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title: Bitcoin vor schrittweisem Bedeutungsverlust – Krypto-Markt im Wandel
canonical: https://blockchain-hero.com/bitcoin-vor-schrittweisem-bedeutungsverlust-krypto-markt-im-wandel/
author: Blockchain-Hero Redaktion
published: 2026-07-30
updated: 2026-07-30
language: de
category: News
description: Der Pressespiegel zeigt Bitcoins Spannungsfeld zwischen möglicher Korrektur, institutioneller Akzeptanz und wachsender Tokenisierung. Fed-Politik, geopolitische Interessen und neue Kryptoangebote prägen die Marktperspektiven.
source: Provimedia GmbH
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# Bitcoin vor schrittweisem Bedeutungsverlust – Krypto-Markt im Wandel

> **Autor:** Blockchain-Hero Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-07-30

**Zusammenfassung:** Der Pressespiegel zeigt Bitcoins Spannungsfeld zwischen möglicher Korrektur, institutioneller Akzeptanz und wachsender Tokenisierung. Fed-Politik, geopolitische Interessen und neue Kryptoangebote prägen die Marktperspektiven.

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Bitcoin zwischen möglicher Korrektur und wachsender institutioneller Akzeptanz: Der Pressespiegel beleuchtet, wie sich Zyklen, Zinspolitik, Tokenisierung und geopolitische Interessen auf den Kryptomarkt auswirken. Im Fokus stehen zudem der geplante Krypto-Einstieg der Sparkassen, staatliche Bitcoin-Reserven in Bhutan und die strategische Pause von Michael Saylors Strategy.

## Bitcoin-Zyklen, Tokenisierung und der digitale Euro: Bitget-Analyst erwartet schrittweisen Bedeutungsverlust von Bitcoin

Ryan Lee, Chief Analyst von Bitget Research, sieht Bitcoin weiterhin als Reservewährung und Liquiditätsanker der Kryptobranche. Gegenüber tippinpoint.ch erklärte er jedoch, dass sich die Kryptomärkte langfristig schrittweise von der Dominanz Bitcoins lösen könnten, sobald Smart-Contract-Netzwerke, DeFi und tokenisierte reale Vermögenswerte eigene Cashflows und Gebühreneinnahmen erzielen.

Nach Einschätzung von Lee hat der vierte Bitcoin-Zyklus seinen Höhepunkt bereits erreicht. Bitcoin notierte am 7. Oktober 2025 bei 124’774 Dollar; Lee erwartet, dass der Tiefpunkt der anschließenden Bärenphase noch drei bis vier Monate entfernt sein könnte, etwa im Oktober 2026. Als mögliches Abwärtspotenzial nennt er 40'000 bis 50’000 Dollar. Zugleich verweist er auf das Gegenargument, wonach der bereits beobachtete Rückgang von 48 Prozent den Tiefpunkt gebildet haben könnte. Die institutionelle Nachfrage über ETFs biete eine Unterstützung, die in den ersten drei Zyklen nicht vorhanden gewesen sei.

Für die Entwicklung der Kryptopreise seien laut Lee auch makroökonomische Faktoren entscheidend. Dazu zählt er den Krieg im Iran, den Ölpreis und die Politik der US-Notenbank Fed.

Beim Boom der tokenisierten Vermögenswerte sieht Lee eine Diskrepanz zwischen der Expansion der Anwendungen und der Entwicklung der zugrunde liegenden Blockchains. Tokenisierte Vermögenswerte im Wert von mehreren zehn Milliarden befinden sich nach seinen Angaben auf der Blockchain. Der wirtschaftliche Wert fließe jedoch vor allem an Emittenten auf der Anwendungsebene wie Blackrock, Circle und Ondo, nicht an Basisnetzwerke wie Ethereum oder Solana.

Lee bezeichnet die Blockchains als Massenware, weil über 100 Netzwerke um die niedrigsten Gebühren konkurrierten. Ethereum habe nach dem Dencun-Upgrade sinkende Einnahmen verzeichnet, während Solana mit anhaltender Inflation durch Freigaben konfrontiert sei. Zudem hätten Real-World-Assets eine geringe Umschlagshäufigkeit: Ein Fonds, der still in einer Blockchain liegt und Rendite erzielt, erzeugt weniger Transaktionsgebühren und Handelsvolumen als dasselbe Kapital im aktiven Handel.

Bei der Tokenisierung rät Lee Anlegern, nicht nur die technische Struktur zu betrachten. Entscheidend seien der zugrunde liegende Vermögenswert und die mit dem Token verbundenen Rechte, etwa Eigentumsansprüche, Umsatzbeteiligungen oder Stimmrechte. Die Tokenisierung könne Marktzugang, Liquidität und operative Effizienz verbessern, garantiere jedoch keine Renditen und verändere nicht das Risiko-Rendite-Profil des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Im Streit zwischen geschlossenen Bankensystemen und offenen öffentlichen Blockchains erwartet Lee keinen vollständigen Sieg einer Seite. Wahrscheinlicher sei ein mehrschichtiges System mit genehmigungsgebundenen Netzwerken für institutionelle Abwicklungen und offenen Blockchains wie Ethereum und Solana für Privatkunden, DeFi und globale Liquidität. Als Beispiele für die Annäherung nennt er die Ausgabe des JPM Coin auf Canton und der öffentlichen Base Chain sowie Chainlink CCIP als Verbindung zwischen beiden Welten.

Die derzeitige Pilotphase der Tokenisierung sei kurzfristig fragmentiert. Über die Hälfte der tokenisierten Vermögenswerte weise nur minimale wöchentliche On-Chain-Aktivität auf. Identische Vermögenswerte würden chainübergreifend mit Preisunterschieden von ein bis drei Prozent gehandelt, während plattformübergreifende Transfers weiterhin mit erheblichen Reibungsverlusten verbunden seien.

Gleichzeitig arbeiteten Institutionen an einer Vereinheitlichung. GL1 lege globale Regulierungsstandards fest, SWIFT verbinde über 11’000 Institutionen mit On-Chain-Netzwerken, und die DTCC integriere Interoperabilität in die US-Wertpapierinfrastruktur. Lee sieht deshalb einen Wettlauf zwischen Wachstum und Standardisierung; langfristig sei ein einheitliches Multi-Chain-System das wahrscheinliche Ziel.

Den digitalen Euro betrachtet Lee nicht als direkten Konkurrenten von Kryptowährungen. Er sei als Ersatz für digitales Bargeld konzipiert, ohne Rendite, mit einer Obergrenze von 3000 Euro pro Konto, ohne Programmierbarkeit, nur für die Eurozone und zentral gesteuert. Die eigentlichen Konkurrenten seien Visa, Mastercard und PayPal.

Die geopolitische Motivation der Europäischen Zentralbank sieht Lee darin, dass sechs von acht europäischen Transaktionen über amerikanische Plattformen liefen und der 310 Milliarden Dollar schwere Stablecoin-Markt zu 90 Prozent auf Dollar denominiert sei. Der digitale Euro trete damit vor allem gegen auf Euro lautende Stablecoins an. Bitcoin sei als nicht staatlicher, zugangsfreier Wertspeicher mit festem Angebot für einen anderen Zweck geschaffen worden.

Auch Ripple bewertet Lee differenziert. Überweisungen zwischen Japan und den Philippinen könnten in weniger als einer Sekunde abgewickelt werden, ohne vorab eingezahlte Guthaben. Das Netzwerk wickele monatlich rund 15 Milliarden Dollar mit über 300 institutionellen Partnern ab. Allerdings nutzten die meisten Partner die Technologie von Ripple, ohne XRP zu verwenden, und das monatliche Volumen sei nur ein Bruchteil des täglichen SWIFT-Volumens.

Eine Bereinigung des Kryptomarktes finde laut Lee bereits statt: Über die Hälfte aller jemals geschaffenen Kryptowährungen sei inaktiv, während Börsen jedes Quartal Hunderte von Token aus dem Handel nähmen. Weil neue Token jedoch kostenlos und sofort erstellt werden könnten, würden spekulative Mikro-Token weiterhin Teil des Marktes bleiben. Seriöses Kapital konzentriere sich zunehmend auf eine kleine Gruppe dominanter Netzwerke und institutioneller Produkte.

Bitcoin-Treasury-Unternehmen wie Strategy sieht Lee als gehebeltes, institutionelles Bitcoin-Engagement. Strategy habe Hunderttausende von Bitcoin angesammelt, indem das Unternehmen Schuldtitel und Aktien mit einem Aufschlag auf den Nettoinventarwert emittierte. In Baisse-Phasen könne das Modell jedoch zum Problem werden, wenn der Aktienkurs in Richtung des NAV oder darunter falle und das günstige Kapital ausbleibe.

> „Sie sind ein Renditeverstärker in Hausse-Phasen und ein Hemmschuh bei anhaltenden Kursrückgängen“, erklärte Ryan Lee laut tippinpoint.ch.

**Infobox – Quelle: tippinpoint.ch**

- Bitcoin erreichte am 7. Oktober 2025 einen Stand von 124’774 Dollar.

- Ein möglicher Tiefpunkt wird etwa im Oktober 2026 erwartet.

- Als potenzielles Abwärtspotenzial werden 40'000 bis 50’000 Dollar genannt.

- Über 100 Netzwerke konkurrieren laut Ryan Lee um die niedrigsten Gebühren.

- Der digitale Euro soll eine Obergrenze von 3000 Euro pro Konto haben.

- SWIFT verbindet über 11’000 Institutionen mit On-Chain-Netzwerken.

## Fed belässt Leitzins bei 350-375 Basispunkten – Bitcoin und Gold reagieren positiv

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins am Mittwochabend wie erwartet in der Spanne von 350-375 Basispunkten belassen. Eine Zinserhöhung, über die bis kurz vor der Veröffentlichung spekuliert worden war, blieb aus.

Die Entscheidung im Fed-Board fiel mit 9 zu 3 Stimmen. Die drei abweichenden Mitglieder sprachen sich für Zinserhöhungen aus. Im Statement betonte das Board, dass die Inflation im Vergleich zum 2-Prozent-Ziel erhöht bleibe und teilweise durch Angebotsschocks verursacht werde, die zu Preisanstiegen in bestimmten Sektoren einschließlich des Energiesektors geführt hätten.

> „Der Ausschuss wird für Preisstabilität sorgen“, hieß es laut Börse Online im Statement der Fed.

Die Wahrscheinlichkeit für zwei Zinserhöhungen im laufenden Jahr stieg laut Fed Watch Tool leicht von 36 auf 38 Prozent. Dieses Szenario wurde damit als aktuell wahrscheinlichstes Szenario beschrieben. Die US-Börsen, die am Mittwoch zunächst schwach gewesen waren, reagierten in einer ersten Reaktion leicht positiv, weil die erwartete Zinserhöhung ausblieb.

Die Renditen der einjährigen US-Staatsanleihen gaben leicht nach. Bitcoin und Gold konnten zulegen, während USD/EUR leicht schwächer notierte. Börse Online verwies zugleich darauf, dass die Fed-Entscheidung den weiteren Kursverlauf von Aktien, Bitcoin, Zinsen und Gold beeinflussen könnte.

Zusätzliche Aufmerksamkeit richtete sich auf die Quartalszahlen von Meta und Microsoft, die am selben Abend um 22 Uhr veröffentlicht werden sollten. Auch die Zahlen von ARM und Qualcomm wurden im Zusammenhang mit dem Börsengeschehen genannt.

Bei den US-Inflationsdaten für Juni stieg der CPI auf Jahresbasis um +3,5 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld 3,8 Prozent erwartet. In der Kernrate ohne Essen und Energie verteuerte sich der Warenkorb für Verbraucher um 2,6 Prozent; erwartet worden waren 2,8 Prozent.

**Infobox – Quelle: Börse Online**

| Angabe | Wert | 

| Leitzins | 350-375 Basispunkte | 

| Abstimmung im Fed-Board | 9 zu 3 Stimmen | 

| Wahrscheinlichkeit für zwei Zinserhöhungen | von 36 auf 38 Prozent | 

| CPI Juni, Jahresbasis | +3,5 Prozent | 

| Erwartung für den CPI | 3,8 Prozent | 

| Kernrate ohne Essen und Energie | 2,6 Prozent | 

| Erwartung für die Kernrate | 2,8 Prozent | 

## ARD-Dokumentation untersucht Bitcoin als Instrument russischer Kriegsfinanzierung

Die Dokumentation „ARD Story: Der Krypto-Krieg“ beschäftigt sich mit der Nutzung von Bitcoin durch Russland. Laut prisma.de zeigt der 45-minütige Film, wie das Land Kryptowährungen einsetzen soll, um Rüstungsausgaben zu finanzieren, westliche Sanktionen zu umgehen und demokratische Staaten zu schwächen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das seit dem Angriff auf die Ukraine politisch und wirtschaftlich vom Westen isolierte Russland digitale Vermögenswerte zunutze macht. Der Film von Peter Krysler beschreibt sogenannte „Shadow Territorries“, in denen mit überschüssiger Energie Krypto-Farmen betrieben und durch bisweilen illegales Mining Bitcoins generiert werden.

Expertinnen und Experten erläutern in der Dokumentation, wie Russland diese Strukturen geopolitisch einsetzen und seine Einflusssphären erweitern könnte. Zugleich wird untersucht, wie das fehlende Eingreifen internationaler Akteure und die mangelhafte Kontrolle der Krypto-Wirtschaft diese Strategie begünstigen.

Die Dokumentation war laut prisma.de bereits in der ARD-Mediathek abrufbar. Als Fernsehausstrahlung wurde Mittwoch, der 29.07., um 22.50 Uhr auf ARD genannt.

**Infobox – Quelle: prisma.de**

- Titel: „ARD Story: Der Krypto-Krieg“

- Länge: 45 Minuten

- Autor: Peter Krysler

- Themen: Bitcoin-Mining, Rüstungsausgaben, Sanktionen und geopolitische Einflussnahme

- Ausstrahlung: Mi. 29.07. – ARD: 22.50 Uhr

## 3iQ erhält Mandat für Bitcoin-Reserven der Gelephu Mindfulness City

Die Investmentgesellschaft 3iQ Corp. hat eine Partnerschaft mit der Gelephu Mindfulness City in Bhutan bekannt gegeben. Nach Angaben von Investing.com Deutsch soll 3iQ künftig einen Teil der Bitcoin-Bestände der Sonderverwaltungszone verwalten.

Das Mandat umfasst Fonds, die durch einen Teil der Bitcoin-Reserven der Gelephu Mindfulness City unterlegt sind. Zusätzlich will 3iQ eine Niederlassung in der im Süden Bhutans gelegenen Stadt errichten. Die Partnerschaft wird als erste Allokation eines Teils der staatlichen Bitcoin-Reserven beschrieben.

Bhutan hatte im Dezember 2025 angekündigt, bis zu 10.000 Bitcoin aus den nationalen Beständen für die Entwicklung der Gelephu Mindfulness City bereitzustellen. Die Sonderverwaltungszone soll als Wirtschaftszentrum aufgebaut werden.

> „Von GMC mit dieser Aufgabe betraut zu werden, ist eine bedeutende Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen“, sagte Pascal St-Jean, Director und CEO von 3iQ, laut Investing.com Deutsch.

Jigdrel Singay, Board Director der Gelephu Mindfulness City, bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Schritt für den Aufbau des Digital-Asset-Managements. 3iQ solle als institutioneller Gründungspartner dabei helfen, die Grundlagen für ein Fonds-Ökosystem in der Sonderverwaltungszone zu schaffen.

3iQ wurde 2012 gegründet und verwaltet Anlagen in digitalen Vermögenswerten. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Coincheck Group N.V. und hat an globalen Börsen börsengehandelte Produkte auf Bitcoin und Ethereum aufgelegt.

**Infobox – Quelle: Investing.com Deutsch**

- Bhutan kündigte im Dezember 2025 bis zu 10.000 Bitcoin für die Entwicklung der Gelephu Mindfulness City an.

- 3iQ soll einen Teil der Bitcoin-Reserven verwalten.

- 3iQ wurde 2012 gegründet.

- Die Gelephu Mindfulness City liegt im Süden von Bhutan.

## Sparkassen planen Krypto-Angebot ab Oktober

Die Sparkassen-Finanzgruppe will laut BTC-ECHO ab Oktober erstmals Kryptowährungen anbieten. Damit öffnet sich einer der größten Bankenverbünde Europas dem Handel mit Bitcoin und weiteren digitalen Vermögenswerten.

Für viele Deutsche sei die Hausbank der erste Ansprechpartner bei Geldanlagen, schreibt BTC-ECHO. Der geplante Einstieg könnte deshalb den Zugang zu Kryptowährungen für Kundinnen und Kunden des Sparkassen-Verbunds erleichtern. Stefan Marotzke, Pressesprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, erläuterte gegenüber BTC-ECHO, warum der Verband diesen Schritt jetzt geht und welche Rolle Bitcoin und andere Kryptowährungen künftig spielen sollen.

Als zentrale Rahmenbedingung wird die europäische MiCA-Regulierung genannt. Sie habe den Weg für das Angebot geebnet. Zum Start sollen Kryptowährungen angeboten werden; welche Kryptowährungen konkret verfügbar sind, wird in den vorliegenden Inhalten nicht näher ausgeführt.

Das Angebot richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer der Sparkassen-Finanzgruppe. BTC-ECHO ordnet den Schritt als zunehmende Öffnung des deutschen Bankensektors gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen ein.

**Infobox – Quelle: BTC-ECHO**

- Start des Krypto-Angebots: ab Oktober

- Anbieter: Sparkassen-Finanzgruppe

- Genannte Grundlage: MiCA

- Interviewpartner: Stefan Marotzke, Pressesprecher des DSGV

## Strategy pausiert Bitcoin-Käufe und hält 3,75 Milliarden USD als Barreserve

Michael Saylor erklärte laut BeInCrypto, Bitcoin habe gewonnen, warnte jedoch vor Gefahren aus der eigenen Community. Sein Unternehmen Strategy, ehemals MicroStrategy, hat demnach seit fünf Wochen in Folge keinen Bitcoin gekauft.

Stattdessen baute Strategy eine Barreserve von 3,75 Milliarden USD auf. Ein Form-8-K-Dokument vom 27. Juli bestätigte eine Erhöhung der Dollar-Reserve um 525 Millionen USD. Das Unternehmen erklärte, damit 2,1 Jahre Dividendenzahlungen bei jährlichen Verpflichtungen von rund 1,76 Milliarden USD abdecken zu können.

Das Geld stammt laut BeInCrypto aus Aktienverkäufen und nicht aus Verkäufen von Bitcoin. Strategy verkaufte in der letzten Woche MSTR-Aktien im Wert von 544,5 Millionen USD. In den beiden Wochen zuvor kamen ungefähr 467 Millionen USD und 263,5 Millionen USD aus weiteren Aktienverkäufen. Insgesamt wurden damit in drei Wochen etwa 1,26 Milliarden USD erlöst.

MSTR wurde laut Bericht bei etwa 96,66 USD gehandelt. Das entsprach rund 76% unter dem 52-Wochen-Hoch von 414,36 USD. Dadurch koste jeder auf diese Weise erzielte Dollar deutlich mehr Unternehmensanteile als noch vor einem Jahr.

Strategy hat angekündigt, bis Ende 2026 eine Million Bitcoin zu halten. Aktuell besitzt das Unternehmen 843.775 Bitcoin, sodass 156.225 BTC fehlen. Bis Jahresende bleiben laut BeInCrypto etwa 22 Wochen. Um die Lücke zu schließen, müsste Strategy rund 7.000 Bitcoin pro Woche kaufen; bei den aktuellen Kursen entspreche dies etwa 447 Millionen USD wöchentlich. Derzeit kaufe das Unternehmen jedoch keine Bitcoin hinzu.

Der Durchschnittspreis von Strategy liegt bei etwa 75.494 USD pro Coin. Der Bitcoin-Kurs bewegte sich zum Zeitpunkt des Berichts bei rund 63.817 USD, etwa 1,5% weniger als 24 Stunden zuvor und etwa 49% unter dem Höchststand von Oktober 2025 bei 126.080 USD. Der Bestand lag dadurch auf dem Papier mit etwa 9,9 Milliarden USD im Minus. Laut Bericht müsste Bitcoin um etwa 18% steigen, damit Strategy die Gewinnschwelle wieder erreicht.

Auch die Vorzugsaktie STRC stand unter Druck. Sie wurde bei rund 88,86 USD gehandelt und damit etwa 11% unter dem Nennwert von 100 USD. Die Dividende war zum 1. Juli auf 12% angehoben worden; außerdem bestand ein genehmigtes Rückkaufsprogramm.

Inhaltlich bezog sich Saylors Warnung auf BIP-110, einen vorgeschlagenen einjährigen Soft Fork, der die Größe beliebiger Datenfelder in Bitcoin-Transaktionen begrenzen soll. Das verpflichtende Lock-in-Fenster soll im August 2026 beginnen; zwei Wochen später soll die Aktivierung folgen. Die neuen Regeln sollen etwa ein Jahr nach der Aktivierung automatisch auslaufen.

> „Bitcoin has won. Now it must survive victory“, schrieb Michael Saylor laut BeInCrypto.

Saylor kritisiert nach Angaben des Berichts, dass BIP-110 gültige, gebührenzahlende Transaktionen zensieren könne. Außerdem könnten Covenants neue Angriffsflächen schaffen, während größere Blöcke die Knappheit des Blockplatzes verringern und die Validierungskosten erhöhen könnten. Die Unterstützer des Vorschlags argumentierten dagegen, dass beliebige Daten die Betreiber von Nodes belasteten und Zahlungen verdrängten.

Die Blocksubvention halbiert sich alle 210.000 Blöcke. Deshalb müssten Gebühren langfristig einen größeren Teil der Sicherheitskosten des Netzwerks abdecken. Eine Schwächung des Gebührenmarktes könne nach Saylors Einschätzung die Sicherheit von Bitcoin gefährden.

**Infobox – Quelle: BeInCrypto**

| Angabe | Wert | 

| Barreserve von Strategy | 3,75 Milliarden USD | 

| Erhöhung der Reserve | 525 Millionen USD | 

| Jährliche Verpflichtungen | rund 1,76 Milliarden USD | 

| Aktueller Bitcoin-Bestand | 843.775 Bitcoin | 

| Fehlende Bitcoin bis zum Ziel | 156.225 BTC | 

| Angekündigtes Ziel | eine Million Bitcoin bis Ende 2026 | 

| Durchschnittspreis je Bitcoin | etwa 75.494 USD | 

| Bitcoin-Kurs im Bericht | rund 63.817 USD | 

| MSTR-Kurs | etwa 96,66 USD | 

| 52-Wochen-Hoch von MSTR | 414,36 USD | 

| STRC-Kurs | rund 88,86 USD | 

| Nennwert von STRC | 100 USD | 

| STRC-Dividende | 12% | 

## Einschätzung der Redaktion

Die zentrale Bedeutung der Nachricht liegt in der zunehmenden Professionalisierung und Ausdifferenzierung des Kryptomarktes. Bitcoin bleibt der wichtigste Liquiditäts- und Wertspeicher, doch sein langfristiger Bedeutungsanteil dürfte sinken, wenn tokenisierte Vermögenswerte, institutionelle Abwicklungsnetze und digitale Zahlungsformen eigene wirtschaftliche Erträge erzeugen.

Besonders relevant ist die Verschiebung vom reinen Kursnarrativ hin zu Infrastruktur, Nutzungsrechten und Cashflows. Davon profitieren jedoch nicht automatisch die zugrunde liegenden Blockchains. Für Anleger steigt damit die Bedeutung einer sorgfältigen Prüfung von Geschäftsmodell, Tokenrechten, Gebührenstruktur und Verwässerungsrisiken.

Die institutionelle Öffnung durch Banken, staatliche Akteure und regulierte Produkte erhöht die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte, macht sie aber zugleich stärker von Regulierung, Geldpolitik und professionellen Kapitalstrukturen abhängig. Das Strategy-Modell verdeutlicht zudem, dass gehebelte Bitcoin-Exponierung in einer längeren Schwächephase selbst zum Belastungsfaktor werden kann.

**Infobox – Kernaussage:** Bitcoin verliert voraussichtlich nicht seine strategische Bedeutung, muss sich aber künftig eine stärker fragmentierte und institutionalisierte Kryptoökonomie teilen.

Quellen:
- [Bitget-Chefanalyst: Bitcoin wird seine Dominanz schrittweise verlieren](https://www.tippinpoint.ch/bitget-chefanalyst-bitcoin-wird-seine-dominanz-schrittweise-verlieren/)
- [Fed veröffentlicht Zinsentscheid - das bedeutet es für Aktien, Euro, Bitcoin und die Börse](https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/fed-veroeffentlicht-zinsentscheid-das-bedeutet-es-fuer-aktien-euro-bitcoin-und-die-boerse-20405799.html)
- ["ARD Story: Der Krypto-Krieg": Alle Infos zur Doku über Russland und Bitcoin](https://www.prisma.de/news/tv/ARD-Story-Der-Krypto-Krieg-Alle-Infos-zur-Doku-ueber-Russland-und-Bitcoin,57633103)
- [3iQ erhält Mandat zur Verwaltung von Bitcoin-Reserven für Bhutans Gelephu City](https://de.investing.com/news/company-news/3iq-erhalt-mandat-zur-verwaltung-von-bitcoinreserven-fur-bhutans-gelephu-city-93CH-3587859)
- [Bitcoin und Co. bei der Sparkasse: Kommt jetzt der Krypto-Durchbruch?](https://www.btc-echo.de/news/sparkassen-setzen-auf-krypto-was-der-schritt-fuer-deutschlands-anleger-bedeutet-235187/)
- [Michael Saylor: Bitcoin hat gewonnen, warum hat MicroStrategy den Kauf von BTC gestoppt?](https://de.beincrypto.com/saylor-bitcoin-gewinn-strategy-btc-pause/)

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