Blockchain Gebühren - So kannst du Gebühren reduzieren!

Blockchain Gebühren – Welche fallen an und wie kannst du sie reduzieren?

Blockchain Gebühren

Sobald es um Finanzen, Geld und Transaktionen geht, kommen Gebühren ins Spiel. Schließlich gibt es nichts umsonst. Auch im Krypto-Universum ist das der Fall. Wenn es um die Blockchain und den Bitcoin geht, kommen Gebühren auf Miner, Node-Betreiber und generell jeden zu, der an der Blockchain teilnimmt. Doch wie minimierst oder vermeidest du gar Blockchain Gebühren?

Welche Blockchain Gebühren fallen an?

Im Bitcoin Netzwerk kommt es zu einer Gebühr, weil Transaktionen bestätigt werden müssen. Die Blockchain zeichnet schließlich alle jemals getätigten Transaktionen auf und Teilnehmer des Netzwerks müssen diese Zahlungen bestätigen. So geben sie durch komplizierte Rechnungen am Computer ihr Okay, dass alles seine Richtigkeit hat und niemand versucht, das System zu betrügen. Die sogenannten Miner lassen ihre Computer rechnen. Sobald das Puzzle gelöst wurde, entsteht ein neuer Block.

Für diesen Aufwand erhalten die Miner einen Reward – also eine Belohnung. Diese Belohnung muss bezahlt werden. Also fallen deswegen mal Gebühren an. Zusätzlich kostet auch die Hardware der Miner einiges an Geld. Sie müssen sich aufwendige Computer, Festplatten und Grafikkarten zulegen, um die Blockchain betreiben zu können.

  • Außerdem verursacht dieser Prozess Stromkosten. Auch dafür muss natürlich entsprechend gezahlt werden. Das sind also schon mal einige Gründe, warum es überhaupt beim Blockchain Mining Gebühren gibt.

Zusätzlich gibt es eine Mindestgebühr im Netzwerk, um Attacken zu verhindern. Wie kannst du das verstehen? Dieser Überlastungsschutz soll dafür sorgen, dass Angreifer nicht einfach Millionen Aufträge einstellen und das Netzwerk somit lahmlegen. Deswegen müssen Gebühren bezahlt werden, damit es für Angreifer zu teuer wird.

Eine richtige Mindestgebühr gibt es dabei eigentlich nicht. Aber seit etwa 2016 werden Transaktionen ohne einen Betrag für den Aufwand von den Minern in der Regel gar nicht mehr angenommen und verarbeitet. Im Umkehrschluss heißt das, sie werden auch gar nicht mehr bestätigt.

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So lag die Mindestgebühr für Bitcoin über die Blockchain kaufen im August 2017 umgerechnet im niedrigen Cent-Bereich. Wie hoch die tatsächliche und konkrete Zahlung an den Miner mindestens liegt, hängt zum einen vom jeweiligen Kurs des Bitcoins ab und zum anderem vom Umfang der Transaktion.

Diese wird in Kilobyte gerechnet.  Je größer die Transaktion umso höher ist der Mindestbetrag. Die relative Mindestgebühr für die Blockchain beträgt 0,00001 BTC pro Kilobyte. Und interessante Blockchain Info: Eine Transaktion weist im Schnitt eine Größe von 0,25 Kilobyte auf.

Wie kann man die Gebühren reduzieren?

Bei Transaktionen von Bitcoin gibt es für dich die Möglichkeit, deine Blockchain Gebühren zu verringern. Das ist schließlich wichtig für dich, weil die Kosten irgendwann deine Rendite auffressen können. Zwar sind die Kosten nicht immer unbedingt hoch, aber über die Zeit und wenn du viele BTCs versendest, kann sich der Betrag läppern.

Also eröffnest du die Maske für eine Transaktion und bekommst die Kosten angezeigt. Du siehst zusätzlich, wie stark die Chain gerade belastet ist und kannst dann versuchen, den Betrag zu senken.

Dafür klickst du auf customize oder einen ähnlichen Namen. Nun wird dir der Mindestbetrag angezeigt, den du bezahlen musst, damit dein Blockchain-Coin bezahlt werden kann. Diesen Betrag gibst du ein. So kannst du nun durchaus die Hälfte des Betrags sparen. Manchmal ist es mehr, mal weniger. Das hängt vom Anbieter und der Auslastung der Chain, sowie dem Blockchain -Handel ab.

  • Wird viel gehandelt, so dürften die Gebühren höher liegen, weil ohnehin viele Miner und Rechner an der Arbeit sind. Ist die Auslastung gering, so dürften es auch die Kosten sein.

So können die Kosten auch von der Uhrzeit abhängen. Überweist du, wenn viele Leute schlafen oder arbeiten und nicht im Netzwerk sind, so dürften die Gebühren niedriger ausfallen. Im Umkehrschluss sind Rush Hours im Netzwerk auch teurer. Behalte das stets im Hinterkopf.

Wie erhöht man die benutzerdefinierte Gebühr?

Interessant ist es, sich den Betrag für die Kosten im Verlauf der Zeit anzusehen. So fällt auf, dass der Betrag sehr sehr günstig war und nur wenige Cent kostete. Erst im Mai 2017 überstieg er die ein Dollar Marke für eine Transaktion. Danach ging es steil bergauf und kostete teilweise mehrere Dollar.

Für große Überweisungen war das ärgerlich, aber nicht schlimm. Für kleine Überweisungen aber schon. Wer umgerechnet 100 Dollar in Bitcoin überweisen möchte, der will nicht fünf Dollar oder mehr für die Gebühren berappen.

Wie kann es dann sein, dass jemand freiwillig seine Transaktionsgebühren erhöhen will? Das hat damit zu tun, dass Transaktionen mit zu geringen Gebühren gar nicht mehr ausgeführt werden. Oder erst nach sehr langer Zeit. Wie oben erwähnt, ist es ein Schutz der Miner gegenüber Angreifern. Sehen sie eine Transaktion für 0 Dollar, so werden sie sie aus Sicherheitsgründen wohl nicht ausführen.

Auf der anderen Seite möchten sie natürlich auch etwas daran verdienen. Deswegen solltest du vor der Überweisung von deiner Wallet, einer Seite im Netz oder einem Tool berechnen lassen, wie hoch die optimale Gebühr ist. Sie hängt vom Zeitpunkt, deinem zu überweisenden Betrag und der Auslastung des Netzes zusammen. Deine Blockchain-Wallet macht dir meistens einen Vorschlag, wie viel zu bezahlen solltest.

Mit etwas Erfahrung kannst du bereits selbst einschätzen, ob der Betrag zu niedrig, zu hoch oder okay ist. So kann es also vorkommen, dass du deinen Betrag freiwillig erhöhst, weil du sonst fürchten musst, die Transaktion werde nicht ausgeführt oder erst sehr spät ausgeführt.  

Wie kann man die Blockchain Gebühren umgehen?

Das ist sehr schwer und nicht immer möglich. Natürlich kannst du versuchen, eine Order ohne Gebühr einzustellen. Ob sie aber von den Minern angenommen wird, ist fraglich.

Zusätzlich bietet es sich an, über gewisse Marktplätze und Tauschbörsen zu gehen. Die betreffenden Orte findest du im Netz. Hier ist es manchmal möglich, die Kosten zu umgehen.

Grundsätzlich kannst du sonst auf andere Produkte setzen. Eine richtige Krypto-Blockchain-Aktie gibt es zwar nicht. Möchtest du aber am Boom teilhaben und keine Währung kaufen, so kannst du in ausgewählte Unternehmen investieren. Diese konzentrieren sich auf die Blockchain, bieten hier Produkte und Dienstleistungen an.

Desweiteren gibt es Blockchain-Fonds und Blockchain-ETFs. Der Vorteil ist hier: Du brauchst die einzelnen Kryptowährungen nicht zu kaufen. Deswegen fallen keine Transaktionsgebühren an und du sparst dir Geld. Der Nachteil ist, dass du auf diese Art und Weise kein richtiger Bestandteil des Netzwerks bist. Schließlich besitzt du keinen Coin und keine Kryptowährung.

  • Was dir lieber ist, musst du entscheiden. Ein Blockchain-ETF kann dir jedoch dabei helfen, dir ein erstes Vermögen aufzubauen, was du später in Kryptowährungen investieren kannst.

Wie kannst du Blockchain Gebühren nachträglich verändern?

Seit 2016 gibt es eine Erweiterung, mit der du nachträglich den Betrag ändern kannst. Dieses Bitcoin-Feature heißt Replace by Fee (RBF) und ermöglicht es dir, zu spekulieren. So kannst du erst eine Transaktion mit gar keinen Kosten oder sehr geringen Kosten in Auftrag geben. Wird diese nicht in einem bestimmten Zeitraum ausgeführt, kannst du den Betrag im Nachhinein anpassen.

Das gibt dir die Möglichkeit, Geld zu sparen. Denn du kannst zuerst zocken und darauf hoffen, dass ein Miner diese Transaktion zu einem kleinen Betrag ausführt. Tut das niemand, passt du den Betrag an und deine Bitcoins werden dennoch versendet.  

Im Fazit bleibt somit zu sagen, dass du bei den Kosten für die Blockchain ordentlich sparen kannst. Es ist aber nicht mehr so einfach wie früher und hängt von Parametern wie der Uhrzeit, der Anzahl der Transaktionen und der Auslastung der Kette von Blöcken zusammen. Es gibt aber einige Kniffe, wie du die Kosten für die Blockchain dennoch umgehen kannst. Probiere es aus und finde heraus, wie hoch deine benutzerdefinierten Transaktionskosten liegen.

 

Bildquelle: © loufre / Pixabay

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