Börse Stuttgart erhält DLT-Lizenz, während Krypto-Sicherheit und DeFi im Fokus stehen
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Europas Blockchain-Finanzmarkt wächst durch regulierte Abwicklung und Stablecoin-Prüfungen, bleibt aber wegen Wallet-Schwächen, Bridge-Angriffen und DeFi-Exploits riskant.
Europas Blockchain-Finanzmarkt nimmt Gestalt an, während Sicherheitslücken, Stablecoins und DeFi zugleich die Chancen und Risiken der Branche offenlegen. Der Pressespiegel zeigt, wie Börsen, Zahlungsdienstleister und Netzwerke um effizientere Abwicklung, mehr Kontrolle und stärkere Nutzung kämpfen.
Börse Stuttgart erhält DLT-TSS-Lizenz für europäische Blockchain-Abwicklung
Die Börse Stuttgart Group hat als erste europäische Börsengruppe eine Lizenz für ein sogenanntes DLT Trading and Settlement System erhalten. Nach Angaben der FAZ wurde die Betriebslizenz für Handel und Settlement von tokenisierten Wertpapieren von den Aufsichtsbehörden ESMA und EZB erteilt. Startbase berichtet ergänzend, dass die Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Rahmen eines Verfahrens erfolgte, an dem auch ESMA und EZB beteiligt waren.
Die Lizenz schafft die regulatorische Grundlage für die Plattform Seturion. Sie soll Banken, Brokern und Handelsplätzen in Europa ermöglichen, Wertpapiertransaktionen auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie über eine gemeinsame Infrastruktur abzuwickeln. Damit reagiert das Projekt auf die bislang durch nationale Systeme, technische Schnittstellen und zusätzliche Abstimmungsprozesse geprägte europäische Wertpapierabwicklung.
Ein zentraler Bestandteil ist das Peer-to-Peer-Settlement. Die Übertragung der Wertpapiere soll direkt zwischen den beteiligten Marktteilnehmern erfolgen, während zwischengeschaltete Prozesse reduziert werden. Nach Angaben der Börse Stuttgart können Banken und Broker ihre Abwicklungskosten um bis zu 90 Prozent senken.
Die FAZ beschreibt zudem einen zeitlichen Vorteil der Blockchain-Abwicklung: Nach dem Handelsabschluss könnten Lieferung und Bezahlung des Wertpapiers wenige Minuten später erfolgen, während dies im klassischen elektronischen Wertpapiergeschäft mehrere Tage dauern könne. Startbase weist darauf hin, dass die tatsächlichen Einsparungen von technischen Integrationen und bestehenden Abwicklungsstrukturen abhängen.
Seturion ist für öffentliche und private Blockchains ausgelegt. Unterstützt werden außerdem Zahlungen über blockchainbasierte Zahlungsmittel sowie Zentralbankgeld. Handelsplätze könnten tokenisierte Vermögenswerte anbieten und die anschließende Abwicklung über Seturion durchführen, ohne selbst eine DLT-Lizenz beantragen zu müssen.
Für den Ausbau bestehen bereits Kooperationen mit flatexDEGIRO, Nasdaq, Société Générale und deren Digital-Asset-Tochter SG FORGE. Die FAZ berichtet, dass Société Générale strukturierte Produkte wie Zertifikate als digitale Wertpapiere über die Plattform herausgeben und verkaufen will. Im März 2026 wurde außerdem die Anbindung von Handelsplätzen der Nasdaq in Europa, vor allem in Skandinavien, bekannt gegeben.
„Die Lizenz ist nicht nur die Grundlage für die Etablierung von Seturion als paneuropäische digitale Settlement-Plattform. Sie ist auch ein wichtiger Schritt, um einen einheitlichen europäischen Kapitalmarkt in die Tat umzusetzen“, sagte Dr. Matthias Voelkel laut BTC-ECHO.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse:
- Die Börse Stuttgart Group erhielt als erste europäische Börsengruppe eine DLT-TSS-Lizenz.
- Seturion soll Banken, Broker und Handelsplätze europaweit verbinden.
- Die Abwicklungskosten könnten nach Unternehmensangaben um bis zu 90 Prozent sinken.
- Als Partner werden flatexDEGIRO, Nasdaq, Société Générale und SG FORGE genannt.
Angriff auf 1.404 Qubic-Wallets durch schwache Wallet-Seeds
Ein Angreifer hat 1.404 Qubic-Wallets geleert, ohne die Blockchain selbst zu kompromittieren. Wie Yahoo Finanzen Deutschland unter Berufung auf Daten von BeInCrypto Markets berichtet, fiel Qubic in den vergangenen 24 Stunden um 5,2 Prozent auf 0,0000004394 USD. Der gesamte Kryptomarkt verlor im gleichen Zeitraum 2,8 Prozent.
Der Sicherheitsvorfall begann am 17. Oktober um 23:42 Uhr UTC und endete am 18. Oktober um 1:26 Uhr UTC. Innerhalb von weniger als zwei Stunden wurden laut Qubic etwa 2,94 Bio. QU entwendet, was zum genannten Kurs ungefähr 1,29 Millionen USD entspricht.
Qubic führte den Angriff auf Wallet-Seeds zurück, die mit unzureichender Zufälligkeit erzeugt worden waren. Betroffen seien Seeds, die vor dem 18.10.2026 in einem Browser auf einem iPhone oder iPad erstellt wurden. Ebenfalls betroffen seien Seeds, die vor diesem Datum mit Safari auf einem Mac erzeugt wurden, sowie Seeds aus der Qubic-iOS-App, die vor Juli 2025 erstellt wurden.
Eine Korrektur in Version 4.26.4 soll verhindern, dass neue schwache Seeds erzeugt werden. Das Qubic-Team erklärte, das Problem habe bei der Seed-Generierung und nicht im Qubic-Protokoll selbst gelegen.
Die Computors des Netzwerks koordinierten bei Tick 85.371.949 eine Pause. Dadurch wurden sämtliche Transaktionen gestoppt, sodass die gestohlenen Gelder eingefroren bleiben sollen. Nach Angaben von Qubic verblieben 87,1 Prozent der gestohlenen Gelder auf dem Netzwerk; MEXC erhielt die übrigen 12,9 Prozent und fror das betroffene Konto innerhalb von etwa einer Stunde ein.
Zusätzlich setzten Börsen Ein- und Auszahlungen von QUBIC aus. Über die weitere Behandlung der eingefrorenen Gelder soll das Computor-Quorum nach den Regeln des Netzwerks entscheiden. Das Qubic-Core-Team arbeitet laut dem Bericht daran, betroffene Identitäten zu erfassen und Vorschläge für das Quorum vorzubereiten.
Im selben Zeitraum wurde außerdem die Cross-Chain-Bridge von Cysic angegriffen. Die Cysic Foundation meldete, dass ein Angreifer 10 Millionen nicht autorisierte Cysic-Token auf der BNB Smart Chain erstellt habe. Als Ursache wurden der Zugriff auf eine Datenbank hinter den Bridge-Diensten und eine fehlerhafte Verarbeitungslogik genannt.
Die Empfängeradresse wurde nach etwa 76 Minuten auf die schwarze Liste gesetzt. Dadurch wurden rund 2,8 Millionen dort verbliebene CYS eingeschränkt. Die Bridge blieb geschlossen; laut Cysic wurden keine Vermögenswerte bestehender Nutzer gestohlen.
Nach Angaben von Yahoo Finanzen Deutschland erhöhten die beiden Vorfälle die Zahl der von DefiLlama im Oktober verzeichneten Exploits auf 11. Diese gingen mit bekanntgegebenen Verlusten von rund 6,2 Millionen USD einher. Der größte genannte Vorfall war ein Logikfehler bei einer Bridge von NEAR Intents mit einem Schaden von 3,8 Millionen USD am 1. Oktober.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse:
- Betroffen waren 1.404 Qubic-Wallets.
- Entwendet wurden etwa 2,94 Bio. QU beziehungsweise ungefähr 1,29 Millionen USD.
- Die Ursache waren laut Qubic schwach erzeugte Wallet-Seeds.
- 87,1 Prozent der gestohlenen Gelder verblieben auf dem Qubic-Netzwerk.
- Im Oktober wurden laut DefiLlama bisher 11 Exploits mit rund 6,2 Millionen USD an bekanntgegebenen Verlusten verzeichnet.
Mastercard führt Risikoprüfung für Stablecoin-Zahlungen ein
Mastercard hat auf der Konferenz Money20/20 in Las Vegas ein Werkzeug zur Prüfung von Stablecoin-Zahlungen vorgestellt. Wie Börse Express berichtet, soll das Produkt Zahlungen mit dollargebundenen Token bewerten, bevor das Geld die Blockchain erreicht.
Das Angebot trägt den Namen Stablecoin Security. Es verbindet Zahlungsdaten von Mastercard mit Blockchain-Analysen und bewertet das Risiko über den gesamten Lebenszyklus einer Transaktion. Geprüft werden unter anderem die Herkunft der Mittel, Verbindungen zu Betrug, Scams oder sanktionierten Akteuren sowie der Kontext der Zahlung.
Aus diesen Informationen entsteht ein Risikoscore, noch bevor die Zahlung abgewickelt wird. Banken erhalten die Daten über eine Schnittstelle und können sie in bestehende Betrugs- und Compliance-Systeme integrieren. Mastercard setzt damit laut Börse Express auf die Einbindung in vorhandene Strukturen statt auf eine Parallelstruktur.
Den Bedarf begründet Mastercard mit einer Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Diese untersuchte 593 Millionen Stablecoin-Transfers aus dem Jahr 2025. Fast 60 Prozent liefen demnach über komplexe, mehrstufige Vorgänge und nicht über einfache Eins-zu-eins-Zahlungen.
Zum Start beteiligen sich Borderless.xyz und Keyrails. Beide Unternehmen stammen aus dem Blockchain-Accelerator Start Path von Mastercard. Ann Johnson, die das Sicherheitsgeschäft des Konzerns verantwortet, erklärte laut Börse Express, Finanzinstitute benötigten die richtigen Informationen und Kontrollen, um mit Vertrauen teilzunehmen.
Der neue Dienst reiht sich in weitere Stablecoin-Aktivitäten von Mastercard ein. Der Konzern übernahm im August den Stablecoin-Infrastrukturanbieter BVNK. In der vergangenen Woche startete Mastercard außerdem die Global Money Platform, über die Unternehmen klassisches Geld und Stablecoins mit einer einzigen Anbindung halten und bewegen können.
Weitere Bestandteile der Strategie sind eine BitLicense im US-Bundesstaat New York, die auch Stablecoins und tokenisierte Einlagen abdeckt, sowie die Abwicklung in USDC und RLUSD. Stablecoin Security baut auf den bestehenden Lösungen Crypto Credential und Crypto Secure auf.
Der Dienst startet zunächst in Nordamerika. Die weltweite Verfügbarkeit ist für 2027 vorgesehen; dann soll auch BVNK stärker eingebunden werden. Das klassische Kartengeschäft bleibt parallel bestehen. Für den Londoner Zahlungsdienstleister Finsei bildet der Abwicklungsspezialist Thredd die technische Grundlage eines neuen Mastercard-Debitkartenangebots mit physischen und virtuellen Karten.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse:
- Stablecoin Security erstellt einen Risikoscore vor der Blockchain-Abwicklung.
- Geprüft werden Herkunft der Mittel, Betrugsbezüge, Sanktionsrisiken und der Zahlungskontext.
- Die Grundlage bildet unter anderem eine Studie zu 593 Millionen Stablecoin-Transfers aus dem Jahr 2025.
- Fast 60 Prozent dieser Transfers liefen über komplexe, mehrstufige Vorgänge.
- Der weltweite Ausbau von Stablecoin Security ist für 2027 vorgesehen.
Cardano: 62 Millionen Dollar DeFi-Kapital bei 8,15 Milliarden Dollar Marktwert
Cardanos Anwendungen binden derzeit 62 Millionen Dollar im DeFi-Bereich, während der Marktwert des Tokens bei 8,15 Milliarden Dollar liegt. CryptoTicker beziffert das Verhältnis auf 0,76 Prozent und bezeichnet es als den niedrigsten Anteil unter elf verglichenen Blockchains.
Zum Vergleich nennt CryptoTicker für Tron einen Anteil von 17,5 Prozent, für Ethereum 16,9 Prozent und für Algorand 3,3 Prozent. Die Kennzahl soll zeigen, wie viel Kapital in Anwendungen einer Blockchain gebunden ist, etwa in dezentralen Börsen, Kreditmärkten oder Liquiditätspools.
ADA notierte laut dem Bericht am Dienstag, dem 20. Oktober, um 3 Uhr bei 0,2169 Dollar. Auf 24 Stunden lag der Rückgang bei 1,92 Prozent, auf Wochensicht bei 8,11 Prozent. Der Tagesumsatz betrug 223 Millionen Dollar; im Umlauf waren 37,56 Milliarden ADA.
Das Wochenhoch wurde am 14. Oktober bei 0,2358 Dollar erreicht. Das Wochentief lag bei 0,2156 Dollar. Vom Allzeithoch bei 3,09 Dollar aus dem September 2021 war ADA laut CryptoTicker knapp 93 Prozent entfernt.
Der Wochenverlust fiel stärker aus als bei Bitcoin und Ethereum. Bitcoin gab auf sieben Tage 0,3 Prozent ab, Ethereum 2,6 Prozent. CryptoTicker berichtet, dass ADA damit rund das Dreifache des Ethereum-Verlusts verzeichnete, ohne dass ein eigenes Ereignis wie ein Token-Unlock, ein Delisting oder eine Abstimmung mit Frist dahinterstand.
Bei den dezentralen Börsen auf Cardano lag das Tagesvolumen nach einer Auswertung von CryptoSlate vom 19. Oktober bei rund 927.000 Dollar. Das Wochenvolumen betrug 8,35 Millionen Dollar und lag damit ein Viertel unter der Vorwoche. Zusätzlich wurden 12.716 aktive Adressen, 28.146 Transaktionen und Gebühren von etwa 2.196 Dollar an einem Tag genannt.
Der Stablecoin-Bestand auf Cardano lag bei rund 70 Millionen Dollar. Zum Vergleich wurden für Solana mehr als 15,5 Milliarden Dollar genannt. Bei der Kennzahl Total Value Locked lagen auf Solana 5,87 Milliarden Dollar und auf Ethereum 49,59 Milliarden Dollar.
Als geplantes technisches Upgrade wird Leios genannt. Es soll mehrere Blöcke parallel verarbeiten und den Durchsatz von Cardano nach Angaben der Auswertung von CryptoSlate zehn- bis 65-mal erhöhen. Leios läuft derzeit auf dem öffentlichen Testnetz; ein Termin für das Hauptnetz wurde nicht genannt.
Cardano-Gründer Charles Hoskinson arbeitet laut dem Bericht außerdem mit Lucas Rosa, einem Entwickler bei Input Output Global, an einer neuen Programmiersprache. Sie soll intent-basierte Transaktionen und beweistragende Daten unterstützen, die über Groth16-Beweise abgesichert werden. Für die Sprache wurden weder ein Name noch ein Starttermin genannt.
In der laufenden Epoche 662 liegen laut CryptoTicker 1,38 Milliarden ADA in der Cardano-Schatzkammer. Zum Kurs von 0,2169 Dollar entspricht dies rund 300 Millionen Dollar. Der Ausgabendeckel der Schatzkammer ist laut einer zwei Tage zuvor veröffentlichten Auswertung zu 91,5 Prozent vergeben.
Nach den Netzwerkdaten waren 36,81 Milliarden ADA im Umlauf; insgesamt wurden 38,94 Milliarden ADA ausgegeben. In den Reserven lagen weitere 6,06 Milliarden ADA. Die Obergrenze des Protokolls beträgt 45 Milliarden ADA.
CryptoTicker beschreibt Staking als einen Faktor für die geringe DeFi-Bindung. Beim Delegieren bleiben die ADA in der Wallet und werden lediglich einem Stake Pool zugeordnet. Dadurch konkurriert Staking mit DeFi um das Kapital, nicht aber mit der Verwahrung der Token.
Für den Kauf von ADA in Deutschland verweist der Bericht auf Anbieter, die nach der EU-Verordnung MiCA zugelassen sind. Außerdem wird ausgeführt, dass Gewinne aus einem Verkauf nach mehr als einem Jahr Haltedauer nach deutschem Steuerrecht steuerfrei seien, während Gewinne bei einem Verkauf innerhalb eines Jahres zu den privaten Veräußerungsgeschäften zählten.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse:
| DeFi-Kapital | 62 Millionen Dollar |
| Marktwert | 8,15 Milliarden Dollar |
| DeFi-Anteil am Marktwert | 0,76 Prozent |
| ADA-Kurs | 0,2169 Dollar |
| Wöchentlicher ADA-Verlust | 8,11 Prozent |
| Wochentief | 0,2156 Dollar |
| Wochenthoch | 0,2358 Dollar |
| Schatzkammer in Epoche 662 | 1,38 Milliarden ADA |
| Obergrenze des Protokolls | 45 Milliarden ADA |
Einschätzung der Redaktion
Die regulatorische Freigabe stärkt Europas digitale Finanzinfrastruktur, ihr wirtschaftlicher Wert hängt jedoch davon ab, ob genügend Banken und Handelsplätze tatsächlich migrieren. Entscheidend werden Interoperabilität, Liquidität und einheitliche Standards sein. Gelingt dies, kann die Abwicklung effizienter und schneller werden; andernfalls bleibt die Lizenz vor allem ein bedeutender Präzedenzfall.
Zusammenfassung: Hohe strategische Relevanz, aber der Markterfolg entscheidet sich bei der praktischen Nutzung.
Einschätzung der Redaktion
Der Vorfall zeigt, dass in der Kryptosicherheit weiterhin nicht nur Protokollfehler, sondern auch grundlegende Fehler bei der Schlüsselgenerierung erhebliche Schäden verursachen. Die schnelle Eindämmung begrenzt die Folgen, ersetzt aber keine belastbare Sicherheitsarchitektur. Für Nutzer und Börsen steigt damit der Druck, Wallet-Herkunft, Seed-Erzeugung und Wiederherstellungsprozesse systematisch zu prüfen.
Zusammenfassung: Kein Protokollbruch, aber ein gravierendes Vertrauens- und Qualitätsproblem in der Wallet-Infrastruktur.
Einschätzung der Redaktion
Die Risikoprüfung positioniert Stablecoins näher am regulierten Zahlungsverkehr und könnte ihre institutionelle Akzeptanz deutlich erhöhen. Zugleich verschiebt sie die Wettbewerbsvorteile zugunsten großer Anbieter mit Daten, Compliance-Infrastruktur und Zugang zu Banken. Für den Markt ist das ein wichtiger Professionalisierungsschritt, der aber auch die Zentralisierung im Stablecoin-Ökosystem verstärken kann.
Zusammenfassung: Mehr Sicherheit und institutionelles Vertrauen, zugleich höhere Abhängigkeit von zentralen Kontrollinstanzen.
Einschätzung der Redaktion
Die geringe Kapitalbindung in DeFi ist ein klares Signal dafür, dass technische Fähigkeiten allein noch keine starke wirtschaftliche Nutzung erzeugen. Entscheidend sind tiefe Liquidität, attraktive Anwendungen und dauerhaft aktive Nutzer. Das geplante Upgrade kann die Leistungsfähigkeit verbessern, wird den Abstand zu größeren Ökosystemen aber nur dann verringern, wenn parallel echte Nachfrage entsteht.
Zusammenfassung: Cardanos zentrale Herausforderung ist nicht primär die Technologie, sondern die Umwandlung vorhandener Tokenwerte in nachhaltige Nutzung.
Quellen:
- Börse Stuttgart erhält von ESMA DLT-TSS-Lizenz
- Boerse Stuttgart Group erhält für Seturion DLT-Lizenz für europäische Blockchain-Abwicklungsplattform Seturion
- Boerse Stuttgart erhält DLT-Lizenz: Ein Meilenstein für Europa?
- Wie ein Angreifer 1.404 Qubic-Wallets leerte, ohne die Blockchain zu kompromittieren
- Mastercard Aktie: Betrugsschutz für Stablecoins
- Cardano: 62 Mio. Dollar DeFi bei 8,15 Mrd. Marktwert