Blockchain Startups: Die innovativsten Startups für 2019

Blockchain Startups – Die innovativsten Blockchain Startups für 2019

Blockchain Start-Ups aus Deutschland

Während die etablierten Konzerne noch zögerten, die neuen Technologien der Kryptowährungen zu nutzen, waren es vor allem die Startups, welche die Blockchain von Bitcoin, Ethereum und Co. für sich entdeckten.

Manche nutzten den Token als eine alternative Form des Crowdfundings, andere bauten ihr ganzes Konzept auf der Grundlage der neuen Technologie. Wir verraten, was es zu Blockchain Startups zu wissen gibt und zeigen ein paar der interessantesten Vertreter für 2019 und aus Deutschland.

Was sind Blockchain Startups?

Mit „Startups“ werden in der Regel gerade erst gegründete Companies bezeichnet, die mit neuen Ideen auf den Markt treten. Der Friseur nebenan qualifiziert sich nicht wirklich für diese Bezeichnung, auch wenn das Geschäft erst gestern gegründet wurde.

Es existiert ein klischeehaftes Bild von Startups: Junge Unternehmer mit wenig finanziellen Mitteln, die nachts in der Garage an ihren innovativen Produkten werkeln. Personal gibt es nur wenig, und viele von ihnen werden noch nicht einmal direkt bezahlt. Stattdessen erhalten sie Anteile oder es sind nur Studenten oder Praktikanten, die etwas Berufserfahrung sammeln wollen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines neuen Produktes oder Services, oftmals verbunden mit moderner Technik. Die Unternehmensgründer sind abenteuerlustige Idealisten und Schrittmacher. Dennoch wird das ganze Projekt nach einem Jahr aufgegeben.

So klischeehaft dieses Bild auch ist, steckt in ihm etwas Wahrheit. Startups gründen sich meist auf Ideen und den Versuch, diese in ein vermarktbares Produkt umzuwandeln. Der Weg dorthin ist oftmals steinig und die finanziellen Mittel sind rar, bis sich eventuell interessierte Investoren finden.

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Auch wenn viele von ihnen scheitern, sind es gerade diese Companies, die später zu den Größten der Unternehmenswelt gehören können. Selbst ein Unternehmen wie Uber hat mal klein angefangen. Dabei spielen sie auch in der Welt der Blockchain eine wichtige Rolle.

Blockchain Startups treten vermehrt hervor und gehören zu den interessantesten Vertretern innerhalb der Gründerszene.

Nicht alle von ihnen gründen ihre Geschäftsidee notwendigerweise auf der neuen Technologie des Distributed Ledgers. Manche nutzen lediglich den Token Sale als eine alternative Form des Crowdfundings, bei dem sie die gängigen Wege zur Selbstfinanzierung umgehen. Mit einem Token Sale wie einem ICO gibt es weniger bürokratische Hürden und mehr Möglichkeiten, auch für normale Menschen sich an der Finanzierung zu beteiligen.

Andere junge Companies wollen mit dem Einsatz der Blockchain ihr Unternehmen voranbringen. Sie entwickeln auf der Grundlage von Satoshi Nakamotos Erfindung neue Produkte und Services. Oder die Blockchain Developer wollen mit der bahnbrechenden Technologie bessere Alternativen zu bestehenden Services bieten. Sie lassen sich am ehesten mit frisch gegründeten IT-Unternehmen vergleichen.

Crowdfounding für Start Ups

Wie können Blockchain Startups Geld verdienen?

Eine Möglichkeit für Startups Geld zu verdienen, wurde bereits genannt: der Token Sale. Vor allem 2017 boomte der ICO, der Initial Coin Offering. Bei diesem Offering werden eigene Tokens geschaffen und bei einem Verkauf angeboten. Zum Beispiel, indem die Käufer den Token gegen Bitcoin tauschen und das Unternehmen dann die Bitcoin zur Selbstfinanzierung verkaufen. Vor allem wurde dazu die Ethereum-Plattform genutzt. Auf Ethereum lassen sich relativ leicht eigene Kryptowährungen, die Tokens, erstellen. Anschließend müssen sie nur noch Wege finden, diese zum Verkauf anzubieten.

Leider war es recht einfach, einen sogenannten „Shitcoin“ zu erstellen und zum Verkauf anzubieten. Gierige Investoren stürzten sich auf einen Token, der keinen richtigen Zweck hatte, um ein Unternehmen zu finanzieren, das nie ein richtiges Produkt abliefern wollte. Es kam zu Scams, da es beim ICO kaum Sicherheiten gab.

Daher wurde das Security Token Offering entwickelt. Wie der Name schon verrät, gibt es in diesem Fall für den Käufer eine Sicherheit. Der Security Token lässt sich mit der Aktie eines Unternehmens vergleichen. Im Unterschied zum Token eines ICOs erwirbt der Käufer bei einem STO Eigentumsrechte am Unternehmen.

Aufgrund der Ähnlichkeiten zu einer Aktie gibt es beim STO auch mehr Regulierungen. Viele Experten glauben, dass der STO den ICO ersetzen wird. Die zusätzliche Sicherheit macht ihn wesentlich attraktiver für Käufer, auch wenn sich für das Unternehmen dadurch ein paar regulatorische Hürden stellen.

Abgesehen davon ist die Finanzierung von jungen Companies immer ein Problem. Eine gute Idee reicht zumeist nicht aus, um über die Runden zu kommen. Dank der Blockchain und der Kryptowährungen hat sich mit den ICOs und STOs eine alternative Form des Crowdfundings etabliert, auf die junge Unternehmer oft zurückgreifen, wenn sie sich auf die Blockchain einlassen wollen.

Sie können sich auch durch das Blockchain Consulting beraten lassen, wie man am besten einen solchen Token Sale betreibt. Sonst bleibt den Gründern nur die Möglichkeit, sich fördern zu lassen, Kredite und Darlehen aufzunehmen oder auf eigene Kosten ihr Projekt zu finanzieren.

Wie kann man in ein Blockchain Startup investieren?

Der große Vorteil am ICO war, dass auch normale Menschen sich damit an einem Unternehmen beteiligen können. Menschen, die sonst nicht viel mit Aktien und Investitionsrunden zu tun haben. Mit der Zeit wurde der „Pre-Sale“ bei der Finanzierung von Blockchain-Projekten immer wichtiger.

Zu einem Pre-Sale erhält man nur dann Zugang, wenn man die richtigen Leute kennt. Es ist ein exklusiver Token Sale, der oft dem ICO vorausgeht.

Für institutionelle Anleger gibt es auch immer mehr Möglichkeiten, in Blockchain-Projekte zu investieren. Zum Beispiel, indem sie Aktien von Investoren erwerben, die sich an Blockchain Startups beteiligen. Von den frisch gegründeten Unternehmen gibt es zumeist keine Aktien, jedoch lassen sich Aktien von den Firmen erwerben, die in solche Unternehmen investieren und ihnen mitunter beratend zur Seite stehen. Der Erfolg der Aktie ist dann an den Erfolg des Startups gebunden.

Welche interessanten Blockchain Startups kommen aus Deutschland?

Auch Deutschland hat einige interessante Startups aus dem Bereich der Blockchain vorzuweisen. Die Gründungswelle begann bereits vor dem Hype um die Kryptowährungen, also vor dem zweiten Halbjahr 2017. Nach dem Crash ist die Zahl der Gründungen nur leicht zurückgegangen.

Berlin ist laut einer Studie demnach die Blockchain-Hauptstadt, laut Blockstate befinden sich hier 89 junge Firmen rund um das Thema Blockchain. Erwähnenswert sind außerdem Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen, was die Anzahl der Krypto-Firmen angeht. Allerdings dürfte es nicht überraschen, wenn eine große Anzahl der vielversprechendsten Projekte aus Berlin stammt.

  • Eine der bisher erfolgreichsten deutschen Neugründungen war Bitwala. Bitwala ist eine Blockchain-Bank und verbindet dadurch handelsübliche Bankkonten mit dem Blockchain Handel. Kunden können ebenso ein normales Girokonto eröffnen, als auch mit Kryptowährungen handeln.
  • Außerdem bietet das Unternehmen eine integrierte Bitcoin Wallet an. SEPA-Überweisungen sind genauso möglich wie das Kaufen von Bitcoin mittels Euro. Außerdem können die Erlöse von Bitcoinverkäufen über die Plattform gutgeschrieben werden.
  • Ubirch nutzt die dezentrale Datenbank des Distributed Ledger, um damit der Notariat des Internets zu werden. Kunden können die Ubirch-Plattform nutzen, um auf der Datenbank Verträge aufzuzeichnen. Anschließend werden die Verträge digital versiegelt und sind damit fälschungssicher.
  • Satoshipay ist eine Bezahlplattform für Mikrotransaktionen. Der Name bezieht sich auf den Satoshi, die kleinste Einheit eines Bitcoins. Kryptowährungen eignen sich hervorragend für die Transaktion von Kleinstbeträgen, da bei normalen Währungen die Gebühren zu hoch sind. Satoshipay soll es den Kunden ermöglichen, Bilder, Artikel oder Songs zu monetarisieren und zu geringen Beträgen zum Verkauf anzubieten.
  • BigchainDB will die Technologie der Blockchain mit der klassischen Datenbank verbinden. Die Kunden sollen die Datenbank wie jede andere nutzen können. Gleichzeitig wird die Datenbank dank des Distributed Ledgers wesentlich schneller und effizienter sein. Daten werden dezentral und fälschungssicher aufgezeichnet.
  • gridX gehört zu den innovativen Startups des Internet of Things. gridX hat es sich zum Ziel gesetzt, dezentrale Energienetze aufzubauen. Dafür entwickelt das Startup dezentrale Anwendungen, die im Energiesektor zum Einsatz kommen. Zum Portfolio von gridX gehören demnach Ladestationen für Elektroautos, Sensoren und Smart-Home-Anwendungen.
  • Minespider beschäftigt sich mit dem Einsatz der Blockchain in der Logistik. Nach dem White Paper von Minespider soll mithilfe von Blockchain-Technologien die Lieferketten Integrität gesichert werden. Vor allem geht es dabei um die Lieferung von Rohmaterialien. Minespider will sich darauf konzentrieren, bei der Lieferung von Materialien auf unethische Geschäftspraktiken zu achten, zum Beispiel Kinderarbeit. Auch Umweltverschmutzung soll sich durch die Blockchain-Überwachung aufdecken lassen.

Blockchain Start Ups 2019

Welche interessanten Blockchain Startups gibt es in 2019?

Weltweit sprießen noch viele andere interessante Startups aus dem Boden, die vermehrt die Blockchain nutzen.

  • Fieldcoin entwickelt eine Plattform für die Landwirtschaft. Auf dieser Plattform sollen sich Gutsbesitzer mit Crowdfunding-Investoren zusammenschließen können. Außerdem soll die Plattform das Kaufen und Verkaufen von Grundbesitz erleichtern, für individuelle Käufer sowie für ganze Companies.
  • Dock entwickelt das „Dock-Protokoll“, welches das Problem des „Data Hoardings“ lösen soll, vor allem was zentrale Datensammlungen anbelangt. Bislang ist es so, dass zentrale Plattformen ihre eigene Daten sammeln. Dadurch kommen extreme Massen an Daten zusammen, auch wenn diese Parteien oftmals dieselben Daten sammelt.
  • Das Dock-Protokoll soll diese Parteien dazu ermutigen, die Daten miteinander zu tauschen und sich miteinander zu synchronisieren. Dafür nutzt Dock die Ethereum-Plattform. Auf Ethereum werden die Daten gesammelt und verschlüsselt. Teilnehmer sollen die volle Kontrolle über ihre Datensätze erhalten und selber bestimmen können, mit welchen anderen Parteien sie ihre eigene Datenbank abstimmen wollen.
  • Shivom ist ein außergewöhnliches Projekt mit dem Fokus auf das menschliche Genom. Mittels Shivom sollen die Menschen auf der ganzen Welt ihre genetischen Daten auf dem Distributed Ledger hochladen. Dabei soll jeder einzelne die volle Kontrolle über seine eigene DNA erhalten. Das Ergebnis ist eine Plattform für die Verwaltung der genetischen Daten. Die eigene DNA-Doppelhelix wird auf der Blockchain fälschungssicher verwahrt und steht gleichzeitig für medizinische Zwecke allzeit zur Verfügung.
  • Smart Valor ist ein Startup mit Sitz in der Schweiz, welches sich auf den Handel mit tokenisierten Assets konzentriert. Es soll ein globaler Handelsplatz für digitale Vermögenswerte entstehen, wie zum Beispiel außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, Grundbesitz oder Währungen aller Art.
  • Damit ist Smart Valor nicht die einzige Blockchain-Plattform, die einen tokenisierten Handel entwickelt. Jedoch hat Smart Valor bereits die rechtliche Zustimmung der Schweiz erhalten. Das Projekt wird von Olga Feldmeier geleitet, welche schon als „Bitcoin Königin“ des Schweizer Crypto Valleys bezeichnet wurde. Sie ist eine wichtige Persönlichkeit innerhalb der Schweizer Krypto-Szene.

Neben diesen Startups gibt es noch viele weitere, welche darüber nachdenken, die Blockchain einzusetzen. Etwa indem sie mit Smart Contracts die Abläufe automatisieren wollen oder indem sie den Distributed Ledger nutzen, um ihre Daten zu speichern.

Fast schon im Hintergrund werden die neuen Technologien immer wichtiger, nicht nur für junge Unternehmen, sondern auch für die Großkonzerne. Dabei sind es gerade die Blockchain Startups, welche die wirklich neuen Ideen voranbringen.

 

Bildquelle: © geralt / Pixabay

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