Riot Blockchain: 5 Infos zum Kryptowährung Projekt Riot

Riot Blockchain – Auch wirklich “Blockchain”?

Riot Blockchain

Riot Blockchain war das erste auf der NASDAQ gelistete Unternehmen, welches sich auf Bitcoin spezialisiert hatte. Dem Einstieg in die US-amerikanische elektronische Börse gingen mehrere Namensänderungen voraus. Was bietet es nun und lohnt es sich einzusteigen?

Riot Blockchain – Was ist dieses Kryptopojekt?

Ursprünglich hieß das Unternehmen „Venaxis Inc.“, dann kaufte es „BiOptix Diagnostics Inc.“ und benannte sich 2016 in „Biotpix Inc.“ um. Das sollte sich jedoch als ein Fehler herausstellen. Die Firma schaffte es nicht wirklich, Fuß zu fassen. Im Oktober 2017 erfolgte schließlich die endgültige Umbenennung in Riot Blockchain Inc. Es wurden Teile der kanadischen Exchange Coinsquare akquiriert und es erfolgte eine Umstellung auf Bitcoin und die Blockchain. Das kam auch der Aktie des Unternehmens zugute.

Bis zu diesem Zeitpunkt lag der Fokus auf diagnostische Geräte im Bereich der Biotechnologie. Der Wechsel zur Blockchain und Bitcoin kam plötzlich, sehr zum Unmut der Krypto-Community und traditioneller Finanzexperten.

  • Riot machte mit aggressiven Käufen in der Welt der Kryptowährungen auf sich aufmerksam. Der Kauf von Coinsquare, einer Plattform für den Blockchain-Handel, war erst der Anfang.
  • Anschließend wurde Kairos Global Technology Inc. aufgekauft. Hierbei handelt es sich um ein Mining Unternehmen, welches zum Zeitpunkt des Kaufes rund 700 Antminer S9s und 500 Antminer L3s besaß.
  • Außerdem kaufte das Unternehmen noch über die Hälfte von „Tess“. Tess entwickelt Blockchain-basierende Anwendungen für Telekommunikationsunternehmen. Das Investment kostete Riot gut 320.000 Dollar.
  • Im November investierte das Company in „Verady“, welches die Buchhaltung, Kontrolle und Verifizierung von Blockchain-basierten Assets anbietet.

Im Februar 2018 erfolgte der Kauf weiterer Betriebe, welche sich auf das Blockchain-Mining konzentrierten. Dazu gehören mehrere Tausend Antminer S9s. Im März wurde „Logical Brokerage Corp“ übernommen, ein Broker für Futures. Dieser Kauf war Teil eines Plans, bald eine eigene Kryptowährungs-Exchange zu starten.

Anzeige

Riot bietet keine eigene Blockchain-Coin an oder eine Wallet. Es ist ein Unternehmen, welches sich in verschiedenen Bereichen der Blockchain profilieren möchte. Dazu gehört das Mining und Blockchain-basierende Technologie-Unternehmen sowie eine eigene Exchange.

Die Exchange soll RiotX heißen. Die Trading Paare der Kryptowährungen sollen von Shift Markets stammen. Was die Blockchain-Gebühren für den Handel betragen sollen, welche Trading Paare genau gehandelt werden und wie die Blockchain-Info dazu aussieht, ist nicht bekannt.

Riot Blockchain – Wer steckt hinter diesem Projekt?

Die beiden Direktoren sind Jason Les und Benjamin Yi. Jason Les ist einerseits als ein professioneller Pokerspieler bekannt. Darüber hinaus verfügt er über einen Abschluss in Computerwissenschaften. Zuvor hatte er sich lange mit dem Mining, mit der Protokoll-Entwicklung und dem Krypto-Investment beschäftigt. Benjamin Yi machte seinen Master in Finanzen an der Universität von Toronto und beriet zuvor die PetroMaroc Corporation und das Audit Committee of Android Industries.

Der frühere CEO war John O’Rourke. Mittlerweile hat er seinen Posten aufgegeben. Mehrere Ereignisse führten zu seinem Rücktritt. Im Februar 2018 tauchte das Riot-Unternehmen in einem CNBC-Bericht auf. Der Sender berichtete negativ darüber und unterstellte, dass es den Namen „Blockchain“ nur führen würde, damit Anleger die Blockchain-Aktie kaufen würden.

Ähnlich wie bei der Dotcom-Blase, bei der Firmen nur bekannt geben mussten, irgendetwas mit dem Internet zu machen, sollte ein Zusammenhang mit Kryptowährungen hergestellt werden, um damit den Kurs in die Höhe zu treiben. CNBC unterstellte ebenfalls, dass Riot kein richtiges Interesse hatte, wirklich in die Blockchain zu investieren.

Auch nach all den Käufen von Unternehmen und der Mining-Hardware, sowie einer Klarstellung von O’Rourke, die auf der Webseite von Riot veröffentlicht wurde, blieb der Fernsehsender bei seiner Behauptung.

Seinen Rücktritt gab O’Rourke bekannt, nachdem er von der amerikanischen SEC (Securities and Exchange Commission) unter Verdacht gestellt wurde, an Marktmanipulationen beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn es nicht ganz klar ist, in welchen direkt Zusammenhang diese Manipulationen zu dem Unternehmen stehen und nicht nur zu seiner Person, sah sich O’Rourke gezwungen, zurückzutreten.

Vor- und Nachteile

Riot ist ein Unternehmen, welches erst in seine neue Rolle hineinwachsen muss. Von Seiten der Krypto-Community und auch von traditionellen Anlegern wird bemängelt, dass sich die Company nur auf die Blockchain ausgerichtet hat, um mit der Bezeichnung die Aktie besser zu verkaufen. Das Unternehmen wollte von den Blockchain-Fonds profitieren, ohne selber wirklich etwas mit der neuen Technologie zu tun zu haben.

Auf der anderen Seite stehen die vielen Aufkäufe und die große Menge an Mining-Hardware. Riot meint es ernst mit dem Schürfen von Bitcoin und hat sich ein paar vielversprechende Firmen eingekauft, die Blockchain-Technologien nutzen.

Kurs – Entwicklung – Prognose

Mit der Namensänderung im Oktober 2017 setzte tatsächlich ein Kursanstieg ein, welcher allerdings auch damit zusammenhängen könnte, das hier allgemein die Kurse der Kryptowährungen zunahmen. Die Aktie notierte im Oktober bei 6,86 Euro, das bis dahin höchste Ergebnis für das Unternehmen.

Im November konnte die Aktie erneut ordentlich zulegen, hier lag der Höchststand bei 18,50 Euro. Das Allzeithoch wurde am 15. Dezember erreicht und betrug 23,75 Euro.

Als dann die Kryptokurse crashten, ging es auch mit der Aktie bergab. Ende Januar fiel der Kurs bereits unter 10 Euro und Ende März notierte er bei 5 Euro. Im Mai konnte sich der Preis auf 7,42 Euro erholen, dann wurde im Juli mit 5,57 Euro ein Tiefstand erreicht. Im Laufe des Jahres rutschte der Preis weiter ab und sank auf bis zu 2 Euro.

Wo kann man den Riot Blockchain kaufen oder verkaufen?

Wenn einen diese Kurse nicht abschrecken, dann kann man die Aktie bei jedem Broker oder Hausbank erwerben, die Aktien anbietet. Alles, was man dazu braucht, ist ein Depot.

Fazit

Der Erfolg von Riot und seinem Mining-Projekt hängt direkt von Bitcoin ab. Wenn man an Bitcoin glaubt, dann könnte sich vielleicht auch eine Investition in Riot lohnen. Abgesehen davon muss das Riot noch beweisen, die Bezeichnung „Blockchain“ nicht nur zur Ausschmückung im Namen zu tragen.

 

Bildquelle: © geralt / Pixabay

Anzeige
Hinterlasse einen Kommentar

Leave a comment: