Hive Blockchain: 5 Infos zum Cloud Mining Anbieter Hive

Hive Blockchain – von der Goldförderung zum Cloud-Mining

Hive Blockchain

Hive Blockchain war einst ein Goldförder-Unternehmen. Seit 2017 beschäftigt sich Hive jedoch mit dem Mining und ging dafür eine Partnerschaft mit dem größten Cloud-Mining-Anbieter ein: Genesis Mining. Doch was taugt das Unternehmen und was bietet es an?

Hive Blockchain – Was ist Hive und wer steckt dahinter?

Hive Blockchain ist weder eine Kryptowährung, noch eine Blockchain. Es handelt sich hierbei um ein Unternehmen, welches das Cloud-Mining anbietet. Das Unternehmen wurde 1987 gegründet und fokussierte sich zuvor auf das Fördern von Gold, vor allem in Kanada. Damals hieß es noch „Leeta Gold Corp.“ 2017 strukturierte es sich komplett um und änderte ebenfalls den Namen.

  • Von nun an konzentriert sich das Unternehmen auf das Cloud-Mining mit dem Ziel, eine Brücke zwischen der Krypto-Welt und traditionellen Finanzmärkten zu schlagen.

Beim Cloud-Mining wird das Schürfen betrieben, bei dem die Miner ihre Hardware nutzen, um Transaktionen einer Blockchain zu validieren. Dafür erhalten sie die jeweilige Blockchain-Coin als Belohnung, den „Block Reward“. Gelegentlich erheben sie auf der Blockchain-Gebühren für die Transaktionen.

Beim Blockchain-Mining muss der Miner in der Regel seine eigene Hardware einrichten und selber für den Stromkosten aufkommen. Beim Cloud-Mining hingegen muss man das Mining nicht mehr selber betreiben, sondern man bezahlt einen Anbieter dafür, es für einen zu erledigen.

Man tätigt also lediglich eine Investition in den Anbieter und wird dafür mit einer der Kryptowährungen ausgezahlt. Hive fokussiert sich dabei nicht auf Bitcoin, sondern auf andere Top-Kryptos wie Ethereum, Zcash und Monero. Investoren können diese dann beim Blockchain-Handel veräußern oder sie in der passenden Blockchain-Wallet halten, bis der richtige Zeitpunkt zum Verkaufen gekommen ist.

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Hive Blockchain und Genesis

Hive hat sich mit dem größten Cloud-Mining Anbieter, Genesis Mining, zusammengetan. Das Blockchain Unternehmen kaufte rund 30% des gesamten Equipments und der Anlagen von Genesis auf. Genesis wurde 2013 gegründet und konnte sich seitdem an die Spitze aller Cloud-Mining-Anbieter setzen. Genesis gibt nicht gerne die Standorte seiner Mining-Farmen preis.

Sie sollen sich in Europa, Asien und Amerika befinden. Besonders dort, wo die Elektrizitätskosten niedrig sind und es gute Möglichkeiten gibt, die Hardware zu kühlen. Hive hingegen gibt an, dass sich die Hardware in Island, China und in Europa befinden soll, wobei genauere Informationen nicht bekannt sind.

Gerade Island ist in Europa ein beliebtes Ziel für das Mining, da hier nicht nur die Stromkosten relativ gering sind, sondern sich die Hardware auch gut kühlen lässt. Auch wenn das Unternehmen nur einen Teil von Genesis aufgekauft hat, dürfte dabei eine beachtliche Anzahl an Server-Farmen und Hardware zusammengekommen sein.

Der Unterschied zwischen beiden Anbietern besteht darin, dass man bei Genesis einen Vertrag mit fester Laufzeit eingeht, während das bei Hive nicht der Fall ist. Außerdem ist das Blockchain Unternehmen börsennotiert. Anleger können sich also auch eine Blockchain Aktie kaufen und so an dem Mining teilhaben.

Vor- und Nachteile

Bei dem Blockchain Unternehmen ist man vertraglich nicht daran gebunden, für Monate oder Jahre für das Cloud-Mining bezahlen zu müssen. Läuft es schlecht oder hat man es sich anders überlegt, kann man jederzeit wieder aussteigen.

Weiterhin fokussiert sich das Unternehmen auf das GPU-Mining. Darum wird bewusst auf Bitcoin verzichtet. Beim Bitcoin-Mining werden spezielle ASIC-Prozessoren verwendet. Die sind besonders effizient beim Schürfen, aber auch sehr kostspielig. Die leistungsfähigen ASICs braucht man, weil man mit Grafikkarten und CPUs Bitcoin gar nicht minen könnte.

  • Das Unternehmen setzt nur GPUs ein, um eine größere Zahl von Kryptowährungen zu schürfen. Dadurch ist das Unternehmen wesentlich flexibler und kann auch einfacher neue Digitalwährungen ins Sortiment nehmen.

Eine Aktie des Unternehmens ist eine sehr spekulative Anlage. Der Erfolg und die Renditen hängen dabei vom Krypto-Markt ab, ein noch immer sehr volatiler und unsicherer Markt. Der Wechsel von einem Goldförderer hin zu einem Mining-Unternehmen kam vielleicht etwas plötzlich, gerade zu der Hype-Phase 2017. Bislang hält das Unternehmen immer noch durch, auch in der momentanen Durststrecke.

Kurs – Entwicklung – Prognose

Zum Start des Unternehmens lag der Preis der Aktie bei ungefähr 1,3 Euro. Das war im Oktober 2017. Der Wert ging dann zeitgleich mit der Rallye der Kryptowährungen nach oben. Im November 2017 lag die Aktie bei über 2 Euro und erreichte daraufhin ihren bisherigen Höchstwert von 3,4 Euro. Danach ging es eher stetig bergab mit dem Preis.

Im Dezember schwankte der Kurs zwischen 2 und 3 Euro, im Januar 2018 lag er nur bei über 2 Euro. Im Februar sank der Kurs unter 2 Euro und steuerte auf die 1 Euro-Marke zu. Im März 2018 war er schließlich unter diese Marke gesunken. Im Mai 2018 schaffte es der Preis nochmal auf 1,1 Euro, ab dann sank er wieder, im Juli auf 0,4 Euro.

Im August und September konnte ein Zugewinn verzeichnet werden, ab Oktober ging es jedoch weiter abwärts. Im Januar und Februar 2019 ging es nochmal bergauf mit dem Preis, hier notierte die Aktie bei 0,33 Euro.

Wo kann man Hive Blockchain kaufen und verkaufen?

Möchte man Wertpapiere des Unternehmens kaufen und verkaufen, dann benötigt man eine Depotbank. Auf dieser eröffnet man ein Depot und kann dann mit Aktien und anderen Wertpapieren handeln. Auch Online-Broker bieten den Kauf und Verkauf von Aktien an.

Möchte man jedoch am Cloud-Mining teilnehmen, dann brauch man sich nur auf der Webseite von Hive anzumelden. Dann bekommt man die gewünschte Kryptowährung ausgezahlt und kann diese auf den Exchanges verkaufen. Man muss sich nur die Blockchain Info anschauen, welche Wallet man benötigt und wo man die Kryptowährung veräußern kann.

Fazit: Ein gutes Investment?

Der Ansatz von Hive, das Mining mit dem traditionellen Finanzmarkt zu verbinden, klingt vielversprechend. Bislang ist das Unternehmen seinem Konzept treu geblieben, wobei abzuwarten bleibt, ob die plötzliche Umstrukturierung von einem Edelmetall-Förderer hin zu einem Cloud-Mining-Anbieter sich auszahlen wird.

Dass man im Gegensatz zu anderen Anbietern nicht vertraglich gebunden ist und man auch in eine Aktie investieren kann, ist ein großer Vorteil.

 

Bildquelle: © kampfbox / Pixabay

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