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Auslieferung des Blockchain-Smartphones Finney von Sirin Labs startet Ende Dezember

Das Blockchain-Smartphone Finney wird voraussichtlich Ende Dezember ausgeliefert. Sirin Labs, der Hersteller des Gerätes, verspricht, die Benutzerfreundlichkeit dezentraler Apps (dApps) spürbar zu verbessern. Erst kürzlich hat das Unternehmen auf einer Veranstaltung in Barcelona erstmalig das endgültige Design vorgestellt.

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Das Blockchain-Smartphone Finney erobert den Markt

Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben mit dem ersten ICO (Initial-Coin-Offering) Anfang des Jahres über 157 Millionen US-Dollar Kapital aufgenommen, um die Entwicklung des blockchain-basierten Smartphones zu finanzieren. Ob der Benutzerfreundlichkeit des dezentralen Webs bei so wenigen dApps noch immer eine so große Rolle zugeschrieben wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Um die Geräte herzustellen hat Sirin Labs eine Partnerschaft mit Foxconn, einem der weltweit führenden Elektronikhersteller geschlossen. Ein genaues Datum für den Marktstart hat Sirin nicht bekannt gegeben. Doch Nimrod May, Chief Marketing Officer des Unternehmens, sagte, dass die Auslieferung voraussichtlich zwischen dem 15. und 25. Dezember 2018 beginnen wird.

Inhaber des Sirin (SRN)-Tokens können das Smartphone zu einem Preis von 999 US-Dollar vorbestellen. Weitere Zahlungskanäle gehen bald live, erklärte May. Zudem betonte er, dass jede Form von Zahlung, die Käufer verwenden, an Sirin weitergegeben wird.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem SRN-Token und dem Preis des Telefons. Der SRN-Preis richtet sich ausschließlich nach dem Handel an der Börse. In den letzten drei Monaten bewegte sich der Preis zwischen o,06 US-Dollar und 0,18 US-Dollar, wobei er seit letztem Oktober tendenziell ansteigt.

Konkurrenz für etablierte Smartphone-Hersteller?

Seit der ersten Ankündigung des Finney sind auch andere Unternehmen mit eigenen Lösungen auf den Markt gekommen. Darunter unter anderem der etablierte Smartphone-Hersteller HTC, welcher aktuell an der Entwicklung eines Gerätes für Kryptowährungen arbeitet. Auch das Startup PundiX möchte mit dessen Produkt in der Krypto-Branche Fuß fassen.

Eine Nachfrage nach der Anzahl der Vorbestellungen blockte May ab, aber er wagte eine Prognose für den Verkaufsstart:

“Ich bin äußerst zuversichtlich, dass wir im ersten Jahr mehr als 100.000 Stück verkaufen werden.” 

Ein Smartphone, welches für die Verwahrung und den Versand von Kryptowährungen konzipiert ist, muss hohe Sicherheitsansprüche erfüllen. Dies stand bei der Entwicklung des Finney stets im Vordergrund, so Sirin Labs.

May betonte die umfassende Erfahrung des Teams in Sachen Cybersicherheit und die Anwendung künstlicher Intelligenz bei der Intrusion Detection. Das Telefon ist mit einer Modifikation des mobilen Betriebssystems Android ausgestattet – genannt SirinOS. Dieses ist speziell auf die Blockchain-Funktionalität ausgerichtet.

Das Feature, welches zweifellos die größte Aufmerksamkeit erfährt, ist jedoch das Cold-Storage-Wallet. Dieses ist vollkommen unabhängig vom Smartphone, wie ein zweites Gerät im gleichen Gehäuse wie das Telefon. Das Wallet hat einen eigenen Prozessor, Interaktion findet ausschließlich über einen zweiten LCD-Bildschirm statt. Dies geht aus einem Trailer des Unternehmens zum Finney hervor.

Um die Nutzer dazu zu bringen, neue Apps im “dCenter” oder im dezentralen App Store des Unternehmens zu nutzen, macht Sirin es den App-Entwicklern möglich, Finney-Nutzern kostenlose Tokens zu schicken.

“Wir wecken das Interesse des Benutzers, indem wir Anreize durch Airdrops schaffen”, sagte May. 

User-Experience steht im Fokus

Eine vereinfachte Bedienung von Kryptowährungen stand bei der Entwicklung des Finney stets im Fokus des Unternehmens. Wenn Benutzer beispielsweise verschiedene Apps verwenden möchten, sollten sie nicht daran denken müssen, mit der jeweils korrekten Kryptowährungen zu bezahlen. Das Finney-Smartphone konvertiert bei Bedarf Tokens automatisch, um dem zu entgegnen. Zu Beginn werden jedoch nur Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Sirin-Tokens (SRN) konvertiert.

Statt wie ursprünglich geplant das Bancor-Netzwerk für das “Swapping” zu nutzen, verwendet Sirin nun eine eigens entwickelte Software, erklärte May.

“Der Sirin-Token wurde von Anfang an als Utlility-Token konzipiert. Anwender können ihn nutzen, um Zahlungen im dApp-Store durchzuführen”, fuhr der Chief Marketing Officer von Sirin Labs fort.

Sein einziger Nutzen ist bisher die Vorbestellung des Telefons. Später soll man den Token für Finney-spezifische Funktionen –  wie z.B. der Möglichkeit sich gegenseitig von unterwegs aus Bandbreite zu verkaufen – nutzen können. Ein zukünftiges Software Development Kit soll es Entwicklern ermöglichen, ihre eigenen Peer-to-Peer-Anwendungsfälle zu entwickeln.


Quellenangaben: Coindesk
Bildquelle: Pixabay

 

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