Bitcoin unter Druck: ETF-Zuflüsse treffen auf Fed-Risiken und Miner-Verkäufe

Bitcoin unter Druck: ETF-Zuflüsse treffen auf Fed-Risiken und Miner-Verkäufe

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin bleibt trotz hoher ETF-Zuflüsse unter Druck; der Fed-Zinsentscheid, Verkäufe großer Halter und Veränderungen im Mining könnten die nächste Kursrichtung bestimmen.

Bitcoin steht vor einer richtungsweisenden Woche: Während Milliarden in Spot-ETFs fließen, bleibt der Kurs unter Druck. Im Mittelpunkt stehen nun der Fed-Zinsentscheid, Verkäufe großer Marktteilnehmer und der Umbau der Miningbranche – Faktoren, die über die nächste Marktbewegung entscheiden könnten.

Bitcoin zwischen ETF-Zuflüssen, Zinsentscheid und anhaltendem Verkaufsdruck

Der Kryptomarkt steht vor einer richtungsweisenden Woche. Während institutionelles Kapital über Spot-ETFs in Bitcoin fließt, bleibt der Kurs unter Druck. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit auf die US-Notenbank Federal Reserve, deren Zinsentscheid laut mehreren Quellen stärkere Auswirkungen auf Bitcoin haben könnte als die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

BlackRock kauft Bitcoin trotz fallender Kurse

Wie Wallstreet Online berichtet, investierte BlackRock über den iShares Bitcoin Trust zwischen dem 14. und 20. Juli 505 Millionen Dollar, ohne an einem einzigen Tag zu verkaufen. Die Spot-ETFs verzeichneten sieben aufeinanderfolgende Tage mit Zuflüssen – die stärkste Serie seit elf Wochen.

Zwischen dem 14. und 22. Juli flossen laut dem Bericht knapp eine Milliarde Dollar in US-amerikanische Spot-ETFs. BlackRocks iShares Bitcoin Trust sammelte allein in einer Woche 319 Millionen Dollar ein. Die Bitcoin-Bestände des Fonds stiegen auf über 738.000 Coins im Wert von rund 49 Milliarden Dollar.

Trotz dieser Zuflüsse fiel Bitcoin am 23. Juli von einem Eröffnungskurs von 66.081 Dollar auf 65.047 Dollar. Das entsprach einem Minus von 1,56 Prozent. Als Belastungsfaktoren nennt der Bericht steigende Ölpreise, höhere Treasury-Renditen und sinkende Technologieaktien.

Kennzahl Wert
Investitionen des iShares Bitcoin Trust zwischen dem 14. und 20. Juli505 Millionen Dollar
Bitcoin-Bestände des Fondsüber 738.000 Coins
Wert der Bitcoin-Beständerund 49 Milliarden Dollar
Bitcoin-Eröffnungskurs am 23. Juli66.081 Dollar
Tiefstkurs am 23. Juli65.047 Dollar
TagesveränderungMinus von 1,56 Prozent

Im Gesamtjahr 2026 verzeichnen die ETFs dem Bericht zufolge weiterhin Nettoabflüsse von 4,76 Milliarden Dollar. Die Zuflüsse im Juli decken demnach erst 15 Prozent der Juni-Verluste ab. Das Allzeithoch lag im Oktober 2025 bei über 126.000 Dollar, womit der aktuelle Kurs fast 50 Prozent darunter liegt.

Zusammenfassung: BlackRock baut seine Bitcoin-Position bei fallenden Kursen weiter aus. Die ETF-Zuflüsse stehen damit im Gegensatz zur kurzfristig schwachen Kursentwicklung.

930 Millionen Dollar fließen in Spot-ETFs

Eine weitere Meldung von Wallstreet Online beziffert die Zuflüsse in Spot-ETFs innerhalb von sechs Tagen auf 930 Millionen Dollar. Trotzdem fiel Bitcoin unter 65.000 Dollar. Am 24. Juli 2026 notierte Bitcoin bei 65.029 Dollar und damit 628 Dollar niedriger als am Vortag.

Der Fear-and-Greed-Index lag bei 28 und damit in der Angstzone. Zuvor hatte sich der Wert von extremer Angst bei 11 auf 28 verbessert. Sechs aufeinanderfolgende Zufluss-Tage brachten laut dem Bericht 930 Millionen Dollar in die Spot-ETFs; allein am Dienstag flossen 203 Millionen Dollar zu.

Der Bitcoin-Kurs bewegte sich laut einer Analyse von CoinDesk zwischen 64.000 und 66.800 Dollar. Zuvor hatte sich der Kurs von den Juli-Tiefs um 13 Prozent erholt. BlackRocks IBIT führte die Erholung der ETF-Zuflüsse an, nachdem acht Wochen lang Abflüsse das Marktbild bestimmt hatten.

Kennzahl Wert
Spot-ETF-Zuflüsse innerhalb von sechs Tagen930 Millionen Dollar
Zuflüsse an einem Dienstag203 Millionen Dollar
Bitcoin-Kurs am 24. Juli 202665.029 Dollar
Rückgang gegenüber dem Vortag628 Dollar
Fear-and-Greed-Index28
Handelsspanne laut CoinDesk64.000 bis 66.800 Dollar
Erholung von den Juli-Tiefs13 Prozent

Die Meldung verweist außerdem auf die Bitcoin-Bestände von Strategy. Das Unternehmen hält 843.775 BTC, verkaufte jedoch 3.588 Coins für 216 Millionen Dollar, um Vorzugsdividenden zu finanzieren.

Das Allzeithoch von 126.198 Dollar liegt laut dem Bericht 48 Prozent über dem aktuellen Preis. Standard Chartered hält dennoch an einem Jahresendziel von 100.000 Dollar fest. Die Jahresend-Prognosen reichen insgesamt von 38.000 bis 250.000 Dollar.

Zusammenfassung: Die ETF-Nachfrage bleibt hoch, während Bitcoin unter 65.000 Dollar fällt. Neben der Geldpolitik beeinflussen auch Verkäufe großer Marktteilnehmer und die allgemeine Risikostimmung die Kursentwicklung.

Fed-Zinsentscheid rückt in den Mittelpunkt

Die Berliner Morgenpost berichtet, dass die nächste Woche für den Kryptomarkt entscheidend werden könnte. Die Europäische Zentralbank beließ den Einlagenzins bei 2,25 Prozent, während die Federal Reserve über die Leitzinsen in den USA berät.

Anders als die EZB hat die Fed ihren Zinskurs 2026 noch nicht geändert. Anleger beobachten daher besonders, ob die US-Notenbank ihren bisherigen Kurs beibehält oder eine Änderung signalisiert. Der Beschluss könnte laut Berliner Morgenpost nicht nur Aktien und Anleihen, sondern auch Kryptowährungen bewegen.

Dominic Weibel, Forschungsleiter beim Finanzdienstleister Bitcoin Suisse, erklärt laut dem Bericht, dass Bitcoin an den Zinsentscheidungstagen der Fed und der EZB unterschiedlich stark reagierte. Die letzten Zinsentscheide zwischen 2021 und 2026 zeigen demnach, dass sich Bitcoin an Fed-Terminen im Median rund doppelt so stark bewegte wie an EZB-Terminen.

„Entscheidend ist, welche Zentralbank das Steuer in der Hand hält“, sagt Dominic Weibel laut Berliner Morgenpost.

Als Gründe nennt die Analyse, dass Bitcoin weltweit überwiegend in US-Dollar bewertet wird. Außerdem sitzt ein wachsender Teil der institutionellen Krypto-Anleger und der zugehörigen Handelsinfrastruktur in den USA. Änderungen der Fed-Geldpolitik beeinflussen die Finanzierungskosten in Dollar sowie die Renditen amerikanischer Staatsanleihen.

Eine überraschende Zinssenkung oder deutliche Signale für baldige Lockerungen könnten Bitcoin zunächst stützen. Bleibt die Fed dagegen länger bei hohen Zinsen oder stellt sie weitere Straffungen in Aussicht, könnte dies den Kryptomarkt belasten, weil höhere Finanzierungskosten die Risikobereitschaft tendenziell verringern.

Neben dem Zinsschritt selbst kommt es laut Berliner Morgenpost darauf an, wie stark die Entscheidung bereits in den Kursen berücksichtigt ist. Bestätigt die Fed lediglich die Erwartungen, könnte die Kursbewegung gering ausfallen. Eine Abweichung von den Erwartungen oder eine veränderte Tonlage könnte dagegen stärkere Marktreaktionen auslösen.

Die Fed sieht die Inflation weiterhin deutlich über ihrem Ziel von zwei Prozent. Steigende Energiepreise könnten den Preisdruck verstärken. Weibel verweist zudem auf geopolitische Risiken und störanfällige Lieferketten, die eine länger anhaltende Inflation in Europa und den USA begünstigen könnten.

„Für Risikoanlagen wie Bitcoin bedeutet das kurzfristig Gegenwind“, sagt Dominic Weibel laut Berliner Morgenpost.

Langfristig sieht der Experte auch einen gegenläufigen Effekt. Im Protokoll von Bitcoin ist festgelegt, dass höchstens 21 Millionen Bitcoin entstehen können. Befürworter betrachten die Kryptowährung deshalb ähnlich wie Gold als knappes Gut, das langfristig vor einem Kaufkraftverlust schützen könnte.

Eine Untersuchung von Forschern des Internationalen Währungsfonds kommt laut dem Bericht zu dem Ergebnis, dass eine straffere US-Geldpolitik den Kryptomarkt belasten kann. Gleichzeitig biete Bitcoin keinen Schutz vor Konjunkturschwankungen; Kryptowährungen reagierten den Schätzungen zufolge sogar stärker als Aktien.

  • Die EZB beließ den Einlagenzins bei 2,25 Prozent.
  • Die Fed hat ihren Zinskurs 2026 noch nicht geändert.
  • Bitcoin bewegte sich an Fed-Terminen im Median rund doppelt so stark wie an EZB-Terminen.
  • Das Inflationsziel der Fed liegt bei zwei Prozent.
  • Höchstens 21 Millionen Bitcoin können entstehen.

Zusammenfassung: Die Märkte erwarten vom Fed-Zinsentscheid nicht nur eine Aussage zum aktuellen Zinssatz, sondern auch Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs. Eine Lockerung könnte Bitcoin stützen, während anhaltend hohe Zinsen als Belastung für Risikoanlagen gelten.

Bitpanda bremst bei möglichen Börsenplänen

Die WirtschaftsWoche berichtet, dass der österreichische Kryptobroker Bitpanda bei den Plänen für einen möglichen Börsengang zurückrudert. Lukas Enzersdorfer-Konrad, Chef des Fintechs, sagte im WirtschaftsWoche-Podcast „Bitcoin & Beyond“, ein Börsengang sei eine von mehreren Möglichkeiten und noch nicht aktiv entschieden.

Insidern zufolge hatte Europas größter Kryptobroker ursprünglich geplant, im ersten Halbjahr dieses Jahres in Frankfurt an die Börse zu gehen. Bitpanda selbst kommentierte die Gerüchte nicht. Gründer Eric Demuth hatte im vergangenen Jahr noch für einen Börsengang im laufenden Jahr geworben.

Nach Angaben von Enzersdorfer-Konrad arbeitet Bitpanda bereits seit Jahren an Börsenplänen. Eine finale Entscheidung gebe es jedoch noch nicht. Welche anderen Optionen diskutiert werden, sagte er nicht.

Die WirtschaftsWoche verweist auf eine frühere Bewertungsschätzung von vier bis fünf Milliarden Euro. Angesichts des Kryptomarkt-Rückgangs dürfte diese Bewertung inzwischen kaum noch realisierbar sein. Der Bitcoin ist laut dem Bericht seit dem vergangenen Jahr um gut 50 Prozent gefallen, während das Interesse an Kryptowährungen deutlich zurückging.

Bitpanda will sich zunächst stärker auf das operative Geschäft konzentrieren. Der klare Fokus der nächsten Monate liege laut Enzersdorfer-Konrad darauf, die Produkte besser und schneller zu machen.

„Der klare Fokus in den nächsten Monaten ist, dass wir auf der Produktseite noch besser und schneller werden“, sagt Lukas Enzersdorfer-Konrad laut WirtschaftsWoche.

Seit Ende Januar können Kunden bei Bitpanda auch Aktien und ETFs handeln. Das Unternehmen will damit die Einnahmen diversifizieren und mögliche Einbußen im Kryptogeschäft abfedern. Laut Enzersdorfer-Konrad ist mittlerweile jeder vierte Sparplan bei Bitpanda ein Aktien- oder ETF-Sparplan.

Bitpanda hat 7,5 Millionen registrierte Kunden, nennt aber keine konkreten Zahlen dazu, wie viele dieses Angebot nutzen. Das Unternehmen erlebt laut WirtschaftsWoche den dritten Kryptocrash seiner Geschichte. Als der Markt 2021/22 einbrach, sanken die Umsätze um gut 80 Prozent.

Auch diesmal sei die Handelsaktivität niedriger geworden, allerdings nicht im selben Ausmaß wie vor vier bis fünf Jahren. Bitpanda sei heute weniger stark von Handelsgebühren abhängig. Neben dem Aktienhandel trägt dazu vor allem das B2B-Modell bei.

Mehr als 30 Banken und andere Finanzdienstleister greifen auf die Technologie von Bitpanda zurück, damit ihre Kunden mit Kryptowährungen handeln können. Dazu zählen laut WirtschaftsWoche unter anderem die Neobank N26 und die Landesbank Baden-Württemberg.

Kennzahl Wert
Registrierte Bitpanda-Kunden7,5 Millionen
Anteil der Aktien- oder ETF-Sparplänejeder vierte Sparplan
Frühere Bewertungsschätzungvier bis fünf Milliarden Euro
Rückgang der Bitpanda-Umsätze 2021/22gut 80 Prozent
Banken und Finanzdienstleister im B2B-Modellmehr als 30

Zusammenfassung: Bitpanda hat einen möglichen Börsengang nicht aufgegeben, ihn aber nicht aktiv entschieden. Der Kryptobroker setzt vorerst auf die Weiterentwicklung seiner Produkte, Aktien- und ETF-Angebote sowie das Geschäft mit Banken und Finanzdienstleistern.

Poolin beantragt Insolvenzschutz nach Chapter 11

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass Poolin am 22. Juli in New Jersey Insolvenzschutz nach Chapter 11 beantragt hat. Der frühere weltgrößte Bitcoin-Miningpool weist im Antrag Verbindlichkeiten zwischen 100 Millionen und 500 Millionen USD aus, während die Vermögenswerte höchstens 10 Millionen USD betragen.

Das Unternehmen mit Sitz in Singapur strebt den gerichtlichen Verkauf seiner Standorte in Westtexas an und keine Reorganisation. Ein Erstgebot von 52 Millionen USD durch Thor CALAP LLC bildet das Mindestgebot für die Auktion.

Poolin reichte den Antrag gemeinsam mit den US-Tochterunternehmen Lonestar Dream und Lonestar Taproot ein. Diese Gesellschaften stellten den Mining-Betrieb an ihren Standorten in Pyote und Tarbush am 10. Juli ein.

Der Chief Restructuring Officer Michael DuFrayne bezifferte die Verbindlichkeiten vor dem Antrag auf etwa 173,1 Millionen USD. Davon entfielen etwa 163,7 Millionen USD auf Schuldscheine gegenüber Poolin-Wallet-Kunden.

Poolin hatte im September 2022 Abhebungen eingefroren. Davon waren etwa 11.700 Nutzer mit Guthaben von mehr als 100 USD betroffen. Das Unternehmen wurde 2017 in China gegründet und war im September 2019 weltweit der größte Miningpool.

Das Mining-Verbot in China im Jahr 2021 und der Markteinbruch im Jahr 2022 schwächten laut Yahoo Finanzen Deutschland das Geschäftsmodell der kreditbasierten Finanzierung. Für den Verkauf der Standorte wurden nicht nur Miner, sondern auch Betreiber aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen angesprochen.

Berater kontaktierten mehr als 335 potenzielle Käufer. Daraus entstanden 28 Verschwiegenheitsvereinbarungen und sieben Absichtserklärungen, wie TheEnergyMag berichtet.

Kennzahl Wert
Datum des Insolvenzantrags22. Juli
Ausgewiesene Verbindlichkeiten100 Millionen bis 500 Millionen USD
Vermögenswertehöchstens 10 Millionen USD
Erstgebot für die Auktion52 Millionen USD
Verbindlichkeiten laut Chief Restructuring Officeretwa 173,1 Millionen USD
Schuldscheine gegenüber Wallet-Kundenetwa 163,7 Millionen USD
Betroffene Nutzeretwa 11.700
Potenzielle Käufermehr als 335
Verschwiegenheitsvereinbarungen28
Absichtserklärungensieben

Bitcoin-Miner verlagern Kapazitäten in KI und Hochleistungsrechnen

Die Poolin-Insolvenz steht laut Yahoo Finanzen Deutschland am Ende einer schwierigen Phase für die Miningbranche. Nach Angaben von VanEck verkauften börsennotierte Miner in diesem Jahr mehr als 15.000 BTC aus ihren Beständen, um Investitionen in KI und Hochleistungsrechnen zu finanzieren.

Zu den genannten Verkäufern gehören Bitdeer, Bitfarms, Core Scientific, Riot und MARA Holdings. Bitdeer verkaufte seinen gesamten Bitcoin-Bestand, nachdem die Margen gesunken waren. Riot finanziert seine Umstellung auf Rechenzentren in Texas durch den Verkauf der geminten Bitcoin.

Investoren honorierten diesen Wandel laut dem Bericht. Miner-Aktien übertrafen den Bitcoin-Kurs, während die Ausgaben für KI-Infrastrukturen stiegen. Gleichzeitig fiel die Netzwerk-Schwierigkeit seit Juni um 8,48 Prozent von 138,96 Billionen auf 127,17 Billionen am 11. Juli.

Die gesamte Bitcoin-Hashrate sank um etwa 13 Prozent von 1,03 Zetahash pro Sekunde auf 883 Exahash pro Sekunde. Der Hashprice, also der tägliche Umsatz der Miner pro Petahash, lag am 11. Juli bei etwa 31,10 USD.

Dieser Wert lag rund 37 Prozent unter dem Höchstwert von 49,40 USD im Oktober 2025. Im Juli erholte sich der Hashprice jedoch um 12,5 Prozent. Für die Betreiber, die im Markt geblieben sind, wurde das Mining dadurch leichter.

Bitcoin lag am Freitag bei etwa 65.069 USD. Das entsprach einem Rückgang von 0,8 Prozent innerhalb von 24 Stunden und einem Anstieg von etwa 45 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. Die von Minern gehaltenen Bitcoin blieben laut VanEck mit etwa 1,785 Millionen BTC auf Vorjahresniveau.

Kennzahl Wert
Verkaufte BTC börsennotierter Miner in diesem Jahrmehr als 15.000 BTC
Rückgang der Netzwerk-Schwierigkeit8,48 Prozent
Netzwerk-Schwierigkeit zuvor138,96 Billionen
Netzwerk-Schwierigkeit am 11. Juli127,17 Billionen
Rückgang der Hashrateetwa 13 Prozent
Hashrate zuvor1,03 Zetahash/Sekunde
Hashrate am Ende des Berichtszeitraums883 Exahash/Sekunde
Hashprice am 11. Julietwa 31,10 USD
Hashprice-Höchstwert im Oktober 202549,40 USD
Erholung des Hashprices im Juli12,5 Prozent
Von Minern gehaltene Bitcoinetwa 1,785 Millionen BTC

Zusammenfassung: Poolins Insolvenz verdeutlicht den Druck auf klassische Miningmodelle. Gleichzeitig verlagern Miner ihre Energie- und Rechenkapazitäten zunehmend in KI und Hochleistungsrechnen, während die gehaltenen Bitcoin-Bestände laut VanEck stabil bleiben.

Bitcoin und Ether am Freitagvormittag

Finanzen.net berichtet in seinem Marktüberblick über die Entwicklung der Kryptowährungen am Freitagvormittag. Im bereitgestellten Inhalt stehen dabei vor allem die allgemeinen Kryptomarkt- und Bitcoin-Daten im Mittelpunkt; konkrete Kurswerte zu Ether und weiteren Kryptowährungen sind in der nutzbaren Meldung nicht enthalten.

Der Bericht ordnet die Kursbewegungen in das allgemeine Marktumfeld ein. Für Bitcoin wird in den übrigen Quellen derselben Nachrichtenlage ein Kursbereich um 65.000 Dollar genannt, der von ETF-Zuflüssen, Zinsentscheidungen und der Risikostimmung beeinflusst wird.

Zusammenfassung: Finanzen.net liefert einen Überblick zur Entwicklung von Bitcoin, Ether und weiteren Kryptowährungen am Freitagvormittag. Belastbare Einzelwerte zu Ether und anderen Coins sind im bereitgestellten Inhalt nicht enthalten.

Einschätzung der Redaktion

Die Nachrichtenlage spricht weniger für eine unmittelbare Trendwende als für eine anhaltende Marktbereinigung. Institutionelle Nachfrage stabilisiert Bitcoin zwar strukturell, kann den Verkaufsdruck und die hohe Zinssensibilität kurzfristig aber nicht aufheben.

Besonders relevant ist die zunehmende Selektion innerhalb der Branche: Unternehmen mit schwachen Bilanzen und klassischen Miningmodellen geraten unter Druck, während kapitalstärkere Akteure ihre Infrastruktur in Richtung KI und Hochleistungsrechnen verlagern. Das dürfte den Kryptomarkt langfristig professioneller, kurzfristig jedoch weniger spekulativ und wachstumsstark machen.

Der Fed-Entscheid bleibt der wichtigste kurzfristige Impulsgeber. Eine überraschend lockere Tonlage könnte eine Erholung auslösen; ohne eine solche Abweichung überwiegen angesichts der Zins- und Konjunkturrisiken die Belastungsfaktoren.

Infobox: Strukturelle Nachfrage ist vorhanden, aber noch kein verlässliches Signal für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung. Entscheidend bleiben Geldpolitik, Liquidität und die Widerstandsfähigkeit der Marktteilnehmer.

Quellen: