Bitcoin im Spannungsfeld von Steuerplänen, Erholung und Quantenrisiken

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin zeigt technische Erholungssignale und ETF-Potenzial, bleibt aber wegen Steuerplänen, Regulierung und wachsender Quantenrisiken anfällig.

Bitcoin steht zwischen möglichen Steueränderungen, technischen Erholungssignalen und neuen Risiken durch Quantenforschung. Der Pressespiegel zeigt, wie politische Weichenstellungen, ETF-Positionierungen und regulatorische Unsicherheit den Kryptomarkt prägen – und warum trotz optimistischer Signale weiterhin Vorsicht geboten ist.

Bitcoin zwischen Steuerdebatte, Erholungssignalen und regulatorischer Unsicherheit

Geplante Bitcoin-Steuer sorgt für Streit zwischen Politik und Branche

Die FAZ berichtet über Pläne, Gewinne mit Kryptowährungen künftig anders zu besteuern. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Bitcoin steuerlich ähnlich behandelt werden soll wie Aktien.

Nach Angaben der FAZ fallen auf Gewinne mit Kryptowährungen bislang oft keine Steuern. Der Finanzminister wolle dies ändern. Im Interview diskutieren Parsa Marvi von der SPD und Matthias Steger vom Bitcoin Bundesverband über die Pläne.

Matthias Steger schildert, dass er als gelernter Informatiker bereits relativ früh von Bitcoin erfahren habe, zunächst jedoch nicht investiert habe. Auch als Steuerberater habe er seine Mandanten zuerst zu dem Thema beraten; Bitcoin habe er erstmals im Jahr 2016 gekauft.

Die Debatte berührt damit sowohl die steuerliche Behandlung von Kursgewinnen als auch die grundsätzliche Einordnung von Bitcoin im Vergleich zu klassischen Anlageformen. Die FAZ stellt die unterschiedlichen Positionen von Politik und Bitcoin-Branche gegenüber.

Steger: „Ja. Ich bin eigentlich gelernter Informatiker und habe bereits relativ früh von Bitcoin erfahren, aber zunächst noch nicht investiert.“

Zusammenfassung: Die FAZ berichtet über eine geplante Änderung der Besteuerung von Kryptowährungsgewinnen und über den Streit zwischen Parsa Marvi von der SPD und Matthias Steger vom Bitcoin Bundesverband.

Bitcoin überschreitet nach 45 Wochen erneut den 50-Wochen-Durchschnitt

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet von einem technischen Signal, das auf das Ende des Bitcoin-Bärenmarkttiefs hindeuten könnte. Bitcoin konnte demnach erstmals seit November 2025 einen Wochenschluss über seinem 50-Wochen-Durchschnitt verzeichnen.

In den 45 Wochen davor habe kein Wochenschluss diesen Durchschnitt überschritten. Alex Thorn, Leiter der Forschung bei Galaxy, erklärte, dass die Rückeroberung des 50-Wochen-Durchschnitts in der Vergangenheit häufig bestätigt habe, dass ein Bärenmarkttief erreicht worden sei.

In einer Analyse identifizierte Thorn 13 Fälle in abgeschlossenen Bärenmärkten, in denen Bitcoin den 50-Wochen-Durchschnitt zurückerobert habe. Nur zwei dieser Fälle seien von einem neuen Tief gefolgt worden; beide hätten sich während des Rückgangs 2021–2022 ereignet.

Nach der Darstellung von Yahoo Finanzen Deutschland wurde in vier von fünf Bärenmärkten das erste Zurückerobern des Durchschnitts nach dem Zyklustief als Signal für eine Erholung gewertet. Der 50-Wochen-Durchschnitt sei jedoch nur ein Bestandteil der gesamten Zyklusanalyse.

AngabeWert
Anstieg von Bitcoin seit Augustetwa 30%
Bitcoin-Entwicklung im SeptemberPlus von 3,33%
Letzter Verlust des 50-Wochen-DurchschnittsWoche ab dem 16. November 2025
Tief am 30. Juni 202658.525 USD
Rückgang gegenüber dem Rekordstand aus Oktober 202553,1%
Rekordstand aus Oktober 2025124.824 USD
Anstieg seit dem Tief39%
50-Wochen-Durchschnitt78.786 USD
Wochenschluss über dem 50-Wochen-Durchschnitt3,0%
200-Wochen-Durchschnitt65.487 USD
Wochenschluss über dem 200-Wochen-Durchschnitt23,9%
Bitcoin-Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung81.341 USD

Der 200-Wochen-Durchschnitt habe in den großen Marktzyklen als Boden gedient. Seit es diesen Durchschnitt gebe, hätten lediglich 56 von 642 Wochenschlüssen darunter gelegen.

Yahoo Finanzen Deutschland verweist zugleich auf die Möglichkeit eines erneuten Rückgangs. Mehrere Analysten erwarteten, dass Bitcoin im Oktober seinen Tiefpunkt erreichen könne. Die kommenden Wochen müssten daher zeigen, ob das Tief aus Juni als Bodenniveau halte oder ob die Oktober-Prognose eintrete.

Zusammenfassung: Bitcoin schloss erstmals seit November 2025 wieder über dem 50-Wochen-Durchschnitt. Die historische Statistik stützt die Erholungsthese, schließt einen erneuten Rückgang jedoch nicht aus.

Quantenforschung senkt geschätzten Aufwand für Angriff auf Bitcoin und Ethereum

Finanzen.net berichtet über ein wachsendes Quantenrisiko für Bitcoin und Ethereum. Ein internationales Forscherteam habe den geschätzten Aufwand für einen zentralen Schritt eines künftigen Quantenangriffs auf beide Netzwerke um mehr als 50 Prozent reduziert.

Aktuelle Hardware könne Bitcoin und Ethereum weiterhin nicht knacken. Die neuen Berechnungen zeigen laut finanzen.net jedoch, dass die angenommene Rechenleistung schneller sinke als erwartet.

Das von Forschern der Ethereum Foundation, von Theta Labs, StarkWare und weiteren Organisationen geteilte Papier beschreibe einen Schaltkreis mit 1.151 logischen Qubits und rund 1,3 Millionen Toffoli-Gattern. Der Aufwandswert liege bei etwa 1,5 Milliarden und damit mehr als 50 Prozent unter den rund 3 Milliarden, die Google Quantum AI im März als Referenz gesetzt habe.

Die Werte seien laut den Autoren nicht exakt vergleichbar. Entscheidend sei nach der Darstellung von finanzen.net, dass die Hardware für die Verringerung des Aufwandswerts nicht besser werden müsse.

AngabeWert
Logische Qubits im beschriebenen Schaltkreis1.151
Toffoli-Gatterrund 1,3 Millionen
Neuer Aufwandswertetwa 1,5 Milliarden
Referenzwert von Google Quantum AIrund 3 Milliarden
Teilnehmer an der offenen Challengemehr als 100
Dauer der Arbeit an der Challengerund acht Wochen
Akzeptierte Verbesserungenüber 400
Weiter gesunkener Aufwandswertrund 1,26 Milliarden
Maschinengröße einer Variante813 Qubits

Die Fortschritte seien auch auf die offene Challenge ECDSA.Fail von Eigen Labs zurückzuführen. Mehr als 100 Teilnehmer hätten rund acht Wochen an dem Problem gearbeitet und dabei Unterstützung von KI-Agenten erhalten. Über 400 akzeptierte Verbesserungen seien eingereicht worden, wobei jede Verbesserung als Ausgangspunkt für die nächste gedient habe.

Bitcoin und Ethereum sichern Guthaben laut finanzen.net über dasselbe Verfahren, secp256k1. Ein ausreichend großer Quantenrechner könnte mit Shors Algorithmus aus einem offengelegten öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel errechnen und dadurch Überweisungen im Namen des Besitzers freigeben.

Eine solche Maschine existiere derzeit nicht, und das vollständige Angriffsszenario sei von den Forschern nicht durchgerechnet worden. Jieyi Long, Technikchef von Theta Labs und Hauptautor, habe gegenüber CoinDesk erklärt, ein Angriff sei nicht unmittelbar, die Angelegenheit sei jedoch dringend, weil Gegenmaßnahmen Jahre benötigten und nicht nachträglich aufgespielt werden könnten.

„Ein Angriff sei nicht unmittelbar, dringend sei die Sache aber, weil die Gegenmaßnahme Jahre brauche und sich nicht nachträglich aufspielen lasse.“

Für Anleger rücken laut finanzen.net außerdem Quantenaktien wie Rigetti Computing, D-Wave Quantum und Quantinuum in den Blick. Anfang September habe das US-Handelsministerium Förderzusagen aus dem CHIPS Act von bis zu 100 Millionen US-Dollar je Unternehmen finalisiert und an allen drei Firmen Minderheitsbeteiligungen übernommen.

Das Geld solle dem Bericht zufolge für den Bau fehlertoleranter Maschinen verwendet werden. Die Unternehmen seien jung, tief defizitär und schwankten stark. Ein technischer Durchbruch, der Kryptowährungen bedrohen könnte, sei daher nicht automatisch eine Umsatzgarantie.

Zusammenfassung: Neue Forschungsarbeiten senken den geschätzten Aufwand für einen künftigen Quantenangriff deutlich. Bitcoin und Ethereum sind derzeit nicht durch aktuelle Quantenhardware angreifbar, doch die Geschwindigkeit der Fortschritte erhöht den Druck auf quantensichere Gegenmaßnahmen.

Bitcoin könnte gegenüber Gold durch ETF-Positionierungen an Boden gewinnen

Wallstreet Online berichtet unter Berufung auf Analysten von JPMorgan, dass Bitcoin Gold gegenüber zusätzliches Potenzial besitzen könnte. Neue Impulse bei Bitcoin-ETFs könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Entscheidend sei weniger die jüngste Entwicklung der Kapitalzuflüsse als vielmehr die ungewöhnlich hohe Short- und Hedging-Aktivität rund um Bitcoin-ETFs. Sollten institutionelle Investoren ihre Absicherungsgeschäfte zurückfahren, könnte Bitcoin laut JPMorgan zusätzlichen Rückenwind erhalten.

Nach der Sitzung der US-Notenbank Ende Juli hätten sowohl Bitcoin- als auch Gold-ETFs neue Zuflüsse verzeichnet. Die Analysten um den Strategen Nikolaos Panigirtzoglou werteten dies als Teil einer Rückkehr des sogenannten „Debasement Trade“.

Unter diesem Begriff versteht der Bericht Anlagen in Vermögenswerte wie Gold oder Bitcoin, mit denen sich Investoren gegen eine mögliche langfristige Entwertung klassischer Währungen absichern. In der vergangenen Woche habe diese Bewegung jedoch an Dynamik verloren. Als Gründe nennt Wallstreet Online steigende inflationsbereinigte Anleiherenditen sowie den gescheiterten Versuch im US-Senat, den Clarity Act voranzubringen.

ETF beziehungsweise EntwicklungAngabe
Gold-ETFsSämtliche Abflüsse vom Beginn des Jahres wieder ausgeglichen
Bitcoin-ETFsRund die Hälfte der vorherigen Abflüsse zurückgewonnen
iShares Bitcoin Trust ETF von BlackRockShort Interest weiterhin nahe dem höchsten Stand des laufenden Jahres
SPDR Gold Shares ETFShort Interest unter dem historischen Durchschnitt

Bei der ETF-Nachfrage liege Gold derzeit vorn. Bitcoin-ETFs hätten bislang lediglich rund die Hälfte ihrer vorherigen Abflüsse zurückgewonnen, während Gold-ETFs sämtliche Abflüsse vom Beginn des Jahres wieder ausgeglichen hätten.

Die defensive Positionierung beim iShares Bitcoin Trust ETF von BlackRock könne sich laut den JPMorgan-Analysten künftig in einen Vorteil verwandeln. Wenn Anleger ihre Absicherungen reduzierten, müssten entsprechende Positionen teilweise aufgelöst werden, was den Bitcoin-Markt unterstützen könnte.

Zusammenfassung: Gold-ETFs haben ihre Abflüsse vom Jahresbeginn vollständig ausgeglichen, Bitcoin-ETFs dagegen erst rund die Hälfte. Ein Rückgang der hohen Short- und Hedging-Positionen könnte Bitcoin zusätzlich unterstützen.

Clarity Act scheitert im US-Senat und löst Debatte über Bitcoin aus

Ariva berichtet über eine Diskussion zum gescheiterten Clarity Act und über die Frage, ob Bitcoin dadurch an Wert verliere. Der Clarity Act scheiterte demnach im US-Senat an 60 Stimmen.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung bis 2026 wird in der Meldung mit 8% angegeben. Ausgangspunkt der Debatte war eine Diskussion auf der Social-Media-Plattform X.

Anthony Pompliano, Investor und Bitcoin-Befürworter, habe dort argumentiert, dass Bitcoin den Clarity Act überhaupt nicht benötige, weil die regulatorische Einordnung der größten Kryptowährung bereits ausreichend klar sei. Peter Schiff habe darauf scharf reagiert.

Schiff stelle laut Ariva seit Jahren den fundamentalen Wert von Bitcoin infrage. Insbesondere bezweifle er die Rolle von Bitcoin als Alternative zu Gold.

„Es ist sehr klar, dass Bitcoin wertlos ist. Dafür ist kein Gesetz des Kongresses notwendig“, schrieb Peter Schiff auf X.

Die Diskussion verdeutlicht den politischen Rückschlag für die Kryptobranche und die gegensätzlichen Einschätzungen zur Bedeutung des Gesetzesvorhabens. Während Pompliano die bestehende regulatorische Einordnung als ausreichend betrachtet, verbindet Schiff das Scheitern des Gesetzes mit einer grundsätzlichen Kritik am Wert von Bitcoin.

Zusammenfassung: Der Clarity Act scheiterte im US-Senat an 60 Stimmen. Ariva berichtet über die anschließende Kontroverse zwischen Anthony Pompliano und Peter Schiff über Regulierung und den fundamentalen Wert von Bitcoin.

Einschätzung der Redaktion

Bitcoin befindet sich in einer entscheidenden Übergangsphase: Technische Erholungssignale und mögliche ETF-Rückenwinde stehen einer wachsenden steuerlichen, regulatorischen und technologischen Unsicherheit gegenüber. Besonders das Quantenrisiko ist strategisch relevant, weil Sicherheitsupgrades langfristige Vorläufe benötigen. Kurzfristige Kursindikatoren können die strukturellen Risiken daher nicht entkräften.

Infobox: Bitcoin bleibt chancenreich, ist aber zunehmend von politischen Entscheidungen, institutioneller Positionierung und rechtzeitiger technologischer Vorsorge abhängig.

Quellen: