Bitcoin unter Druck: Steuerpläne, Kurswiderstände und Sicherheitsrisiken im Fokus

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Geplante Steueränderungen ab 2027 könnten Bitcoin-Anleger belasten und Doppelbesteuerungen verursachen, während Kurswiderstände, systemische Risiken und veraltete Lightning-Nodes sorgen.

Steuerliche Einschnitte, ein Bitcoin-Kurs im Kampf um wichtige Widerstände und neue Sicherheitslücken prägen den aktuellen Pressespiegel. Während Anleger ab 2027 mit weitreichenden Änderungen und möglichen Doppelbesteuerungsrisiken rechnen müssen, stehen zugleich Marktstimmung, systemische Gefahren und die Sicherheit von Lightning-Nodes im Fokus.

Pressespiegel: Steuerreform, Kurswiderstände und Sicherheitsrisiken bei Bitcoin

Geplante Abschaffung der Haltefrist könnte Bitcoin-Anleger ab 2027 treffen

Nach Angaben von BTC-ECHO könnte die bislang entscheidende einjährige Haltefrist für neu erworbene Bitcoin ab 2027 entfallen. Grundlage ist ein neuer Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums, nach dem neu erworbene Bitcoin dauerhaft steuerpflichtig bleiben sollen, auch wenn Anleger sie über Jahre halten.

Für Anleger könnte der 31. Dezember 2026 damit zu einer steuerlichen Zäsur werden. BTC-ECHO berichtet außerdem, dass ab 2028 eine weitere Neuerung geplant sei, die ebenfalls Privatanleger betreffen könnte; konkrete Einzelheiten dazu enthält der vorliegende Artikel nicht.

Die geplante Reform würde die bisherige Bedeutung der einjährigen Haltefrist für neue Bestände beseitigen. Damit könnten auch Handelsplattformen und Börsen künftig eine zentrale Rolle bei der steuerlichen Behandlung und möglicherweise beim Verkauf von Bitcoin spielen.

Zusammenfassung: Der BMF-Entwurf sieht laut BTC-ECHO vor, neu erworbene Bitcoin ab 2027 dauerhaft steuerpflichtig zu behandeln. Der 31. Dezember 2026 könnte deshalb für deutsche Anleger steuerlich besonders relevant werden.

Blocktrainer warnt vor möglicher Doppelbesteuerung

Blocktrainer berichtet über eine mögliche Lücke im geplanten § 20 Abs. 4b EStG. Bestimmte erhaltene Kryptowerte sollen beim späteren Verkauf mit „Anschaffungskosten von null Euro“ angesetzt werden, wodurch grundsätzlich der gesamte Verkaufserlös als steuerpflichtiger Gewinn gelten könnte.

Nach Einschätzung von Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Ingo Heuel von der LHP Gruppe könnte dies insbesondere Arbeitnehmer betreffen, die ihr Gehalt in Bitcoin erhalten. Der Wert der erhaltenen Bitcoin muss bereits beim Zufluss als Arbeitslohn erfasst werden; beim späteren Verkauf müsste dann grundsätzlich zwischen dem bereits versteuerten Wert und einer zusätzlichen Wertsteigerung unterschieden werden.

Blocktrainer verdeutlicht das Problem anhand eines Beispiels: Ein Arbeitnehmer erhält im Jahr 2027 Bitcoin im Wert von 50.000 Euro als Gehalt und verkauft dieselben Bitcoin später für 60.000 Euro. Wirtschaftlich betrage die zusätzliche Wertsteigerung damit 10.000 Euro.

BerechnungSteuerlicher Betrag bei 25 %
Anschaffungskosten von 50.000 Euro2.500 Euro Steuer auf 10.000 Euro Wertsteigerung
Anschaffungskosten von null Euro15.000 Euro Steuer auf 60.000 Euro Gewinn

Kosten, Freibeträge, Verlustverrechnung und Zuschlagsteuern seien in diesem vereinfachten Beispiel nicht berücksichtigt. Bei einer Einstufung der Anschaffungskosten mit null Euro würden die bereits als Arbeitslohn erfassten 50.000 Euro jedoch erneut in die Steuerberechnung einfließen.

Ein vergleichbares Problem könnte laut Blocktrainer bei privaten Vermietern entstehen, die ihre Miete in Bitcoin erhalten. Der Euro-Wert der Bitcoin müsste zunächst als Mieteinnahme versteuert werden; beim späteren Verkauf könnte derselbe Betrag erneut steuerlich berücksichtigt werden, wenn die Anschaffungskosten tatsächlich mit null Euro angesetzt würden.

Auch der FDP-Politiker und ehemalige Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler hatte auf eine mögliche Doppelbesteuerung hingewiesen. Seine ursprüngliche Aussage zu Minern wurde später korrigiert, da private Mining-Rewards nach dem Entwurf unter die ausdrücklich erfasste Transaktionsverarbeitung fallen; für gewerbliches Mining gelten ohnehin die Regeln für Betriebsvermögen.

„Was beim Empfang der Bitcoin als Einnahme zählt, muss beim späteren Verkauf als Ausgangswert berücksichtigt werden.“ – Dr. Ingo Heuel, laut Blocktrainer

Heuel schlägt vor, den beim Empfang steuerlich erfassten Wert später als Anschaffungskosten anzusetzen. Im Beispiel mit 50.000 Euro Gehalt würde beim Verkauf für 60.000 Euro dann nur die Wertsteigerung von 10.000 Euro berücksichtigt. Heuel will diesen Punkt über die Bundessteuerberaterkammer in die fachliche Abstimmung zum Gesetzentwurf einbringen.

Zusammenfassung: Blocktrainer sieht im aktuellen Wortlaut des Referentenentwurfs das Risiko, dass bereits als Einkommen versteuerte Bitcoin beim späteren Verkauf erneut steuerlich berücksichtigt werden. Dr. Heuel fordert, den zuvor versteuerten Zuflusswert als Anschaffungskosten anzuerkennen.

Bitcoin scheitert an 87.000 US-Dollar

Bitcoin2Go berichtet, dass Bitcoin nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten zunächst über 87.000 US-Dollar gestiegen ist, anschließend jedoch wieder unter 85.000 US-Dollar fiel. Der Kurs erreichte zeitweise rund 87.200 US-Dollar, konnte diese Bewegung aber nicht halten.

Im September entstanden in den USA laut dem Bericht lediglich 29.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Die Daten lagen deutlich unter den Markterwartungen und wurden von Anlegern als Argument gegen höhere Leitzinsen interpretiert.

Der Kursanstieg wurde durch die Liquidierung gehebelter Short-Positionen verstärkt. Nach Daten von CoinGlass wurden innerhalb von 24 Stunden Bitcoin-Shorts im Wert von rund 142 Millionen US-Dollar liquidiert, während sich die Liquidierungen auf der Long-Seite auf rund 29 Millionen US-Dollar beliefen.

MarktdatenWert
Zwischenzeitliches Bitcoin-Hochrund 87.200 US-Dollar
Wichtige Rückeroberungsmarke85.000 US-Dollar
Short-Liquidierungen innerhalb von 24 Stundenrund 142 Millionen US-Dollar
Long-Liquidierungen innerhalb von 24 Stundenrund 29 Millionen US-Dollar
Neue Stellen in den USA im September29.000

Belastet wurde die Stimmung laut Bitcoin2Go zusätzlich durch einen Tankervorfall in der Straße von Hormus. Die britische Meldestelle UKMTO berichtete, dass ein Tanker von einem unbekannten Projektil getroffen worden sei; ein kleines Feuer habe gelöscht werden können. Wer für den Vorfall verantwortlich war, blieb dem Bericht zufolge ungeklärt.

Für eine nachhaltige Rallye müsse Bitcoin zunächst 85.000 US-Dollar zurückerobern. Anschließend seien Käufer oberhalb von 87.000 US-Dollar erforderlich. Als möglichen zusätzlichen Rückenwind nennt Bitcoin2Go einen Vorschlag der US-Börsenaufsicht SEC, der Anlageberatern und Fonds unter Auflagen klarere Wege zur Verwahrung von Kryptowährungen eröffnen soll. Der Vorschlag muss jedoch erst das Regelverfahren durchlaufen.

Zusammenfassung: Bitcoin2Go sieht 85.000 US-Dollar als erste Bewährungsprobe und 87.000 US-Dollar als entscheidende Marke für einen nachhaltigen Ausbruch. Der jüngste Anstieg wurde von schwachen US-Arbeitsmarktdaten und Short-Liquidierungen unterstützt, verlor aber anschließend an Dynamik.

Finanzprofessor warnt vor systemischen Bitcoin-Risiken

n-tv.de berichtet von einem Interview mit dem Finanzprofessor Co-Pierre Georg auf der Finanzmesse Finance26 in Frankfurt. Georg zeigte sich demnach nicht vom Bitcoin-Hype überzeugt und sprach über die Risiken der Kryptowährung.

Im Mittelpunkt seiner Warnung stehen laut n-tv.de systemische Risiken. Zudem erklärte der Finanzprofessor, woher die Volatilität von Bitcoin komme.

„Wegen systemischer Risiken“ – Finanzprofessor Co-Pierre Georg laut n-tv.de

Zusammenfassung: Auf der Finance26 in Frankfurt warnte Co-Pierre Georg laut n-tv.de vor systemischen Risiken von Bitcoin und äußerte sich kritisch zum Bitcoin-Hype.

Lightning-Nodes mit veralteter Core-Lightning-Version gefährdet

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass Core Lightning, einer der wichtigsten Software-Clients des Bitcoin-Lightning-Netzwerks, vor Angriffen auf Nodes mit Version 26.06.7 oder älter warnt. Guthaben in nicht aktualisierten Zahlungskanälen könnten dadurch gefährdet sein.

Das Lightning-Netzwerk ist ein Layer-2-Zahlungssystem auf Bitcoin. Es ermöglicht schnelle und günstige Zahlungen, die abseits der Haupt-Blockchain abgewickelt werden.

Die Fehlerbehebung wurde laut Yahoo Finanzen Deutschland am 22. September mit der Veröffentlichung von Version 26.06.8 bereitgestellt. Die Entwickler legten jedoch nicht offen, welche Schwachstelle von Angreifern ausgenutzt werden kann, und hielten technische Details zunächst zurück, um Nachahmungsangriffe zu erschweren.

Im Änderungsprotokoll werden mehrere Fehler genannt, die Node-Betreiber Geld kosten könnten. Ein fehlerhaftes Schließen eines Zahlungskanals kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Guthaben einer Node an die Gegenseite übergehen. Weitere Fehler könnten Angreifer dazu nutzen, Nodes zum Absturz zu bringen und offline zu setzen.

Für Nutzer, die eine eigene Core-Lightning-Node betreiben, ist die Installation des Updates selbst erforderlich. Nutzer von Wallet-Apps betreiben dagegen in der Regel keine eigene Node; dort übernimmt normalerweise der Anbieter der App die Aktualisierung.

Bei verwahrenden Wallets hält der Anbieter die Bitcoin im Auftrag der Nutzer. Verliert die Node des Anbieters Guthaben, hängt eine mögliche Erstattung laut Yahoo Finanzen Deutschland von den Bedingungen des Anbieters ab, da für Lightning keine Einlagensicherung gilt.

Bei selbstverwahrenden Wallets behalten Nutzer die Kontrolle über ihre eigenen Schlüssel und ihr Kanalguthaben. Eine abgestürzte Node des Anbieters könnte Zahlungen dennoch vorübergehend blockieren.

Yahoo Finanzen Deutschland verweist außerdem auf eine schwierige Phase für die Lightning-Sicherheit. Im August seien echte Lightning-Schwachstellen bestätigt worden, nachdem zahlreiche KI-generierte Fehlermeldungen eingegangen waren. Anfang des Monats hätten Angreifer Guthaben über eine Schwachstelle im BTCPay Server gestohlen, durch die Lightning-Zugangsdaten offengelegt wurden.

Zusammenfassung: Betreiber einer eigenen Core-Lightning-Node sollten laut Yahoo Finanzen Deutschland von Version 26.06.7 oder älter auf Version 26.06.8 aktualisieren. Nutzer verwahrender Wallets sind von den Sicherheitsmaßnahmen ihrer Anbieter abhängig, während selbstverwahrende Wallets die Kontrolle über die eigenen Schlüssel behalten.

Schwache US-Arbeitsmarktdaten stützen Bitcoin, Gold und Silber

Wallstreet Online berichtet, dass sich der US-Arbeitsmarkt im September stärker als erwartet abgekühlt habe. Es seien nur 29.000 Stellen hinzugekommen, während die Vormonate nach unten korrigiert worden seien und die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent gestiegen sei.

Die Märkte werteten den Bericht laut Wallstreet Online als Argument gegen eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober. Die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts fiel auf etwa 15 Prozent, Treasury-Renditen gaben nach und Aktien legten zu.

EntwicklungWert
Neue Stellen im September29.000
Arbeitslosenquote4,2 Prozent
Wahrscheinlichkeit eines Zinsschrittsetwa 15 Prozent
Rendite zehnjähriger US-Bonds nach Mehrjahreshochsvon 5,35 Prozent auf 5,15 Prozent
Französische Anleihenteilweise 5 Prozent
Abstand zwischen Paris und Berlin1,5 Prozentpunkte

Auch in Europa sei das Thema präsent. Zehnjährige US-Bonds drehten laut Wallstreet Online nach Mehrjahreshochs bei 5,35 Prozent ab und lagen zur Stunde bei 5,15 Prozent. Französische Anleihen lagen teilweise bei 5 Prozent, während der Abstand zwischen Paris und Berlin 1,5 Prozentpunkte betrug.

Die Entspannung an den Märkten habe laut Wallstreet Online auch Edelmetallen und Bitcoin geholfen. Im Beitrag werden unter anderem der Silber-Bull GV1D61 von Goldman Sachs, der Gold-Bull UQ2BA9 der UBS, der Bitcoin-Bull CMC0DF von CMC Markets und der T-Bonds-Bull MK4CHD auf US-Renditen genannt.

Zusammenfassung: Wallstreet Online wertet die schwachen US-Arbeitsmarktdaten als möglichen Rettungsanker für die Rentenmärkte. Die gesunkene Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts auf etwa 15 Prozent unterstützte laut Bericht neben Aktien auch Gold, Silber und Bitcoin.

Einschätzung der Redaktion

Die zentrale Bedeutung liegt weniger in kurzfristigen Kursmarken als in der wachsenden Belastungsprobe für Bitcoin als Anlageklasse: Unsichere Steuerregeln, mögliche Doppelbesteuerung und konkrete Sicherheitslücken erhöhen die Kosten und Risiken der Nutzung erheblich. Eine nachhaltige institutionelle Akzeptanz setzt deshalb nicht nur Kursstabilität, sondern vor allem rechtliche Klarheit, belastbare Verwahrung und technisch gepflegte Infrastruktur voraus.

Zusammenfassung: Bitcoin bleibt chancenreich, ist aber zunehmend von regulatorischer Präzision, professionellem Risikomanagement und verlässlicher technischer Sicherheit abhängig.

Quellen: