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    Bitcoin vor Quantenrisiko: Forschung senkt technische Angriffshürden

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    Quantencomputer rücken der Kryptografie von Bitcoin technisch näher. Neue Berechnungen von Google Quantum AI senken den geschätzten Ressourcenbedarf für einen Angriff deutlich, doch heutige Systeme sind noch weit davon entfernt. Das Risiko ist deshalb nicht akut, aber langfristig strategisch relevant.
    Unter idealisierten Bedingungen könnte ein Quantencomputer nach Bekanntwerden eines öffentlichen Schlüssels innerhalb von etwa neun Minuten den privaten Schlüssel berechnen. Google schätzt die Erfolgswahrscheinlichkeit vor der Transaktionsbestätigung auf rund 41 Prozent. Derzeit besitzen die leistungsfähigsten Quantencomputer jedoch nur wenige tausend Qubits.
    Die Branche arbeitet bereits an Schutzmaßnahmen. BIP-360 soll Bitcoin-Adressen ermöglichen, bei denen der öffentliche Schlüssel auch beim Ausgeben verborgen bleibt, während NIST quantensichere Standards vorantreibt. Eine erste quantensichere Bitcoin-Transaktion im Hauptnetz wurde bereits durchgeführt, ist aber noch nicht standardkonform.
    Die größte Herausforderung ist nicht nur die Technik, sondern die Abstimmung eines dezentralen Netzwerks. Experten warnen, dass schon die Bewegung eines alten, ungeschützten Bitcoin-Bestands Panik und Vertrauensverlust auslösen könnte. Bitcoin hat keine zentrale Instanz, die eine Umstellung verbindlich anordnet.
    Der Artikel zeigt außerdem weitere Entwicklungen: Peter Schiff bezweifelt, dass Strategy seine Bitcoin-Käufe dauerhaft über Vorzugsaktien finanzieren kann. In Dresden erklärt eine Ausstellung die Entwicklung vom Papiergeld zur Blockchain, während Ether im dritten Quartal stärker als Bitcoin stieg, dabei aber deutlich an Markttiefe verlor. Die zentrale Botschaft: Technischer Fortschritt, Finanzierung und Liquidität bleiben entscheidende Risikofaktoren für den Kryptomarkt.

    Quantencomputer rücken näher an die Kryptografie von Bitcoin heran, während Forschung und erste Praxistests mögliche Schutzmaßnahmen vorantreiben. Der Pressespiegel beleuchtet die technischen Angriffsrisiken, die Reaktionen der Branche, Strategy-Kritik, Dresdens Geldgeschichte und die überraschende Liquiditätslücke bei Ether.

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    Bitcoin und Quantencomputer: Forschung senkt angenommene Angriffshürden

    Der Bericht von finanzen.net beschäftigt sich mit der Frage, wie stark Bitcoin durch künftige Quantencomputer gefährdet sein könnte. Neue Forschungsergebnisse von Google Quantum AI senken demnach die geschätzten technischen Hürden für Angriffe auf die elliptische Kryptografie, auf der Bitcoin und zahlreiche andere Blockchains beruhen.

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    Google berechnete zwei Quantenschaltkreise: Der erste benötigt weniger als 1.200 logische Qubits und 90 Millionen Toffoli-Gatter, der zweite weniger als 1.450 logische Qubits und 70 Millionen Toffoli-Gatter. Auf einem supraleitenden Quantencomputer mit weniger als 500.000 physischen Qubits könnten die Schaltkreise innerhalb weniger Minuten ausgeführt werden. Die Schätzung entspricht laut finanzen.net einer Verringerung des bisherigen Ressourcenbedarfs um den Faktor 20.

    Die Schaltkreise selbst veröffentlichte Google nicht. Die Schätzungen sollen jedoch über einen Zero-Knowledge-Beweis überprüfbar sein, ohne Angriffsdetails offenzulegen. Google plant nach Angaben des Berichts, bis 2029 auf quantensichere Verfahren umzustellen.

    The Quantum Insider ordnet die Google-Arbeit in eine Reihe von Studien ein. Im Mai 2025 hatte Google-Forscher Craig Gidney die Zahl der für das Knacken von RSA-2048 nötigen physischen Qubits von rund 20 Millionen auf unter eine Million gesenkt. Im Februar 2026 kam Iceberg Quantum mit einer neuen Architektur auf weniger als 100.000 Qubits für dieselbe Aufgabe.

    Für die elliptische Kryptografie von Bitcoin soll die verbleibende Rechenarbeit nach Bekanntwerden eines öffentlichen Schlüssels etwa neun Minuten betragen. Bei einer durchschnittlichen Bitcoin-Blockzeit von zehn Minuten bezifferte Google unter idealisierten Bedingungen die Wahrscheinlichkeit, dass ein vorbereiteter Quantencomputer einen privaten Schlüssel vor der Bestätigung einer Transaktion ableitet, auf rund 41 Prozent.

    „Bitcoin sei dadurch nicht akut in Gefahr, da die leistungsfähigsten heutigen Quantencomputer nur wenige tausend Qubits besitzen und Googles Chip Willow 105“, berichtet finanzen.net unter Berufung auf das Bitcoin Policy Institute.

    Das Bitcoin Policy Institute verweist außerdem auf eine Studie von Forschern des California Institute of Technology, von Oratomic und der University of California in Berkeley. Darin wird ein Angriff mit 10.000 bis 26.000 spezialisierten Qubits als theoretisch möglich beschrieben. Die unterschiedlichen Angaben stünden nicht im Widerspruch, weil die Studien laut Bericht jeweils Software- beziehungsweise Hardwareeffizienz verbessern.

    Als zentraler Vorsorgevorschlag gilt das Bitcoin Improvement Proposal 360. BIP-360 sieht einen neuen Adresstyp vor, bei dem der kryptografische Schlüssel auch beim Ausgeben von Guthaben nicht sichtbar wird. Ein Testnetz startete im März mit mehr als 50 Minern, über 100.000 verarbeiteten Blöcken und Beiträgen von mehr als 100 Kryptografen.

    Auch das Taproot-Update von 2021 enthält laut Bericht verdeckte Rückfallbedingungen, die sich auf quantensichere Verfahren einstellen lassen. Die Herausforderung liegt demnach nicht nur in der technischen Umsetzung, sondern auch in der Koordination eines dezentralen Netzwerks, das Updates nicht zentral anordnen kann.

    Infobox: Quantenrisiko laut finanzen.net

    • Google schätzt den Bedarf für einen Angriff auf unter 500.000 physische Qubits.
    • Die berechneten Schaltkreise benötigen weniger als 1.200 beziehungsweise weniger als 1.450 logische Qubits.
    • Die verbleibende Rechenarbeit nach Bekanntwerden eines öffentlichen Schlüssels wird mit etwa neun Minuten angegeben.
    • Google beziffert die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs vor der Transaktionsbestätigung unter idealisierten Bedingungen auf rund 41 Prozent.
    • BIP-360 soll Bitcoin-Adressen mit nicht sichtbarem Schlüssel ermöglichen.

    Quantensichere Standards und erste Bitcoin-Transaktion im Hauptnetz

    Die US-Standardisierungsbehörde National Institute of Standards and Technology veröffentlichte im August 2024 drei Standards für Verfahren, die auch gegen Quantencomputer sicher sein sollen. Dazu gehören FIPS 203 für ML-KEM zur Schlüsseleinrichtung sowie FIPS 204 für ML-DSA und FIPS 205 für SLH-DSA für digitale Signaturen.

    Nach Darstellung des NIST sollen diese Standards die Grundlage für die meisten Einsätze bilden und bereits jetzt genutzt werden. Für weitere Verfahren wie Falcon und HQC läuft die Standardisierung. Nach dem Übergangsplan NIST IR 8547 sollen quantenanfällige Algorithmen bis 2035 aus den Standards der Behörde entfernt werden, bei Systemen mit hohem Risiko früher.

    Wann ein ausreichend großer Quantencomputer existieren wird, bleibt laut NIST offen. Die Behörde beschreibt solche Maschinen als möglicherweise noch Jahre oder Jahrzehnte entfernt und verweist darauf, dass der Aufbau der heutigen Kryptografie-Infrastruktur fast zwei Jahrzehnte gedauert habe.

    StarkWare meldete im August die erste quantensichere Bitcoin-Transaktion im Hauptnetz. Ihre Erstellung erforderte rund 3.100 GPU-Stunden und kostete etwa 320 US-Dollar. Nach einem gemeinsam mit Yukon Research und Eigen Labs gestarteten offenen Wettbewerb lag die Schätzung nach einer Woche bei rund 67 US-Dollar, ein Rückgang um fast 80 Prozent.

    Der kostenintensive Teil ist laut Bericht eine Brute-Force-Suche, die auf eigener Hardware läuft und deshalb nicht in den Bitcoin-Gebühren auftaucht. Die Transaktionen gelten als nicht standardkonform und müssen direkt an einen Miner gesendet werden. Geschützt sind nur Coins, deren öffentlicher Schlüssel noch nicht offengelegt wurde.

    StarkWare weist darauf hin, dass die 67 US-Dollar unter festgelegten Hardwareannahmen geschätzt wurden und keinen festen Preis darstellen. Für einen breiten Schutz von Bitcoin hält das Unternehmen langfristig einen Soft Fork für die bessere Lösung.

    Infobox: Schutzmaßnahmen

    • Drei NIST-Standards wurden im August 2024 veröffentlicht.
    • Quantenanfällige Algorithmen sollen bis 2035 aus den NIST-Standards entfernt werden.
    • Die erste quantensichere Bitcoin-Transaktion im Hauptnetz erforderte rund 3.100 GPU-Stunden.
    • Die Kostenschätzung sank von etwa 320 US-Dollar auf rund 67 US-Dollar.
    • Die quantensicheren Transaktionen sind laut Bericht nicht standardkonform.

    Experten warnen vor Vertrauensverlust und kurzer Reaktionszeit

    BeInCrypto dokumentierte im Juli eine Expertenrunde mit Stefano Gogioso und Daniela Herrmann. Gogioso ist Dozent für Quantencomputing an der University of Oxford und Mitgründer des Quantensicherheitsunternehmens Spooqy. Herrmann ist Chefin und Mitgründerin des Quantenunternehmens Dynex.

    Gogioso hält die Fixierung auf ein konkretes Datum für wenig hilfreich. Entscheidend seien vielmehr die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und die mögliche Schadenshöhe. Bereits bei einer Wahrscheinlichkeit von zwei Prozent für ein unerwartetes Ereignis bis 2030 wären nach seiner Einschätzung große Teile des Kryptomarkts betroffen.

    Herrmann berichtete, dass sich die Prognosen für nutzbare Quantencomputer von 30 Jahren im Jahr 2024 auf drei bis zehn Jahre im Jahr 2026 verringert hätten. Gogioso sieht die größte Schwachstelle im Vertrauen in das Netzwerk.

    „Werde eine Coin aus der Frühzeit von Bitcoin bewegt, könne Panik ausbrechen, selbst wenn 75 Prozent der Coins geschützt seien“, berichtet BeInCrypto über Gogiosos Einschätzung.

    Bitcoin verfüge über keine Steuerungsstruktur, die eine Umstellung koordinieren könne. Für Ethereum habe Vitalik Buterin empfohlen, innerhalb von etwa vier Jahren auf quantensichere Kryptografie zu wechseln.

    In einem weiteren Beitrag vom September verwies BeInCrypto auf Gogiosos Einschätzung, dass dieselbe fehlertolerante Hardware, die Bitcoin-Signaturen angreifen könnte, auch sogenanntes Quantengeld ermöglichen würde. Die besten Laborsysteme könnten einen Quantenzustand bisher nur wenige Sekunden halten. Herrmann sagte, Quantengeld sei derzeit noch nicht verfügbar.

    Infobox: Einschätzungen der Experten

    • Eine Wahrscheinlichkeit von zwei Prozent bis 2030 könnte laut Gogioso große Teile des Kryptomarkts betreffen.
    • Herrmann nennt für nutzbare Quantencomputer im Jahr 2026 einen Prognosezeitraum von drei bis zehn Jahren.
    • Als größte Schwachstelle gilt das Vertrauen in Bitcoin.
    • 75 Prozent geschützte Coins würden laut der im Bericht wiedergegebenen Einschätzung einen Vertrauensverlust nicht zwingend verhindern.
    • Quantengeld ist laut Herrmann derzeit noch nicht verfügbar.

    Peter Schiff: Strategy habe Bitcoin-Kaufkraft verloren

    Yahoo Finanzen Deutschland berichtet über die Kritik des Bitcoin-Gegners Peter Schiff an Strategy, dem Unternehmen von Michael Saylor. Schiff erklärte, Strategy habe mit der Vorzugsaktie Stretch den Finanzierungskanal verloren, über den Bitcoin-Käufe ermöglicht worden seien.

    In seinem Podcast vom 2. Oktober sagte Schiff, STRC notiere aktuell bei etwa 99,4 USD. Die Vorzugsaktie war Anfang dieses Jahres auf etwa 75 USD gefallen. Als Gründe für die Erholung nannte Schiff die wöchentlichen STRC-Rückkäufe von Strategy und die Rallye beim Bitcoin-Kurs. Zudem könne die Bewegung neues Vertrauen in die Aktie ausgelöst oder zu Eindeckungen bei Leerverkäufen geführt haben.

    „Es gibt keinen Weg, wie er wieder anfangen könnte, mehr Stretch zu verkaufen. Das bedeutet, dass er kein Geld mehr bekommen wird, um wirklich mehr Bitcoin zu kaufen“, sagte Schiff laut Yahoo Finanzen Deutschland.

    Schiff ergänzte, Strategy habe weiterhin genug Bargeld, um die STRC-Dividenden noch eine Weile zu zahlen. Eine Möglichkeit, weitere Bitcoin zu erwerben, gebe es seiner Einschätzung nach jedoch nicht. Saylor verwies dagegen auf den ruhigeren Handel mit der Aktie. Am 2. Oktober lag die historische 30-Tage-Volatilität von STRC bei 9 Prozent und damit unter dem Wert von 10 Prozent beim SPDR S&P 500 ETF.

    Die wöchentlichen Meldungen von Strategy bestätigen laut Bericht, dass STRC-Anteile zuletzt zwischen 11. und 17. Mai über das At-the-Market-Programm verkauft wurden. Dabei wurden etwa 1,95 Milliarden USD eingenommen. Die verbleibende STRC-Kapazität lag laut späteren Berichten bei rund 17,51 Milliarden USD.

    Strategy pausierte den Bitcoin-Kauf anschließend zehn Wochen lang im Sommer und verkaufte Coins, um Dividenden und Rückkäufe der STRC-Aktien zu finanzieren. Bei der Wiederaufnahme Ende August wurden Stammaktien verkauft, um 4.603 BTC in jener Woche und 1.665 BTC Ende September zu kaufen.

    Zwischendrin setzte Strategy 75,7 Millionen USD aus dem Cash-Bestand ein, um 950 BTC zu erwerben. Zwischen 21. und 27. September verwendete das Unternehmen außerdem 103,5 Millionen USD aus MSTR-Verkäufen für Rückkäufe von STRC-Anteilen.

    Zum 27. September hielt Strategy eine Reserve von 5,02 Milliarden USD. Das Unternehmen erklärte, dieser Pool diene unter anderem zur Absicherung der Vorzugsdividenden und der Zinszahlungen für Schulden. Schiff erwartet, dass der Bitcoin-Kurs nachgeben wird, sobald Technologiewerte anziehen.

    Infobox: Strategy und STRC laut Yahoo Finanzen Deutschland

    STRC-Kurs laut Schiffetwa 99,4 USD
    Früherer STRC-Kursetwa 75 USD
    Historische 30-Tage-Volatilität von STRC am 2. Oktober9 Prozent
    Volatilität des SPDR S&P 500 ETF10 Prozent
    Erlöse aus STRC-Verkäufenetwa 1,95 Milliarden USD
    Verbleibende STRC-Kapazitätrund 17,51 Milliarden USD
    Bitcoin-Kauf Ende August4.603 BTC
    Bitcoin-Kauf Ende September1.665 BTC
    Cash-Einsatz für 950 BTC75,7 Millionen USD
    Reserve am 27. September5,02 Milliarden USD

    Dresdner Münzkabinett zeigt Entwicklung vom Papiergeld zur Blockchain

    Das Dresdner Münzkabinett widmet sich in einer Sonderausstellung den Grundlagen von Kryptowährungen und der Entwicklung des Geldes. Die DNN – Dresdner Neueste Nachrichten berichtet, dass Besucher im Dresdner Residenzschloss unter anderem erfahren, was eine Blockchain ist und wie Bitcoin-Mining funktioniert.

    Die Ausstellung verbindet historische Exponate mit Tablets und animierten Sequenzen. Auf diese Weise soll verständlich gemacht werden, wie digitales Geld funktioniert und welche Gemeinsamkeiten es mit Papiergeld gibt.

    Der Bericht stellt die Ausstellung in einen größeren historischen Zusammenhang, der von der Nazi-Enigma bis zum Bitcoin reicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, was man über die Zukunft des Geldes lernen kann und wie technische Entwicklungen die Formen von Geld und Kommunikation beeinflussen.

    Infobox: Ausstellung in Dresden

    • Veranstaltungsort ist das Dresdner Residenzschloss.
    • Das Münzkabinett erklärt die Funktionsweise von Blockchain und Bitcoin-Mining.
    • Zum Einsatz kommen Tablets, animierte Sequenzen und historische Exponate.
    • Die Ausstellung stellt digitales Geld dem Papiergeld gegenüber.

    Ether übertrifft Bitcoin im dritten Quartal, verliert aber an Liquidität

    CoinDesk berichtet, dass Ether im dritten Quartal stärker als Bitcoin zulegte, während die Marktliquidität des Tokens im Verhältnis zu Bitcoin zurückging. Der Ether-Preis stieg im Quartal um 70 Prozent, Bitcoin legte um 42 Prozent zu.

    Nach Angaben von CoinGecko lag die mittlere tägliche Markttiefe von Ether zwischen dem 6. Juli und dem 30. September lediglich bei 35 Prozent bis 45 Prozent der Markttiefe von Bitcoin. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres hatte dieser Wert bei mindestens 60 Prozent gelegen.

    CoinGecko bezeichnete den Rückgang als „einen deutlichen Rückgang gegenüber den Zahlen des Vorjahres“. Die Markttiefe misst den gesamten Dollarwert der Kauf- und Verkaufsaufträge innerhalb eines festgelegten Abstands zum aktuellen Preis. Eine größere Markttiefe bedeutet, dass mehr Kapital erforderlich ist, um den Preis zu bewegen.

    Ether wies innerhalb von 0,15 Prozent seines Marktpreises eine Tiefe von 13 bis 14 Millionen US-Dollar auf. CoinGecko erklärte zugleich, ETH bleibe in diesem Bereich relativ liquide. Die meisten Börsen hielten auf jeder Seite eine Tiefe von über 1 Million US-Dollar aufrecht.

    Die Entwicklung widerspricht laut CoinDesk der verbreiteten Annahme, dass steigende Preise automatisch mehr Händler, tiefere Orderbücher und damit mehr Liquidität hervorbringen. Bei Ether war der Preisanstieg demnach nicht von einer entsprechenden Vertiefung des Marktes begleitet.

    Auch die Liquidität von Solana ist laut CoinGecko zurückgegangen. Die Tiefe von SOL innerhalb von 2 Prozent des Marktpreises sank von etwa 28 Millionen US-Dollar auf jeder Seite des Orderbuchs im vergangenen Jahr auf rund 20 Millionen US-Dollar in diesem Jahr.

    XRP verharrte während des Untersuchungszeitraums bei etwa 30 Millionen US-Dollar Gesamtvolumen. Die Orderbücher zeigten jedoch eine Tendenz zu Käufern: Auf knapp 18 Millionen US-Dollar Gebote kamen 14 Millionen US-Dollar Angebote.

    Die Marktkapitalisierung von XRP ist etwa 40 Prozent größer als die von SOL, dennoch weist XRP innerhalb von 2 Prozent des Preises eine geringere Markttiefe auf. CoinGecko führt dies darauf zurück, dass SOL an einem durchschnittlichen Tag weiterhin 25 Prozent mehr gehandelt wird als XRP.

    Infobox: Marktliquidität im dritten Quartal

    Ether-Preisanstieg im dritten Quartal70 %
    Bitcoin-Preisanstieg im dritten Quartal42 %
    Ether-Markttiefe im Verhältnis zu Bitcoin35 % bis 45 %
    Ether-Markttiefe im gleichen Zeitraum des letzten Jahresmindestens 60 %
    Ether-Tiefe innerhalb von 0,15 %13 bis 14 Millionen US-Dollar
    SOL-Tiefe im vergangenen Jahr innerhalb von 2 %etwa 28 Millionen US-Dollar auf jeder Seite
    SOL-Tiefe in diesem Jahr innerhalb von 2 %rund 20 Millionen US-Dollar
    XRP-Geboteknapp 18 Millionen US-Dollar
    XRP-Angebote14 Millionen US-Dollar
    Mehrhandel von SOL gegenüber XRP25 %

    Einschätzung der Redaktion

    Das Quantenrisiko ist derzeit kein akuter Angriffsgrund, aber ein strategischer Belastungstest für Bitcoin. Entscheidend ist weniger der aktuelle technische Abstand als die Fähigkeit des dezentralen Netzwerks, rechtzeitig einen breiten und konfliktarmen Übergang zu quantensicheren Signaturen zu organisieren. Je näher die technischen Hürden rücken, desto stärker wird die bislang abstrakte Gefahr zu einer Frage des Vertrauens und der Governance.

    Zusammenfassung: Kein unmittelbarer Notfall, aber ein langfristig relevantes Systemrisiko mit begrenzter Reaktionszeit.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Finanzierung von Strategy bleibt ein wesentlicher Risikofaktor für die Bitcoin-Nachfrage. Solange das Unternehmen weiterhin über Reserven, Stammaktien und alternative Finanzierungskanäle verfügt, ist ein vollständiger Kaufstopp nicht zwingend. Eine dauerhafte Abhängigkeit von hoher Bewertung und günstiger Kapitalaufnahme macht das Modell jedoch anfällig für fallende Kurse und steigende Finanzierungskosten.

    Zusammenfassung: Strategy kann den Bitcoin-Kauf fortsetzen, doch die finanzielle Hebelwirkung erhöht die Abhängigkeit von Marktstimmung und Aktienkurs.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Dresdner Ausstellung ist vor allem deshalb relevant, weil sie Bitcoin aus der Spekulationsblase herauslöst und als Teil einer langen Geld- und Technikgeschichte einordnet. Eine verständliche historische Perspektive kann helfen, die Debatte über digitales Geld sachlicher zu führen und sowohl technologische Chancen als auch gesellschaftliche Grenzen sichtbar zu machen.

    Zusammenfassung: Die Ausstellung stärkt die öffentliche Einordnung von Bitcoin jenseits kurzfristiger Kursbewegungen.

    Einschätzung der Redaktion

    Die stärkere Ether-Performance bei zugleich geringerer Markttiefe zeigt, dass Kursdynamik und Marktqualität nicht automatisch gemeinsam wachsen. Für größere Marktteilnehmer bedeutet dies höhere Ausführungsrisiken und potenziell stärkere Preisbewegungen bei größeren Orders. Die Entwicklung spricht daher für eine vorsichtige Bewertung von Rallyes, die nicht durch entsprechend robuste Liquidität untermauert werden.

    Zusammenfassung: Ether war im dritten Quartal renditestärker, aber der Markt absorbierte größere Orders offenbar weniger stabil.

    Quellen:

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