Bitcoin unter Druck: Kurse, Regulierung und neue Bankangebote im Fokus

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Bitcoin-Markt leidet unter Kursverlusten, Abflüssen und Hebelrisiken, während Nachfrage, Liquidität und Regulierung den nächsten Zyklus bestimmen. Sichere Verwahrung gewinnt angesichts von Hackerangriffen und der wachsenden Bedeutung professioneller Anbieter an Bedeutung.

Bitcoin steht im Spannungsfeld zwischen der Idee eines knappen, unabhängigen Geldes, heftigen Kursverlusten und einer zunehmend professionellen Regulierung. Der Pressespiegel beleuchtet, was hinter der aktuellen Schwäche steckt, welche Faktoren den nächsten Marktzyklus bestimmen könnten und warum Verwahrung sowie der Einstieg etablierter Banken entscheidend an Bedeutung gewinnen.

Bitcoin zwischen Gelddebatte, Kursverlusten und wachsender Regulierung

Gold, Silber und Bitcoin: Der Streit um das „wahre Geld“

Die WELT stellt den historischen Streit um Gold und Silber in den Mittelpunkt und zieht eine Verbindung zur heutigen Debatte über Bitcoin und Geldpolitik. Der Konflikt um das Verhältnis von Gold und Silber spaltete die USA im 19. Jahrhundert und wirkt laut WELT bis in die Gegenwart nach.

Bitcoin-Anhänger orientieren sich demnach an der Logik des Goldstandards und setzen auf knappes, nicht beliebig vermehrbares Geld. Zentralbanken verfolgen dagegen ein flexibles Geldsystem, bei dem die Geldmenge an wirtschaftliche Entwicklungen angepasst werden kann.

Die WELT beschreibt den Gegensatz als einen grundlegenden Kulturkampf zwischen digitalem und analogem Geld sowie zwischen begrenztem Angebot und geldpolitischer Steuerbarkeit. Bitcoin, Gold und Silber stehen dabei für unterschiedliche Vorstellungen davon, welche Eigenschaften Geld dauerhaft erfüllen soll.

Zusammenfassung:
Die WELT ordnet Bitcoin in den historischen Streit um Gold, Silber und die Frage nach dem „wahren Geld“ ein. Bitcoin folgt dabei eher der Logik eines knappen Geldes, während Zentralbanken auf flexibles Geld setzen.

Bitcoin liegt 39 Prozent unter dem Allzeithoch

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass Bitcoin 39% unter seinem Allzeithoch liegt. Bei spekulativeren Kryptowerten fallen die Verluste deutlich größer aus: Ethereum liegt 55% unter seinem Rekordwert, Dogecoin 90% und Fartcoin 95%.

Besonders stark verloren die offiziellen Memecoins Trump und Melania. Sie liegen laut Yahoo Finanzen Deutschland 98% beziehungsweise 99% unter ihren Rekordwerten. Die beiden Kryptowährungen wurden zur Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 vorgestellt.

Auch die großen US-Aktienindizes liegen unter ihren Höchstständen, allerdings deutlich weniger stark. Der S&P 500 schloss etwa 3% unter seinem Rekordhoch vom 6. Oktober, der Nasdaq Composite lag etwa 8% darunter und der Dow Jones Industrial Average etwa 4% unter seinem Höchststand vom August.

VermögenswertAbstand zum Allzeithoch
Bitcoin39%
Ethereum55%
Dogecoin90%
Fartcoin95%
TRUMP98%
MELANIA99%
S&P 5003%
Nasdaq Composite8%
Dow Jones Industrial Average4%

Unter den genannten Einzelaktien verzeichnet Netflix mit 54% den höchsten Rückgang. Tesla liegt 20% und Apple 2% unter den jeweiligen Rekordwerten. Zugleich erreichten Google-Suchanfragen nach Bitcoin Mitte Oktober ein Sechsjahrestief.

Yahoo Finanzen Deutschland weist außerdem auf die unterschiedliche Erholungsanforderung nach Verlusten hin. Ein Rückgang um 39% erfordert einen Anstieg um 64%, während ein Einbruch um 90% eine Steigerung um 900% voraussetzt.

Zusammenfassung:
Bitcoin verlor deutlich weniger als einige Memecoins, aber wesentlich mehr als die großen US-Aktienindizes. Je spekulativer der Vermögenswert, desto größer fällt laut Yahoo Finanzen Deutschland der Abstand zum Rekordwert aus.

Für Bitcoin 2027 zählen Nachfrage, Liquidität und Hebel

Finanzen.net berichtet unter Berufung auf Dovile Silenskyte, Director Digital Assets Research bei WisdomTree, dass für Bitcoin 2027 vier Treiber maßgeblich seien: die Makrolage, die Anlegernachfrage, der Verkaufsdruck von Minern und langfristigen Haltern sowie die Hebelwirkung.

Die Knappheit von Bitcoin allein reiche demnach nicht aus, um einen nachhaltigen Anstieg auszulösen. Entscheidend sei, ob Käufer das vorhandene Angebot aufnehmen und ob Verkäufer zum Verkauf gezwungen werden.

Das von Silenskyte beschriebene Bullenszenario setzt auf lockerere Finanzierungsbedingungen und anhaltende Käufe. Die Nachfrage sollte breiter werden, der Zugang sich verbessern und das Vertrauen in Knappheit und Netzwerksicherheit erhalten bleiben. Zugleich sollte der Anstieg nicht übermäßig durch Hebelwirkung getragen werden.

Das Bärenszenario ist laut Finanzen.net durch knappere Liquidität, anhaltende Mittelabflüsse und erzwungenen Schuldenabbau gekennzeichnet. Beide Szenarien hängen demnach eng mit Finanzierung und Kapitalflüssen zusammen.

„Die Knappheit allein genüge nicht“, schreibt Silenskyte laut Finanzen.net. Entscheidend sei, dass Käufer das Angebot aufnehmen.

Als Warnsignale nennt Silenskyte anhaltende Mittelabflüsse trotz günstiger Makrolage, einen gravierenden Sicherheitsvorfall oder Beschränkungen, die den Zugang zu Bitcoin erheblich beeinträchtigen. Eine Rally, die vor allem durch Hebel getrieben wird, wäre demnach besonders anfällig.

WisdomTree beschreibt Regulierung laut Finanzen.net als Filter und nicht als Abschaltmechanismus. Kapital könne dadurch in Strukturen mit Standards für Governance, Verwahrung und Transparenz gelenkt werden. Krypto bleibe zugleich volatil sowie regulatorisch und technologisch unsicher.

Finanzen.net verweist außerdem auf das offene Interesse an Terminkontrakten, die Finanzierungssätze am Derivatemarkt und die Mittelflüsse als Beobachtungsgrößen. Diese Kennzahlen könnten zeigen, wie stark eine Kursbewegung auf Fremdkapital beruht.

Zusammenfassung:
Für Bitcoin 2027 sieht WisdomTree vier entscheidende Faktoren: Makrolage, Anlegernachfrage, Verkaufsdruck und Hebelwirkung. Die Knappheit wird als Voraussetzung, aber nicht als alleiniger Kurstreiber beschrieben.

Warum Bitcoin auf Börsen nicht vollständig in eigener Hand liegt

Der Merkur berichtet, dass Hacker allein im ersten Halbjahr 2025 Kryptowerte für mehr als 2 Milliarden Dollar erbeuteten. Im Februar 2025 wurden bei der Krypto-Börse Bybit rund 1,5 Milliarden Dollar gestohlen, was laut Merkur der bislang größte Diebstahl der Kryptogeschichte war.

Wer Kryptowährungen bei einer Börse verwahrt, besitzt demnach nicht selbst die privaten Schlüssel. Der Anbieter hält die Schlüssel und verwahrt die Coins für seine Kunden. Dadurch entsteht eine Abhängigkeit von der Sicherheit und Zahlungsfähigkeit der Börse.

Eine Wallet speichert nicht die Coins selbst, sondern verwaltet die privaten Schlüssel, mit denen über die auf der Blockchain befindlichen Coins verfügt werden kann. Wer die Schlüssel besitzt, kann Coins versenden. Der Merkur fasst dieses Prinzip mit dem Grundsatz „Nicht Ihre Schlüssel, nicht Ihre Coins“ zusammen.

Bei einer Hot Wallet handelt es sich um eine Smartphone-App oder Browser-Erweiterung. Sie ist kostenlos und schnell eingerichtet, bleibt jedoch ständig mit dem Internet verbunden und ist dadurch anfälliger für Angriffe.

Eine Cold Wallet speichert die Schlüssel offline. Hardware-Wallets sehen meist wie ein kleiner USB-Stick aus und kosten laut Merkur einmalig meist zwischen 50 und 200 Euro.

Wallet-ArtEigenschaften
Hot WalletMit dem Internet verbunden, kostenlos und schnell eingerichtet, anfälliger für Angriffe
Cold WalletOffline-Speicherung der Schlüssel, meist als Hardware-Wallet
Börsen-WalletBequemste Variante, Verwahrung durch den Anbieter

Bei der Einrichtung einer eigenen Wallet wird eine Wiederherstellungsphrase aus 12 oder 24 Wörtern erzeugt. Sie kann zur Wiederherstellung der Wallet auf jedem Gerät genutzt werden, ist aber zugleich der Generalschlüssel für das Vermögen. Wer sie verliert, kann selbst nicht mehr auf die Coins zugreifen; wer sie kennt, kann die Coins abziehen.

Der Merkur empfiehlt, die Seed-Phrase auf Papier zu schreiben oder in Metall zu prägen und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Sie sollte nicht als Foto, in einer Cloud oder in einer E-Mail gespeichert werden. Seriöse Anbieter würden niemals nach der Seed-Phrase fragen.

Für kleine Beträge und häufiges Handeln sei eine regulierte Börse in der EU laut Merkur oft ausreichend. Für größere Summen, die langfristig gehalten werden, könne eine Hardware-Wallet besseren Schutz bieten, erfordere aber einen besonders sorgfältigen Umgang mit der Seed-Phrase.

Zusammenfassung:
Der Merkur stellt die Verwahrung privater Schlüssel als zentrale Sicherheitsfrage dar. Hot Wallets sind bequem, Cold Wallets speichern Schlüssel offline, und die Seed-Phrase aus 12 oder 24 Wörtern darf nicht verloren gehen oder weitergegeben werden.

Raiffeisenbank Schwaben Mitte startet Krypto-Handel

Die Augsburger Allgemeine berichtet, dass die Raiffeisenbank Schwaben Mitte mit Hauptsitz in Krumbach seit wenigen Tagen den Handel mit Kryptowährungen anbietet. Kundinnen und Kunden können über die Genossenschaftsbank ein eigenes Krypto-Depot eröffnen und mit Krypto handeln.

Voraussetzung sind ein Konto bei der Raiffeisenbank Schwaben Mitte und die installierte Banking-App. Das Depot sei nach Angaben von Andreas Parschan in genau sieben Klicks eröffnet. „Drei Minuten und 30 Sekunden waren es bis zum ersten Handel“, sagt Parschan laut Augsburger Allgemeiner.

Die Raiffeisenbank Schwaben Mitte ist laut Bericht die siebte Genossenschaftsbank in Bayern, die von der BaFin die Freigabe für das Kryptogeschäft erhalten hat. Vier weitere Genossenschaftsbanken haben demnach Pilotprojekte laufen.

Auch die Sparkassen steigen laut Augsburger Allgemeiner seit Oktober in das Geschäft mit Kryptoanlagen wie Bitcoin und Ethereum ein. Zum Start war das Angebot bei den ersten teilnehmenden Sparkassen verfügbar; pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Häuser dazukommen.

Bei der Raiffeisenbank Schwaben Mitte können vier Kryptowährungen gehandelt werden: Cordano, Bitcoin, Ethereum und Litecoin. Der Bericht stellt zugleich klar, dass Kryptowährungen nicht von Staaten herausgegeben werden und nur digital beziehungsweise virtuell existieren.

Zusammenfassung:
Die Raiffeisenbank Schwaben Mitte bietet ihren Kunden in Krumbach den Handel mit vier Kryptowährungen über die Banking-App an. Sie ist laut Augsburger Allgemeiner die siebte Genossenschaftsbank in Bayern mit BaFin-Freigabe für das Kryptogeschäft.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung markiert weniger eine Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel als vielmehr seine zunehmende Einbindung in das etablierte Finanzsystem. Dadurch steigen Zugänglichkeit und institutionelle Relevanz, zugleich bleiben Kursrisiko, Verwahrungsrisiko und regulatorische Abhängigkeit bestehen. Entscheidend wird sein, ob reale Nachfrage und belastbare Sicherheitsstandards das Wachstum tragen – nicht allein das begrenzte Angebot.

Zusammenfassung:
Bitcoin gewinnt institutionelle Bedeutung, bleibt aber ein hochvolatiler und anspruchsvoll zu verwahrender Vermögenswert.

Quellen: