Bitcoin-Treasury-Firmen setzen auf Zukäufe, Rückkäufe und neue Finanzierungsmodelle

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin-Treasury-Unternehmen setzen neben Zukäufen auf Rückkäufe und neue Finanzierungsmodelle, wobei Strategy einen renditeorientierten Digital-Dollar plant. Metaplanets teurer Rückkauf und Kennzahlen zu Verwässerung, Schulden und Bitcoin je Aktie zeigen die Risiken großer Reserven.

Bitcoin-Treasury-Unternehmen erweitern ihre Strategien über reine Zukäufe hinaus: Während Strategy mit Vorzugsaktien, Rückkäufen und einem renditeorientierten Digital-Dollar-Modell experimentiert, sorgt Metaplanets teurer Rückkauf nach einem Bitcoin-Verkauf für Diskussionen. Zugleich wachsen die Bestände von Strategy, Strive und Bitmine weiter – doch Kennzahlen wie Verschuldung, Verwässerung und Bitcoin je Aktie zeigen, dass die Größe der Reserven nur einen Teil der Geschichte erzählt.

Bitcoin-Treasury-Unternehmen zwischen Zukäufen, Rückkäufen und neuen Finanzierungsmodellen

Strategy skizziert digitalen Dollar mit rund 7 Prozent Rendite

Michael Saylor treibt laut finanzen.net seine Vision einer auf Bitcoin basierenden Finanzarchitektur voran. Im Mittelpunkt steht ein digitaler, an den US-Dollar gekoppelter Dollar, der rund 7 Prozent Rendite bieten und zugleich eine sehr geringe Volatilität aufweisen soll.

Saylor beschreibt die Entwicklung von Bitcoin als „Digital Capital“ über „Digital Credit“ bis hin zu „Digital Money“. Das geplante Instrument soll einen stabilen Wert, tägliche Liquidität und digitale Übertragbarkeit verbinden. Gleichzeitig betont Saylor, dass ein stabiler Wert nicht mit Risikofreiheit gleichzusetzen sei. Risiken würden vielmehr über Reserven, Liquidität und die Kreditstruktur gesteuert.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Wertpapiere von Strategy. Saylor ordnet Bitcoin als „Digital Capital“, Vorzugsaktien wie STRC als „Digital Credit“ und die Stammaktie von Strategy als „Digital Equity“ ein. Die Stammaktie soll nach dieser Darstellung den nachrangigen Teil der Kapitalstruktur bilden und einen größeren Anteil der Schwankungen tragen, während die Kreditinstrumente vorrangiger und damit weniger volatil ausgestaltet seien.

In Unterlagen bei der Securities and Exchange Commission beschreibt Strategy das Modell am Beispiel von STRC. Demnach könnte ein Teil der erwarteten langfristigen Bitcoin-Rendite in laufende Erträge für Kreditinstrumente überführt werden. Strategy weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die verwendeten Renditeannahmen hypothetisch sind und tatsächliche Ergebnisse erheblich abweichen können.

Parallel dazu stockte Strategy seine Bitcoin-Bestände weiter auf. Zwischen dem 21. und 27. September kaufte das Unternehmen 1.665 Bitcoin für insgesamt 142,7 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis einschließlich Gebühren und Kosten lag bei 85.681 US-Dollar je Bitcoin.

Zum 27. September hielt Strategy damit insgesamt 847.666 Bitcoin, die zu einem Gesamtpreis von rund 63,95 Milliarden US-Dollar erworben wurden. Finanziert wurde der Kauf durch den Verkauf von Strategy-Stammaktien. Im gleichen Zeitraum nahm das Unternehmen netto 246,2 Millionen US-Dollar ein, davon flossen 142,7 Millionen US-Dollar in den Bitcoin-Kauf und 103,5 Millionen US-Dollar in den Rückkauf von STRC-Aktien.

Insgesamt kaufte Strategy 1.534.530 STRC-Aktien für 151,7 Millionen US-Dollar zurück. Für Aktionäre bedeutet das Modell laut der Darstellung, dass die Strategy-Stammaktie als nachrangigste Ebene die Volatilität absorbieren, die höheren Ebenen der Kreditstruktur stützen und zugleich an einer möglichen Wertsteigerung von Bitcoin partizipieren soll.

„Digital Money“ soll laut der Darstellung von Michael Saylor einen stabilen Wert, tägliche Liquidität und digitale Übertragbarkeit miteinander verbinden.

Zusammenfassung: Strategy verbindet Bitcoin-Bestände mit einer Kapitalstruktur aus Digital Capital, Digital Credit und Digital Equity. Das geplante digitale Dollar-Instrument soll rund 7 Prozent Rendite bieten, bleibt laut den Angaben jedoch mit Risiken und hypothetischen Renditeannahmen verbunden.

Metaplanet verkauft 10.000 Bitcoin und kauft 11.000 BTC teurer zurück

Metaplanet hat laut Blocktrainer die Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Das japanische Unternehmen verkaufte zwischen Juli und September 10.000 Bitcoin, um seine Fähigkeit zur Umwandlung des wichtigsten Vermögenswerts in Bargeld und damit seine Kreditwürdigkeit zu demonstrieren.

Für die verkauften Bitcoin erhielt Metaplanet 124,7 Milliarden Yen beziehungsweise rund 790 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Verkaufskurs lag bei 12,47 Millionen Yen beziehungsweise rund 79.000 US-Dollar je Bitcoin.

Anschließend kaufte das Unternehmen 11.000 BTC für insgesamt 149,9 Milliarden Yen beziehungsweise rund 950 Millionen US-Dollar zurück. Der durchschnittliche Kaufkurs betrug 13,63 Millionen Yen beziehungsweise rund 86.400 US-Dollar je BTC. Damit kaufte Metaplanet die zuvor verkauften Bitcoin rund 9,3 % teurer zurück.

Der Zweck des Geschäfts lag laut dem Bericht nicht in der Erwartung niedrigerer Wiedereinstiegskurse. Vielmehr sollte die Transaktion das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit stärken und den Zugang zu künftigen Finanzierungsmöglichkeiten erweitern, darunter Unternehmensanleihen und Vorzugsaktien. Übergeordnetes Ziel sei es, die Bitcoin-Bestände des Konzerns zu erhöhen.

Metaplanet verkaufte Bitcoin in einem Umfang, der den gesamten ausstehenden Nennbetrag seiner Anleihen, Kredite und sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten überstieg. Die Verkaufserlöse hielt das Unternehmen in bar. Dadurch sollte nach Angaben im Filing demonstriert werden, dass Metaplanet Bitcoin bei Bedarf in Bargeld umwandeln kann.

Durch den Verkauf entstand außerdem ein steuerlicher Verlust. Dadurch könnte Metaplanet künftig möglicherweise rund 97 Millionen US-Dollar weniger Steuern zahlen. Der durchschnittliche Kaufkurs über alle 44.000 BTC hinweg beträgt 103.764 US-Dollar.

Im dritten Quartal kaufte Metaplanet unter dem Strich 1.000 BTC hinzu. Der Gesamtbestand stieg damit auf 44.000 BTC. Das Unternehmen überholte dadurch Twenty One Capital mit 43.514 BTC und stieg zum zweitgrößten börsennotierten BTC-Halter auf.

Das Unternehmen hatte bereits im ersten Quartal 5.075 Bitcoin und im zweiten Quartal 2.823 BTC gekauft. Im ersten Halbjahr betrug die BTC Yield 9,61 %. Für das dritte Quartal wies Metaplanet eine BTC Yield von 11,3 % aus.

Blocktrainer weist jedoch darauf hin, dass die Zahl der Bitcoin je tatsächlich ausstehender Aktie im dritten Quartal sank. Sie ging von 3.356 auf 3.225 Satoshis zurück. Die Zahl der ausstehenden Aktien stieg im dritten Quartal von 1,281 Milliarden auf 1,364 Milliarden, während die Schulden von 464 auf 700 Millionen US-Dollar zunahmen.

Die Differenz zwischen der ausgewiesenen BTC Yield und der Entwicklung je ausstehender Aktie hängt laut Bericht damit zusammen, dass bei der BTC Yield nur die verwässerte Aktienzahl betrachtet wird. Zudem kündigte Metaplanet im September an, die Aktienbezugsrechte der Insider um 41 % zu reduzieren.

Die Maßnahme, den Aktienpool rückwirkend ab September 2025 einzufrieren, erhöhte laut CEO Simon Gerovich die Zahl der Bitcoin je vollständig verwässerter Aktie allein um 8,8 %. Deshalb seien die für das dritte Quartal 2026 ausgewiesenen 11,3 % mit Vorsicht zu betrachten.

Metaplanet hatte im Jahr 2026 mit einem unter Druck stehenden Aktienkurs und Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer Vorzugsaktienstrategie zu kämpfen. Das Unternehmen möchte laut Bericht eine US-amerikanische Aktiengesellschaft übernehmen, um eine Vorzugsaktie nach dem Vorbild von STRC oder SATA herauszubringen. Der Superplanet-Deal, für den 2.100 BTC beigesteuert werden sollen, wird voraussichtlich im vierten Quartal abgeschlossen.

Die Marktkapitalisierung von Metaplanet beträgt laut Blocktrainer 2,5 Milliarden US-Dollar. Die 44.000 BTC seien rund 3,75 Milliarden US-Dollar wert, während insgesamt knapp 850 Millionen US-Dollar an Schulden und Vorzugsaktien ausstehen.

Bitcoin-Verkauf10.000 Bitcoin
Erlös aus dem Verkauf124,7 Milliarden Yen (~790 Millionen US-Dollar)
Durchschnittlicher Verkaufskurs12,47 Millionen Yen (~79.000 US-Dollar) je Bitcoin
Bitcoin-Rückkauf11.000 BTC
Rückkaufsumme149,9 Milliarden Yen (~950 Millionen US-Dollar)
Durchschnittlicher Kaufkurs13,63 Millionen Yen (~86.400 US-Dollar) je BTC
Bitcoin-Bestand44.000 BTC
BTC Yield im dritten Quartal11,3 %
Bitcoin je ausstehender Aktie3.356 auf 3.225 Satoshis

Zusammenfassung: Metaplanet erhöhte seinen Bestand auf 44.000 BTC, zahlte beim Rückkauf der zuvor verkauften Bitcoin jedoch rund 9,3 % mehr. Die ausgewiesene BTC Yield von 11,3 % steht einer rückläufigen Zahl von Bitcoin je tatsächlich ausstehender Aktie gegenüber.

Strategy kauft 334 Bitcoin und investiert 176 Millionen US-Dollar in STRC-Rückkäufe

Strategy kaufte laut Yahoo Finanzen Deutschland in der vergangenen Woche 334 Bitcoin für 28,7 Millionen USD. Gleichzeitig gab das Unternehmen rund 176,3 Millionen USD für den Rückkauf eigener Vorzugsaktien aus.

Der Bitcoin-Bestand stieg dadurch auf genau 848.000 BTC. Es war der dritte wöchentliche Zukauf in Folge, das Volumen lag jedoch nur bei einem Fünftel des Kaufs der Vorwoche mit 1.665 BTC.

Strategy kaufte rund 1,77 Millionen STRC-Aktien zurück. STRC ist eine Vorzugsaktie, die Anlegern eine jährliche Dividende von 12% zahlt. Der Großteil der Mittel für die Rückkäufe stammte aus USD Cash, das für allgemeine Zwecke gehalten wird.

Von diesem Bestand verwendete Strategy 154,1 Millionen USD für Aktienrückkäufe und 13 Millionen USD für Bitcoin. Weitere 15,7 Millionen USD für den Bitcoin-Kauf stammten aus dem Verkauf von 92.894 neuen MSTR-Stammaktien.

Der STRC-Dividendensatz von 12% soll beibehalten werden, bis die Aktie dauerhaft nahe dem Ausgabepreis von 100 USD gehandelt wird. Peter Schiff vertrat laut Bericht die Ansicht, Strategy habe seine „Bitcoin-Kaufkraft verloren“, weil STRC keine neuen Mittel mehr einbringe.

Für das dritte Quartal schätzt Strategy seinen Bitcoin-Gewinn auf 20,91 Milliarden USD. Die Kursrallye ermöglichte es dem Unternehmen, einen steuerlichen Verlustvortrag von 4,12 Milliarden USD umzukehren.

Beim aktuellen Bitcoin-Kurs von etwa 86.138 USD ist der Bestand laut Bericht rund 72,4 Milliarden USD wert. Strategy zahlte insgesamt 63,97 Milliarden USD für die Bitcoin, der durchschnittliche Preis pro Coin liegt bei 75.441 USD.

Zusätzlich verfügt das Unternehmen über eine Reserve von 4,88 Milliarden USD für Dividenden und Zinsen sowie über 833,4 Millionen USD in USD Cash. Am 28. Oktober stimmen die Aktionäre über einen Plan für tägliche Dividenden auf die vier Vorzugsaktien ab.

Auch Strive kaufte Bitcoin. Das Unternehmen erwarb zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober 2.000 BTC zum Durchschnittspreis von 84.422 USD je Stück. Der Kauf entsprach etwa 169 Millionen USD und erhöhte den Bestand auf 29.462 BTC.

61,5% der von Strive aufgenommenen Mittel stammten laut Mitteilung aus SATA, der eigenen Vorzugsaktie. Strive hielt außerdem 505.000 STRC-Aktien im Wert von 50,2 Millionen USD.

Bitcoin-Kauf von Strategy334 Bitcoin
Investition von Strategy in Bitcoin28,7 Millionen USD
STRC-Rückkäufe176,3 Millionen USD
Bitcoin-Bestand von Strategy848.000 BTC
Geschätzter Bitcoin-Gewinn im dritten Quartal20,91 Milliarden USD
Bitcoin-Kauf von Strive2.000 BTC
Bitcoin-Bestand von Strive29.462 BTC

Zusammenfassung: Strategy verlagerte in der betreffenden Woche den Schwerpunkt deutlich auf den Rückkauf von STRC-Vorzugsaktien, während 334 Bitcoin gekauft wurden. Der Bitcoin-Bestand erreichte 848.000 BTC, während Strive mit 2.000 BTC einen deutlich größeren Wochenkauf meldete.

Strategy meldet Buchgewinn von 21 Milliarden US-Dollar

Strategy verbuchte laut BTC-ECHO im dritten Quartal einen Gewinn von 21 Milliarden US-Dollar auf seine digitalen Vermögenswerte. Dabei handelt es sich um einen Buchgewinn, der aus dem Kursanstieg der Bestände resultiert und nicht aus realisierten Erlösen.

In der vergangenen Woche kaufte Strategy weitere 334 Bitcoin. Zum Stichtag am 4. Oktober hielt das Unternehmen 848.000 BTC. Zusätzlich nahm Strategy eigene STRC-Vorzugsaktien im Wert von 176 Millionen US-Dollar vom Markt.

Durch die Rückkäufe sank die Reserve an US-Dollar-Vermögenswerten auf 5,7 Milliarden. Zwei Wochen zuvor hatte sie noch 6,09 Milliarden betragen.

Neben Strategy baute auch Bitmine seine Bestände weiter aus. Das Unternehmen erwarb in der vergangenen Woche 15.112 ETH und erhöhte seinen Bestand auf 6.016.414 Token.

Damit hielt Bitmine laut BTC-ECHO rund 4,9 Prozent des Gesamtangebots von 122,1 Millionen ETH. Das Unternehmen erreichte 99 Prozent seines selbst gesteckten Ziels von fünf Prozent.

Inklusive Bargeld und weiterer Investitionen beziffert Bitmine sein Gesamtvermögen auf 17,4 Milliarden US-Dollar. Die gestakte Menge lag weiterhin bei 5.067.309 ETH und blieb damit seit sechs Wochen unverändert, obwohl der Gesamtbestand in diesem Zeitraum um mehrere hunderttausend Token gewachsen war.

Strategy: Buchgewinn im dritten Quartal21 Milliarden US-Dollar
Strategy: Bitcoin-Bestand zum 4. Oktober848.000 BTC
Strategy: STRC-Rückkäufe176 Millionen US-Dollar
US-Dollar-Vermögenswerte5,7 Milliarden
Bitmine: Bestand6.016.414 ETH
Bitmine: Anteil am Gesamtangebot4,9 Prozent von 122,1 Millionen ETH
Bitmine: Gesamtvermögen17,4 Milliarden US-Dollar
Gestakte ETH5.067.309 ETH

Zusammenfassung: Strategy meldete für das dritte Quartal einen Buchgewinn von 21 Milliarden US-Dollar und hielt zum 4. Oktober 848.000 BTC. Bitmine erhöhte seinen Bestand auf 6.016.414 ETH und erreichte damit 99 Prozent des selbst gesteckten Ziels von fünf Prozent.

Finanzierung und Kapitalstruktur bestimmen die Bitcoin-Treasury-Strategien

Die Berichte von finanzen.net, Blocktrainer, Yahoo Finanzen Deutschland und BTC-ECHO zeigen, dass Bitcoin-Treasury-Unternehmen ihre Bestände nicht ausschließlich über laufende Käufe ausbauen. Neben neuen Bitcoin-Investitionen spielen Vorzugsaktien, Aktienrückkäufe, Unternehmensanleihen, Schulden und liquide Reserven eine zentrale Rolle.

Strategy kombinierte einen Bitcoin-Kauf von 334 Bitcoin mit STRC-Rückkäufen von 176,3 Millionen USD beziehungsweise 176 Millionen US-Dollar. Metaplanet verkaufte zunächst 10.000 Bitcoin, kaufte anschließend 11.000 BTC zurück und begründete den Schritt mit der Stärkung der Kreditwürdigkeit und dem Zugang zu künftigen Finanzierungsmöglichkeiten.

Bei Metaplanet fällt zudem die unterschiedliche Entwicklung verschiedener Kennzahlen auf. Einer ausgewiesenen BTC Yield von 11,3 % stand ein Rückgang der Bitcoin je ausstehender Aktie von 3.356 auf 3.225 Satoshis gegenüber.

Strategy wiederum ordnet seine Kapitalstruktur ausdrücklich in Digital Capital, Digital Credit und Digital Equity ein. Die Stammaktie soll dabei den nachrangigen und volatileren Teil übernehmen, während Vorzugsaktien als vorrangigere Kreditinstrumente eingesetzt werden.

Zusammenfassung: Die aktuellen Meldungen verdeutlichen, dass die Größe eines Krypto-Bestands allein die Entwicklung eines Treasury-Unternehmens nicht vollständig beschreibt. Entscheidend sind zusätzlich Finanzierungskosten, Aktienverwässerung, Rückkäufe, Vorzugsaktien, Schulden, Liquiditätsreserven und die Entwicklung der Bestände je ausstehender Aktie.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung zeigt, dass Bitcoin-Treasury-Modelle zunehmend zu komplexen Kapitalstrukturen werden. Entscheidend ist nicht die absolute Zahl gehaltener Coins, sondern ob Finanzierung, Verwässerung, Dividenden und Rückkäufe den Bitcoin-Bestand je Aktie tatsächlich erhöhen.

Besonders kritisch ist die Abhängigkeit von steigenden Bitcoin-Kursen: Buchgewinne und renditebasierte Finanzierungsmodelle können in einem fallenden Markt schnell unter Druck geraten. Die geplanten digitalen Dollar- und Vorzugsaktienmodelle besitzen daher Innovationspotenzial, sind aber keineswegs mit sicheren Erträgen gleichzusetzen.

Metaplanets Rückkauf zu einem rund 9,3 % höheren Preis verdeutlicht zudem, dass strategische Liquidität zwar die Kreditwürdigkeit stärken kann, zugleich aber erhebliche Opportunitätskosten verursacht. Für Anleger wird deshalb die Entwicklung je Aktie wichtiger als bloße Rekordmeldungen bei den Gesamtbeständen.

Kernaussage: Bitcoin-Treasury-Unternehmen professionalisieren ihre Finanzierung, erhöhen damit aber auch die Komplexität und die Krisenanfälligkeit ihrer Geschäftsmodelle.

Quellen: