintauschst und dann verkaufst, sobald sich der Kurs der Währung erhöht hat. Eine andere Variante, die allerdings auch etwas komplizierter ist, ist der Handel mit Finanzderivaten, auch CFDs genannt. Dabei kaufst Du die Kryptowährung nicht direkt, sondern spekulierst lediglich darauf, dass sich in einem gewissen Zeitraum der Kurs der Cryptowährung verändert.

Beim Bitcoin Devisenhandel kannst Du dann darauf wetten, dass der Kurs entweder fällt oder steigt. Es lassen sich CFDs auch mit einem sogenannten Hebel kaufen. Mit dem Hebel Faktor vervielfacht der Broker das eingesetzte Kapitals. Kauft der Trader etwa Bitcoins zu 100 €mit einem Hebel von 1:10, dann erhöht der Broker das Kapital um den Faktor 10 auf insgesamt 1.000 €.

Gewinne können dadurch noch höher ausfallen, jedoch wirkt sich der Hebel genauso auf die möglichen Verluste aus. Neulinge sollten sich von dem CFD-Handel mit Hebel lieber fernhalten, denn das Risiko ist hier besonders hoch, eine Menge Geld zu verlieren. Das liegt vor allem auch daran, dass der Markt hier besonders volatil ist. Deswegen sollte man sich ein fundiertes Wissen um den Devisenhandel mit BTC aneignen, bevor man sich auf den Devisenmarkt stürzt. Wichtig ist auch, sich einen kühlen Kopf zu bewahren und besonnen an das BTC Trading heran zu gehen.

Steuern

Ein wichtiges Thema beim Handel mit BTC und Kryptowährungen sind die Steuern. Nicht in allen Belangen herrscht Einigkeit darüber, wie die Coins und Token nun steuerlich zu behandeln sind. Bei großer Unsicherheit sollte man darüber nachdenken, einen Steuerberater für diese speziellen Währungen zu konsultieren.

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  • Ein paar Dinge lassen sich dennoch schon sagen. So gelten Kryptowährungen als keine Anlage, ähnlich denen der Aktie, wodurch eine Abgeltungssteuer beim Verkauf entfällt. Trading Abgaben sind dennoch zu zahlen, wenn die Währungen auf den Börsen für einen Gewinn veräußert werden.
  • Beim Handel mit CFDs sieht die Lage anders aus. Hier ist der eigentliche Gegenstand der Devise egal, man kommt um die 25 Prozent Abgeltungssteuer nicht herum. Der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer kommen gegebenenfalls ebenfalls drauf. Ob die 25 Prozent automatisch abgezogen werden, hängt vom Sitz des Brokers ab.
  • Bei einem Broker in Deutschland wird die Steuer direkt vom Gewinn abgezogen. Hat der Broker seinen Sitz im Ausland, dann müssen die Erträge aus den CFDs in der Steuererklärung angegeben werden.
  • Gleichzeitig kann sich der Kleinanleger freuen, denn die ersten 800 Euro-Einnahmen sind grundsätzlich steuerfrei. Das gilt für alle Arten von Zinseinnahmen. Hältst Du die Einnahmen unter diesem Wert, kannst Du die Steuer umgehen.

Bitcoin Steuern

Jahresfrist

Solche Steuern fallen allgemein unter dem Begriff der Spekulationssteuern. Wie die Finanzbehörden auch zu diesen Währungen stehen, es steht außer Frage, dass man auf sie spekulieren und damit Gewinne realisieren kann. Diese Spekulationssteuer besteht auch beim einfachen Verkauf von BTC, nachdem die Coin eine Weile gehalten wurde und sich der Kurs erhöhte.

Dabei gilt die Steuerpflicht bei einem Verkauf innerhalb eines Jahres. Hat man irgendeine Kryptowährung ein Jahr lang besessen, ohne sie zu verkaufen, dann fällt keine Spekulationssteuer mehr an. Wenn man geduldig ist, bietet sich hierdurch eine weitere Möglichkeit, die Steuer zu umgehen.

Dabei ist jedoch wichtig, dass diese BTC innerhalb dieses Zeitraumes nicht verzinst wurden. Denn durch eine Verzinsung kommt schließlich ein Gewinn zustande und der muss versteuert werden. Auch innerhalb dieser Jahresfrist gibt es eine Freigrenze bei Trading Steuern. In diesem Fall beträgt sie nur 600 €. Alle Veräußerungen unter diesem Wert sind von der Steuer befreit. Bei der Haltefrist gilt das Prinzip FIFO, „first-in-first-out“, was bedeutet, dass bei der Veräußerung mehrerer gleichartiger Währungen die zuerst angeschafften Beträge auch die sind, welche zuerst veräußert wurden.

Mining 

Auch beim Bitcoin Mining von Zuhause fallen Steuern an. Als Miner gilt man nicht als Privatperson, sondern man geht einem Gewerbe nach. Die Begründung: Das Mining wird dauerhaft und mit Absicht, einen Gewinn zu erzielen, betrieben.

  • Abweichungen gibt es hier nicht, denn normalerweise läuft das Schürfen 24 Stunden am Tag und somit entfällt jede Art von Ausnahmeregelung, die sich auf ein Gelegenheits-Mining beziehen könnte. Versteuert wird der Ertrag, der sich aus dem Verkauf der geschürften Kryptowährung ergibt.
  • Werden die geschürften BTC und Co. innerhalb des ersten Jahres nach dem Schürfen verkauft, fallen 25% Kapitalertragsteuer an. Die Besteuerung der verkauften Coins erfolgt als Einkunft aus dem Gewerbebetrieb.
  • Einzelunternehmer und Personengesellschaften erhalten einen Freibetrag von bis zu 24.500 Euro im Jahr. Einkünfte unterhalb dieses Wertes sind nicht gewerbesteuerpflichtig. Die Einnahme entspricht dem Wechselkurs, der beim Schürfen der Währung aktuell war.

Steuerberater beim Handel mit Crypto & Co. ?

Ob nun beim Bitcoin Devisenhandel oder beim Trading, es gibt noch einige Unsicherheiten beim Versteuern der Kryptowährungen. Besonders im Bereich der ICOs oder Airdrops ist noch nicht gänzlich geklärt, wie Gewinne daraus sich versteuern lassen. Deswegen ist es immer eine gute Idee, sich im Zweifelsfalle an einen Fachberater zu wenden.

Bei Abgeltungssteuern, beim Trading oder Mining lohnt es sich, von Anfang an genau Buch zu führen und mit einem Steuerberater zusammenarbeiten. Nachweise über getätigte Transaktionen müssen gesammelt werden und der Fachberater kann Auskunft darüber geben, ob eine gewerbliche Tätigkeit dem Trader nachgesagt werden kann. Ein Steuerberater, der sich mit Bitcoin auskennt, kann einem letztlich viel Stress ersparen.

 

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