Bitcoin-ETFs mit stärkstem Zufluss seit September – Markt bleibt unter Druck

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin-ETFs verzeichneten starke Zuflüsse, während Bitcoin über 80.000 US-Dollar blieb; ein umstrittenes Halving-Signal nährt Spekulationen über einen möglichen Marktboden.

Bitcoin-ETFs melden den stärksten Zuflusstag seit Wochen, während der Kurs trotz Zinssorgen die Marke von 80.000 US-Dollar verteidigt. Gleichzeitig sorgt ein umstrittenes Halving-Signal für neue Spekulationen über den möglichen Boden des Marktes, während Steuerpläne und JPMorgans digitaler Dollar zusätzliche Impulse für die Krypto- und Finanzwelt liefern.

Bitcoin-ETFs verzeichnen stärksten Zuflusstag seit dem 22. September

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Montag, dem 19. Oktober, Nettozuflüsse von 526,6 Millionen USD. Laut Yahoo Finanzen Deutschland war dies der stärkste Tageszufluss seit dem 22. September, als die Fonds 714,75 Millionen USD einsammelten.

Der starke Handelstag folgte auf einen schwachen Monatsbeginn. Vor dem Montag hatten die Bitcoin-ETFs im Oktober Nettoabflüsse von 617,17 Millionen USD verzeichnet; nach dem einzelnen Zuflusstag beliefen sich die Nettoabflüsse für den Monat noch auf 90,57 Millionen USD.

Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock, kurz IBIT, war laut Daten von SoSoValue der einzige Bitcoin-Fonds mit Nettozuflüssen. Keiner der weiteren elf Fonds erreichte an diesem Tag einen Nettozufluss.

Bei anderen Krypto-ETFs zeigte sich ein gegensätzliches Bild. Ethereum-Fonds verzeichneten Abflüsse von 103,28 Millionen USD, während Solana-Produkte 6,72 Millionen USD verloren. Ethereum-Fonds verzeichneten damit an 14 der letzten 15 Handelstage Nettoabflüsse von insgesamt 1,12 Milliarden USD.

KennzahlWert
Nettozuflüsse US-Spot-Bitcoin-ETFs am 19. Oktober526,6 Millionen USD
Vergleichswert am 22. September714,75 Millionen USD
Bitcoin-ETF-Nettoabflüsse vor dem Montag im Oktober617,17 Millionen USD
Bitcoin-ETF-Nettoabflüsse nach dem Montag im Oktober90,57 Millionen USD
Ethereum-ETF-Abflüsse103,28 Millionen USD
Solana-ETF-Abflüsse6,72 Millionen USD

Infobox: Der Bitcoin-ETF-Markt erlebte mit 526,6 Millionen USD den stärksten Tageszufluss seit dem 22. September. Der Zufluss wurde ausschließlich vom IBIT getragen, während Ethereum- und Solana-Produkte Abflüsse verzeichneten.

Bitcoin hält 80.000 USD trotz schwächerer US-Technologiewerte

Die Zuflüsse erfolgten laut Yahoo Finanzen Deutschland nach einer Woche, in der sich Bitcoin besser entwickelte als US-Technologieaktien. Bitcoin schloss die Woche mit einem Minus von etwa 2 % und hielt dabei die Marke von 80.000 USD.

Der Nasdaq verlor in derselben Woche 5 %, während der Halbleiterindex mehr als 11 % nachgab. Seit Anfang Oktober ist Bitcoin um 1,75 % gefallen; im dritten Quartal hatte die Kryptowährung dagegen 42,71 % zugelegt.

Zum Veröffentlichungszeitpunkt lag der Bitcoin-Kurs laut BeInCrypto-Marktdaten bei 82.060 USD und damit 0,44 % niedriger als 24 Stunden zuvor. Damit notierte Bitcoin wieder über der ETF-Kostengrundlage von rund 81.500 USD, nachdem dieser Wert in der Vorwoche kurz unterschritten worden war.

Der von Glassnode angegebene Wert beschreibt den Durchschnittspreis, den US-Spot-ETFs für ihre Coins bezahlt haben. Analyst Ash Crypto verwies außerdem darauf, dass Bitcoin seit fünf Wochen über seinem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt schließt, der aktuell bei etwa 76.100 USD liegt.

Als Unterstützungen wurden 80.000 USD und 76.000 USD genannt. Auf der Oberseite beobachtet der Analyst die Marken 84.000 USD und 87.500 USD. Glassnode sieht 88.000 USD als Kostengrundlage der Käufer, die ihre Coins seit sechs bis zwölf Monaten halten.

Infobox: Bitcoin lag zum Veröffentlichungszeitpunkt bei 82.060 USD. Als zentrale Unterstützungen gelten 80.000 USD und 76.000 USD, während 84.000 USD, 87.500 USD und 88.000 USD als wichtige obere Marken genannt werden.

Halving-Uhr liefert mögliches Bodensignal, bleibt aber umstritten

Finanzen.net berichtet über ein zyklisches Signal, nach dem die Bitcoin-Halving-Uhr am 8. Oktober 62 Prozent des Intervalls erreicht hatte. An diesem Tag lag der Netzwerkstand bei Block 970.344; zum Stand vom 19.10.2026 war er auf 972.196 gestiegen.

Das fünfte Halving wird bei Block 1.050.000 erwartet und soll für April 2028 stattfinden. Dabei soll die Belohnung je Block von 3,125 auf 1,5625 Bitcoin sinken.

Der Analyst The Rational Root verweist darauf, dass frühere Bärenmarkt-Tiefs bei der 62-Prozent-Marke lagen. Genannt werden Januar 2015 und November 2022 nach dem FTX-Kollaps. Trader Jesse Olson sieht über vier Zyklen hinweg Hochs vor Tag 550 und Tiefs nahe oder vor Tag 900.

Finanzen.net weist zugleich darauf hin, dass diese Muster nur auf wenigen Zyklen beruhen. Außerdem lässt sich das Halving-Datum nur schätzen, weil im Schnitt alle zehn Minuten ein Block entsteht.

Halving-KennzahlAngabe
Erreichter Anteil am 8. Oktober62 Prozent
Netzwerkstand am 8. OktoberBlock 970.344
Netzwerkstand am 19.10.2026972.196
Block des fünften Halvings1.050.000
Erwarteter ZeitpunktApril 2028
Belohnung je Block vor dem Halving3,125 Bitcoin
Belohnung je Block nach dem Halving1,5625 Bitcoin

Infobox: Die Halving-Uhr steht laut dem Bericht bei 62 Prozent des Intervalls. Das daraus abgeleitete Bodensignal beruht jedoch auf wenigen historischen Zyklen und ist deshalb kein automatischer Hinweis auf das Ende des Bärenmarkts.

Das Jahr 2018 gilt als Gegenbeispiel zum Zyklusmodell

Als wichtigstes Gegenargument nennt Finanzen.net den Zyklus von 2018. Damals wurde die 62-Prozent-Marke bei rund 6.000 US-Dollar erreicht, bevor Bitcoin bis Mitte Dezember auf etwa 3.200 US-Dollar fiel.

Auch Binance Research warnte dem Bericht zufolge, dass Erholungen nach einem Trendlinienbruch ihre Tiefs erneut ansteuern können. Hält das Juli-Tief bei rund 57.800 US-Dollar, würde die Halving-Uhr laut BeInCrypto auf ein Ende des Bärenmarkts hindeuten. Ein Fall unter diese Marke könnte dagegen eine letzte Abwärtsphase wie 2018 anzeigen.

Der aktuelle Rückgang fiel mit rund 54 Prozent allerdings deutlich milder aus als die Rückgänge früherer Bärenmärkte von 77 Prozent oder mehr. Finanzen.net betont dennoch, dass Bitcoin ein hochvolatiler Vermögenswert bleibt und historische Analogien keine Garantie für den weiteren Kursverlauf darstellen.

Infobox: Das Juli-Tief bei rund 57.800 US-Dollar bildet laut dem Bericht die entscheidende Abgrenzung. Ein Halten würde das Bodenszenario stützen, ein Bruch darunter könnte auf eine weitere Abwärtsphase hindeuten.

Zinssorgen setzen Bitcoin erneut unter Druck

Seit dem 8. Oktober hat sich die Marktlage laut Finanzen.net eingetrübt. Bitcoin fiel bei Bitstamp zeitweise unter 80.000 US-Dollar und erholte sich anschließend wieder.

Analyst Timo Emden von Captrader beschrieb laut dpa-AFX einen „Unsicherheitscocktail aus Zinssorgen, KI-Zweifeln und einem sinkenden Risikoappetit“. Hintergrund ist die US-Inflation: Der Verbraucherpreisindex stieg im September laut US-Arbeitsministerium um 0,6 Prozent zum Vormonat.

Die Jahresrate lag bei 3,7 Prozent nach 3,4 Prozent im August. Anschließend wurde laut dpa-AFX verstärkt auf eine weitere Zinserhöhung der Fed spekuliert. Anleger setzten stärker auf festverzinsliche Anlagen, was Kryptowährungen belastet, die keine Marktzinsen abwerfen.

Als nächster Beobachtungspunkt gilt die Veröffentlichung der Verbraucherpreise für Oktober. Das US-Arbeitsministerium hat diese für den 10. November angesetzt; sie soll zeigen, ob die Zinssorgen weiter auf Kryptowerten lasten.

InflationskennzahlWert
Anstieg des Verbraucherpreisindex im September zum Vormonat0,6 Prozent
Jahresrate im September3,7 Prozent
Jahresrate im August3,4 Prozent
Veröffentlichung der Verbraucherpreise für Oktober10. November

Infobox: Der Anstieg der Jahresrate von 3,4 Prozent im August auf 3,7 Prozent im September verstärkte die Spekulation über eine weitere Zinserhöhung der Fed. Die Verbraucherpreise für Oktober werden am 10. November als nächster wichtiger Datenpunkt erwartet.

Steuerpläne: Immobilien könnten nach Bitcoin und Gold in den Fokus rücken

Die WELT berichtet über Steuerpläne, nach denen nach Bitcoin und Gold nun auch Immobilien stärker in den Fokus geraten könnten. Im Mittelpunkt steht die mögliche Abschaffung der Zehn-Jahres-Frist für einen steuerfreien Verkauf.

Ausgenommen bleiben sollen dem Bericht zufolge Selbstnutzer. Die WELT stellt die Frage, ob eine Gleichbehandlung auch auf anderem Weg hergestellt werden könnte, und bewertet dies als ein wichtiges Signal.

Der Artikel ordnet die Überlegungen in eine Entwicklung ein, bei der unterschiedliche Anlageklassen steuerpolitisch betrachtet werden. Für Eigentümer und Anleger steht insbesondere die steuerliche Behandlung eines Immobilienverkaufs nach Ablauf der bisherigen Zehn-Jahres-Frist im Zentrum.

Infobox: Laut WELT könnte die Zehn-Jahres-Frist zum steuerfreien Verkauf von Immobilien fallen. Selbstnutzer sollen ausgenommen bleiben; konkrete weitere Angaben enthält die Quelle nicht.

JPMorgan bringt digitalen Dollar auf das Ethereum-Hauptnetz

Investing.com Deutsch berichtet, dass JPMorgan seinen Einlagen-Token JPM Coin mit dem Kürzel JPMD ab sofort direkt auf dem Ethereum-Hauptnetz verfügbar macht. Hinter dem Token stehen echte Dollar-Einlagen bei JPMorgan in digitaler Form.

Zugelassene institutionelle Kunden können damit rund um die Uhr Dollar überweisen, Wertpapiergeschäfte abwickeln und Sicherheiten stellen. Für Privatanleger ist JPMD nicht vorgesehen; der Zugang bleibt auf geprüfte Großkunden beschränkt.

Seit November 2025 lief JPMD auf Base, dem Layer-2-Netz von Coinbase. Für das Ethereum-Hauptnetz habe man sich wegen der dort vorhandenen Liquidität und der zahlreichen tokenisierten Anlagen entschieden, erklärte JPMorgans Blockchain-Sparte Kinexys.

Wie viele JPMD bereits auf Ethereum im Umlauf sind, teilte die Bank laut Investing.com Deutsch nicht mit. Der zum Zeitpunkt des Berichts genannte ETH-Kurs lag bei etwa 2.40.

MerkmalAngabe
TokenJPM Coin
KürzelJPMD
Neue PlattformEthereum-Hauptnetz
Bisherige PlattformBase
Start auf BaseNovember 2025
ZielgruppeZugelassene institutionelle Kunden
Genannter ETH-Kursetwa 2.40

Infobox: JPMD ist nun auf dem Ethereum-Hauptnetz verfügbar, bleibt aber institutionellen Kunden vorbehalten. Der Token repräsentiert digitalisierte Dollar-Einlagen bei JPMorgan.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung signalisiert eine selektive Stabilisierung bei Bitcoin, aber noch keine belastbare Trendwende. Dass ausschließlich IBIT Zuflüsse verzeichnete, zeigt zudem eine starke Konzentration der Nachfrage auf den größten Anbieter. Die gleichzeitigen Abflüsse bei Ethereum und Solana sprechen gegen eine breite Rückkehr in den Kryptomarkt.

Technische Marken und Halving-Zyklen können Orientierung geben, ersetzen jedoch keine belastbare Fundamentalanalyse. Entscheidend bleiben die Zinsentwicklung, die Marke von rund 57.800 US-Dollar und die Fähigkeit von Bitcoin, sich oberhalb wichtiger Unterstützungen zu behaupten.

Kernaussage: Bitcoin zeigt relative Stärke, doch die Marktlage bleibt fragil und stark von Makrodaten sowie institutioneller Nachfrage abhängig.

Einschätzung der Redaktion

Die mögliche Ausweitung steuerlicher Belastungen auf Immobilien wäre ein erheblicher Eingriff in langfristige Anlageentscheidungen. Besonders kritisch wäre eine rückwirkende oder kurzfristig umgesetzte Änderung, da sie die Planbarkeit für Eigentümer und Investoren schwächen würde. Eine Ausnahme für Selbstnutzer könnte soziale Härten begrenzen, würde aber neue Abgrenzungsfragen schaffen.

Kernaussage: Schon die politische Debatte erhöht den Unsicherheitsfaktor für Immobilienanlagen; entscheidend wären Ausgestaltung, Übergangsfristen und Bestandsschutz.

Einschätzung der Redaktion

Die Einführung von JPMD auf dem Ethereum-Hauptnetz ist ein bedeutender Schritt für die institutionelle Nutzung tokenisierter Einlagen. Sie stärkt Ethereum als Abwicklungsinfrastruktur für regulierte Finanztransaktionen und zeigt, dass Blockchain-Anwendungen zunehmend in bestehende Bankprozesse integriert werden. Der begrenzte Zugang verhindert jedoch vorerst eine direkte Wirkung auf den breiten Privatkundenmarkt.

Kernaussage: JPMD ist weniger ein neues Anlageprodukt als ein Infrastrukturbaustein für digitale, institutionelle Dollar-Transaktionen.

Quellen: