Bitcoin erholt sich trotz Inflationsdruck und ETF-Abflüssen

Autor: Blockchain-Hero Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin schwankte wegen Inflations- und Zinssorgen stark, erholte sich aber dank eines Golden Cross; Polkadot führte das Wochenranking an, während Uniswap am stärksten verlor.

Bitcoin bewegte sich in der Berichtswoche zwischen Inflationsdruck, Zinssorgen und überraschender Erholung. Während PPI und CPI für heftige Kursausschläge sowie ETF-Abflüsse sorgten, rückte ein technisches Kaufsignal den nächsten möglichen Aufschwung in den Fokus. Zudem zeigt das Top-Flop-Ranking, welche Altcoins Bitcoin deutlich übertrafen – und welche Projekte besonders stark nachgaben.

Bitcoin zwischen Inflationsdruck, Erholung und technischem Kaufsignal

Der Bitcoin-Markt stand in der Berichtswoche im Zeichen neuer US-Inflationsdaten, steigender Anleiherenditen und einer veränderten Zinserwartung. Während der Bitcoin zunächst deutlich unter Druck geriet, setzte anschließend eine Erholung ein, die den Kurs zeitweise wieder über 79.000 US-Dollar führte.

PPI-Schock drückt Bitcoin zeitweise unter 77.000 Dollar

Wallstreet Online berichtet, dass der Bitcoin-Kurs am 10. September innerhalb weniger Minuten rund 1.000 Dollar verlor. Auslöser war der August-PPI, der mit 5,4 Prozent über den Erwartungen lag. Bitcoin fiel demnach von 78.300 auf 76.663 Dollar.

Die Bewegung löste Liquidationen im Umfang von 186 Millionen Dollar bei Long-Positionen aus. Gleichzeitig stieg die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe auf 4,85 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit November 2023. Brent-Öl notierte laut dem Bericht über 104 Dollar pro Barrel, wodurch sich der Inflationsdruck zusätzlich verstärkte.

Auch die Bitcoin-ETFs verzeichneten Belastungen. Nach Angaben von CryptoBriefing beliefen sich die Nettoabflüsse am selben Tag auf 282,7 Millionen Dollar; innerhalb von drei Tagen summierten sie sich auf 449,5 Millionen Dollar.

AngabeWert
August-PPI5,4 Prozent
Bitcoin-Rückgangvon 78.300 auf 76.663 Dollar
Liquidierte Long-Positionen186 Millionen Dollar
Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen4,85 Prozent
Bitcoin-ETF-Nettoabflüsse am selben Tag282,7 Millionen Dollar
Bitcoin-ETF-Nettoabflüsse in drei Tagen449,5 Millionen Dollar

Für den 11. September nannte Wallstreet Online eine Unterstützung bei 76.800 Dollar und einen Widerstand bei 80.500 Dollar. Ein kühler CPI könne Bitcoin demnach wieder über 80.000 Dollar treiben, während ein heißer Wert einen Rückgang bis auf 72.000 Dollar auslösen könne. Die FedWatch-Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung wurde mit 69 Prozent angegeben.

Zusammenfassung: Der PPI-Bericht belastete Bitcoin, Anleihen und ETFs. Besonders im Fokus standen der Rückgang von 78.300 auf 76.663 Dollar, die Liquidationen von 186 Millionen Dollar und die anstehenden CPI-Daten.

CPI erhöht Zinserwartung, Bitcoin erholt sich dennoch

Blocktrainer beschreibt die US-Verbraucherpreisdaten für August als entscheidend für die bevorstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent, im Monatsvergleich um 0,4 Prozent. Beide Werte entsprachen den Erwartungen.

Bei der Kernrate lag die Entwicklung im Monatsvergleich jedoch über der Prognose. Die Kerninflation stieg um 0,3 Prozent, erwartet worden waren 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich lag die Kernrate bei 2,4 Prozent; laut Blocktrainer war dies der niedrigste Wert seit März 2021.

InflationskennzahlGemeldeter WertErwartung
CPI gegenüber dem Vormonat0,4 Prozent0,4 Prozent
CPI gegenüber dem Vorjahr3,4 Prozent3,4 Prozent
CPI-Kernrate gegenüber dem Vormonat0,3 Prozent0,2 Prozent
CPI-Kernrate gegenüber dem Vorjahr2,4 Prozent2,4 Prozent

Nach Veröffentlichung der Daten stieg die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung auf circa 90 Prozent. Zusätzlich wurde laut Blocktrainer eine weitere Zinserhöhung nach September in diesem Jahr eingepreist.

Bitcoin reagierte zunächst mit einem scharfen Abverkauf auf circa 76.000 US-Dollar. Von dort aus legte der Kurs wieder um mehr als 3.000 US-Dollar zu und eroberte die Marke von 79.000 US-Dollar zurück. Damit wurden die Verluste des Vortags laut dem Bericht mehr als ausgeglichen.

Blocktrainer verweist als mögliche Erklärung auf die zuvor negative Marktstimmung und Positionierung. Auch Gold, Silber und die Aktienmärkte erholten sich, während die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen nach den Inflationsdaten deutlich zurückgingen.

„Sollte sich dieser Trend in den Daten fortsetzen, die in den nächsten zwei Wochen veröffentlicht werden, würde ich dazu neigen, die Beibehaltung des Leitzinses auf dem derzeitigen Niveau zu befürworten.“

Diese Einschätzung wird Christopher Waller zugeschrieben. Blocktrainer berichtet zugleich, dass sich die Markterwartung nach den späteren Inflationsdaten deutlich verändert habe.

Zusammenfassung: Die US-Verbraucherpreise lagen überwiegend im Rahmen der Erwartungen, die Kernrate fiel im Monatsvergleich jedoch höher aus. Trotz der gestiegenen Zinserwartung erholte sich Bitcoin von circa 76.000 US-Dollar auf über 79.000 US-Dollar.

„Golden Cross“ sorgt für neue Kursprognosen

Business Insider Deutschland berichtet, dass Bitcoin erstmals seit Mai 2025 ein sogenanntes Golden Cross ausgebildet hat. Dabei handelt es sich um ein technisches Signal, das Analysten zu optimistischeren Kursprognosen veranlasst hat.

Die von Business Insider Deutschland genannten Analystenschätzungen reichen von 91.000 bis 615.000 Dollar. Gleichzeitig zieht die technische Konstellation keine eindeutige Schlussfolgerung nach sich: In der historischen Betrachtung überlebten laut dem Bericht von zwölf Golden Crosses lediglich drei ein Jahr.

Damit stellt der Artikel dem möglichen Kaufsignal eine Warnung gegenüber. Neben den historischen Einschränkungen verweist Business Insider Deutschland darauf, dass Anleger Gelder aus Bitcoin-ETFs abziehen.

Zusammenfassung: Das Golden Cross wird von Analysten als mögliches Kaufsignal interpretiert. Die historische Bilanz und die ETF-Abflüsse zeigen jedoch, dass das technische Signal keine eindeutige Kursentwicklung garantiert.

KW 37/26: Polkadot führt das Top-Flop-Ranking an

Finanzen.net wertete die Kursentwicklung ausgewählter Kryptowährungen in der Kalenderwoche 37/26 aus. Grundlage waren die Kurswerte zum US-Dollar zwischen dem 06.09.2026 und dem 11.09.2026; der Stand des Rankings ist der 11.09.2026.

Polkadot belegte mit einem Plus von 9,67 Prozent den ersten Platz. Dahinter folgten Tezos mit 8,41 Prozent und VeChain mit 5,49 Prozent. Ethereum und Lido stETH verzeichneten Zuwächse von 3,37 Prozent beziehungsweise 3,50 Prozent.

PlatzKryptowährungEntwicklung
1Polkadot9,67 Prozent
2Tezos8,41 Prozent
3VeChain5,49 Prozent
4Lido stETH3,50 Prozent
5Ethereum3,37 Prozent
6Wrapped TRON0,83 Prozent
7Ethereum Classic0,80 Prozent
8Neo0,30 Prozent
9Tron0,21 Prozent
10Worldcoin0,21 Prozent

Im Mittelfeld lagen unter anderem USD Coin mit einem Minus von 0,01 Prozent, Dai mit einem Minus von 0,03 Prozent und Tether mit einem Minus von 0,04 Prozent. Bitcoin kam auf ein Minus von 2,56 Prozent und belegte damit Platz 19.

PlatzKryptowährungEntwicklung
11USD Coin-0,01 Prozent
12Dai-0,03 Prozent
13Tether-0,04 Prozent
14Stellar-1,46 Prozent
15Ripple-1,82 Prozent
16Litecoin-1,85 Prozent
17Wrapped Bitcoin-1,95 Prozent
18Binance Coin-2,22 Prozent
19Bitcoin-2,56 Prozent
20Avalanche-2,70 Prozent

Am Ende des Rankings standen Uniswap mit einem Minus von 12,23 Prozent, Chainlink mit einem Minus von 9,59 Prozent und Bitcoin Cash mit einem Minus von 9,35 Prozent. Dogecoin verlor 4,84 Prozent, Cardano 4,62 Prozent und Monero 4,24 Prozent.

Zusammenfassung: Polkadot war in der betrachteten Woche mit 9,67 Prozent der stärkste Wert des Rankings. Bitcoin verlor 2,56 Prozent, während Uniswap mit minus 12,23 Prozent am schwächsten abschnitt.

Presale-Projekt Pepeto im Bericht von Wallstreet Online

Wallstreet Online stellt neben der Bitcoin-Analyse das Presale-Projekt Pepeto vor. Der Bericht bezeichnet den Presale-Preis als unabhängig von den kurzfristigen Bewegungen bei PPI und CPI und beschreibt eine aktive Phase, die sich ihrem Limit nähere.

Als technisches Merkmal nennt der Artikel einen Sicherheitsscanner, der jeden Token vor der Ausführung eines Trades prüfen soll. Der Scanner liest 42 Vertragspunkte, simuliert Kauf und Verkauf auf einer abgezweigten Chain und vergibt eine Bewertung von 0 bis 100.

Ein Token mit einer Bewertung von 6 und einem fehlgeschlagenen Verkauf werde laut Wallstreet Online markiert und blockiert. Die Prüfung erfolge bei jedem Swap auf PepetoSwap automatisch.

In den Presale seien bisher 10,38 Millionen Dollar geflossen. Der aktuelle Tokenpreis wird mit 0,000000188 Dollar angegeben. Außerdem berichtet Wallstreet Online, SolidProof habe den gesamten Code geprüft und die Identität des Teams durch KYC verifiziert.

AngabeWert
In den Presale geflossen10,38 Millionen Dollar
Aktueller Tokenpreis0,000000188 Dollar
Vom Scanner gelesene Vertragspunkte42
Bewertungsskala des Scanners0 bis 100
Beispiel einer blockierten Bewertung6

Der Bericht nennt außerdem erwartete Börsenlistings, darunter Binance. Eine Anlageberatung ist mit diesen Angaben nicht verbunden; sie geben ausschließlich die Darstellung von Wallstreet Online zum beschriebenen Projekt wieder.

Zusammenfassung: Wallstreet Online hebt beim Pepeto-Presale den Sicherheitsscanner, die Codeprüfung und die bisherigen Presale-Mittel hervor. Genannt werden 10,38 Millionen Dollar, ein Tokenpreis von 0,000000188 Dollar und 42 geprüfte Vertragspunkte.

Einschätzung der Redaktion

Die kurzfristige Erholung ist kein belastbarer Beleg für eine nachhaltige Trendwende. Entscheidend bleibt, ob Bitcoin trotz anhaltendem Inflations- und Renditedruck die Unterstützung bei 76.800 Dollar behauptet und gleichzeitig die ETF-Abflüsse nachlassen.

Das Golden Cross verbessert zwar das technische Sentiment, besitzt angesichts seiner begrenzten historischen Trefferquote jedoch nur Signalcharakter. Die ungewöhnlich breite Spanne der Kursprognosen verdeutlicht zudem die hohe Unsicherheit. Für Anleger überwiegt damit weiterhin ein asymmetrisches Chancen-Risiko-Profil: Erholungspotenzial ist vorhanden, eine schnelle Rückkehr zu deutlich höheren Kursen aber keineswegs abgesichert.

Infobox: Das Marktbild bleibt widersprüchlich: technische Kaufsignale und die Erholung stehen einem angespannten makroökonomischen Umfeld, ETF-Abflüssen und hoher Volatilität gegenüber.

Quellen: