Bitcoin im Quantencheck, XRP bleibt stark – Märkte und Regulierung im Fokus
Autor: Blockchain-Hero Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Quantenrisiken für Bitcoin, XRPs anhaltende Top-10-Präsenz und CoinShares’ Erwartung einer vorerst seitwärts laufenden Kursentwicklung.
Quantenrisiken, institutionelle Milliarden, geopolitische Regulierung und ein möglicher Bitcoin-Anstieg: Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie stark technologische, politische und marktgetriebene Kräfte die Krypto-Branche prägen. Im Mittelpunkt stehen neue Schutzmechanismen für Bitcoin-Besitzer, XRP als Dauerläufer, entscheidende Kursmarken und Pakistans Suche nach einem islamkonformen Weg in die digitale Finanzwelt.
Bitcoin zwischen Quantenrisiko und neuem Besitznachweis
Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland
Quantencomputer könnten eines Tages alte Bitcoin-Wallets knacken und Signaturen fälschen. Das Start-up Project Eleven hat deshalb einen Nachweis entwickelt, mit dem echte Besitzer ihre Coins allein mithilfe ihrer Seed Phrase zurückholen können.
Der Nachweis funktioniert wie eine Quittung: Er soll zeigen, dass eine Person den Master-Schlüssel hinter einer Adresse besitzt, ohne diesen offenzulegen. Während ein Quantencomputer den privaten Schlüssel einer veröffentlichten Adresse extrahieren könnte, soll eine Umkehrung der Hashfunktion zum Master-Schlüssel mathematisch nicht möglich sein.
Das Konzept Signature Lifting wurde von Or Sattath und Shai Wyborski im Jahr 2023 vorgestellt. Lightning-Labs-CTO Olaoluwa Osuntokun entwickelte den ersten Prototyp. Die neue Version soll 16-mal schneller sein und auf einem Laptop in 243 Millisekunden laufen.
„Quantencomputer können einen privaten Schlüssel aus einem öffentlichen extrahieren. Sie können jedoch nicht die Hashfunktion umkehren, durch die dieser erzeugt wurde.“
Der Ansatz ist jedoch nicht für alle Bitcoin-Bestände geeignet. Voraussetzung ist BIP-32, das Seed-Phrase-System, das moderne Wallets seit 2012 verwenden. Ältere Wallets erzeugten Schlüssel einzeln und verfügten nicht über einen Master-Schlüssel.
Damit lassen sich insbesondere Satoshi Nakamotos Coins nicht auf diesem Weg schützen. Satoshi schürfte in den Jahren 2009 und 2010, also bevor Seed Phrases verbreitet waren. Eine Analyse von Sergio Demian Lerner aus dem Jahr 2013 ordnet Satoshi rund 1,1 Millionen BTC zu, verteilt auf etwa 22.000 Adressen.
Diese Coins gelten zugleich als besonders gefährdet, weil ihre öffentlichen Schlüssel auf der Blockchain offengelegt sind. Ein von Changpeng Zhao vorgeschlagener Freeze oder der Vorschlag BIP-361 könnte deshalb dazu führen, dass diese Bestände dauerhaft eingefroren werden.
Project Eleven weist zudem darauf hin, dass das Werkzeug noch nicht geprüft wurde, drei ältere Adresstypen unterstützt und bislang von keiner Blockchain akzeptiert wird. Die zeitliche Dringlichkeit wird durch Googles Quantenforschung unterstrichen, die die für solche Angriffe erforderliche Hardware im Jahr 2024 um den Faktor 20 reduziert haben soll.
US-Behörden müssen außerdem bis 2031 postquantensichere Kryptografie umsetzen. Im Mittelpunkt der Governance-Debatte steht damit nicht nur die Frage eines möglichen Freeze, sondern auch, welche Coins anschließend wieder verfügbar gemacht werden.
| Entwicklung | Angabe |
| Vorstellung von Signature Lifting | 2023 |
| Nutzung von BIP-32 in modernen Wallets | seit 2012 |
| Satoshi zugerechnete Coins | rund 1,1 Millionen BTC |
| Adressen | etwa 22.000 |
| Geschwindigkeit der neuen Version | 16-mal schneller |
| Laufzeit auf einem Laptop | 243 Millisekunden |
| Umsetzung postquantensicherer Kryptografie durch US-Behörden | bis 2031 |
Infobox: Der neue Nachweis kann Besitzern moderner BIP-32-Wallets helfen, ist aber für ältere Wallets und insbesondere Satoshis Coins nicht geeignet. Das Werkzeug wurde noch nicht geprüft und wird bislang von keiner Blockchain akzeptiert.
XRP bleibt seit 2014 in den Top 10
Quelle: BeInCrypto
XRP ist laut einer Auswertung von CoinGecko der einzige Altcoin neben Bitcoin, der seit 2014 in jedem Jahr zu den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung gehört. Die Serie erstreckt sich über mehr als ein Jahrzehnt und umfasst sowohl Aufwärtsphasen als auch starke Bärenmärkte.
Im Jahr 2014 startete XRP auf Platz acht mit einer Marktkapitalisierung von fast 32 Millionen USD. Das entsprach 0,3% der Marktkapitalisierung der Top 10. Im Jahr 2015 stieg XRP auf Platz zwei hinter Bitcoin.
In den Jahren 2017, 2018 und 2019 belegte XRP jeweils Platz drei. Andere frühe Top-10-Projekte wie Litecoin, Dash, NEM, Namecoin und Peercoin verschwanden später aus dem Ranking.
Ethereum war zwar viele Jahre in den Top 10 vertreten, startete jedoch erst im Jahr 2015. Damit bleibt XRP gemeinsam mit Bitcoin der einzige echte Überlebende aus dem Jahr 2014.
Besonders auf die Probe gestellt wurde die Position von XRP zwischen 2020 und 2023. In diesem Zeitraum verklagte die US-Börsenaufsicht Ripple, das Unternehmen hinter XRP. In der Folge wurde der Token auf mehreren großen Börsen entfernt.
CoinGecko führt die anhaltende Stärke unter anderem auf Nachfrage durch Institutionen und auf die Nutzung für grenzüberschreitende Zahlungen zurück. Im Jahr 2025 erreichte XRP Platz vier mit einer Marktkapitalisierung von fast 127,9 Milliarden USD. Das entsprach rund 4,3% der Top-Gruppe.
Rechtsexperte Bill Morgan bezeichnete den Rekord als Fakt und als unbequeme Wahrheit für Kritiker, die die langfristige Bedeutung von XRP infrage stellen. BeInCrypto ordnet die Beständigkeit als Hinweis auf anhaltende Nachfrage ein, die für regulierte Finanzprodukte und langfristige Portfolios relevant sein könne.
Zum Zeitpunkt des Berichts notierte XRP bei etwa 1,10 USD. Zuvor war der Kurs kurzzeitig auf 1,05 USD gefallen, bevor eine Erholung einsetzte.
| Jahr | XRP-Rang | Weitere Angaben |
| 2014 | Platz acht | fast 32 Millionen USD; 0,3% der Top 10 |
| 2015 | Platz zwei | direkt hinter Bitcoin |
| 2017 | Platz drei | |
| 2018 | Platz drei | |
| 2019 | Platz drei | |
| 2025 | Platz vier | fast 127,9 Milliarden USD; rund 4,3% der Top-Gruppe |
Infobox: XRP blieb seit 2014 durchgehend in den Top 10. Der Token erreichte 2015 Platz zwei und 2025 Platz vier mit einer Marktkapitalisierung von fast 127,9 Milliarden USD.
CoinShares erwartet keine schnelle Bitcoin-Explosion
Quelle: BTC-ECHO
Globale Krypto-ETPs verzeichneten in einer fast zwei Monate andauernden Verlustserie Abflüsse von insgesamt acht Milliarden US-Dollar. Jüngste Zuflüsse in Bitcoin zeigen laut CoinShares nun eine mögliche Trendwende, wobei eine nachhaltige Kursbewegung weiterhin fraglich bleibt.
In der vergangenen Woche flossen netto 287 Millionen US-Dollar in Krypto-Anlageprodukte. Der Stimmungsumschwung setzte nach unerwartet schwachen US-Inflationszahlen zur Mitte der Woche ein.
Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten gelangten schätzungsweise 250 Millionen US-Dollar neu in den Sektor. Gleichzeitig halbierten die Finanzmärkte ihre Erwartungen für eine Zinserhöhung im September.
Die CoinShares-Analysten rechnen dennoch vorerst mit einer anhaltenden Seitwärtsbewegung bei Bitcoin. Zwar scheine die fundamentale Kursuntergrenze erreicht zu sein, es fehlten jedoch weiterhin die Triebfedern für einen nachhaltigen Ausbruch.
Zinssenkungen der Federal Reserve werden laut dem Bericht zunächst als unwahrscheinlich eingeschätzt. Ein einzelner schwacher Arbeitsmarktbericht reiche dafür nicht aus. Zusätzlich berge der Iran-Krieg das Risiko einer erneuten Teuerung im Folgemonat.
Ein kurzfristiger Anstieg über 80.000 US-Dollar gilt ohne fundamentale Veränderung der geldpolitischen Rahmenbedingungen als unwahrscheinlich. Das Kaufinteresse sei bei 60.000 US-Dollar noch schwach und erreiche typischerweise erst nahe 120.000 US-Dollar einen Höhepunkt.
Investoren nutzten das aktuelle Niveau für selektive Positionsaufbauten bei Bitcoin, wichen jedoch häufig auf defensivere Blockchain-Aktien aus.
| Kennzahl | Angabe |
| Abflüsse aus Krypto-ETPs | acht Milliarden US-Dollar |
| Zeitraum der Verlustserie | fast zwei Monate |
| Nettozuflüsse in der vergangenen Woche | 287 Millionen US-Dollar |
| Geschätzte neue Gelder nach Inflationsdaten | 250 Millionen US-Dollar |
| Genannte Bitcoin-Marke | 80.000 US-Dollar |
| Typischer Höhepunkt des Kaufinteresses | nahe 120.000 US-Dollar |
Infobox: Die Zuflüsse in Bitcoin-Anlageprodukte haben laut CoinShares wieder eingesetzt. BTC-ECHO erwartet trotzdem zunächst eine Seitwärtsbewegung und hält einen kurzfristigen Ausbruch über 80.000 US-Dollar ohne fundamentale Veränderungen für unwahrscheinlich.
Bitcoin-Prognose zwischen E*Trade-Start und Strategy-Verkäufen
Quelle: FinanzNachrichten.de
Bitcoin handelte am 18. Juli 2026 bei rund 63.300 Dollar. Damit lag der Kurs 50 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.000 Dollar. Seit Jahresbeginn bewegte sich der Markt um 33 Prozent nach unten.
Morgan Stanley schaltete am 16. Juli den direkten Kryptohandel auf E*Trade für Millionen von Kunden frei. Über eine Partnerschaft mit Zero Hash können berechtigte US-Kunden Bitcoin, Ethereum und Solana direkt handeln. Die Gebühren betragen 50 Basispunkte pro Transaktion.
E*Trade bedient über 8,6 Millionen Haushalte und verwaltet rund 1,56 Billionen Dollar an Kundengeldern. Der Schritt eröffnet damit einen direkten Zugang zu Kryptowährungen über eine große US-Retail-Plattform, die bereits den Handel mit Aktien anbietet.
Gleichzeitig verkaufte Strategy unter Michael Saylor in der ersten Juliwoche 3.588 Bitcoin für rund 216 Millionen Dollar. Das Unternehmen hält weiterhin 843.775 BTC zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.476 Dollar pro Coin.
Die Verkaufserlöse fließen in eine Dollar-Reserve, die inzwischen auf 3 Milliarden Dollar angewachsen ist. Standard Chartered hält am Jahresendziel von 100.000 Dollar fest und bewertet die Verkäufe als vorübergehende Marktgeräusche.
Whale-Wallets akkumulierten rund 270.000 BTC im Wert von 16,7 Milliarden Dollar nahe der 59.000-Dollar-Marke. Der Bericht vergleicht dieses Muster mit früheren Tiefpunkten nach dem COVID-Crash und dem FTX-Zusammenbruch.
Die ETF-Abflüsse von 4,5 Milliarden Dollar im Juni endeten Anfang Juli. Über drei Tage flossen 510 Millionen Dollar zu. Als nächster wichtiger Katalysator gilt das FOMC-Treffen am 28. und 29. Juli.
Bei einem Kurs von 63.300 Dollar und einer Marktkapitalisierung von 1,27 Billionen Dollar bewegen sich selbst optimistische Szenarien laut dem Bericht über mehrere Wochen im Bereich eines einstelligen prozentualen Anstiegs.
| Angabe | Wert |
| Bitcoin-Kurs am 18. Juli 2026 | rund 63.300 Dollar |
| Abstand zum Allzeithoch | 50 Prozent |
| Allzeithoch | 126.000 Dollar |
| Bewegung seit Jahresbeginn | 33 Prozent nach unten |
| E*Trade-Haushalte | über 8,6 Millionen |
| Verwaltete Kundengelder | rund 1,56 Billionen Dollar |
| Gebühr pro Transaktion | 50 Basispunkte |
| Strategy-Verkauf | 3.588 Bitcoin für rund 216 Millionen Dollar |
| Bestand von Strategy | 843.775 BTC |
| Durchschnittlicher Kaufpreis | 75.476 Dollar pro Coin |
| Dollar-Reserve | 3 Milliarden Dollar |
| Whale-Akkumulation | rund 270.000 BTC |
| Wert der Whale-Akkumulation | 16,7 Milliarden Dollar |
| ETF-Abflüsse im Juni | 4,5 Milliarden Dollar |
| Zuflüsse Anfang Juli | 510 Millionen Dollar über drei Tage |
Infobox: Der Bericht stellt einen erweiterten institutionellen Zugang über E*Trade einem Bitcoin-Verkauf von Strategy gegenüber. Für die weitere Entwicklung gelten die ETF-Zuflüsse und das FOMC-Treffen am 28. und 29. Juli als wichtige Faktoren.
Bitcoin nimmt 72.000-Dollar-Marke ins Visier
Quelle: Investing.com Deutsch
Bitcoin notierte laut Investing.com Deutsch bei rund 64.600 Dollar, nachdem sich der Kurs von einem Tiefststand unter 58.000 Dollar Anfang Juli erholt hatte. Umfangreiche Optionspositionen deuteten auf einen möglichen Anstieg in Richtung 72.000 Dollar im Umfeld der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve hin.
Um 05:02 Uhr ET (09:02 Uhr GMT) lag Bitcoin bei 64.717,2 Dollar, ein Plus von 1,15 %. Händler kauften 20.000 Bitcoin-Call-Optionen mit einem Ausübungspreis von 70.000 Dollar und einer Fälligkeit am 31. Juli.
Gleichzeitig verkauften sie die gleiche Anzahl an Calls mit einem Ausübungspreis von 72.000 Dollar. Die Bull-Call-Spreads repräsentierten einen Nominalwert von rund 2,5 Milliarden Dollar.
Die Strategie profitiert von einem moderaten Anstieg über 70.000 Dollar, begrenzt die Gewinne jedoch ab der Marke von 72.000 Dollar. Umfang und Struktur der Transaktionen werden als Hinweis auf eine Positionierung institutioneller Anleger eingeordnet.
Der Verfallstermin liegt zwei Tage nach der Zinsentscheidung der Federal Reserve am 29. Juli. Die Futures-Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 75 % bis 80 % dafür ein, dass die Zinsen in der Spanne von 3,5 % bis 3,75 % belassen werden.
Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie höhere Ölpreise könnten den Ausblick belasten, weil sie die Inflationssorgen wieder verstärken könnten.
Neben der Kursentwicklung sorgt die Governance für Diskussionen. Michael Saylor warnte laut RootData, dass Bitcoin Improvement Proposal 110 die Neutralität des Netzwerks gefährden könnte.
BIP 110 sieht einen einjährigen Soft Fork vor, der datenintensive Transaktionen einschränken würde. OP_RETURN-Outputs sollen auf 83 Bytes begrenzt werden, bestimmte Payloads auf 256 Bytes. Vor der Aktivierung erstellte Outputs wären ausgenommen.
Befürworter argumentieren, dass die Begrenzungen die Speicherung beliebiger Daten reduzieren und die Belastung für Node-Betreiber verringern. Saylor entgegnete, die Konsensregeln sollten nicht darüber entscheiden, welche ansonsten gültigen Transaktionen Zugang zum Blockspace erhalten.
Die Unterstützung durch Miner liegt weiterhin nahezu bei null. Für eine Aktivierung wären 1.109 von 2.016 geschürften Blöcken erforderlich. Saylor und Blockstream-Mitbegründer Adam Back warnten, dass umstrittene Regeln ohne breite Unterstützung das Netzwerk spalten könnten.
Auch die Konzentration im Mining wird als Governance-Risiko beschrieben. Eine Momentaufnahme vom 23. Juni zeigte, dass vier Pools mehr als 70 % der Hashrate kontrollierten. Foundry Digital kam auf 31 %, AntPool auf 18 %, ViaBTC auf 13 % und F2Pool auf 10 %.
Eine am 16. Juli veröffentlichte Sieben-Tage-Momentaufnahme wies Foundry mit 27 % aus, während F2Pool und AntPool jeweils 17,2 % erreichten. Der Nakamoto-Koeffizient des Bitcoin-Minings lag im Juni bei drei.
Bei den Altcoins legte Ether um 1,53 % zu, XRP um 1,19 % und Cardano um 0,12 %. BNB stieg um 0,07 %, Solana um 1,91 % und Dogecoin um 0,82 %. $TRUMP gab um 1,80 % nach.
| Markt- und Netzwerkdaten | Angabe |
| Bitcoin-Kurs | 64.717,2 Dollar |
| Kursveränderung | 1,15 % |
| Bitcoin-Call-Optionen | 20.000 |
| Ausübungspreise | 70.000 Dollar und 72.000 Dollar |
| Nominalwert | rund 2,5 Milliarden Dollar |
| Erwartete Zinsentscheidung | 75 % bis 80 % Wahrscheinlichkeit |
| Zinsspanne | 3,5 % bis 3,75 % |
| Erforderliche Blöcke für BIP 110 | 1.109 von 2.016 |
| Hashrate der vier größten Pools | mehr als 70 % |
| Nakamoto-Koeffizient im Juni | 3 |
Infobox: Optionspositionen zielen auf einen moderaten Anstieg bis 72.000 Dollar. Gleichzeitig stehen BIP 110, die geringe Miner-Unterstützung und die Konzentration der Mining-Hashrate im Zentrum der Governance-Debatte.
Pakistan diskutiert Scharia-Konformität von Kryptowährungen
Quelle: Blocktrainer
Eine der einflussreichsten islamischen Bildungseinrichtungen Pakistans hat erklärt, dass Kryptowährungen derzeit nicht mit dem islamischen Recht vereinbar seien. Zur Begründung wird angeführt, dass Kryptowährungen nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung nicht als anerkanntes Vermögen gelten und deshalb kein zulässiges Zahlungsmittel darstellten.
Die pakistanische Krypto-Regulierungsbehörde PVARA bat die Gelehrten um eine Präzisierung. Sie möchte, dass unterschiedliche Arten digitaler Vermögenswerte einzeln bewertet werden und Scharia-konforme digitale Finanzstrukturen entstehen.
Pakistan gehört gemessen an der Nutzung durch Privatanleger zu den größten Krypto-Märkten der Welt. Im Frühjahr 2025 leitete das Land einen politischen Kurswechsel ein und formulierte das Ziel, sich als „Krypto-Zentrum“ Südasiens zu positionieren.
Im März 2025 wurde der staatlich unterstützte Pakistan Crypto Council gegründet. Der frühere Binance-Chef Changpeng „CZ“ Zhao wurde später als strategischer Berater berufen. Zwei Monate danach kündigte die Regierung die Schaffung einer Pakistan Digital Assets Authority an, die jedoch nicht dauerhaft unter diesem Namen umgesetzt wurde.
Stattdessen entstand im Juli 2025 die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority, kurz PVARA. Mit dem Virtual Assets Act von 2026 erhielt sie eine dauerhafte gesetzliche Grundlage. Die Behörde lizenziert, beaufsichtigt und reguliert Anbieter von Dienstleistungen rund um virtuelle Vermögenswerte, darunter Krypto-Börsen, Verwahrstellen, Wallet-Anbieter, Stablecoin-Emittenten und Plattformen für digitale Investments.
Pakistan nutzt Kryptowährungen außerdem als außenpolitisches Instrument. Im Rahmen einer sogenannten Krypto-Diplomatie strebt die Regierung engere Beziehungen zu den USA an. Geprüft wird unter anderem der Einsatz des Stablecoins USD1 für grenzüberschreitende Zahlungen.
Die Regierung kündigte zudem den Aufbau einer strategischen Bitcoin-Reserve sowie die Verwendung von 2.000 Megawatt Überschussstrom für Bitcoin-Mining und KI-Rechenzentren an. Zum Stand der geplanten nationalen Bitcoin-Reserve lagen laut dem Bericht keine weiteren Informationen vor.
Die Fatwa der Jamia Darul Uloom Karachi wurde am 10. Juni 2026 veröffentlicht. Anlass war eine Anfrage zur Bezahlung von Büchern und einem Online-Kurs mit Kryptowährungen. Insgesamt sechs Gelehrte unterzeichneten das Rechtsgutachten, darunter Mufti Muhammad Taqi Usmani.
Nach Auffassung der Gelehrten gelten Kryptowährungen nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse nicht als anerkanntes Vermögen, māl, im Sinne der Scharia. Daher dürften sie nicht als Zahlungsmittel für die in der Anfrage genannten Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
Die Fatwa erkläre nicht jede Nutzung der Blockchain-Technologie pauschal für unzulässig. Problematisch seien unter anderem Betrug, übermäßige Unsicherheit, verbotene Geschäfte wie Zins und Glücksspiel sowie die Verletzung von Eigentumsrechten.
Unter islamischen Gelehrten und Finanzwissenschaftlern besteht Uneinigkeit darüber, ob Bitcoin als māl gelten kann. Einige halten eine Nutzung unter bestimmten Bedingungen für zulässig, sofern Zinsgeschäfte, gehebelte Finanzprodukte, Täuschung und exzessive Spekulation vermieden werden.
Andere sehen Bitcoin wegen der starken Preisschwankungen, der Spekulationen und des fehlenden Anspruchs auf einen externen Vermögenswert als problematisch an. Die PVARA fordert deshalb eine Bewertung nach Kategorien und nicht die pauschale Einordnung aller digitalen Vermögenswerte.
„Pakistan hat die Chance, weltweit eine Vorreiterrolle im Bereich der Scharia-konformen digitalen Finanzen einzunehmen, und diese Führungsrolle muss gemeinsam mit unseren Gelehrten aufgebaut werden.“
Als potenziell Scharia-konforme Anwendungen werden tokenisierte Sukuk, goldgedeckte Token und vollständig gedeckte Stablecoins genannt. Tokenisierte Sukuk können mit Eigentum oder Nutzungsrechten an realen Vermögenswerten verbunden sein, während goldgedeckte Token einen einlösbaren Anspruch auf hinterlegtes Gold verkörpern.
Vollständig gedeckte Stablecoins sollen ihren Besitzern einen durch Reserven gedeckten und durchsetzbaren Einlösungsanspruch bieten. Diese Instrumente könnten anders bewertet werden als Token ohne externen Vermögenswert und ohne einlösbaren Anspruch.
Die Blockchain selbst wird als neutrale Technologie zur Aufzeichnung und Verifizierung von Informationen beschrieben. Auf ihr könnten sowohl spekulative Token als auch Scharia-konforme Vermögenswerte abgebildet werden.
Offen bleibt, wie Bitcoin in diesem System einzuordnen ist. Bitcoin entsteht in einem wettbewerblichen Proof-of-Work-Verfahren, das Energie, Hardware und weitere Ressourcen erfordert. Der Energieaufwand begründet jedoch keinen Anspruch des Besitzers auf eine bestimmte Energiemenge.
Bitcoin ist damit nicht im eigentlichen Sinne durch Energie gedeckt. Der Energieverbrauch dient dazu, neue Blöcke zu erzeugen, Transaktionen zu verifizieren und das Netzwerk gegen Manipulationen abzusichern.
Befürworter argumentieren, Bitcoin sei wegen seiner monetären Eigenschaften und der durch das Ausgabeprotokoll verifizierbaren Begrenzung kein bloßes Spekulationsobjekt. Saifadean Ammous vertritt die Auffassung, Bitcoin sei mit den Prinzipien der Scharia besser vereinbar als staatliches Fiatgeld, während Allen Farrington in Bitcoin Parallelen zu Gold sieht.
Diese Argumente stellen jedoch keine abschließenden islamrechtlichen Gutachten dar. Ob digitales Eigentum die Voraussetzungen des Begriffs māl erfüllt, bleibt eine Frage für islamische Rechtsgelehrte.
| Politische und regulatorische Daten | Angabe |
| Gründung des Pakistan Crypto Council | März 2025 |
| Gründung der PVARA | Juli 2025 |
| Gesetzliche Grundlage der PVARA | Virtual Assets Act von 2026 |
| Veröffentlichung der Fatwa | 10. Juni 2026 |
| Unterzeichner des Rechtsgutachtens | sechs Gelehrte |
| Geplanter Überschussstrom für Mining und KI-Rechenzentren | 2.000 Megawatt |
Infobox: Pakistan treibt die Regulierung und Nutzung digitaler Vermögenswerte voran, steht dabei aber vor religiösen Einwänden. Die PVARA fordert eine differenzierte Bewertung einzelner Asset-Kategorien, während die Fatwa Kryptowährungen nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand nicht als anerkanntes Vermögen einstuft.
Einschätzung der Redaktion
Die Nachricht markiert beim Quantenrisiko einen wichtigen Perspektivwechsel: Entscheidend ist weniger die technische Machbarkeit eines Besitznachweises als dessen fehlende Anerkennung durch das Netzwerk. Ohne standardisierte Prüfung und breite Protokollintegration bleibt der Ansatz zunächst ein theoretischer Schutzmechanismus. Besonders problematisch ist, dass gerade alte, öffentlich exponierte Bestände nicht erfasst werden. Ein später Freeze wäre daher keine rein technische Maßnahme, sondern ein grundlegender Eingriff in die Eigentums- und Governance-Prinzipien von Bitcoin.
Zusammenfassung: Der Ansatz ist potenziell relevant für moderne Wallets, löst aber weder das Altbestandsproblem noch die politische Frage eines möglichen Eingriffs in das Netzwerk.
Einschätzung der Redaktion
Die anhaltende Top-10-Platzierung ist ein starkes Signal für Überlebensfähigkeit, aber kein ausreichender Beleg für technologische Überlegenheit oder künftiges Wachstum. XRP hat regulatorische Belastungen und wechselnde Marktzyklen überstanden; daraus lässt sich eine robuste Marktpräsenz ableiten. Für die langfristige Bewertung bleiben jedoch die tatsächliche Nutzung, die institutionelle Nachfrage und die regulatorische Einordnung entscheidender als historische Ranglisten.
Zusammenfassung: XRP verfügt über außergewöhnliche Beständigkeit, muss diese aber weiterhin durch reale Nutzung und nachhaltige Nachfrage rechtfertigen.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklung spricht eher für eine Stabilisierung als für den Beginn einer neuen explosiven Aufwärtsphase. Kapitalzuflüsse allein reichen nicht aus, solange Geldpolitik, Inflation und geopolitische Risiken den Risikoappetit begrenzen. Für Bitcoin bedeutet das ein weiterhin selektives Marktumfeld, in dem institutionelle Anleger eher taktisch als uneingeschränkt optimistisch agieren.
Zusammenfassung: Eine mögliche Trendwende ist erkennbar, aber für einen nachhaltigen Ausbruch fehlen weiterhin überzeugende makroökonomische Impulse.
Einschätzung der Redaktion
Der Zugang über eine etablierte Handelsplattform stärkt die institutionelle Infrastruktur und senkt potenzielle Einstiegshürden für Privatanleger. Gleichzeitig zeigt der Verkauf eines großen Bitcoin-Bestands, dass institutionelle Beteiligung nicht automatisch stetige Nachfrage bedeutet. Die Marktentwicklung bleibt deshalb von Liquidität, Zinsen und dem Verhalten großer Halter abhängig. Kurzfristig überwiegt das Bild eines angespannten Übergangsmarktes statt eines klaren neuen Aufwärtstrends.
Zusammenfassung: Mehr Zugänglichkeit verbessert die Marktstruktur, beseitigt aber weder Verkaufsdruck noch makroökonomische Unsicherheit.
Einschätzung der Redaktion
Die Optionsstruktur signalisiert begrenzten Optimismus: Ein Anstieg wird einkalkuliert, zugleich ist das Gewinnpotenzial klar gedeckelt. Das macht die 72.000-Dollar-Marke zu einem kurzfristigen Ziel, nicht zu einem Beleg für einen nachhaltigen Trendwechsel. Weitaus bedeutender ist die Governance-Debatte, weil eine umstrittene Regeländerung und konzentrierte Mining-Macht das Vertrauen in die politische Neutralität des Netzwerks belasten könnten.
Zusammenfassung: Kurzfristig besteht Aufwärtspotenzial, langfristig bleibt die Governance-Frage das größere Risiko.
Einschätzung der Redaktion
Die religiös-rechtliche Debatte kann Pakistans Kryptoambitionen bremsen, zugleich aber einen differenzierteren und institutionell belastbareren Markt hervorbringen. Eine kategorienbezogene Prüfung wäre wirtschaftlich sinnvoller als ein pauschales Verbot, weil sie reale Vermögenswerte, gedeckte Token und spekulative Instrumente unterschiedlich behandelt. Für Bitcoin bleibt die Einordnung offen; seine Akzeptanz wird daher nicht allein von staatlicher Regulierung, sondern maßgeblich von der Bewertung islamischer Gelehrter abhängen.
Zusammenfassung: Die Debatte ist ein Hindernis für eine schnelle Massenadoption, könnte aber den Aufbau Scharia-konformer digitaler Finanzprodukte fördern.
Quellen:
- Bitcoin erhält neuen Schutz vor Quanten-Hackern, bleibt jedoch nicht für alle sicher
- XRP erreicht Meilenstein, den kein anderer Altcoin in der Krypto-Geschichte erreicht hat
- "Bitcoin-Deckel bei 80.000 Dollar": CoinShares dämpft extreme Kurserwartungen
- Bitcoin Prognose Juli 2026 nach Morgan Stanleys Krypto-Start und Saylors erster Verkaufsrunde
- Bitcoin nimmt 72.000-Dollar-Marke ins Visier, doch Sorgen um Governance und Mining-Konzentration wachsen
- Ist Bitcoin mit dem islamischen Finanzrecht vereinbar? Pakistans Krypto-Offensive trifft auf religiösen Widerstand