Bitcoin-Steuer vor dem Aus? Union formiert Widerstand gegen Reform
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Politischer Widerstand gegen die geplante Krypto-Steuerreform wächst, während Bitcoin trotz Milliardenverfalls unter Makrodruck bleibt und Altcoins uneinheitlich tendieren.
Die Krypto-Woche steht im Zeichen politischer Weichenstellungen und großer Marktbewegungen: Während sich in der Union Widerstand gegen eine mögliche Verschärfung der Bitcoin-Steuer formiert, kämpft Bitcoin mit makroökonomischem Gegenwind. Ein milliardenschwerer Optionsverfall, deutliche Kursausschläge bei einzelnen Altcoins und der Ausblick auf den Wochenstart liefern zusätzlichen Zündstoff.
CDU/CSU-Finanzpolitiker stellen sich laut BILD gegen geplante Bitcoin-Steuer
Nach widersprüchlichen Signalen aus der CDU/CSU-Fraktion formiert sich laut Blocktrainer offenbar Widerstand gegen die geplante Abschaffung der steuerfreien Haltefrist für Bitcoin und Kryptowährungen. Finanzpolitiker der Union wollten demnach keine weiteren Belastungen mittragen.
Die Diskussion reicht bis in die Koalitionsverhandlungen im Frühjahr 2025 zurück. Damals habe die SPD die Abschaffung der steuerfreien Haltefrist angestrebt, während die Union dagegen Widerstand geleistet habe. Ende 2025 erklärte der CDU-Abgeordnete Lukas Krieger, die CDU/CSU setze sich für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.
„Wir brauchen aber Rechtssicherheit für Anleger und Unternehmen, und wir setzen [uns] als CDU/CSU hier beispielsweise weiterhin klar für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.“
Im April 2026 stellte Finanzminister Lars Klingbeil Eckwerte für den Haushalt 2027 vor, die eine Änderung der Krypto-Besteuerung vorsahen. Im Juli wurde der Haushaltsentwurf vom Bundeskabinett beschlossen; Bitcoin und andere Kryptowährungen sollten demnach wie Aktien besteuert werden.
Gleichzeitig sorgten Aussagen einzelner Unionspolitiker für den Eindruck, dass die CDU/CSU die Reform letztlich mittragen könnte. Der CSU-Abgeordnete Thomas Silberhorn stellte die Abschaffung der Haltefrist Ende Juni in einer Antwort offenbar als bereits beschlossene Sache dar. Der CDU-Abgeordnete Lars Ehm erklärte hingegen, aus dem Koalitionsvertrag lasse sich weder eine konkrete Abschaffung noch eine verbindliche Zusage zum unveränderten Fortbestand der bisherigen Regelung ableiten.
Nach einem Bericht der BILD, auf den sich Blocktrainer bezieht, drohen CDU-geführte Länder mit Blockaden im Bundesrat. Fast alle CDU-Ministerpräsidenten seien sich demnach einig, dass es keine Steuererhöhungen geben dürfe. Da Steuergesetze, deren Aufkommen ganz oder teilweise Ländern oder Gemeinden zufließt, der Zustimmung des Bundesrats bedürfen, könnten die Länder entsprechende Gesetzentwürfe blockieren.
Auch innerhalb der Bundestagsfraktion gebe es erheblichen Widerstand. Während alle 12 CDU/CSU-Abgeordneten im Agrarausschuss die neue Zuckersteuer ablehnten, stellten sich die CDU/CSU-Finanzpolitiker laut BILD offenbar geschlossen gegen die Reform der Einkommensteuer und die Änderung der Krypto-Steuer. Als besonders kritische Stimmen werden unter anderem Olav Gutting und Fritz Güntzler genannt.
Ein fertiger Referentenentwurf des Finanzministeriums liege weiterhin nicht vor. Laut der durchgesickerten Version sollen vor 2027 gekaufte Coins weiterhin unter die alte Regelung fallen. Für Bitcoin-Sparer wäre es nach Einschätzung von Blocktrainer dennoch vorteilhafter, wenn die Haltefrist darüber hinaus bestehen bliebe.
Der politische Druck könnte durch die Wählerzahlen verstärkt werden. Blocktrainer verweist auf aktuelle Umfragen, nach denen die CDU/CSU bundesweit nur noch auf um die 20 % komme, während 79 % der Deutschen laut ZDF-Politbarometer der Meinung seien, dass Friedrich Merz als Bundeskanzler einen eher schlechten Job mache. In Deutschland gebe es laut Studien rund 9 Millionen Krypto-Halter.
Die geplante Reform müsse laut Blocktrainer noch mehrere Hürden nehmen. Der Widerstand der CDU/CSU-Finanzpolitiker könne die Zustimmung im Bundestag gefährden, während die Länder das Vorhaben im Bundesrat möglicherweise blockierten. Offizielle Stellungnahmen von Unionspolitikern, wonach sie sich gegen die Abschaffung der Haltefrist stellen, lägen bislang jedoch nicht vor.
Zusammenfassung: Laut Blocktrainer und BILD-Bericht wächst der Widerstand gegen die geplante Änderung der Krypto-Besteuerung. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen; Bundestag und Bundesrat könnten die Reform erschweren.
Bitcoin steigt am Sonntagnachmittag, mehrere große Kryptowährungen geben nach
Finanzen.net berichtet für den Sonntagnachmittag über einen insgesamt stabilen Kryptomarkt. Der Bitcoin-Kurs stieg um 17:11 Uhr um 0,09 Prozent auf 84.488,61 US-Dollar, nachdem der Kurs am Vortag bei 84.412,72 US-Dollar gelegen hatte.
Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP verzeichnete gleichzeitig eine Tagesveränderung von -0,6 Prozent und notierte bei 11,23 EUR. Bei mehreren großen Kryptowährungen überwogen jedoch die Verluste.
| Kryptowährung | Veränderung | Kurs | Vortag |
|---|---|---|---|
| Bitcoin | +0,09 Prozent | 84.488,61 US-Dollar | 84.412,72 US-Dollar |
| Litecoin | -2,76 Prozent | 70,63 US-Dollar | 72,63 US-Dollar |
| Ethereum | -0,31 Prozent | 2.687,44 US-Dollar | 2.695,67 US-Dollar |
| Bitcoin Cash | -2,00 Prozent | 329,18 US-Dollar | 335,91 US-Dollar |
| Ripple | -0,95 Prozent | 1,514 US-Dollar | 1,528 US-Dollar |
| Monero | -2,74 Prozent | 544,25 US-Dollar | 559,57 US-Dollar |
| Cardano | keine Veränderung angegeben | 0,2527 US-Dollar | 0,2541 US-Dollar |
| Stellar | -1,14 Prozent | 0,2141 US-Dollar | 0,2166 US-Dollar |
| Tron | keine Veränderung | 0,3336 US-Dollar | 0,3336 US-Dollar |
| Binancecoin | +0,23 Prozent | 775,06 US-Dollar | 773,31 US-Dollar |
| Dogecoin | keine wesentliche Veränderung angegeben | 0,0967 US-Dollar | 0,0968 US-Dollar |
| Solana | +0,18 Prozent | 121,62 US-Dollar | 121,40 US-Dollar |
| Avalanche | +0,76 Prozent | 10,94 US-Dollar | 10,86 US-Dollar |
| Chainlink | -0,95 Prozent | 14,01 US-Dollar | 14,15 US-Dollar |
| Sui | +5,54 Prozent | 1,229 US-Dollar | 1,165 US-Dollar |
Besonders deutlich bewegte sich Sui nach oben. Der Kurs stieg um 5,54 Prozent auf 1,229 US-Dollar, nachdem am Vortag 1,165 US-Dollar verzeichnet worden waren. Bei Litecoin, Monero und Bitcoin Cash waren die Rückgänge hingegen deutlich ausgeprägt.
Ethereum fiel um 0,31 Prozent auf 2.687,44 US-Dollar. Ripple notierte bei 1,514 US-Dollar, während Cardano, Tron und Dogecoin nur geringe Veränderungen gegenüber dem jeweiligen Vortag zeigten.
Zusammenfassung: Bitcoin legte leicht auf 84.488,61 US-Dollar zu. Der Markt blieb insgesamt stabil, während Sui deutlich zulegte und mehrere etablierte Kryptowährungen nachgaben.
Bitcoin-Optionen im Wert von rund 15,9 Milliarden Dollar verfallen
Wallstreet Online berichtet über den größten Quartalsverfall von Bitcoin-Optionen des Jahres 2026. Auf Deribit verfielen rund 15,9 Milliarden Dollar an Bitcoin-Optionen; dies entsprach 37 Prozent des gesamten offenen Interesses.
Bitcoin hatte zu Beginn der Woche 87.300 Dollar berührt und damit den höchsten Stand seit Januar erreicht. Danach belasteten steigende Anleiherenditen den Kurs. Innerhalb von zwei Tagen fiel Bitcoin auf 84.000 Dollar zurück.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg laut Wallstreet Online auf ein 19-Jahres-Hoch. Sie sprang auf 5,11 Prozent, nachdem der Flash-PMI mit 58,4 den höchsten Wert seit Juli 2021 erreicht hatte.
Bitcoin startete die Woche bei 86.214 Dollar und erreichte am 22. September kurzzeitig 87.300 Dollar. Eine Sitzung mit hohem Volumen führte den Kurs durch die frühere Marke von 82.281 Dollar. Der 14-Tage-RSI stieg auf 72,24 und lag damit im überkauften Bereich.
Am 23. September stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 15 Basispunkte auf über 5,1 Prozent. Bitcoin fiel von 85.900 Dollar auf ein Tief von 82.873 Dollar, bevor sich der Kurs bei 84.000 Dollar stabilisierte.
| Marktdaten | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Optionen am Verfallstag | rund 15,9 Milliarden Dollar |
| Anteil am offenen Interesse | 37 Prozent |
| Höchster Bitcoin-Kurs der Woche | 87.300 Dollar |
| Bitcoin-Tief nach dem Rückgang | 82.873 Dollar |
| Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen | 5,11 Prozent |
| Flash-PMI | 58,4 |
| Put-Call-Verhältnis | 0,69 |
| Marktkapitalisierung von Bitcoin | 1,69 Billionen Dollar |
Das Put-Call-Verhältnis lag bei 0,69 und deutete laut dem Bericht auf eine Positionierung zugunsten höherer Kurse hin. 98 Prozent aller Put-Optionen seien praktisch wertlos gewesen.
Gleichzeitig hätten große Wallet-Adressen ihre Bitcoin-Bestände weiter ausgebaut. Adressen mit 100 bis 1.000 BTC sammelten laut Santiment seit dem 15. Juli insgesamt 113.950 BTC an.
CoinDCX setzte das September-Ziel bei 87.500 Dollar und nannte einen Korridor von 82.281 bis 90.000 Dollar. Der Oktober-Basisfall liege bei 90.000 Dollar. Wallstreet Online betont zugleich, dass sich eine Verdopplung bei einer Marktkapitalisierung von 1,69 Billionen Dollar über Jahre und nicht über Wochen entwickeln würde.
Der Artikel stellt außerdem das Projekt Pepeto in den Mittelpunkt. Beschrieben wird eine Cross-Chain-Brücke zwischen Solana, Ethereum, BNB Chain, Arbitrum und Base. Eine Übertragung dauere weniger als eine Minute und koste außer den Gasgebühren nichts.
Darüber hinaus wird PepetoSwap als Börse ohne Handelsgebühr beschrieben. Ein Risikoprüfer überprüfe bei jedem Token 42 Punkte, simuliere Kauf und Verkauf auf einer Testkopie und vergebe eine Bewertung von 0 bis 100. Tokens mit schlechter Bewertung würden vor dem Handel gesperrt.
Nach Angaben des Artikels zahlten Käufer mehr als 10,38 Millionen Dollar in den Presale ein. Der Preis lag bei 0,000000188 Dollar pro Coin. Die Verträge hätten ein vollständiges SolidProof-Audit bestanden.
Zusammenfassung: Der Optionsverfall im Wert von rund 15,9 Milliarden Dollar trifft auf eine bullische Positionierung und weitere Käufe großer Wallets. Gleichzeitig bleibt Bitcoin laut Wallstreet Online wegen der hohen Marktkapitalisierung anfällig für makroökonomische Belastungen durch steigende Anleiherenditen.
Bitcoin und Ethereum im Fokus zum Wochenstart
Börse Online stellt zum Wochenstart Bitcoin, Ethereum und weitere Markt- und Wirtschaftsthemen in den Mittelpunkt. Der DAX dürfte dem Bericht zufolge mit einem Plus von 0,2 Prozent starten.
Am Freitag war der DAX um 0,6 Prozent auf 25.409 Punkte gestiegen. Die Woche beendete der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,4 Prozent.
Als stützende Faktoren nennt Börse Online nachlassende Ölpreise und Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und Iran. Neben Bitcoin und Ethereum standen außerdem Trump, SpaceX, Michael Burry, Nio, der Euro und UBS im Fokus.
Zusammenfassung: Börse Online erwartet einen leicht positiven DAX-Start von 0,2 Prozent. Bitcoin und Ethereum werden als zentrale Themen des Marktüberblicks zum Wochenbeginn genannt.
Einschätzung der Redaktion
Die steuerpolitische Debatte ist für den deutschen Kryptomarkt weit bedeutender als die kurzfristig uneinheitlichen Kursbewegungen. Bleibt die einjährige Haltefrist bestehen, stärkt das die Planbarkeit privater Investitionen; fällt sie, dürfte der administrative Aufwand steigen und die Standortattraktivität leiden. Solange weder im Bundestag noch im Bundesrat eine belastbare Mehrheit erkennbar ist, bleibt die Reform politisch unsicher.
Der Optionsverfall und die hohen Anleiherenditen zeigen zugleich, dass Bitcoin weiterhin stark auf Liquidität, Zinsen und Derivatemärkte reagiert. Die bullische Positionierung kann bei positiven Impulsen Auftrieb geben, erhöht aber auch das Risiko abrupter Rücksetzer. Eine kurzfristig stabile Notierung ist daher kein verlässliches Signal für eine nachhaltige Trendwende.
Kernaussage: Politische Rechtssicherheit und das Zinsumfeld sind derzeit die entscheidenden Faktoren; kurzfristige Kursgewinne einzelner Kryptowährungen bleiben dagegen von begrenzter Aussagekraft.
Quellen:
- Laut BILD-Informationen: CDU/CSU-Finanzpolitiker stellen sich gegen Bitcoin-Steuer
- So entwickeln sich Bitcoin, Ripple & Co am Sonntagnachmittag am Kryptomarkt
- Bitcoin Prognose: 16 Milliarden Dollar in Optionen verfallen heute, doch die Wale kaufen weiter
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- So startet der DAX in die Woche - Trump, SpaceX, Burry, Bitcoin, Ethereum, Nio, Euro, UBS
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