Bitcoin unter Druck: Optionsverfall, Steuerpläne und US-Regulierung im Fokus
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bitcoin steht zwischen milliardenschwerem Optionsverfall, historischer Gewinnserie, möglichen Steuererhöhungen und regulatorischen Unsicherheiten.
Bitcoin steht vor einem entscheidenden Spannungsfeld: Ein Optionsverfall über 15 Milliarden US-Dollar trifft auf eine historische Gewinnserie, mögliche Steuererhöhungen, regulatorische Rückschläge in den USA und einen milliardenschweren Justizfall um beschlagnahmte Coins. Der Pressespiegel zeigt, welche Faktoren die nächste Kursbewegung und die Zukunft des Kryptomarkts prägen könnten.
Bitcoin zwischen Optionsverfall, Kursrally und regulatorischen Unsicherheiten
15-Milliarden-US-Dollar-Showdown am Optionsmarkt
Bitcoin steht laut Wallstreet Online am Freitag, dem 25.09.2026, vor einem bedeutenden Termin am Derivatemarkt. Auf Deribit verfallen Optionskontrakte im Volumen von rund 15 Milliarden US-Dollar, was etwa 13,2 Milliarden Euro entspricht.
Mehr als ein Drittel aller offenen Bitcoin-Optionen hängt an diesem Verfallstermin. Besonders viele Call-Optionen liegen bei 85.000, 90.000 und 100.000 US-Dollar. Bitcoin notiert aktuell bei rund 84.000 US-Dollar und damit deutlich über dem sogenannten Max-Pain-Niveau von 76.000 US-Dollar, bei dem die meisten Optionen wertlos verfallen würden.
Diese Konstellation kann kurzfristig für Gegenwind sorgen. Sollte der Kurs in Richtung 90.000 bis 95.000 US-Dollar steigen, könnten Händler laut dem Bericht verkaufen, um ihre Absicherungen anzupassen. Dadurch könnte die Rallye bis zum Verfall gebremst werden.
„Absicherungsaktivitäten könnten daher Kursanstiege bis zum Verfall dämpfen, und die Dynamik könnte wieder einsetzen, sobald diese Optionen verfallen oder auf den nächsten vierteljährlichen Verfallstag verlängert werden“, sagte Caroline Mauron, Mitbegründerin von Orbit Markets, laut Bloomberg.
Der Optionsverfall trifft auf einen bereits deutlich gestiegenen Markt. Seit Beginn der Erholung im August hat Bitcoin mehr als 30 Prozent zugelegt. Wallstreet Online verweist außerdem auf den Bitcoin-ETF von BlackRock: Weil viele Wetten auf steigende Kurse aufgingen, mussten Händler zusätzliche Fondsanteile kaufen, was weiteren Kaufdruck erzeugte.
Die optimistische Positionierung reicht über den Freitag hinaus. Händler verschieben Positionen in Oktober und Dezember und setzen verstärkt auf Bitcoin-Kurse zwischen 95.000 und 100.000 US-Dollar. Einige langfristige Wetten reichen sogar bis 150.000 US-Dollar für März 2027.
Ein automatisches Kaufsignal sieht der Bericht trotz des Milliardenverfalls nicht. Oliver Carding von Tesseract warnt davor, aus dem Termin eine eindeutige Kursrichtung abzuleiten. Entscheidend sei, wie sich die Händler nach dem Verfall neu positionieren.
| Optionsvolumen | rund 15 Milliarden US-Dollar |
| Umrechnung | etwa 13,2 Milliarden Euro |
| Bitcoin-Kurs im Bericht | rund 84.000 US-Dollar |
| Max-Pain-Niveau | 76.000 US-Dollar |
| Genannte Call-Niveaus | 85.000, 90.000 und 100.000 US-Dollar |
| Weitere Kursziele in Positionen | 95.000 bis 100.000 US-Dollar |
| Langfristige Wette | 150.000 US-Dollar für März 2027 |
Zusammenfassung: Der Optionsverfall über rund 15 Milliarden US-Dollar kann Bitcoin kurzfristig bremsen. Nach dem Termin könnte sich zeigen, ob die Rallye in Richtung der genannten Kursbereiche weiterläuft.
Historische Gewinnserie weckt Erinnerungen an eine starke Rallye
Der Aktionär berichtet, dass Bitcoin zu Wochenbeginn den höchsten Stand seit Januar markiert hat. Die Kursgewinne im Juli, August und September erinnern dem Bericht zufolge an frühere Marktzyklen, zugleich wird vor einer vorschnellen Ausrufung der Trendwende gewarnt.
Bitcoin verzeichnet im September bislang einen Zuwachs von knapp neun Prozent. Zuvor legte die Kryptowährung im Juli um 7,4 Prozent und im August um 25,0 Prozent zu.
Damit steuert Bitcoin auf den erfolgreichen Abschluss eines außergewöhnlichen dritten Quartals zu. Hält sich der Kurs bis zum Monatsende im Plus, hätte es laut Der Aktionär in der Geschichte der Kryptowährung erst ein einziges Mal eine solche Gewinnserie über das gesamte dritte Quartal hinweg gegeben.
Der damalige Verlauf ist der Grund für die Aufmerksamkeit: Auf die historische Gewinnserie folgte eine spektakuläre Kursrally. Der Bericht mahnt jedoch trotz dieser Parallele zur Besonnenheit und verweist auf eine veränderte Marktstruktur sowie das makroökonomische Umfeld.
| September | knapp neun Prozent |
| Juli | +7,4 Prozent |
| August | +25,0 Prozent |
| Besondere Gewinnserie | in der Geschichte erst ein einziges Mal verzeichnet |
Zusammenfassung: Drei aufeinanderfolgende Monate mit grünen Vorzeichen könnten laut Der Aktionär eine historische Dimension erreichen. Der Bericht stellt den möglichen historischen Zusammenhang heraus, warnt aber zugleich mit Blick auf Marktstruktur und makroökonomisches Umfeld vor zu großer Sicherheit.
Geplante Steuerreform könnte Bitcoin-Gewinne stärker erfassen
BILD berichtet über Pläne von Finanzminister Lars Klingbeil, die Besteuerung von Bitcoin-Gewinnen zu reformieren. Für langfristige Krypto-Anleger könnte die Reform dem Bericht zufolge zu einer erheblichen Veränderung führen.
Nach Darstellung von BILD könnte aus einer bisherigen Steuerbelastung von 0 Prozent künftig eine Steuer von 25 Prozent werden. Der Bericht stellt dabei insbesondere die möglichen Folgen für langfristig gehaltene Bestände, kurzfristige Trader und Anleger mit Bitcoin-ETPs in den Mittelpunkt.
Die geplante Reform wird als möglicher Steuer-Hammer beschrieben. BILD weist zugleich darauf hin, dass die konkreten Auswirkungen von der jeweiligen Anlageform und dem Zeitraum des Haltens abhängen könnten.
Der Bericht thematisiert außerdem, welche Bedeutung Bestände bis 2026 haben könnten und welche Anleger von einer Neuregelung möglicherweise profitieren könnten. Die ausführliche Darstellung dieser Punkte ist laut Quelle Bestandteil des BILDplus-Angebots.
| Bisher im Bericht genannte Steuerbelastung | 0 Prozent |
| Mögliche künftige Steuerbelastung | 25 Prozent |
| Genannte Anlegergruppen | langfristige Krypto-Anleger, kurzfristige Trader und Anleger mit Bitcoin-ETPs |
Zusammenfassung: Im Zentrum der BILD-Meldung steht eine geplante Reform, durch die Bitcoin-Gewinne möglicherweise stärker besteuert werden. Als mögliche Größenordnung nennt der Bericht den Übergang von 0 Prozent zu 25 Prozent.
CLARITY Act scheitert im US-Senat – Bitwise-Experte sieht Bullenmarkt dennoch intakt
finanzen.net berichtet über das Scheitern des Digital Asset Market CLARITY Act bei einer Verfahrensabstimmung im US-Senat Mitte September. Die Vorlage erhielt 49 Ja- und 50 Nein-Stimmen und verfehlte damit die für eine Sachdebatte erforderliche Dreifünftelmehrheit von 60 Stimmen.
Alle anwesenden Demokraten und die beiden Unabhängigen stimmten gegen den Gesetzentwurf. Außerdem votierten vier Republikaner gegen ihre eigene Fraktion. Der CLARITY Act hätte die Aufsicht über digitale Vermögenswerte erstmals umfassend zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission aufgeteilt.
Der Entwurf war zuvor bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedet worden. Nach dem Votum gaben mehrere kryptonahe Aktien nach, darunter die Papiere von Coinbase, die Aktie des Stablecoin-Emittenten Circle und Anteilsscheine von Robinhood.
Nach dem Scheitern kündigten SEC und CFTC an, ihre eigenen Befugnisse zu nutzen. SEC-Chef Paul Atkins erklärte laut finanzen.net, die Behörde werde „mit oder ohne Gesetzgebung“ im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse handeln, um amerikanischen Investoren Rechtssicherheit zu verschaffen.
CFTC-Chef Mike Selig bezeichnete seine Behörde als bereit, eigene Regeln für die neue Grenze der Finanzwelt zu erlassen. Die SEC veröffentlichte bereits am 17. September eine befristete Ausnahmeregelung für den Handel mit tokenisierten Aktien über zugelassene Handelsplätze. Die CFTC reichte am selben Tag einen eigenen Regelungsentwurf beim Weißen Haus zur Prüfung ein.
„with or without legislation, we will act…“ – SEC-Chef Paul Atkins laut finanzen.net
Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, revidierte nach dem Senatsvotum seine bisherige Einschätzung. Zuvor hatte er das Scheitern des CLARITY Act mit dem Wetterorakel Punxsutawney Phil verglichen und weitere sechs schwierige Wochen für den Kryptomarkt vorhergesagt.
Diese Prognose halte er nun nicht mehr für den wahrscheinlichsten Verlauf. Hougan verwies darauf, dass der Bitcoin-Kurs seit Anfang Juli von rund 57.950 auf über 80.000 Dollar gestiegen ist, während die von Polymarket erfassten Wahrscheinlichkeiten für eine Verabschiedung des Gesetzes im gleichen Zeitraum von 39 auf 14 Prozent gefallen seien.
Nach Hougans Einschätzung spricht die Kursentwicklung gegen die Annahme, dass der Bullenmarkt von der Verabschiedung des Gesetzes abhängig war. Als weitere Zeichen für das Engagement großer Finanzhäuser nannte er die Einführung eines Solana-ETFs durch Morgan Stanley sowie die Abwicklung erster tokenisierter Aktiengeschäfte durch die Depository Trust and Clearing Corporation.
Gleichzeitig sieht Hougan Grenzen bei einer Regulierung durch Behörden. Regeln der Aufsichtsbehörden könnten im Gegensatz zu einem Gesetz von künftigen Regierungen wieder geändert werden. Außerdem könne nur der Kongress der CFTC weiterreichende Befugnisse über den Spotmarkt für Kryptowerte verleihen.
| Abstimmung zum CLARITY Act | 49 Ja- und 50 Nein-Stimmen |
| Erforderliche Mehrheit | 60 Stimmen |
| Bitcoin-Kurs seit Anfang Juli | von rund 57.950 auf über 80.000 Dollar |
| Polymarket-Wahrscheinlichkeit | von 39 auf 14 Prozent |
| SEC-Ausnahmeregelung | 17. September |
| CFTC-Regelungsentwurf | 17. September |
Zusammenfassung: Der CLARITY Act scheiterte mit 49 zu 50 Stimmen an der erforderlichen Mehrheit von 60 Stimmen. Laut Bitwise-CIO Matt Hougan bleibt der Krypto-Bullenmarkt dennoch intakt, während SEC und CFTC eigene Regeln auf Basis ihrer bestehenden Befugnisse vorantreiben.
Verfahren um movie2k.to und Bitcoin-Milliarden ohne Verständigung
heise.de berichtet, dass im Prozess um den illegalen Streamingdienst „movie2k.to“ und einen Milliardengewinn mit Bitcoins weiterhin keine abschließende Verständigung erzielt wurde. Mehr als sieben Monate nach dem Prozessbeginn sind noch acht Verhandlungstermine bis 7. Januar angesetzt.
Im Hintergrund laufen Verständigungsgespräche zwischen der Kammer, der Generalstaatsanwaltschaft und der Verteidigung der beiden Angeklagten. Der Vorsitzende der Wirtschaftsstrafkammer hatte diese Gespräche angeregt.
Nach seinen Vorüberlegungen sei nach einem umfassenden Geständnis eine Freiheitsstrafe zwischen einem und eineinhalb Jahren für den Hauptangeklagten denkbar. Die Gespräche finden nicht öffentlich statt; Details oder Inhalte wurden laut dem Gerichtssprecher nicht genannt.
Dem mutmaßlichen Kopf des Portals wird unter anderem gewerbsmäßige Geldwäsche in mehr als 100 Fällen vorgeworfen. Ursprünglich hatte die Generalstaatsanwaltschaft außerdem rund 220.000 Fälle der unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke angeklagt. Diese Urheberrechtsverletzungen waren nach Ansicht des Landgerichts jedoch verjährt und sind deshalb nicht mehr Gegenstand des Strafverfahrens.
Ein weiterer Angeklagter muss sich wegen Geldwäsche in Dutzenden Fällen und wegen Steuerhinterziehung verantworten. Laut Anklage bot das Duo gemeinsam mit einem bereits rechtskräftig verurteilten Mann über „movie2k.to“ jahrelang hunderttausende Raubkopien von Filmen und Serien an.
Die Betreiber erzielten demnach Millioneneinnahmen aus Werbeverträgen und erwarben damit Bitcoins. Das Portal wurde 2013 abgeschaltet. Der Hauptangeklagte konnte erst 2023 im Ausland festgenommen werden.
Ein zentraler Punkt der Gespräche ist der Umgang mit den Vermögenswerten des Angeklagten. Nach seiner Festnahme im Jahr 2023 übergab der Hauptangeklagte den Ermittlern knapp 50.000 Bitcoins.
Nach einem starken Kurssprung der Kryptowährung brachte deren Verkauf etwa 2,64 Milliarden Euro ein. Dieses Geld wird derzeit bei der Landesjustizkasse verwahrt, gehört nach Angaben des Gerichts bis zu einem rechtskräftigen Urteil jedoch weiterhin dem Angeklagten.
Die Generalstaatsanwaltschaft geht außerdem davon aus, dass der Angeklagte noch weitere rund 57.000 Bitcoins besitzt. Beim aktuellen Kurs wären diese gut vier Milliarden Euro wert. Die Wirtschaftsstrafkammer muss im Prozess auch über eine mögliche Einziehung dieses Vermögens entscheiden.
| Noch angesetzte Verhandlungstermine | acht |
| Zeitraum | bis 7. Januar |
| Mögliche Freiheitsstrafe nach Geständnis | zwischen einem und eineinhalb Jahren |
| Geldwäschevorwürfe gegen Hauptangeklagten | mehr als 100 Fälle |
| Ursprüngliche Urheberrechtsvorwürfe | rund 220.000 Fälle |
| Übergebene Bitcoins | knapp 50.000 Bitcoins |
| Erlös aus dem Verkauf | etwa 2,64 Milliarden Euro |
| Weitere vermutete Bitcoins | rund 57.000 Bitcoins |
| Wert der weiteren Bitcoins laut Bericht | gut vier Milliarden Euro |
Zusammenfassung: Im movie2k.to-Verfahren laufen weiterhin Verständigungsgespräche, ohne dass eine abschließende Einigung vorliegt. Im Mittelpunkt steht neben den Vorwürfen auch die mögliche Einziehung von knapp 50.000 bereits veräußerten Bitcoins sowie rund 57.000 weiteren Bitcoins.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Erkenntnis ist die wachsende Abhängigkeit des Bitcoin-Markts von mehreren voneinander unabhängigen Einflussfaktoren: Derivatepositionen können kurzfristig die Kursdynamik verzerren, historische Muster bleiben trotz ihrer Signalwirkung unsicher, und regulatorische Entscheidungen erhöhen die Planungsrisiken für Anleger und Unternehmen.
Besonders relevant ist, dass der Markt seine institutionelle Dynamik trotz politischer Rückschläge offenbar nicht vollständig verliert. Das spricht für eine anhaltende strukturelle Nachfrage, rechtfertigt jedoch keine automatische Fortsetzung der Rallye. Steuerliche Änderungen und die mögliche Einziehung großer Bitcoin-Bestände zeigen zugleich, dass politische und juristische Entscheidungen erhebliche Marktfolgen haben können.
Infobox: Kurzfristig dominieren technische Marktmechanismen, langfristig jedoch Regulierung, Besteuerung und der Umgang mit großen Beständen. Eine positive Kursentwicklung allein ist daher kein verlässlicher Beleg für sinkende Risiken.
Quellen:
- Bitcoin steht vor einem 15-Milliarden-US-Dollar-Showdown
- Bitcoin: Das gab es erst einmal – und danach stieg der Kurs um 2.000 Prozent
- Zugriff droht: Klingbeil will Steuern auf Bitcoin-Gewinne
- CLARITY Act gescheitert: Warum die Rally bei Bitcoin & Co. laut Bitwise-Experte Hougan weiterlaufen könnte
- Prozess um Bitcoin-Milliarden: Noch keine Verständigung
- Der Börsen-Tag: Bitcoin wieder im Aufwind