Blockchain-News: Hamburger Volksbank testet Cardano-Pilot, Ondo ändert Strategie, MultiversX wächst
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Blockchain etabliert sich in der Finanzpraxis: Pilotprojekte, Ondos hybride Handelsinfrastruktur und skalierbare Netzwerke zeigen Chancen, aber auch Datenschutz-, Dezentralisierungs- und Leistungsgrenzen.
Der Blockchain-Einsatz erreicht zunehmend die Finanzpraxis: Eine Hamburger Volksbank testet transparente Prüfprozesse, während Ondo Finance seine Infrastruktur für institutionellen Handel neu ausrichtet. Parallel rücken Stablecoins, KI-Agenten und skalierbare Netzwerke wie MultiversX in den Fokus – mit großen Chancen, aber auch technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen.
Hamburger Volksbank beteiligt sich an Blockchain-Pilot für Genossenschaften
Die Hamburger Volksbank beteiligt sich laut FinanzBusiness an einem Blockchain-Pilotprojekt für Genossenschaften. Zum Einsatz kommt eine Open-Source-Plattform, die Genossenschaftsmitgliedern sowie Wirtschaftsprüfern einen transparenten und manipulationssicheren Einblick in Finanzströme ermöglichen soll.
Das Projekt setzt auf die Plattform „Reeve“ der Cardano-Stiftung. Sie soll Mitgliedern vollständige Einsicht in ihre eigenen Daten und erwirtschafteten Erträge geben. Wirtschaftsprüfer können einen verschlüsselten und mit Zeitstempel versehenen Zugriff auf Finanzdaten erhalten, wodurch sich die Prüfzeiten deutlich verkürzen könnten.
Hinter Reef Data stehen neben dem 2019 gegründeten Artificial Intelligence Center der Hansestadt und dem familiengeführten Großhändler Valio Hamburg auch die Hamburger Volksbank sowie Disruptive Elements. Das Digitalunternehmen übernimmt die konzeptionelle und technische Gestaltung.
Wie die Börsen-Zeitung berichtet, soll die öffentliche Blockchain-Plattform Cardano genutzt werden, um Zahlungsströme transparent und nachprüfbar zu dokumentieren. Verkäufe, Ausschüttungen und Mitgliederauszahlungen können dabei on-chain erfasst werden, sodass Mitglieder und externe Prüfer Finanzflüsse unabhängig verifizieren können.
Reef Data entwickelte die Anwendungsebene mit Backend-Systemen, einer Wallet-Erweiterung für Nutzer sowie öffentlichen und Prüfer-Dashboards. Die Cardano Foundation stellte die Reeve-Plattform bereit und entwickelte sie für das Pilotprojekt weiter.
„Mitglieder und externe Prüfer könnten Finanzflüsse damit unabhängig verifizieren, statt allein auf die Aufzeichnungen der Genossenschaft vertrauen zu müssen“, berichtet die Börsen-Zeitung über die Zielsetzung des Projekts.
Infobox: Im Mittelpunkt stehen die Plattform „Reeve“, die Cardano-Blockchain, verschlüsselte Zugriffe mit Zeitstempel sowie die on-chain Erfassung von Verkäufen, Ausschüttungen und Mitgliederauszahlungen. Laut Börsen-Zeitung bestätigte der Pilot die technische Machbarkeit, Leistung und Praxistauglichkeit der kombinierten Lösung.
Blockchain, Stablecoins und Künstliche Intelligenz im Podcast-Fokus
FinanzNachrichten.de verweist auf einen Beitrag mit dem Titel „Sagar Barvaliya: Blockchain, Stablecoins & die KI-These“. Der übermittelte Quelltext enthält jedoch ausschließlich den Titel der Meldung und keine weiteren nutzbaren Angaben zu Inhalten, Aussagen oder Hintergründen.
Eine inhaltliche Einordnung über den Titel hinaus ist daher auf Grundlage der vorliegenden Quelle nicht möglich. Die Meldung wird deshalb auf die vorhandenen Angaben beschränkt.
Infobox: Quelle des Hinweises ist FinanzNachrichten.de. Übermittelt wurden der Titel „Sagar Barvaliya: Blockchain, Stablecoins & die KI-These“ sowie keine weiteren verwertbaren Informationen.
deeptech INSIGHTS beleuchtet Blockchain und KI in der Anwendung
Die neue Folge des Podcasts „deeptech INSIGHTS“ befasst sich laut Der Aktionär mit jungen Unternehmen, die Blockchain und Künstliche Intelligenz auf der Anwendungsebene einsetzen. Im Mittelpunkt stehen damit nicht allein die Technologien selbst, sondern konkrete Einsatzmöglichkeiten für Start-ups und Unternehmen.
Podcast-Host Sascha Röhrer spricht mit Sagar Barvaliya, Founding Partner bei Blockchain Founders Capital. Der deutsche Frühphasen-Venture-Capital-Investor unterstützt Start-ups, die Anwendungen auf Basis von Blockchain und Künstlicher Intelligenz entwickeln.
Barvaliya bringt dabei die Perspektive eines Investors ein, der sich auf junge Unternehmen an der Schnittstelle von Blockchain, KI und praktischen Anwendungen konzentriert. Die Folge soll Einblicke in die Einschätzung eines Frühphasen-Investors zu Blockchain- und KI-Start-ups geben.
„deeptech INSIGHTS“ erscheint immer mittwochs auf Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, YouTube und überall dort, wo es Podcasts gibt. Der Aktionär stellt die neue Folge als Gespräch über die Anwendungsebene von Blockchain und KI vor.
Infobox: Gesprächspartner ist Sagar Barvaliya von Blockchain Founders Capital, Moderator ist Sascha Röhrer. Inhaltlich geht es um Start-ups und Unternehmen, die Blockchain und Künstliche Intelligenz in praktischen Anwendungen einsetzen.
Ondo rückt von eigener Layer-1-Blockchain ab
Ondo Finance hat seine Pläne für eine eigene Layer-1-Blockchain überdacht, berichtet BTC-ECHO. Beim Aufbau der Derivateplattform Ondo Perps sei deutlich geworden, dass eine klassische Blockchain die Anforderungen institutioneller Finanzanwendungen nicht vollständig lösen könne.
Sensible Handelsdaten sollen nicht vollständig öffentlich einsehbar sein, während Liquidationen und Margenberechnungen in Echtzeit erfolgen müssen. Auf einer Blockchain wären diese Prozesse vollständig nachvollziehbar, was laut BTC-ECHO zu Einbußen bei der Geschwindigkeit und zu Problemen beim Datenschutz führen kann.
Die schnelle Handelsausführung soll deshalb künftig außerhalb der Chain stattfinden. Erst die endgültige Übertragung der Vermögenswerte wird auf der öffentlichen Blockchain abgewickelt. Damit werden zwei Prozesse getrennt, die zuvor miteinander verbunden waren.
Die ursprünglichen Pläne werden jedoch nicht vollständig aufgegeben. Das neue Ondo Network soll als Weiterentwicklung von Ondo Chain dienen, wird derzeit allerdings nicht als Blockchain bezeichnet, da es ohne Konsensmechanismus und ohne eigenes dezentrales Netzwerk an Validatoren auskommt.
Langfristig plant Ondo Finance eine schrittweise Dezentralisierung. Vorgesehen sind unter anderem zusätzliche Prüfer, die sicherstellen sollen, dass ausschließlich der zuvor veröffentlichte Code ausgeführt wird. Auch externe Beobachter könnten integriert werden.
Ob aus dem Ondo Network später eine vollständige Blockchain entsteht, lässt das Unternehmen laut BTC-ECHO ausdrücklich offen. Mit der Einführung eines bereits diskutierten Proof-of-Stake-Konsensmechanismus würde sich das Netzwerk dem ursprünglichen Modell wieder deutlich annähern.
- Die schnelle Handelsausführung soll außerhalb der Chain stattfinden.
- Die endgültige Übertragung der Vermögenswerte soll auf der öffentlichen Blockchain abgewickelt werden.
- Das Ondo Network verfügt derzeit über keinen Konsensmechanismus.
- Eine schrittweise Dezentralisierung ist langfristig vorgesehen.
- Ein Proof-of-Stake-Konsensmechanismus wurde bereits diskutiert.
Infobox: Ondo ersetzt die ursprüngliche Strategie einer klassischen eigenen Layer-1 nicht durch einen vollständigen Rückzug aus eigener Infrastruktur. Stattdessen soll das Ondo Network zunächst ohne Konsensmechanismus betrieben und langfristig möglicherweise weiter dezentralisiert werden.
MultiversX setzt auf Sharding und Secure Proof of Stake
Phemex beschreibt MultiversX als leistungsstarke Layer-1-Blockchain mit Proof-of-Stake. Das Netzwerk ist für Zahlungen, dezentrale Anwendungen, digitale Assets und großskalige Verbraucherplattformen konzipiert.
Die charakteristische Technologie ist Adaptive State Sharding. Dabei werden Transaktionen, Netzwerkaktivitäten und der Blockchain-State auf mehrere Shards verteilt, um eine parallele Verarbeitung zu ermöglichen.
MultiversX verwendet Secure Proof of Stake mit Tausenden von Validator-Nodes, die über die Transaktionsshards und die Metachain verteilt sind. Der native Token EGLD wird für Transaktionsgebühren, Staking, Validator-Belohnungen, Governance, Smart-Contract-Ausführung und als DeFi-Kollateral eingesetzt.
Das aktuelle Mainnet besteht laut Phemex aus drei Transaktionsshards und einer koordinierenden Metachain. Die offizielle Dokumentation gibt derzeit ca. 30.000 Transaktionen pro Sekunde über die existierenden Transaktionsshards, sechs Sekunden Blockzeit, durchschnittliche Transaktionskosten von etwa $0,002 und mehr als 3.200 Validator-Nodes an.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Transaktionskapazität | ca. 30.000 Transaktionen pro Sekunde über die existierenden Transaktionsshards |
| Blockzeit | sechs Sekunden |
| Durchschnittliche Transaktionskosten | etwa $0,002 |
| Validator-Nodes | mehr als 3.200 |
| Transaktionsshards | drei |
Phemex weist darauf hin, dass diese Zahlen Soll- und Ist-Kapazitäten des Netzwerks repräsentieren, jedoch keine Garantie dafür sind, dass jede Anwendung unter allen Bedingungen identische Performance erfährt. Sie sollen vor allem die leistungsorientierte Architektur von MultiversX verdeutlichen.
Von Elrond zu MultiversX
Das Netzwerk war ursprünglich unter dem Namen Elrond bekannt. Das Mainnet startete 2020. Der ursprüngliche Token ERD wurde im Zuge des Wechsels auf das neue ökonomische Modell und die Mainnet-Umgebung durch EGLD ersetzt.
Auf der xDay-Konferenz 2022 wurde die Umbenennung in MultiversX verkündet. Damit erweiterte das Projekt seine Ausrichtung über die reine Leistungsfähigkeit einer Blockchain hinaus auf digitale Finanzen, Online-Identität, Verbraucher-Anwendungen und miteinander verbundene digitale Welten.
Mit der Umbenennung wurde die „x“-Produktfamilie eingeführt beziehungsweise erweitert. Dazu gehören unter anderem xPortal und xExchange. Der Schwerpunkt liegt inzwischen verstärkt auf praktischer Infrastruktur, anwendungs-souveränen Chains, Verbraucherfinanzen und KI-gestützter Entwicklung.
Infobox: Elrond wurde auf der xDay-Konferenz 2022 zu MultiversX umbenannt. Das Mainnet startete 2020, während ERD im Zuge des ökonomischen und technischen Wechsels durch EGLD ersetzt wurde.
Adaptive State Sharding und Metachain
Adaptive State Sharding teilt die Blockchain in kleinere Bereiche, die parallel arbeiten können. Validatoren müssen dadurch nicht den gesamten Netzwerk-State halten und verarbeiten, sondern übernehmen jeweils ihren Anteil in einem Shard.
State Sharding verteilt den gespeicherten Blockchain-State auf die einzelnen Shards. Jeder Shard hält die Accounts und Anwendungen, für die er verantwortlich ist. Cross-Shard-Operationen müssen dabei koordiniert werden, damit Konsistenz und Sicherheit gewährleistet bleiben.
Der Ansatz gilt als adaptiv, weil Validator-Zuweisung und Shard-Kapazität flexibel an die aktuellen Netzwerkbedingungen angepasst werden können. Validatoren werden regelmäßig zwischen den Shards durchmischt, um koordinierte Angriffe zu erschweren.
Die Metachain übernimmt die Koordination des Gesamtnetzwerks. Sie beglaubigt und finalisiert Shard-Block-Header, koordiniert Validator-Zuweisungen, verarbeitet Validator- und Staking-Operationen, verwaltet shardübergreifende Informationen und übernimmt zentrale Protokollfunktionen.
Infobox: Die Transaktionsshards bearbeiten Anwendungsaktivitäten, während die Metachain das Gesamtsystem koordiniert und absichert. Adaptive State Sharding soll dadurch parallele Verarbeitung und horizontale Skalierbarkeit ermöglichen.
EGLD als Gebühren-, Sicherheits- und Governance-Token
Secure Proof of Stake verbindet eine stake-gewichtete Auswahl der Validatoren mit zufälliger Ausschussbildung und BLS-Multisignaturen. Kleine Validator-Gruppen werden pro Block zur Konsensfindung ausgewählt, wodurch eine schnelle Blockfinalisierung ermöglicht werden soll.
EGLD steht im Zentrum der ökonomischen Struktur. Nutzer zahlen Transaktions- und Smart-Contract-Gebühren in EGLD, Validatoren staken den Token für die Konsensbeteiligung und gestaktes EGLD kann für die Governance verwendet werden.
Darüber hinaus kommt EGLD im DeFi-Ökosystem für Liquidität, Lending, Kollateral und Trading zum Einsatz. Validatoren, Delegierende, Builder und andere Ökosystemakteure werden über die Tokenomics ökonomisch koordiniert.
Nutzer können EGLD entweder bei einem eigenen Validator einsetzen oder an einen bestehenden Staking-Provider delegieren. Bei unterstützten Providern ist Staking laut Phemex ab bereits 1 EGLD möglich. Wer das Delegieren beendet, muss etwa zehn Tage warten, bevor die EGLD wieder transferiert werden können.
Phemex nennt beim Staking mehrere Risiken. Der Marktpreis von EGLD kann während des Stake-Zeitraums fallen, Rewards sind nicht garantiert, Provider-Gebühren können unterschiedlich sein und die Gelder sind während des Unstaking-Zeitraums nicht nutzbar.
- EGLD dient zur Zahlung von Netzwerkgebühren.
- Validatoren und Delegierende nutzen EGLD für die Netzwerksicherheit.
- Gestaktes EGLD kann für Governance eingesetzt werden.
- Der Token wird im DeFi-Ökosystem als Liquidität und Kollateral verwendet.
- Staking beinhaltet Marktpreis-, Gebühren- und Verfügbarkeitsrisiken.
Infobox: EGLD übernimmt bei MultiversX Funktionen für Gebühren, Netzwerksicherheit, Governance, DeFi und ökonomische Koordination. Das Staking ist laut Quelle bei unterstützten Providern ab bereits 1 EGLD möglich; die Unstaking-Periode beträgt etwa zehn Tage.
xPortal, xExchange und Sovereign Chains
Das MultiversX-Ökosystem umfasst laut Phemex neben der Basischain unter anderem xPortal, xExchange, native ESDT-Token, Entwickler-Tools und das entstehende Sovereign-Chains-Framework. xPortal ist als nicht-verwahrendes Wallet und Finanz-App für digitale Assets, Staking, DApps und Swaps vorgesehen.
xExchange ist eine dezentrale Börse innerhalb des Ökosystems. Nutzer können dort Ecosystem-Assets tauschen, Liquidität bereitstellen, an Farms teilnehmen, Token staken und neue Projekte entdecken.
Sovereign Chains sollen individuell anpassbare Blockchains ermöglichen, die auf MultiversX-Technologie basieren. Projekte können Ausführung, Ökonomie, Governance, Privatsphäre und Validierung konfigurieren.
Je nach Einrichtung kann eine Sovereign Chain MultiversX für gemeinsame Sicherheit, Settlement oder Interoperabilität nutzen und zugleich eigenständig gesteuert werden. Das Framework richtet sich an Gaming-Projekte, Unternehmens-Blockchains, spezialisierte DeFi-Systeme, hochskalierbare Verbraucher-Apps sowie Chains mit individuellen VMs oder Gas-Modellen.
Infobox: MultiversX positioniert sich nicht nur als Layer-1, sondern als Ökosystem aus Wallet, DEX, Token-Standard, Staking-Infrastruktur, Entwickler-Tools und Sovereign Chains. Das Framework soll spezialisierte Chains mit Anbindung an das MultiversX-Ökosystem ermöglichen.
MultiversX richtet Entwicklerinfrastruktur auf KI-Agenten aus
MultiversX beginnt laut Phemex, seine Entwicklerinfrastruktur für KI-Agenten zu optimieren. Die aktuelle Dokumentation enthält maschinenlesbare Dokumente und spezialisierte Agentenfähigkeiten, die KI-Systeme beim Entwickeln, Testen und Optimieren von MultiversX-Anwendungen unterstützen sollen.
Es handelt sich dabei nicht um eine „AI-Blockchain“ für dezentrales Modell-Training oder Compute-Netzwerke. Vielmehr soll die Blockchain-Infrastruktur für autonome Coding-Agents und Software verständlicher gemacht werden.
Langfristig könnten KI-Agenten Wallets erstellen oder verwalten, Contracts deployen, mit DApps interagieren, Zahlungen auslösen oder Onchain-Workflows koordinieren. Agentenfreundliche Dokumentation und Tools könnten laut Quelle die Entwicklung in einer KI-getriebenen Zukunft beschleunigen.
Infobox: Der KI-Schwerpunkt betrifft vor allem Dokumentation, Tools und die Nutzung der Infrastruktur durch autonome Coding-Agents. MultiversX wird in der Quelle ausdrücklich nicht als Blockchain für dezentrales Modell-Training oder Compute-Netzwerke beschrieben.
Chancen und Risiken der MultiversX-Strategie
Phemex sieht die stärksten Argumente für MultiversX in der technischen Architektur und der integrierten Produktlandschaft. Adaptive State Sharding soll horizontale Skalierung ermöglichen, während Tausende Validatoren ein robustes Proof-of-Stake-Sicherheitsmodell bilden.
Als weitere Stärke nennt die Quelle die lange Betriebshistorie. MultiversX läuft seit Jahren und hat mehrere Marktzyklen überstanden. Dem stehen Herausforderungen bei Adoption, Wettbewerb, Komplexität und Tokenökonomie gegenüber.
- Chancen: Adaptive State Sharding, Secure Proof of Stake und eine integrierte Produktlandschaft.
- Chancen: Wallet, DEX, nativer Token-Standard, Staking-Infrastruktur, Entwickler-Tools und Sovereign-Chains-Framework.
- Chancen: Lange Betriebshistorie und technische Reife.
- Risiken: Eine geringere Zahl von Anwendungen, Blockchain-Liquidität und Entwicklern gegenüber den größten Smart-Contract-Plattformen.
- Risiken: Hoher Wettbewerb im Layer-1-Segment und durch das Ethereum-Layer-2-Ökosystem.
- Risiken: Zusätzliche Komplexität durch asynchrone Cross-Shard-Programmierung.
- Risiken: Neue Emissionen können Holder verwässern, sofern die Netzwerknachfrage stagniert.
- Risiken: Ein historisch wechselndes Projektprofil durch die Entwicklung von Elrond zu MultiversX.
Als zentrale Herausforderung bleibt laut Phemex die Umwandlung technischer Leistungsfähigkeit in nachhaltige Anwendung, Liquidität und Nachfrage nach EGLD. Technik allein mache noch keine Marktführerschaft.
Infobox: MultiversX verbindet Sharding, Secure Proof of Stake und ein breites Ökosystem. Die wesentlichen offenen Punkte liegen laut Phemex bei Adoption, Wettbewerb, Cross-Shard-Komplexität und Tokenökonomie.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Entwicklung ist die Abkehr von der Vorstellung, dass maximale Dezentralisierung und vollständige Transparenz für jede Finanzanwendung automatisch die beste Lösung darstellen. Gerade institutionelle Märkte benötigen abgestufte Zugriffsrechte, Datenschutz und hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit. Hybride Modelle dürften deshalb wichtiger werden als der Versuch, sämtliche Prozesse vollständig öffentlich abzuwickeln.
Für Genossenschaften kann nachvollziehbare Datenintegrität einen spürbaren Vertrauensgewinn schaffen, sofern Datenschutz, Benutzerfreundlichkeit und rechtliche Verbindlichkeit gewährleistet sind. Bei MultiversX wiederum wird sich der Erfolg weniger an technischen Leistungswerten als an realer Nutzung, Entwickleraktivität und nachhaltiger Nachfrage entscheiden. Insgesamt verschiebt sich der Wettbewerb damit von reiner Blockchain-Infrastruktur hin zu praxistauglichen Anwendungen.
Kurzfazit: Die Zukunft dezentraler Finanzsysteme dürfte von hybriden Architekturen, überprüfbarer Transparenz und konkretem Nutzwert geprägt werden – nicht von maximaler On-Chain-Verarbeitung um ihrer selbst willen.
Quellen:
- Hamburger Volksbank beteiligt sich an Blockchain-Pilot für Genossenschaften
- Sagar Barvaliya: Blockchain, Stablecoins & die KI-These
- Neue Folge von deeptech INSIGHTS: Wo Blockchain und KI auf echte Anwendungen treffen
- Warum Ondo plötzlich keine eigene Blockchain mehr braucht
- Hamburger Volksbank legt Zahlungsdaten auf öffentliche Blockchain
- Was ist MultiversX (EGLD)? Blockchain einfach erklärt