Bericht sagt: Bitcoin schürfen ist grüner als oftmals berichtet

Bericht sagt: Bitcoin schürfen ist grüner als oftmals berichtet

Viele Forschungsergebnisse haben ergeben, dass das Schürfen von Bitcoin alles andere als umweltfreundlich ist. Oftmals stand der Bitcoin neben seinem aktuellen Kursstand oder Prognosen genau deswegen in den Schlagzeilen. Jetzt hat CoinShares einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass das alles übertrieben ist.

Bitcoin schürfen doch nicht so umweltschädlich?

Bitcoin eilt ein schlechter Ruf voraus, wenn es um das Schürfen geht. Viele sehen ihn aufgrund des hohen Energieverbrauchs, der für das Schürfen notwendig ist, als Umweltbelastung an. Laut dem Bitcoin Consumption Index wird für das Schürfen von Bitcoin genauso viel Energie verbraucht, wie das ganze Land Bangladesch benötigt.

CoinShares, eine Verwaltungsfirma für digitale Assets, ist allerdings der Auffassung, dass dieses Thema übertrieben wird und Miner eine nicht so große Belastung für die Umwelt sind wie viele behaupten. Sie haben einen Bericht dazu veröffentlicht, der etwas Aufklärung leisten soll.

Christopher Bendiksen, Samuel Gibbons und Eugene Lim vn CoinShares schrieben gemeinsam an dem Bericht mit dem Titel “The Bitcoin Mining Network”. Daraus geht hervor, dass Miner sehr stark auf erneuerbare Energie setzen.

“Wir betonen diese Tatsache immer wieder, weil die allgemeine öffentliche Meinung über die Umweltauswirkungen des Kryptowährungs-Mining überwiegend negativ ist”

“Unserer Ansicht trägt das Schürfen von Kryptowährungen, obwohl kostspielig, nur unwesentlichen Schaden zur Umwelt bei, als wir alle vermuten, und es ist auch unwahrscheinlich, dass sich das in absehbarer Zukunft ändern wird. “

Einer Schätzung zufolge wird für das Schürfen von Bitcoin rund 77.6 Prozent erneuerbare Energie eingesetzt, was umweltfreundlicher ist, als beinahe jede andere große Industrie weltweit, wie etwa dem Bankwesen oder dem Goldabbau. Die im Bericht erwähnte Nummer ist auf Sichuan, China zurückzuführen, da in dieser Provinz schätzungsweise 48 Prozent aller Bitcoins geschürft werden. Laut einem Bericht von Morgan Stanley wird in dieser Region auf 90 Prozent erneuerbare Energie gesetzt. Ein weiterer Vorteil dieser Region sind die niedrigeren Temperaturen, da so weniger Kühlsysteme notwendig sind, die gerade beim Mining sehr viel Energie verbrauchen.

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“Diese Standorte werden nicht rein zufällig ausgewählt.”

Doch nicht nur China konzentriert sich auf Standorte, wo erneuerbare Energie eingesetzt wird. Auch im pazifischen Nordwesten der USA und in den meisten skandinavischen Ländern wird darauf geachtet. Das wird sich nicht nur umweltfreundlicher aus, sondern bringt auch den Vorteil für die Miner, dass die Strom- und Betriebskosten in diesen Regionen niedriger sind.

Finanzökonom sieht es anders

Finanzökonom und Blockchain-Spezialist Alex de Vries, der mit Digiconomist für die Erstellung des Bitcoin Mining Index zusammengearbeitet hat, sagt allerdings, dass seine Berechnung weitaus schädlicher ausfallen. Zum 30. November berechnete er, dass die Bitcoin-Aktivität 0.24 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs ausmacht, womit rund 5 Millionen US-Haushalte versorgt werden könnten.

Quellenangaben: Livebitcoinnews
Bildquelle: Pixabay

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