Bitcoin-Rally trifft auf wachsende Risiken durch ETFs, Hebel und Stablecoins

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin profitiert von ETF-Zuflüssen, On-Chain-Aktivität und politischem Rückenwind, doch Strategy, Tether, Kriminalität und hoher Hebel bergen erhebliche Korrekturrisiken.

Bitcoin steht zwischen neuer Dynamik und alten Risiken: ETF-Milliarden, steigende On-Chain-Aktivität und ein Short Squeeze treiben die Erholung, während Strategy, Tether und der wachsende Hebel strukturelle Gefahren offenlegen. Der Pressespiegel zeigt, wie nah Kursrally und Korrekturrisiko derzeit beieinanderliegen.

Bitcoin zwischen Kursrally und strukturellen Risiken

Der Bitcoin-Markt zeigt derzeit zwei gegensätzliche Entwicklungen: Während der Kurs zeitweise über 80.000 US-Dollar stieg, warnen Experten weiterhin vor erheblichen Risiken im Kryptosystem. Die vorliegenden Meldungen beleuchten sowohl die Kursbewegung und institutionelle Nachfrage als auch mögliche Belastungen durch hoch verschuldete Bitcoin-Halter, Stablecoins und eine verstärkte Hebelwirkung.

WiWo: Co-Pierre Georg warnt vor Risiken bei Strategy und Tether

Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche beschreibt Co-Pierre Georg, Leiter des Centre for Digital Economics der Frankfurt School of Finance, eine zunehmend kritische Haltung gegenüber Bitcoin. Er erklärt, dass er bei seiner Beschäftigung mit der Kryptowährung zunächst skeptisch gewesen sei, sein Blick auf Bitcoin aber mit intensiverer Forschung kritischer geworden sei.

Als ein wesentliches Risiko nennt Georg das US-Unternehmen Strategy, das in den vergangenen Jahren massiv Bitcoin gekauft habe. Das frühere Softwareunternehmen habe dafür wiederholt neues Kapital aufgenommen. Nachdem dieses Modell durch den Einbruch des Kryptomarktes ins Stocken geraten sei, habe Strategy eine hochverzinsliche Vorzugsaktie ausgegeben, für die das Unternehmen immer höhere Zinsen zahlen müsse.

Die Dividendenrendite dieser Vorzugsaktie liege mittlerweile bei etwa zwölf Prozent. Georg betont, hohe Zinsen seien bei einer Investition nicht unbedingt positiv, sondern vor allem ein Zeichen für ein hohes Risiko.

Strategy habe zuletzt wiederholt Bitcoin verkauft, um den finanziellen Druck abzufedern. Nach Einschätzung Georgs gehe es jedoch weniger um kurzfristige Kursausschläge als um einen möglicherweise dauerhaft entstehenden Verkaufsdruck. Der Indexanbieter MSCI prüfe, ob Unternehmen wie Strategy aus vielen ETFs ausgeschlossen werden sollen, wenn ihr Geschäftsmodell im Wesentlichen im Kauf von Bitcoin bestehe.

Ein Ausschluss würde nach Darstellung der WirtschaftsWoche den mechanischen Kaufdruck verringern. Georg glaubt nicht, dass Strategy schnell zahlungsunfähig werde. Sollten sich die Kurse jedoch nicht stabilisieren, könnten die rund 840.000 Bitcoin nach und nach auf den Markt kommen.

Als noch größere Gefahr bezeichnet Georg eine mögliche Krise bei Tether. Das Unternehmen ist laut dem Interview der größte Emittent von Stablecoins. Diese Kryptowährungen sollen an den Wert einer Fiatwährung wie dem Dollar gekoppelt sein und nicht im Kurs schwanken.

Der größte Teil des Stablecoin-Volumens werde laut Georg nicht für grenzüberschreitende Zahlungen genutzt, sondern für das Market Making und damit für die Liquiditätsversorgung von Kryptobörsen. Sollte der Tether-Stablecoin seine Dollar-Bindung verlieren, könnten auf Kryptobörsen unterschiedliche Preise entstehen. Im Extremfall könnten Börsen Auszahlungen stoppen, wenn sie nicht ausreichend liquide seien.

Als Problem nennt Georg außerdem, dass Tether zu lange keine vollständige Wirtschaftsprüfung gehabt habe, die die Anlage der Einlagen bestätigt. Nach eigenen Angaben von Tether machten Bitcoin drei Prozent der Einlagen aus. Etwa drei Viertel der Einlagen lägen in US-Staatsanleihen und Cash. Georg unterstelle dem Unternehmen nicht grundsätzlich falsche Zahlen, hält Tether im Verhältnis zu den Risiken jedoch für extrem niedrig kapitalisiert.

AspektAngabe der Quelle
Dividendenrendite der Strategy-Vorzugsaktieetwa zwölf Prozent
Bitcoin-Bestand von Strategyrund 840.000 Bitcoin
Bitcoin-Anteil bei Tetherdrei Prozent
Anteil in US-Staatsanleihen und Cashetwa drei Viertel
Globales Bitcoin-Zahlungsvolumen pro Jahr700 bis 850 Millionen Dollar
Durch Anlagebetrug identifizierte Bitcoin-Zahlungen2,6 Milliarden Dollar über drei Jahre
Krimineller Bezug laut Chainanalysisein Prozent aller Krypto-Transaktionen

Beim fairen Wert von Bitcoin hält Georg eine konkrete Preisangabe für schwierig. Entscheidend sei, wofür Bitcoin tatsächlich genutzt werde. Laut Industriedaten liege das globale Zahlungsvolumen pro Jahr in der Größenordnung von 700 bis 850 Millionen Dollar. Dem stelle die Forschung Bitcoin-Zahlungen in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar über drei Jahre gegenüber, die allein durch Anlagebetrug identifiziert worden seien.

Die von Chainanalysis genannte Quote von einem Prozent aller Krypto-Transaktionen mit kriminellem Bezug bezeichnet Georg als eine der größten Selbsttäuschungen der Kryptoindustrie. Bei dieser Berechnung würden auch Market Making und andere technische Transaktionen einbezogen. Für einen Vergleich von Zahlungen mit Zahlungen müsse diese Transaktionsstruktur berücksichtigt werden.

Georg vertritt zudem die Ansicht, dass Bitcoin historisch als Zahlungsmethode für illegales Glücksspiel und später als Zahlungsmittel des Darknets groß geworden sei. Nach aktueller Forschung werde Bitcoin weiterhin in großem Stil für Verbrechen genutzt. Er sagt, wer Bitcoin und andere Kryptowährungen kaufe, stelle aus seiner Sicht Liquidität für diese illegalen Zahlungen zur Verfügung.

„Wer Bitcoin kauft, stellt Liquidität für illegale Zahlungen zur Verfügung“

Als besonders schwerwiegende gesellschaftliche Nebenwirkung nennt Georg die Nutzung von Bitcoin im Bereich Kinderpornographie. Es gebe zahlreiche Fälle und Ermittlungen, die zeigten, dass Darknet-Seiten mit kinderpornographischem Material über Bitcoin bezahlt worden seien. Den Vergleich mit Bargeld hält er für nicht passend und betont, keine Technologie sei neutral, auch Bitcoin nicht.

Zusammenfassung: Die WirtschaftsWoche stellt Bitcoin einerseits als von systemischen Risiken betroffene Kryptowährung dar und andererseits als Technologie mit erheblichen gesellschaftlichen Nebenwirkungen. Im Mittelpunkt stehen Strategy, Tether, die Kapitalisierung des Kryptosektors sowie die Nutzung von Bitcoin im Darknet.

finanzen.net: Bitcoin steigt zeitweise über 80.000 US-Dollar

finanzen.net berichtet über einen kräftigen Anstieg des Bitcoin. Am Dienstag überschritt die älteste und bekannteste Kryptowährung erstmals seit mehr als drei Monaten die Marke von 80.000 US-Dollar.

Am Morgen wurde Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp zu 80.750 Dollar gehandelt. Damit lag der Kurs mehr als zwei Prozent höher als am Vortag. Im frühen Handel stieg Bitcoin zeitweise bis auf 81.255 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte Mai.

Später fiel der Kurs wieder unter die Marke von 80.000 Dollar und notierte zeitweise noch bei rund 78.935 US-Dollar. Als Grund für den Kursgewinn wurde am Markt ein Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Vertretern der Kryptobranche genannt. Die Zusammenkunft habe den Optimismus hinsichtlich des Engagements der US-Regierung für den Kryptosektor erhöht.

Trump dränge darauf, dass ein Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen umgesetzt werde. Anleger hofften dadurch auf weniger Regulierung beim Handel mit Kryptowährungen. Analyst Timo Emden von Captrader erklärte, Investoren dies- und jenseits des Atlantiks setzten darauf, dass Washington der Branche keine Steine mehr in den Weg lege.

„Auf der Suche nach Anlagealternativen zum US-Dollar scheint am Bitcoin offensichtlich derzeit kein Weg vorbeizuführen.“

Bereits seit etwa einer Woche habe Bitcoin deutlich an Wert gewonnen. In diesem Zeitraum sei der Kurs etwa 15.000 Dollar gestiegen. Zu den stärksten Treibern habe die Ankündigung der US-Regierung gezählt, verstärkt eigene Staatsanleihen zurückzukaufen. Diese Ankündigung belastete den US-Dollar.

Mit den Rückkäufen sollen die Renditen der Staatspapiere gesenkt werden. Dadurch soll auch der Schuldendienst der US-Regierung günstiger werden. Hohe Renditen an den Anleihemärkten können laut finanzen.net zudem Unternehmen und Verbraucher belasten, wenn sie Kredite aufnehmen.

Trotz des Anstiegs lag Bitcoin weiterhin unter dem Jahreshoch, das im Januar bei knapp 98.000 Dollar markiert worden war. Befürchtungen über Leitzinsanhebungen hatten die Kursentwicklung zwischenzeitlich gedämpft. Steigende Zinsen erhöhen unter anderem die Finanzierungskosten und können Investoren dazu veranlassen, Geld aus riskanten Anlageklassen wie Bitcoin abzuziehen.

Kurs- oder ZeitraumangabeWert
Handel bei Bitstamp am Morgen80.750 Dollar
Hoch im frühen Handel81.255 Dollar
Spätere Notierungrund 78.935 US-Dollar
Anstieg innerhalb etwa einer Wocheetwa 15.000 Dollar
Jahreshoch im Januarknapp 98.000 Dollar

Zusammenfassung: Laut finanzen.net trieben politische Signale aus Washington, Erwartungen an eine kryptofreundlichere Regulierung und die Entwicklung an den US-Anleihemärkten den Bitcoin zeitweise über 80.000 US-Dollar. Gleichzeitig bleibt der Kurs unter dem im Januar erreichten Jahreshoch von knapp 98.000 Dollar.

Der Aktionär: ETF-Zuflüsse und Short Squeeze treiben die Erholung

Der Aktionär beschreibt die jüngste Entwicklung als Fortsetzung der Bitcoin-Erholung. Die größte Kryptowährung der Welt habe am Dienstag die Marke von 80.000 Dollar geknackt und zuletzt um mehr als 1,5 Prozent auf rund 80.280 Dollar zugelegt.

Der jüngste Kurssprung sei Teil einer stärkeren Bewegung gewesen. Innerhalb von nur drei Tagen habe Bitcoin in der vergangenen Woche mehr als 20 Prozent zugelegt. Der Aktionär bezeichnet dies als stärksten Drei-Tage-Anstieg seit 2023. Auf Sicht der vergangenen Handelswoche sei Bitcoin sogar um 21 Prozent gestiegen.

Von dieser Entwicklung profitierten auch die Bitcoin-Proxys Strategy und Metaplanet. Beide verzeichneten laut der Quelle ebenfalls zweistellige Kursgewinne. Als wichtigen Treiber der Bewegung nennt Der Aktionär einen Short Squeeze.

Mehr als vier Milliarden Dollar an Positionen, die auf fallende Kryptokurse gesetzt hatten, seien liquidiert worden. Die dadurch erzwungenen Käufe verstärkten die Aufwärtsbewegung zusätzlich. Nach Darstellung der Quelle kann dieser Mechanismus eine Kursbewegung beschleunigen, weil die Schließung von Short-Positionen weitere Käufe auslöst.

Zusätzlichen Rückenwind habe eine Entscheidung des US-Finanzministeriums geliefert. Die geplante Verdoppelung der Käufe länger laufender US-Staatsanleihen ließ die Renditen zwischenzeitlich sinken. Davon profitierten auch risikoreichere Anlagen.

Gleichzeitig rückten Inflation und die hohe US-Staatsverschuldung wieder stärker in den Fokus. Knappes digitales Geld wie Bitcoin gewinne in diesem Umfeld für einige Anleger an Attraktivität. Auch Gold erlebe einen neuen Anstieg und habe die Marke von 4.500 Dollar je Feinunze klar hinter sich gelassen. Ein Analyst sehe den Goldpreis sogar auf 5.400 Dollar steigen.

Eine zentrale Rolle spielten laut Der Aktionär die institutionellen Anleger. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 1,92 Milliarden Dollar. Dies sei der stärkste Wochenzufluss seit Oktober gewesen, als Bitcoin sein bisheriges Zyklushoch erreicht habe.

Die ETF-Zuflüsse gelten laut Quelle als wichtiges Signal, weil sie darauf hindeuten, dass die Nachfrage nicht ausschließlich von kurzfristig orientierten Tradern getragen werde. Auch größere Anleger positionierten sich wieder.

Für einen möglichen Anstieg bis zur Marke von 100.000 Dollar müssten die Marktteilnehmer die Aufwärtsbewegung jedoch fortsetzen. Technische Unterstützung könnte von der Charttechnik kommen. Bitcoin habe sowohl die 200-Tage-Linie als auch den GD50 überwunden. Zudem zeichne sich die Ausbildung eines Golden Cross ab.

EntwicklungAngabe der Quelle
Jüngster Kursrund 80.280 Dollar
Anstieg innerhalb von drei Tagenmehr als 20 Prozent
Anstieg innerhalb der vergangenen Handelswoche21 Prozent
Liquidierte Short-PositionenMehr als vier Milliarden Dollar
Nettozuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs1,92 Milliarden Dollar
Goldpreis4.500 Dollar je Feinunze
Mögliches Analystenziel für Gold5.400 Dollar

Der Aktionär weist zugleich auf einen Interessenkonflikt hin. Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Bernd Förtsch, sei unmittelbar und mittelbar Positionen über Bitcoin und nxtAssets Bitcoin direct eingegangen, die von einer durch die Publikation möglicherweise resultierenden Kursentwicklung profitieren könnten.

Zusammenfassung: Der Aktionär führt die Bitcoin-Rally vor allem auf einen Short Squeeze, sinkende Anleiherenditen und starke Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs zurück. Die Marke von 100.000 Dollar wird als nächstes wichtiges Etappenziel beschrieben, während die Quelle zugleich auf den bestehenden Interessenkonflikt hinweist.

Wallstreet Online: Canaan präsentiert Mining-Lösungen für Unternehmen und Haushalte

Wallstreet Online berichtet über die Strategie des an der Nasdaq notierten Anbieters Canaan. Das Unternehmen will auf der Bitcoin Asia 2026 in Hongkong ein breit aufgestelltes Bitcoin-Computing-Netzwerk vorstellen.

Die Branchenkonferenz findet vom 27. bis 28. August statt. Im Mittelpunkt steht das Konzept „From Enterprise to Home“, mit dem Canaan zeigen will, wie leistungsfähige Hashrate-Geräte an unterschiedliche Betriebsumgebungen angepasst werden können. Das Spektrum reicht laut Quelle von großen Rechenzentren bis zu privaten Haushalten.

Canaan stellt neben industriellen Anwendungen auch Lösungen für den privaten Mining-Markt vor. Dabei geht es insbesondere um einen möglichst geräuscharmen Betrieb, flexible Leistungsprofile und die Nutzung der beim Rechnen entstehenden Wärme.

Für den Heimgebrauch präsentiert das Unternehmen drei Avalon-Modelle. Der Avalon Nano 3S wird als kompakter und tragbarer Desktop-Miner positioniert. Er soll einen einfachen Einstieg in das Bitcoin-Mining ermöglichen und richtet sich vor allem an technikaffine Nutzer sowie Einsteiger.

Der Avalon Mini 3 verbindet Mining mit Raumheizung. Die beim Betrieb erzeugte Wärme kann nach Unternehmensangaben zur Beheizung von Wohnräumen genutzt werden. Der AvalonQ soll sich durch einen besonders leisen Betrieb, drei adaptive Leistungsmodi und die Steuerung über die Avalon-Family-App auszeichnen.

Canaan betrachtet die Verbindung von Rechenleistung und verschiedenen Energieanwendungen als mögliches Wachstumsfeld. Auf der Konferenz will das Unternehmen über Hardware-Leistung, Wärmerückgewinnung und die Entwicklung dezentraler Hashrate-Netzwerke sprechen.

In seiner Safe-Harbor-Erklärung weist Canaan darauf hin, dass Aussagen über die künftige Nachfrage, die Geschäftsentwicklung und die Marktakzeptanz mit erheblichen Risiken verbunden seien. Genannt werden unter anderem Schwankungen des Bitcoin-Kurses, Wettbewerb, regulatorische Vorgaben, geopolitische Veränderungen, Handelsbeschränkungen und die Entwicklung der Produktionspartnerschaften.

Zusammenfassung: Wallstreet Online stellt Canaan als Anbieter von Mining-Hardware für industrielle und private Einsatzbereiche vor. Der Fokus liegt auf dezentralen Hashrate-Netzwerken, Wärmerückgewinnung und leisen Geräten, während Canaan zugleich auf Markt-, Regulierungs- und Kursrisiken hinweist.

Hamburg plant Green Bonds ab Ende 2026 oder im ersten Halbjahr 2027

Parallel zum Bericht über das private Bitcoin-Mining nennt Wallstreet Online Pläne der Stadt Hamburg für nachhaltige Anleihen. Hamburg kündigt die Aufnahme von Krediten an, die ausschließlich klimafreundlichen Projekten dienen sollen.

Geplant sind Green Bonds mit fester Verzinsung. Die ersten Wertpapiere könnten bereits Ende 2026 oder im ersten Halbjahr 2027 angeboten werden. Vorgesehen ist ein Mindestvolumen von jeweils 500 Millionen Euro pro Anleihe.

Mit den Mitteln sollen unter anderem Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltige Infrastrukturprojekte finanziert werden. Das Angebot richtet sich vorrangig an institutionelle Investoren. Nach Angaben der Finanzbehörde sollen jedoch auch Privatanleger die Anleihen über ihre Hausbank erwerben können.

Details zur Verzinsung liegen bislang nicht vor. Hamburg will sich mit den Anleihen am Kapitalmarkt als Emittent nachhaltiger Schuldtitel positionieren und die Finanzierung seiner Klimaziele langfristig unterstützen.

MerkmalAngabe der Quelle
Frühester möglicher AngebotszeitraumEnde 2026
Weiterer möglicher Angebotszeitraumerstes Halbjahr 2027
Mindestvolumen je Anleihe500 Millionen Euro
Verzinsungfest; Details liegen bislang nicht vor

Zusammenfassung: Hamburg plant Green Bonds zur Finanzierung klimafreundlicher Projekte und nachhaltiger Infrastruktur. Die ersten Anleihen könnten Ende 2026 oder im ersten Halbjahr 2027 angeboten werden und sollen jeweils ein Mindestvolumen von 500 Millionen Euro haben.

XTB: ETF-Zuflüsse stärken das On-Chain-Fundament, Hebel bleibt Risiko

XTB.com bewertet die aktuelle Bitcoin-Erholung anhand von ETF-Zuflüssen, Derivatedaten und On-Chain-Indikatoren. Als positivsten Aspekt bezeichnet die Quelle die Rückkehr der Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs.

Am Montag verzeichneten die Fonds Nettozuflüsse von rund 337,6 Mio. USD. Am Dienstag kamen weitere 314,3 Mio. USD hinzu. Damit beliefen sich die Zuflüsse seit Wochenbeginn auf ca. 651,9 Mio. USD.

Die Vorwoche war mit rund 1,92 Mrd. USD an Nettozuflüssen noch stärker. XTB bezeichnete sie als eine der besten Wochen für US-Bitcoin-ETFs in diesem Jahr.

BlackRock blieb laut Quelle der mit Abstand größte Akteur. IBIT zog am ersten Tag rund 208,9 Mio. USD und am darauffolgenden Tag weitere 284,4 Mio. USD an. Daraus ergab sich ein kombinierter Gesamtwert von etwa 493,3 Mio. USD.

Rund drei Viertel der gesamten frischen ETF-Nachfrage stammten damit aus einem einzigen Produkt. XTB sieht darin sowohl ein Zeichen der institutionellen Nachfrage als auch einen Hinweis auf die wachsende Rolle der ETFs bei der Stabilisierung des Marktes.

ETF-ZuflussAngabe der Quelle
Montagrund 337,6 Mio. USD
Dienstag314,3 Mio. USD
Seit Wochenbeginnca. 651,9 Mio. USD
US-Spot-Bitcoin-ETFs in der Vorwocherund 1,92 Mrd. USD
IBIT am ersten Tagrund 208,9 Mio. USD
IBIT am darauffolgenden Tag284,4 Mio. USD
IBIT kombiniertetwa 493,3 Mio. USD

Am Derivatemarkt hätten sich die Taker-Flows bei Perpetual Futures zugunsten der Käufer verschoben. Gleichzeitig sei das Open Interest auf ein hohes Niveau gestiegen. Dies zeige, dass Spekulanten wieder größere gehebelte Positionen aufbauten.

Der Short Squeeze habe die erste Phase der Erholung beschleunigt. Positionen im Wert von mehreren Milliarden Dollar seien in kurzer Zeit liquidiert worden, wobei der überwiegende Teil auf Short-Positionen entfallen sei.

Inzwischen baue der Markt jedoch nicht mehr nur alte Short-Positionen ab, sondern errichte zunehmend neue Positionen auf der Long-Seite. Sollte Bitcoin unterhalb von 80.000 bis 82.000 USD ins Stocken geraten, könnte die hohe Hebelwirkung laut XTB von einem Treiber weiterer Gewinne zu einer Quelle für eine scharfe Korrektur werden.

On-Chain-Daten: Mehr aktive Adressen und höheres Transaktionsvolumen

Von CryptoQuant und Glassnode erfasste Blockchain-Daten bestätigten laut XTB, dass die Erholung auf einem breiteren Fundament stehe als nur auf dem Futures-Markt. Die Zahl der aktiven Adressen steige, während sich das um Entitäten bereinigte Transaktionsvolumen deutlich beschleunigt habe.

Die täglich aktiven Adressen seien im Laufe der Woche von rund 623.000 auf 663.000 gestiegen. Damit näherten sie sich dem oberen statistischen Band bei etwa 666.400. XTB wertet dies als Zunahme der Nutzerinteraktion und der allgemeinen Aktivität im Netzwerk.

Das Entity-Adjusted Transfer Volume stieg innerhalb von sieben Tagen von rund 3,4 Mrd. USD auf 5,8 Mrd. USD. Damit lag es über dem oberen statistischen Band von ca. 5 Mrd. USD.

Auch das Gebührenvolumen nahm zu. Das gesamte Gebührenvolumen stieg in der Woche von rund 181.400 USD auf 233.800 USD. Es blieb jedoch unter dem oberen Band nahe 248.400 USD. Das Netzwerk sei dadurch deutlich aktiver als noch vor einer Woche, wirke aber noch nicht überlastet oder extrem spekulativ.

On-Chain-IndikatorAusgangswertAktueller WertVergleichswert
Täglich aktive Adressenrund 623.000663.000oberes Band: etwa 666.400
Entity-Adjusted Transfer Volumerund 3,4 Mrd. USD5,8 Mrd. USDoberes Band: ca. 5 Mrd. USD
Gesamtes Gebührenvolumenrund 181.400 USD233.800 USDoberes Band: nahe 248.400 USD

Auch das Anlegerverhalten habe sich verändert. Während zuletzt Verlustrealisierungen und Kapitulation dominiert hätten, werde nun ein zunehmender Anteil der Transaktionen mit Gewinn realisiert. Dies sei noch kein Signal für ein Ende des Trends, zeige aber, dass schrittweise wieder Angebot auf den Markt komme.

Kurzfristiges, preissensibles Kapital habe sich deutlich über seine historischen oberen Spannen hinaus bewegt. Breitere langfristige Kapitalzuflüsse blieben dagegen ruhiger. XTB beschreibt die aktuelle Bewegung daher als Kombination aus echter Spot-Nachfrage, ETFs, dem Eindecken von Short-Positionen und aktiver Spekulation.

CryptoQuant-Indikator nähert sich der Zone „Early Bull“

Der Bull-Bear Market Cycle Indicator von CryptoQuant habe sich laut XTB deutlich aus dem Bärenmarkt-Territorium erholt und sich der Zone „Early Bull“ genähert. Historisch seien vergleichbare Übergänge mit einer besseren Dynamik und dem Beginn dauerhafterer bullischer Phasen verbunden gewesen.

Eine vollständige Bestätigung erfordere jedoch, dass sich die positiven Werte hielten und der Bitcoin-Kurs weiter steige. Bitcoin habe seit dem 17. August rund 22 % zugelegt und sei kurzzeitig in den Bereich von 80.000 USD zurückgekehrt.

Der Bull Score von CryptoQuant sprang innerhalb einer Woche von 30 auf 80. Dies war laut XTB der höchste Stand seit Oktober 2025. Acht der zehn überwachten Indikatoren sendeten bullische Signale.

Die Spot-Nachfrage wuchs demnach im schnellsten monatlichen Tempo seit Ende Dezember. Spot- und Futures-Nachfrage stiegen erstmals seit Oktober 2025 gleichzeitig. Dies könne theoretisch als frühe Phase eines neuen Bullenmarktes interpretiert werden.

Für eine stärkere Bestätigung wäre laut XTB weiterhin ein Schlusskurs über dem 365-Tage-Durchschnitt erforderlich. Dieser lag aktuell bei rund 83.000 USD. Gleichzeitig sei der Markt kurzfristig bereits überhitzt: Die unrealisierten Gewinne stiegen auf 20,5 %, während Wal-Adressen am 20. August Rekordgewinne von 614 Mio. USD realisierten.

Im Tageschart habe Bitcoin eine kraftvolle Erholung vollzogen, handle jedoch weiterhin rund 38 % unter seinem Allzeithoch nahe 126.000 USD. XTB ordnet die Kryptowährung deshalb trotz der Erholung technisch weiterhin einer breiteren Bärenmarkt-Struktur zu.

CryptoQuant- und MarktangabeWert
Bitcoin-Anstieg seit dem 17. Augustrund 22 %
Bull Score zuvor30
Bull Score aktuell80
Bullische IndikatorenAcht der zehn überwachten Indikatoren
365-Tage-Durchschnittrund 83.000 USD
Unrealisierte Gewinne20,5 %
Realisierte Wal-Gewinne am 20. August614 Mio. USD
Abstand zum Allzeithochrund 38 %
Allzeithochnahe 126.000 USD

Zusammenfassung: XTB sieht Anzeichen für eine breiter getragene Bitcoin-Erholung, da ETF-Zuflüsse, Spot-Nachfrage und On-Chain-Aktivität zunehmen. Gleichzeitig gelten die hohe Hebelwirkung, die Zone von 80.000 bis 82.000 USD, der 365-Tage-Durchschnitt bei rund 83.000 USD und die bereits gestiegenen unrealisierten Gewinne als wichtige Beobachtungspunkte.

Einschätzung der Redaktion

Die Erholung wirkt substanzieller als eine reine Kursbewegung, weil ETF-Zuflüsse und On-Chain-Aktivität gleichzeitig zunehmen. Dennoch bleibt die Rally anfällig: Short Squeeze, steigende Long-Hebel und die Konzentration der Nachfrage auf einzelne Produkte können Rückschläge deutlich verstärken.

Strukturell ist vor allem die Verbindung aus hoch verschuldeten Bitcoin-Haltern, Stablecoin-Risiken und möglichem Verkaufsdruck relevant. Sie begrenzt die Aussagekraft kurzfristiger Kursziele und erhöht das systemische Risiko. Bitcoin bleibt damit ein liquider, aber keineswegs stabiler Risiko- und Vertrauensmarkt.

Kernaussage: Die Markterholung besitzt erkennbare Fundamentaldaten, ist jedoch noch nicht ausreichend bestätigt und bleibt durch Verschuldung, Hebel und Liquiditätsrisiken verwundbar.

Quellen: