Blockchain 3.0 [Definition & 7 Updates zur Blockchain]

Blockchain 3.0 – Die Revolution ?

Was bedeutet Blockchain 3.0 ?

Am besten ist es, wenn sich Techniken oder Unternehmen selbst kannibalisieren. Heute wird so etwas auch als Disruption bezeichnet: Eine neue Entwicklung macht die eingesessenen Dinge komplett obsolet. Auch im Reich der Kryptowährungen kommt es zu dieser Tendenz.

Denn eigentlich hat die weltweit erste Kryptowährung, der Bitcoin, schon längst wieder ausgedient. Sie wurde technisch bereits überholt. Von der Blockchain der zweiten Generation und von der Blockchain 3.0. Aber was ist das überhaupt? Wie funktioniert sie und welche Coins zählen eigentlich dazu?

Blockchain 3.0 Definition

Gemeinhin gilt der Bitcoin als Blockchain 1.0. Als Satoshi Nakamoto damals das Whitepaper schrieb und diese Technologie implementierte, war das die Geburtsstunde der Kette aus Blöcken. Diese Kryptowährung ist seit damals die mit Abstand bekannteste. Und sie vereint mehr als die Hälfte der gesamten Marktkapitalisierung auf sich. Man braucht die Coins, um in die meisten anderen Währungen investieren zu können. Es ist der Standard. Doch das ändert sich gerade.

Denn schon die Blockchain 2.0, also die Nachfolger-Generation war technisch besser als es Satoshis Blockchain war. Zu der zweiten Generation gehören programmierbare Varianten wie etwa Ethereum. Diese Blockchain ist variabler, man kann mehr Dinge mit ihr anstellen und sie anders programmieren.

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So kann Ethereum Smart Contracts abbilden, eigene Apps programmieren und viele weitere Dinge bieten, die es bei der ersten Generation der Blockchains nicht gab. Und nun folgt aber noch die dritte Generation. Denn selbst die zweite hat fast schon wieder ausgedient.

Während die erste Generation beim Blockchain Handel noch auf die Distributed Ledger Technologie (DLT) setzte hat die Blockchain 3.0 fast gar nichts mehr mit einer herkömmlichen Blockchain gemeinsam.

Aber wie kann das sein? Jetzt gibt es einen ganz neuen Ansatz, nämlich den DAG oder “Directed Acyclic Graph”. Dieser ersetzt die Distributed Ledger Technologie. Dies ist grundsätzlich die Theorie und das Prinzip nach der die Blockchains funktionieren. Hier gibt es nicht nur ein Hauptbuch für alle Infos, sondern beliebig viele Kopien, die aber alle miteinander verbunden sind. Neuerungen werden an alle Kopien übertragen und es muss ein gemeinsamer Konsens gefunden werden, um alle Neuerungen zu validieren.

Nicht aber so bei 3.0. Hier gibt es das neue Prinzip Directed Acyclic Graph. Dies ist ursprünglich eine Theorie aus der Mathematik. Sie beschreibt, dass es nun eine unordentliche Anordnung gibt, die azyklisch angeordnet ist. Somit werden auch Infos azyklisch übertragen. Beispiele dafür sind bei IOTA mit seinem Tangle, der Währung Nano oder auch Hashgraph zu finden. Mehr dazu später. Wichtig ist, dass es bei 3.0 eigentlich gar keine richtige Blockchain mehr gibt.

Was sind die Coins der dritten Generation

Blockchain 3.0- Welche Coins zählen dazu?

Nun wollen wir mal einen genaueren Blick auf die konkreten Coins für die dritte Generation werfen. Welche gehören dazu, wodurch zeichnen sie sich aus und was können sie?

– IOTA: Die Kryptowährung mit ihrem Sitz in Deutschland, hat gar keine Chain mehr, sondern das so genannte Tangle. Den Tangle kannst du dir wie einen Stammbaum vorstellen, der auf der Seite liegt und sich nach rechts immer weiter verzweigt. Das besondere daran ist nun, dass IOTA mit seinem Coin MIOTA immer schneller und skalierbarer wird, je mehr neue Knotenpunkte entstehen.

  • Die Währung arbeitet bereits mit Volkswagen an einem Auto mit integrierter Blockchain. Und mit Bosch und Fujitsu gibt es Partnerschaften in Bezug zur Supply Chain.
  • MIOTA rangiert aktuell auf Platz 14 der wertvollsten Kryptowährungen und gilt als besonders verheißungsvoll. Allerdings muss das Tangle erst noch beweisen, dass es wirklich das halten kann, was es verspricht.
  • Durch die hohe Skalierbarkeit und das Fehlen von Blöcken und Blockchain-Mining, gibt es keine Kosten.
  • Das macht Mikrotransaktionen so spannend. Vor allem Maschinen sollen sich so im Internet der Dinge untereinander bezahlen. Das bietet sehr große Chancen und Möglichkeiten. Weiter unten im Text erfährst du noch, was es mit dem Internet der Dinge und der Chain 3.0 noch so auf sich hat.  

– Cardano: Auch diese Währung ist sehr spannend. Warum? Cardano setzte es sich zum Ziel, erst die bestehenden Probleme von Blockchains zu erforschen und dafür Lösungen zu suchen, bevor seine Gründer seinerseits eine neue Chain aufsetzen. Hier wird mit einem wissenschaftlichen Ansatz gearbeitet, um diese Technologie besser und effizienter zu gestalten.

  • Bevor die Währung gegründet wurde, einigte man sich auf einige Prinzipien, nach denen man immer vorgehen will: komplette Transparenz, offener Quellcode, damit die Technologie verbessert werden kann, das angesprochene wissenschaftliche Vorgehen, Offenheit gegenüber Institutionen.
  • Das Projekt sieht sich selbst als Mitglied der dritten Generation an und setzt innerhalb der Chain auf den Coin ADA, mit denen Transaktionen abgewickelt werden.
  • Dabei ist die Währung sehr skalierbar und setzt auf eine Verbindung zwischen verschiedenen Projekten und der Finanzwelt.
  • Gerade weil die unterschiedlichen Kryptos nicht miteinander kommunizieren oder arbeiten und es auch wenig bis keine Kontakte zur Finanzwelt gibt (sieht man mal von Ripple ab) will Cardano an diesem Problem der Interoperabilität arbeiten und hier Vernetzungen schaffen.

Alleine das zeigt, dass hier das Thema Blockchain programmieren ganz anders gedacht wird und der Ansatz der Blockchain 3.0 auch eine Zusammenarbeit mit der Finanzwelt in Betracht zieht. Beim BTC scheint das ja unmöglich, weil man gerade die Finanzwelt erneuern oder gar abschaffen will.  

– EOS: Diese neue Währung ist erst 2017 an den Start gegangen. Das Besondere: Sie wird von der privaten Firma block.one betrieben und stellt Unternehmen Smart Contracts und Speicherlösungen zur Verfügung.

  • EOS funktioniert also mit einem ganz anderen Ansatz, weil man direkt auf den Kunden zugeht und mit dem Token intelligente Verträge und Bandbreite verkauft. Dem Coin tut das keinen Abbruch.
  • Aktuell rangiert EOS mit einer Marktkapitalisierung von 3,3 Milliarden Dollar auf dem fünften Platz aller Projekte. Das ist eine sehr starke Leistung.
  • Die Technik will block.one mit einem multithreading Ansatz und dem Proof of Stake erreichen. Es ist also eine Kombination aus den beiden Techniken. Aktuell gelingt das gut und es entsteht ein wahrer Hype um EOS. Ob er vor allem vom Marketing getrieben ist oder wirklich viel dahinter steckt, muss sich erst noch zeigen.  

Was sind die Unterschiede zu 1.0 und 2.0?

Grundsätzlich haben wir ja schon viele Unterschiede herausgearbeitet. Sie sind sowohl technischer Natur, als auch von der Einstellung her. Hier folgt aber nochmals eine Auflistung der wichtigsten Unterschiede:

– Skalierbarkeit: Kryptowährungen der neuesten Generation sind viel skalierbarer als die Vorgänger. Dies hat mit der veränderten Bauweise der Blockchains und dem Ziel zu tun.

– Ziele: Die ersten Generationen setzten vor allem auf eine Wertaufbewahrung und eine Bezahlung unter Menschen. Mit diesen Coins sollte das Fiat-Geld wie Dollar, Euro, Yen oder Schweizer Franken obsolet werden, weil man ja mit den Tokens und Coins zahlen konnte. Nun steht aber nicht mehr die Bezahlung im Mittelpunkt, sondern die Technik der Chain an sich.

Technologie: Während die erste Generation und meistens auch noch die zweite, auf eine starre Chain nach der Distributed Ledger Technologie setzt, arbeiten die neuen Modelle mit variablen Techniken. So gibt es hier Hashgraph oder DAG oder das Tangle.

Diese sind meist chaotischer angeordnet und keine wirkliche Blockchain. Die Herangehensweisen sind unterschiedlich und man muss abwarten, welche sich am Ende des Tages wirklich nachhaltig durchsetzt. Daneben gibt es noch weitere Unterschiede, die hier im Text bereits behandelt wurden. Doch dies scheinen erstmal die Wichtigsten zu sein.

Es ist interessant, dass sich die 3.0 Versionen schon grundlegend von den ersten Versuchen unterscheiden, aber trotzdem in einer Kategorie gezählt werden. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, weitere Unterkategorien zu eröffnen, um die verschiedensten Kryptowährungen anders zu clustern. Doch vielleicht geschieht dies ja in naher Zukunft.

Worin unterscheidet sich die dritte Generation von den anderen ?

Wo findet die Blockchain 3.0 Anwendung?

Eine spannende Frage, die oft mit den Worten “in der Industrie” beantwortet werden kann. So arbeitet IOTA wie gesagt mit großen Unternehmen zusammen. Auch Cardano ist dem nicht abgeneigt. Bei EOS wird es sich noch zeigen. Aber maßgeblich scheint hier, eine Verbindung in die reale Welt zu sein. Man möchte mit dem Produkt wirklich ein bestehendes Problem lösen, welches es da draußen gibt. Seien es Lieferketten, Abläufe oder sonstiges.

Die ersten Generationen waren darauf aus, Bezahlungen anders zu gestalten und fungieren teilweise als Wertaufbewahrungsmittel. Doch die neuen Player gehen noch einige Schritte weiter und bieten verschiedenste Lösungsansätze. Wer weiß, was schon nächstes Jahr wieder möglich ist und ob es nicht vielleicht schon eine neue und damit vierte Generation gibt. Die Entwicklung ist so schnell, dass man das gar nicht genau sagen kann. Aber bleiben wir vorerst bei 3.0. Wie kannst du nun Geld damit verdienen?  

Wie kann ich in die Blockchain 3.0 investieren?

Ein Investment funktioniert hier am besten über einen betreffenden Blockchain-Coin. Du kaufst die Kryptowährung, die zur dritten Generation zählt und investierst somit in diese Technologie. Das ist die direkte Variante, um dir einen Anteil am technologischen Fortschritt zu sichern.

Darüber hinaus kannst du natürlich dein Investment breiter in die Blockchain ETFs streuen. Hier sind Unternehmen mit ihren Aktien versammelt, die ebenfalls in diese Technologie investieren. Das müssen aber nicht immer 3.0 Varianten sein, sondern können auch normale Ketten betreffen. Deswegen gibt es hier nicht die direkte Möglichkeit dafür.

Als dritte Variante bietet es sich an, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die mit der Kette aus Blöcken der dritten Generation arbeiten. Zum Beispiel arbeitet Volkswagen mit IOTA zusammen. Oder SAP entwickelt ebenfalls eigene Projekte. Halte die Augen offen nach Firmen, die ebenfalls auf diesen Trend setzen und davon profitieren. Auch so kannst du daran teilhaben und dein Geld damit verdienen. Interessant können auch Beteiligungen im Internet der Dinge sein. Aber was hat dieses Internet of Things mit der dritten Generation zu tun?

Blockchain 3.0 Welche Technologie steckt dahinter?

Die Blockchain und das Internet der Dinge

Schon heute geht dieser Trend los: Es gibt immer mehr Geräte und Gadgets, die miteinander verbunden sind. Bald werden es noch mehr Dinge sein. Dann kann der Kühlschrank kommunizieren, das Auto sowieso und vielleicht noch mehr Geräte, an die wir bisher gar nicht denken. Das Internet der Dinge bezeichnet den Zustand, wenn Milliarden von Geräten über das Internet miteinander vernetzt sind und so kommunizieren. Hier können verschiedene Kryptowährungen große Vorteile bieten. Vor allem aber IOTA scheint in diesem Zusammenhang immer sehr interessant.

Generell ist die dritte Generation hier aber stark, weil sie viel skalierbarer, schneller und günstiger ist, als 1.0 und 2.0. Das ist ein wichtiger Punkt, warum die neuen Versionen beliebter sind und hier besser eingesetzt werden können. Vergleiche dafür nochmal die oben beschriebenen Währungen und ihre Technik. Du wirst sehen, dass sie viel effizienter ist, als die Technologie hinter dem Bitcoin oder etwa auch bei Ethereum.  

Fazit zur Blockchain 3.0

Wir haben also gesehen, dass es nicht nur um Blockchain Logistik geht, sondern um sehr viel mehr. Die Generationen der dritten Art setzen nicht einfach darauf, eine Blockchain kaufen zu wollen oder eine Blockchain-Wallet zu benötigen. Es geht um einen ganz neuen Ansatz um die 1.0 und 2.0 Varianten abzuhängen und einen ganz neuen Weg zu gehen.

Das gelingt mit dem Tangle und dem Hashgraph. Diese beiden neuen Technologien, sowie weitere Ansätze bei anderen Projekten zeigen, dass die normale Blockchain vielleicht sogar schon ausgedient hat. So, wie Bitcoin oder Ethereum sie benutzen, hat sie keine große Zukunft mehr.

Die Kette aus Blöcken wird von neuen aufstrebenden Projekten wie IOTA, EOS, Cardano oder einigen mehr, ganz neu gedacht. Die Konstruktionen und die Ziele sind anders. Zudem finden sie eine große Anwendung im Internet der Dinge und gehen damit kontinuierlich einen Weg in die reale Welt. Sie dienen nicht mehr nur der Wertaufbewahrung oder Bezahlung, sondern revolutionieren Supply Chains und ganze Wirtschaftsabläufe.

Wenn du in die Blockchain investieren möchtest, bietet es sich an, eine Blockchain Aktie etwa von IBM oder SAP zu erwerben oder einen Blockchain-ETF. Darin sind verschiedene Aktien gebündelt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Direkt geht so eine Investition natürlich mit dem Kauf der Kryptowährungen 3.0 an sich. Setzt du auf IOTA, EOS oder Cardano, so kannst du diese natürlich direkt kaufen und in deine Wallet legen. So hast du auch an den aktuellen Trends einen Anteil und kannst sogar noch Geld damit verdienen.

Die Blockchain 3.0 ist bereits auf dem Vormarsch. Sie verändert die Welt und damit auch die Möglichkeiten und Abläufe viele Branchen. Es bleibt spannend.

 

Bildquelle: © geralt / Pixabay

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