In Blockchain investieren? 8 starke Blockchain Tipps

Blockchain investieren – Wie Sie richtig in Blockchain investieren

Blockchain investieren

Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Dotcom-Hype. Damals wollten alle etwas mit diesem Internet verdienen und viele investierten in verschiedene Internet-Firmen. Wer früh genug einstieg und auch vor dem Platzen der Dotcom-Blase wieder ausstieg, der konnte mächtig was verdienen.

Auch bei der Blockchain handelt es sich um eine neue Technologie, die unser aller Leben verbessern könnte. Doch wie kann man in die Blockchain investieren?

Wie in Blockchain investieren?

Bisher hatten es Anleger, die in eine Kryptowährung und die dahinter liegende Technologien investieren wollten, nicht leicht. Lange Zeit bestand die einzige Möglichkeit, Geld im Segment der Blockchain anzulegen darin, sich eine der Kryptowährungen zu kaufen und anschließend zu halten. Das ist im Grunde so, wie sich direkt Gold oder Silber zu kaufen und dann auf einen Anstieg des Edelmetallpreises zu warten.

Dafür müssen Sie sich zum Beispiel die Blockchain Bitcoin kaufen und sich um eine Blockchain-Wallet kümmern, auf der Sie die Kryptowährung aufbewahren. Dann heißt es abwarten. Bei dieser Methode müssen Sie mit der Kryptowährung der Blockchain Handel treiben.

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Eine weitere Möglichkeit stellt das Mining dar. Findet auf der Blockchain-Mining statt, dann können Sie entweder in die Hardware selber investieren oder nehmen am Cloud-Mining teil. Beim Cloud-Mining brauchen Sie sich selber keine Hardware anzuschaffen, sondern zahlen nur Geld in eine Cloud ein und werden dafür mit der Kryptowährung belohnt.

Direkt in eine Blockchain investieren ist nicht möglich, so wenig man eine Blockchain kaufen kann. Sie gehören niemanden, zumeist jedenfalls. Man kann Geld in die Unternehmen anlegen, die sie nutzen und entwickeln oder versuchen, von der Kursentwicklung zu profitieren.

  • Wollen Sie allerdings nicht selber eine Blockchain Coin halten, sondern nur an der Wertsteigerung teilhaben, dann gibt es mittlerweile mehr Möglichkeiten. Eine davon ist der ETF.

Ein ETF ist ein „Exchange Traded Fund“, welcher die Kursentwicklung der Digitalwährungen nachbildet. Ein ETF beruht auf mehreren Indizes und bildet dann einen Mittelwert. Der erste Krypto-ETF war der „HODL“ der Schweizer Aktien Börse „SIX Swiss Exchange“. Damit können Sie direkt von der Kursentwicklung der Kryptowährungen profitieren.

Seitdem haben sich weitere ETFs etabliert und sind nun handelbar, wie der Reality Shares Nasdaq NextGen Economy ETF. Dieser investiert nicht direkt in die Blockchain, sondern in Unternehmen, welche auf der Blockchain beruhende Technologien verwenden.

Außerdem besteht die Möglichkeit, in Aktien zu investieren, bei denen Kryptowährungen und Blockchain-Technologien eine Rolle spielen. Diese Aktien gehören zu Unternehmen, welche ebenfalls Blockchain-Technologien einsetzen. Damit investiert man zwar nicht direkt in die Kryptowährung, kann trotzdem an deren Entwicklung teilhaben.

Auch die Investition in Krypto-Funds ist möglich. Der „Chainberry Equity“-Fonds war der erste, welcher auf Blockchain-Unternehmen beruht.

Wo in Blockchain investieren?

Aktien von Unternehmen, welche auf „Distributed Ledger“-Technologien setzen, lassen sich auf dem regulären Aktienmarkt handeln. Auch die Exchange Traded Funds (ETFs) werden auf der Börse gehandelt, ähnlich wie eine Aktie. Sie können mit Aktien oder ETFs handeln, indem Sie sich an einen Online-Broker anmelden oder Sie fragen bei Ihrer Bank nach, welche Produkte sie anbietet.

Um einen ETF kaufen zu können, benötigen Sie ein Depot auf einem Online-Broker oder einer Bank. Außerdem brauchen Sie die Wertpapierkennung und den Namen des Produktes, auch abgekürzt als „WKN“ oder „ISIN“.

Interessieren Sie sich für einen Fonds, gibt es neben Ihrer Hausbank und den Online-Brokern noch die Möglichkeit, sich an Fondsbanken, Fondsvermittlungen und Fondsgesellschaften zu wenden. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Angebote. Investmentfonds lassen sich normal an einer Börse handeln, geschlossene Fonds können dagegen nur bei den Fondsgesellschaften gekauft werden. Auch hier müssen Sie ein Wertpapierdepot anlegen.

Für das direkte Kaufen sollten Sie sich an eine Exchange wenden. Das sind die Online-Handelsplätze für Kryptos.

Wann in Blockchain investieren?

Den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden fällt vielen schwer. Gerade wenn es auf den Märkten turbulent zugeht, zögern die Anleger und sind verunsichert. Dabei gibt es eigentlich keinen falschen Einstiegszeitpunkt. Hat man in die richtige Blockchain investiert, dann kommt es gar nicht auf den Zeitpunkt an.

Sicherlich lohnt es sich eher, bei einem geringen Preis einzusteigen. Wenn sich dann der Wert der Blockchain erhöht, hat man mehr davon. Doch auch wenn man später einsteigt und es zu einer Wertsteigerung kommt, hat es sich gelohnt.

Vor allem wenn Sie an einer langfristigen Strategie interessiert sind, kommt es mehr auf die Anlagenstruktur als auf den richtigen Zeitpunkt des Einstieges an. Das wird auch als „Asset Allocation“ bezeichnet: die Aufteilung Ihres Investments in verschiedene Anlageklassen.

  • Es kommt weniger darauf an, zum richtigen Zeitpunkt Geld in die eine Blockchain zu pumpen. Wichtiger ist es, in verschiedene Anlagen zu investieren. Damit wird das Risiko gestreut und die Gewinne erhöhen sich. Ein Portfolio, welches aus verschiedenen Anlagen besteht, kann Verluste besser ausgleichen.

Sollten die Preise für Blockchain-Fonds niedrig liegen, lohnt sich der Einstieg. Achten Sie nur darauf, dass der Fonds auch aus sinnvollen Anlagen besteht. Das gleiche gilt für die ETFs. Auch ein später Einstieg bei hohen Preisen kann sich noch immer lohnen, was bedeutet, dass das Finanzprodukt erfolgreich ist und es den Märkten gut geht.

In welche Blockchain investieren ?

Die Auswahl an Blockchains ist groß und es fällt damit schwer, die richtige Wahl für ein Investment zu treffen. Coinmarketcap listet derzeit über 2000 Digitalwährungen. Die gute Nachricht: Der Großteil von ihnen kann ignoriert werden und wird wahrscheinlich in Zukunft keine Rolle spielen.

Für sein Investment tut man gut daran, sich auf die Top 100 zu konzentrieren. Selbst die Top 10 oder Top 20 reichen aus, um sich ein ausreichendes Portfolio anzulegen.

Um Bitcoin kommt man hier nicht herum. Egal, was man von der ersten Kryptowährung hält, sie hat noch immer die größte Marktkapitalisierung und ein enormes Potential, was den Preis anbelangt. Zurzeit ist der BTC noch immer die Leitwährung und die am meisten genutzte Kryptowährung als Zahlungsmittel. Es gibt auch Alternativen, die sich ebenfalls lohnen könnten, etwa Bitcoin Cash, Dash oder Litecoin.

Auch „Privacy Coins“ sind ein Investment wert. Das sind Coins, die sich speziell auf Anonymität konzentrieren. Das wären zum Beispiel Monero, Zcash oder Dash. Auch wenn die Nachfrage nach solchen Coins nicht so groß ist wie etwa nach Bitcoin, besteht dennoch ein konstantes Bedürfnis nach anonymen Transaktionen.

Dann wären da noch die Tokens. Das sind Kryptowährungen, die einen speziellen Zweck auf Blockchain-Plattformen ausführen. Zum Beispiel Ethereum, Cardano (ADA), NEO oder EOS. Auf diesen Plattformen lassen sich mithilfe von Smart Contracts und dApps verschiedene Projekte verwirklichen.

Kryptowährungen wie Ripple und Stellar wollen mit günstigeren und schnelleren Transaktionen das Austauschen von Währungen über Ländergrenzen hinweg erleichtern. Auch sie sind vielversprechende Investments.

Dann gibt es noch Kryptos mit ganz unterschiedlichen Zielen, wie etwa „Golem“ (verteilte Rechenleistung, Cloud-Computing) und Augur (Prognosen). IOTA (Das Internet der Dinge) verfügt wegen seiner „Blockchain 3.0“, dem Tangle, über eine herausragende Stellung und könnte in Zukunft eine große Rolle spielen.

Ein sinnvolles Portfolio sollte einen Mix aus diesen und anderen Kryptowährungen enthalten. Am besten befinden sich darin ein paar der sicheren Anlagen (Bitcoin, Ripple, Ethereum), so dass der Anleger auch ein paar Risiken eingehen und im Falle von Verlusten gut verkraften kann. Machen Sie sich selber schlau, schauen Sie sich die jeweilige Blockchain Info an und entscheiden Sie, welche Digitalwährungen ein Investment wert sind.

Blockchains investieren

Bildquelle: © geralt / Pixabay

Warum in einen Blockchain ETF investieren?

Die ETFs erfuhren in den letzten Jahren immer mehr Zulauf, was auf mehrere Vorteile zurückzuführen ist: Zum Beispiel ist es relativ günstig, in sie einzusteigen. Vor allem wenn man die Einstiegskosten mit denen von Aktien und Fonds vergleicht. Ein großer Vorteil ist die Diversifikation, welche ein ETF bietet.

Die Investition wird in verschiedene Blockchain-Projekte und andere Anlagen gestreut, wodurch Risiken vermindert werden. Bei einer Anlage gibt es eine enorme Schwankungsbreite. Läuft die Anlage gut, dann haben Sie Gewinne, fällt der Kurs jedoch, dann verlieren Sie alles. Besteht das Portfolio aus verschiedenen Anlagen, dann vermindert sich die Schwankungsbreite. Eine solche Diversifikation lässt sich mit dem Einzelkauf verschiedener Anlagen nicht erreichen.

Ist eine Investition profitabel?

ETFs, welche auf Blockchain-Technologien aufbauen, sind ein Finanzprodukt und daher auch gewissen Schwankungen unterworfen. Sie sind kein Garant für Renditen. Auch bei ihnen kann man sich verspekulieren und es kann dazu kommen, dass sich der Markt anders entwickelt, als man prognostiziert hatte.

Ein Portfolio von Kryptowährungen wie bei einem ETF reduziert die Gefahr der Schwankungen, kann jedoch nicht die Gefahr eines Verlustes bei schwächelnden Märkten vermeiden. Auf der anderen Seite steht die Chance, gute Renditen zu erzielen, wenn die Märkte insgesamt wachsen.

Da das Investment sich nicht nur auf eine Anlage stützt, sondern sich breit streut, wird eher der gesamte Krypto-Markt und eine Vielzahl von Unternehmen abgebildet. Auf lange Sicht zeigt hat sich der Krypto Markt gut entwickelt, die Adaption der Technologien schreitet voran. Es ist also möglich, auch hier Renditen zu erzielen.

Welche Unternehmen investieren bereits in Blockchains?

Viele Unternehmen interessieren sich für die Blockchain-Technologie, wobei eine breite Anwendung noch auf sich warten lässt. Da wäre der amerikanische IT-Riese IBM. Das Unternehmen hat Blockchain-Unterstützung direkt in seine Mainframe integriert. Zusammen mit anderen Unternehmen arbeitet IBM daran, Programmierwerkzeuge zu entwickeln, mit denen sich Blockchain-Technologien auf IBM-Systemen einsetzen lassen.

Dazu gehören die London Stock Exchange, der Schifffahrtsriese Maersk und Wal Mart. Das Lebensmittelunternehmen Wal Mart nutzt IBMs Blockchain-Plattform, um damit die Lebensmittelsicherheit seiner Produkte zu kontrollieren und zu protokollieren. IBM führt ebenfalls das Hyperledger-Konsortium an, zu dem auch die Deutsche Börse, Deutsche Bank, Unicredit, HSBC, die Société Générale und SAP gehören.

Auch Starbucks geht auf ähnliche Weise an den Einsatz von Blockchain-Technologien heran. Das Unternehmen hat in die Blockchain investiert, um mit der Datenbank die Belieferungskette für seinen Kaffee zu überwachen. Im Jahr 2018 war das Projekt gestartet und soll für zwei Jahre lang getestet werden.

Die Bank of America hat in der Vergangenheit schon öfter die Kryptowährungen kritisiert. Auch wenn die US-amerikanische Großbank nicht an die Zukunft der Digitalwährungen glaubt (oder jedenfalls so tut), glaubt sie doch an die Blockchain-Zukunft. Denn die Bank hält viele Blockchain-Patente. Diese Patente werden für die Betrugserkennung, Transaktionsverarbeitung und Optimierung von Bargeldtransfers eingesetzt.

Warum in Blockchain Startups investieren? Und wie?

Startups sind junge Unternehmen aus dem Technologiebereich. Gerade in den letzten Jahren haben die Startups die Distributed Ledger-Technologien für sich entdeckt. Einerseits nutzten sie die Kryptowährung, um sich in Form eines ICOs selbst zu finanzieren. Oder sie setzen auf Blockchain-Lösungen für ihre Geschäftsideen.

Der ICO ist für die, welche in Blockchain investieren wollen, etwas in den Verruf geraten. Mit der einfachen Möglichkeit, mal schnell einen Token zum Verkauf anzubieten, wurden zu viele Anleger Opfer von Scams. Deswegen etablieren sich nun die „Security Token Offerings“.

Ein „Security Token“ bietet eine Sicherheit. Diese Token unterliegen den Wertpapier Vorschriften und lassen sich somit mit Aktien vergleichen und sind damit in einem gewissen Maße reguliert. Security Tokens werden über Token Sales verkauft. Ob es nun um den ICO oder den STO geht, wie Sie den Token kaufen können, hängt ganz vom Startup ab. Dafür gibt es eigene Plattformen oder es werden etablierte Exchanges der Kryptowährungen genutzt.

 

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