Bitcoin-Geschäftskonten, Chinas Krypto-Kurs und neue Handelsmodelle

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Artikel zeigt Bitcoin als Firmenzahlungsoption, Chinas mögliches Marktpotenzial und Bitcoin.des geplanten Neustart nach verweigerter MiCA-Zulassung.

Bitcoin drängt ins Firmenkonto, China könnte dem Kryptomarkt neue Milliarden zuführen und Bitcoin.de sucht nach dem MiCA-Rückschlag einen Neustart. Zugleich zeigen Alkanes’ Transaktionsboom und Michael Saylors Billionen-Prognose, wie dynamisch sich Infrastruktur, Regulierung und Marktchancen entwickeln.

Bitcoin im Firmenkonto, Chinas mögliche Krypto-Wende und neue Modelle für den Handel

Bringin startet Geschäftskonten für Bitcoin und Euro

Der Bitcoin-Finanzdienstleister Bringin erweitert sein Angebot um Geschäftskonten für Unternehmen. Mit „Bringin for Business“ sollen Firmen Bitcoin und Stablecoins annehmen, halten und versenden können. Zusätzlich erhalten sie ein klassisches Euro-Geschäftskonto mit einer eigenen virtuellen IBAN.

Das Angebot startet zunächst als geschlossene Beta. Nach Angaben von Blocktrainer soll die Lösung eine zentrale Hürde für Unternehmen beseitigen, die Bitcoin in laufende Zahlungs-, Banking- und Buchhaltungsprozesse integrieren möchten.

Unternehmen erhalten eine virtuelle IBAN auf den eigenen Firmennamen und können damit am SEPA-Zahlungsverkehr teilnehmen. Gleichzeitig lassen sich Bitcoin, Lightning und Stablecoins innerhalb derselben Plattform verwalten. Vorgesehen sind unter anderem die Aufnahme von Bitcoin in die Firmenreserve, die Annahme von Bitcoin-Zahlungen sowie Zahlungen an Lieferanten und Mitarbeiter in Bitcoin.

Auch direkte Umwandlungen zwischen Bitcoin und Euro sollen möglich sein. Bringin positioniert die Lösung damit als Verbindung zwischen klassischem Banking und Bitcoin-Infrastruktur.

„Wir haben Bringin genau dafür gebaut: Damit Firmen jetzt ganz normal bezahlt werden können, Wert speichern und Geld weltweit bewegen – mit Konten, die auf Self-Custody ausgelegt sind und ein richtig flüssiges Zahlungserlebnis bieten“, sagt Prashanth Chandrashekar, Gründer und CEO von Bringin, laut Blocktrainer.

Bei der Verwahrung setzt Bringin nach eigenen Angaben auf eine hardwareisolierte „Secure Enclave“. Die privaten Schlüssel werden demnach innerhalb dieser Umgebung erzeugt, während Bringin selbst zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf den eigentlichen Private Key erhalten soll. Eine Transaktion kann laut dem Bericht nur innerhalb der abgeschotteten Umgebung signiert werden, nachdem ein dafür vorgesehener Verantwortlicher des Unternehmens die Zahlung autorisiert hat.

Zusätzlich sollen Schnittstellen zu Buchhaltungs- und Steuerprogrammen angeboten werden. APIs sollen wiederkehrende Prozesse automatisieren. Die Plattform bündelt damit Banking, Zahlungen, Self-Custody und Tausch an einer Stelle.

Nach Angaben von Bringin testen derzeit 15 Unternehmen die Plattform im Rahmen der Beta-Phase. Dazu gehören Anbieter von Lightning-Zahlungslösungen, Verkäufer von Mining-Hardware sowie Veranstalter von Bitcoin-Konferenzen. Zum Start richtet sich Bringin for Business an Unternehmen in 30 europäischen Ländern.

Die regulatorische Infrastruktur stammt laut Bringin von der MiCA-autorisierten Lightspark Payments Europe AS. Ob sich das Modell auch im größeren Unternehmenseinsatz bewährt, soll sich nach der Beta-Phase zeigen.

ProduktBringin for Business
StatusGeschlossene Beta
Beta-Nutzer15 Unternehmen
Startregion30 europäische Länder
KontofunktionenEuro-Geschäftskonto, virtuelle IBAN, Bitcoin, Lightning und Stablecoins

Zusammenfassung: Bringin verbindet ein Euro-Geschäftskonto mit Bitcoin-, Lightning- und Stablecoin-Funktionen. Im Mittelpunkt stehen Self-Custody, SEPA-Zahlungen, direkte Bitcoin-Euro-Konvertierungen und automatisierte Verwaltungsprozesse.

Finanzen.net: Chinas mögliche Rückkehr könnte einen Krypto-Superzyklus auslösen

Der frühere UBS-Banker und heutige Solana Company-CEO Joseph Chee hält eine erneute Öffnung Chinas für Kryptowährungen für möglich. Nach seiner Einschätzung könnte eine solche Entwicklung einen weiteren Krypto-Superzyklus auslösen.

Wie Finanzen.net unter Berufung auf ein Interview mit CNBC berichtet, bezeichnete Chee das Potenzial einer chinesischen Öffnung als „riesig“. Sein Unternehmen baut gezielt Bestände der Kryptowährung Solana auf und wäre damit unmittelbar von möglichen neuen Kapitalzuflüssen in den Kryptomarkt betroffen.

Chee begründet seine Einschätzung unter anderem mit der Bevölkerungsstruktur Asiens. Dort lebten mehr Menschen als im Rest der Welt, wodurch eine große Basis an Nutzern und Händlern von Kryptowährungen entstehe. Chinas harter Kurs gegen die Branche habe das Wachstum gebremst, während der US-Markt einen Teil dieser Lücke gefüllt habe.

Wenn die Regierung in Peking einen Weg finde, den Handel zu regulieren und die Technologie für Unternehmen sowie den grenzüberschreitenden Handel freizugeben, werde Krypto laut Chee einen weiteren Superzyklus durchlaufen. Ein bislang weitgehend abgeschotteter Markt könnte die Nachfrage dadurch deutlich verbreitern.

Als mögliches Testfeld nennt Chee Hongkong. Ein weiteres Modell sieht er in Südkorea, wo der Kryptohandel gut beaufsichtigt und auf das Land begrenzt sei. Der Ein- und Ausstieg erfolge dort über den Won.

„Aber sie wissen, dass sie diese Technologie nicht ignorieren können“, sagte Chee laut Finanzen.net über die chinesische Regierung.

Gleichzeitig bestehen laut dem Bericht erhebliche Hürden. Im Mittelpunkt Pekings stehe die Sorge vor Kapitalflucht, die durch Kryptowährungen schwer zu kontrollieren sei. Chee erwartet daher, dass Handel und die Ausgabe von Stablecoins auf dem chinesischen Festland zunächst womöglich nicht erlaubt werden. Die Nutzung der Blockchain durch Unternehmen und Behörden finde jedoch bereits in kleinem Rahmen statt.

Die offizielle Linie weist bislang in die entgegengesetzte Richtung. Wie Finanzen.net unter Berufung auf CoinDesk berichtet, bekräftigten acht Behörden um die People’s Bank of China Anfang Februar 2026 das Handelsverbot von 2021 und dehnten es auf Stablecoins aus. Diese würden als Gefahr für die Kontrolle über die eigene Währung angesehen.

Auch die Volatilität bleibt ein Einwand. Chee räumte ein, dass die Anlageklasse noch lange sehr volatil bleiben werde. Große Werte wie Bitcoin und Ethereum könnten mit der Zeit stabiler werden, möglicherweise gelte dies auch für Solana. Anleger müssten die Risiken verstehen, während die Regierung ausreichend warnen müsse.

Zusammenfassung: Joseph Chee erwartet bei einer chinesischen Öffnung einen weiteren Krypto-Superzyklus. Derzeit sprechen das bestätigte Handelsverbot von 2021, die Ausweitung auf Stablecoins und die Sorge vor Kapitalflucht jedoch gegen eine kurzfristige vollständige Wende.

Bitcoin.de sucht nach verweigerter MiCAR-Zulassung alternatives Betriebsmodell

Die BaFin hat den Antrag der futurum bank AG auf eine Zulassung als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen gemäß der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte, MiCAR, verweigert. Das teilte die Bitcoin Group SE am 06.10.2026 mit.

Damit besteht laut der über Onvista veröffentlichten EQS-News auch die bisherige Duldung der Erbringung von Kryptowerte-Dienstleistungen durch die futurum bank AG nicht mehr. Die Bitcoin Group SE erklärte, dass sie die Entscheidung prüfe und die Möglichkeit eines Widerspruchs habe. Zudem könne künftig erneut ein Antrag auf MiCAR-Zulassung gestellt werden.

„Die Entscheidung der Bafin ist für uns ein Rückschlag“, sagte Moritz Eckert, CEO der Bitcoin Group SE, laut Onvista.

Parallel bereitet die futurum bank AG ein alternatives Betriebsmodell vor. Geplant ist eine Kooperationsvereinbarung mit regulierten deutschen Unternehmen, über die der Handel auf Bitcoin.de zeitnah wieder ermöglicht werden soll.

Die Wiederaufnahme soll über die technisch erneuerte bitcoin.de-App erfolgen. Nach Angaben des Unternehmens könnte dies innerhalb der nächsten Wochen geschehen. Die konkrete Ausgestaltung, die erforderlichen Schritte für Kunden und der genaue Zeitplan sollen zeitnah auf der Website bitcoin.de bekanntgegeben werden.

Die futurum bank AG verwahrt die Kundenvermögenswerte bis zur Übertragung auf den alternativen regulierten Verwahrer weiterhin. Sämtliche Kundenansprüche sollen uneingeschränkt bestehen bleiben.

Bitcoin.de verfügt laut der Mitteilung über mehr als 1.100.000 registrierte Nutzer und eine über zehnjährige Betriebshistorie. Aktuelle Betreiberin ist die futurum bank AG, eine Tochtergesellschaft der Bitcoin Group SE.

EntscheidungBaFin verweigert die beantragte MiCAR-Zulassung
Geplantes ModellKooperation mit regulierten deutschen Unternehmen
Technische PlattformTechnisch erneuerte bitcoin.de-App
Registrierte NutzerMehr als 1.100.000
UnternehmenshistorieÜber zehn Jahre

Zusammenfassung: Nach der verweigerten MiCAR-Zulassung arbeitet die futurum bank AG an einem regulierten Partner-Modell für Bitcoin.de. Kundenvermögenswerte sollen gesichert bleiben, während der Handel über die erneuerte App innerhalb der nächsten Wochen wieder ermöglicht werden soll.

BTC-ECHO: Alkanes sorgt für 60 Prozent der Bitcoin-Transaktionen

Das Metaprotokoll Alkanes hat sich laut BTC-ECHO in den vergangenen Monaten zu einem der aktivsten Protokolle auf Bitcoin entwickelt. Fast 60 Millionen Transaktionen seien in nur 90 Tagen damit verbunden gewesen.

Alkanes ermöglicht zusätzliche Anwendungen und Token auf der Bitcoin-Blockchain. Einer dieser Token ist DIESEL, der nach Darstellung von BTC-ECHO der Hauptgrund für die große Zahl an Alkanes-Transaktionen ist.

Das Protokoll galt zunächst selbst unter vielen Bitcoin-Kennern als kleines Experiment am Rand des Netzwerks. Die hohe Aktivität habe diese Einschätzung jedoch verändert. BTC-ECHO sieht darin möglicherweise einen Vorgeschmack auf eine nächste Welle von Metaprotokollen.

Der Artikel weist darauf hin, dass ein erheblicher Teil aller Bitcoin-Transaktionen über Alkanes läuft, obwohl das Protokoll außerhalb der engeren Szene kaum bekannt sei. Die Aktivität wird dabei nicht durch die italienische Modemarke oder Spritpreise erklärt, sondern durch den Token DIESEL und die Anwendungen des Metaprotokolls.

ProtokollAlkanes
TransaktionenFast 60 Millionen
Zeitraum90 Tage
Anteil laut Überschrift60 Prozent aller Bitcoin-Transaktionen
Genannter TokenDIESEL

Zusammenfassung: Alkanes hat sich laut BTC-ECHO zu einem bedeutenden Aktivitätstreiber im Bitcoin-Netzwerk entwickelt. Fast 60 Millionen Transaktionen in 90 Tagen und der Token DIESEL stehen im Mittelpunkt dieser Entwicklung.

FOCUS online: Michael Saylor sieht 100 Billionen Dollar Potenzial für digitale Assets

Der amerikanische Unternehmer und Bitcoin-Befürworter Michael Saylor sieht für digitale Vermögenswerte ein erhebliches langfristiges Wachstumspotenzial. Der Executive Chairman von Strategy hält laut FOCUS online einen Markt von 100 Billionen Dollar für möglich.

Voraussetzung dafür seien deutlich bessere regulatorische Bedingungen in den USA. Saylor fordert neue Regeln für die digitale Finanzwirtschaft und argumentiert, Menschen und Unternehmen müssten mehr Möglichkeiten für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten erhalten.

FOCUS online beschreibt Saylor als Bitcoin-Unternehmer und berichtet über seine Einschätzung einer langfristigen 100-Billionen-Dollar-Chance für Krypto. Im Zentrum seiner Forderung stehen die regulatorischen Rahmenbedingungen in den Vereinigten Staaten.

„Saylor erwartet 100 Billionen Dollar für digitale Assets“, berichtet FOCUS online.

Zusammenfassung: Michael Saylor hält langfristig einen Markt von 100 Billionen Dollar für digitale Assets für möglich. Nach seiner Einschätzung sind dafür bessere regulatorische Bedingungen und neue Regeln für die digitale Finanzwirtschaft erforderlich.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklungen markieren einen wichtigen Übergang von Einzelprojekten zu belastbarer Finanzinfrastruktur. Entscheidend ist weniger das kurzfristige Marktpotenzial als die Fähigkeit, Verwahrung, Regulierung, Buchhaltung und Zahlungsverkehr zuverlässig miteinander zu verbinden.

Gleichzeitig zeigen die verweigerte MiCAR-Zulassung und Chinas restriktive Haltung, dass regulatorische Zugänglichkeit der zentrale Engpass bleibt. Hohe Transaktionsaktivität und weitreichende Marktprognosen sind daher erst dann nachhaltig relevant, wenn sie von rechtlicher Klarheit, institutioneller Sicherheit und realer Nutzung begleitet werden.

Infobox: Die Branche gewinnt an praktischer Relevanz, bleibt aber stark von Regulierung, Sicherheitsstandards und belastbaren Geschäftsmodellen abhängig.

Quellen: